> > > > QNAP TBS-453A: Kompaktes NAS mit vier M.2-SSDs

QNAP TBS-453A: Kompaktes NAS mit vier M.2-SSDs

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

qnap Im Rahmen der am Freitag in Las Vegas zu Ende gegangenen CES 2016 kündigte QNAP das NASbook TBS-453A an. Dabei handelt es sich um ein äußerst kompaktes NAS-System, welches sich Abmessungen von 230 x 165 x 25 mm und einem Gewicht von etwa 760 g auch mal schnell in die Tasche stecken ließe. Im Inneren kümmert sich ein Intel Celeron N3150 mit vier Rechenkernen und einem Takt von bis zu 2,08 GHz um die nötige Rechenpower. Ihm zur Seite stehen bis zu 8 GB Arbeitsspeicher, wobei sich dieser aus herkömmlichen SO-DIMM-Riegeln zusammensetzt und so einfach austauschen und upgraden lässt.

Seinen Speicher stellt das neue NASbook über insgesamt vier M.2-SSDs zur Verfügung. QNAP wird das System in insgesamt sechs verschiedenen Versionen auf den Markt bringen. Einmal ohne SSDs mit 4 oder 8 GB Arbeitsspeicher und einmal mit vorinstallierten SSDs, die in der Summe entweder 512 GB oder 1 TB Speicher zur Verfügung stellen. QNAP setzt dabei ausschließlich auf 256-GB-SSDs, womit bei der 1-TB-Version alle vier Slots belegt und bei der 512-GB-Variante noch zwei M.2-Slots frei sein werden. Welche SSDs man verbauen wird, verriet man allerdings nicht. Die SSDs können in verschiedenen RAID-Modi betrieben werden – unterstützt werden RAID 0, 1 und RAID 5.

Anschlussseitig stehen gleich fünf Ethernet-Buchsen bereit, wobei vier davon als Switch genutzt werden können. Zudem stehen fünf USB-Schnittstellen, wobei vier davon als USB 3.0 und einer als USB 2.0 ausgegeben werden, und ein Kartenleser zur Verfügung, womit sich auch externe Festplatten und SD-Speicherkarten anschließen bzw. einstecken lassen. Über einen einzigen Tastendruck können die Daten automatisch auf dem neuen NASbook gesichert werden. Doch damit nicht genug: Das QNAP TBS-453A lässt sich auch direkt an den Fernseher anschließen, womit das NAS als Multimedia-Station eingesetzt werden kann. Hierfür stehen zwei HDMI-Ports und zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für die Sound-Ausgabe bereit. Zudem sind integrierte Lautsprecher vorhanden. Die Rechenleistung des Prozessors soll ausreichen, um selbst 4K-Material ruckelfrei abspielen zu können. Gekühlt wird die kleine Box aktiv über einen Lüfter.

Das neue QNAP TBS-453A NASbook soll ab dem zweiten Quartal 2016 ausgeliefert werden – zu welchem Preis steht noch nicht fest.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (26)

#17
Registriert seit: 21.02.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 903
Wie siehts dann mit Netflix ect. aus? Laufen die auf dem Qnap oder unter Kodi? Ich denke nicht, also ist das noch immer keine Wohnzimmerlösung. Es geht doch nichts über einen NUC mit W10 und einem NAS im HWR. Auf der Kombi läuft alles.
#18
Registriert seit: 23.10.2005
Sachsen
Admiral
Beiträge: 10245
Zitat little_skunk;24218058
Ich denke die Switch Funktionalität ist eher Nebensache. Wie gesagt bei anderen QNAP Modellen werden so viele LAN Ports eingebaut wie in Verbindung mit Port Aggregation notwendig. Auch in meinem HS-251 sind zwei LAN Ports verbaut inklusive Port Aggregation. Das ist bei QNAP praktisch schon Standard.


Link Aggregation oder 802.3ad, bringt 0,nix für Singleclient Performance. Und das ist genau der Flaschenhals für SSDs im NAS.

Zitat

Neu ist dagegen seit der letzten Firmware, dass die LAN Ports zu einer Bridge zusammengefügt werden können. Das ist mit einer der größten Kritikpunkte an QNAP gewesen. Da hat man ein wunderschönes, schnelles und teures NAS und in Sachen Netzwerk war es so dumm wie ein alter langamer HUB.


Das interessiert mich, hast du mal einen Link?

Zitat

Kann man bei nur 2 LAN Ports noch mit leben aber wie sieht die Sache bei 5 LAN Ports aus? Ich denke der Switch Chip ist notwendig weil das gute Stück 5 LAN Ports hat und nicht andersrum.


Zitat QNAP:
Zitat
Network 5 Gigabit RJ45 Ethernet ports (LAN port 2-1, 2-2, 2-3, 2-4 are designed as switch ports)


Heißt das Gerät selber hat 2 Ports, 1 davon wird intern auf einen 5 Port Gigabit Switch gerouted, der dann hinten die restlichen 4 Ports zur Verfügung stellt. Der andere steht direkt am Backpanel zur Verfügung.

Edit: Siehe auch https://www.qnap.com/i/en/product/model.php?II=222 und dann runterscrollen. Da ist eine Grafik.
#19
Registriert seit: 17.08.2006

Kapitän zur See
Beiträge: 3771
Stimmt du hast Recht. Kein Wort von Link Aggregation in der Produktbeschreibung.

Bezüglich der Bridge einfach mal Putty Verbindung aufbauen und ifconfig aufrufen. Da sollte eine br0 aufgelistet werden. Port 1 ist dieser Bridge bereits zugeordnet. Mit "brctl addif br0 ethXY" kannst du weitere Ports hinzufügen. DHCP oder ähnliches entfällt. Das hat die Bridge bereits alles über eth0 abgewickelt. Die passende Weboberfläche ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Eventuell bereits in der aktuelle Beta Firmware enthalten.

SMB Multichannel müsste doch ebenfalls per Firmware Update für alle anderen Modelle möglich sein.
#20
Registriert seit: 23.10.2005
Sachsen
Admiral
Beiträge: 10245
Die Bridge erhöht aber die Singleclient Performance nicht.

Da das SAMABA Projekt bisher keine Unterstützung für SMB Multichannel angekündigt hat, wird das mit dem Firmwareupdate wohl noch etwas dauern...
#21
customavatars/avatar184385_1.gif
Registriert seit: 11.12.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 177
Zitat JojoTheMaster;24217814
@KaHaKa: Dass ein NAS nicht über USB angebunden wird, ist dir klar?

@Topic: Ohne 10GE oder SMB Multichannel und mehrere 1GE Ports ist das Ding komplett sinnlos bei den Preisen für M.2 SSDs.


Jop, ist mir klar. Dass ich nur auf dannyl2912 geantwortet habe ist dir klar?
Was die Preise der M.2-SSDs angeht: Wie ich oben schon schrieb sind die echt günstig geworden und nicht mehr teurer als 2,5"-SSDs! [klick]
#22
customavatars/avatar75233_1.gif
Registriert seit: 19.10.2007
Rostock!
Flottillenadmiral
Beiträge: 4921
Das sind jetzt aber nur welche mit SATA-Schnittstelle?
#23
Registriert seit: 23.10.2005
Sachsen
Admiral
Beiträge: 10245
Das QNAP unterstützt laut Spec auch keine PCIe M.2 SSDs ;)
#24
customavatars/avatar39948_1.gif
Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2113
PCIe macht mit dem NAS (bzw. mit der Gigabit-Anbindung) auch keinen Sinn. Da deren einziger Vorteil sowieso nur die (relativ unwichtige) sequenzielle Schreib/Leserate bei deutlich höherem Preis ist, bringt das eh nix. Wichtiger sind die Reaktions- und sonstigen Schreib-/Leseraten die HDDs überlegen sind. Hier fällt also die Leistung kaum ab und man kann das NAS fast schon wie eine interne HDD nutzen. Da WLAN auch kaum schneller als die 1 GB reicht das auch für den Heimeinsatz.
Wie schon gesagt sind M.2-SATA-SSDs vergleichbar teuer wie 2.5" Versionen. Also spart man hier gut Platz.

Also ich find das Teil echt durchdacht, stromsparend und interessant. Mal den Preis abwarten. Angesichts der 1GB-Schnittstelle sollte er nicht allzu hoch sein.

Ich wäre auch an einer 2x M.2-Version und selbst aufrüstbaren 1GB-RAM-Version interessiert. Die 2x 4GB Riegel hab ich noch hier liegen. ;)
#25
customavatars/avatar178171_1.gif
Registriert seit: 07.08.2012
Raum Stuttgart
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1446
Dieses Geraet ist eig. Sinnlos.

Begruendung:

Die SSD Architektur die das Ding verfolgt zeugt von hoher IOPS Performance.
Hohe IOPS = Zielgruppe Storage als VM Container, Datenbankserver etc...

Das wird allerdings durch normalen, nicht ECC Speicher ausgehebelt und eine 'lari-fari' Firmware des Herstellers.

Übrig bleibt ein Geraet das eig. nur fuer Seq. Lese/Schreibvorgaenge gedacht ist, dabei aber von 1gbps limitiert wird.

Cooles Produkt :)
#26
customavatars/avatar39948_1.gif
Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2113
Ich würde mir auch in n anderes NAS nur noch ssds einbauen. Die Haltbarkeit und 4K Performance wären es mir wert.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Synology DS216j im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/SYNOLOGY_DS216J_TEASER

Synology hat mit der DiskStation DS216j vor kurzem den Nachfolger der sehr erfolgreichen Einsteiger-NAS DS215j vorgestellt. Die DS216j ist ein kompaktes NAS-System für zwei Festplatten, welches dank aktuellem Betriebssystem DiskStation Manager 6.0 mit umfangreichen Funktionen aufwarten kann. Im... [mehr]

Synology DS216play im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/SYNOLOGY_DS216PLAY_TEASER

Die im letzten Jahr vorgestellte Synology Diskstation DS216play ist ein 2-Bay-NAS, welches besonders durch seine Transkodierungsfähigkeiten hervorstechen soll und somit auf den Multimedia-Bereich zielt. Das DS216play soll dank eines leistungsfähigen ARM-SoCs auch hochauflösende 4K-Videos... [mehr]

AVM FRITZ!Box 7580 mit MU-MIMO im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/FRITZBOX7580/FRITZBOX-7580-LOGO

Bereits seit Monaten rührt AVM fleißig die Werbetrommel für die FRITZ!Box 7580, die als vorläufiges High-End-Produkt aus Berlin schnelles WLAN mit den aktuellen DSL-Standards verbindet. MU-MIMO ist dabei das Stichwort und soll die WLAN-Leistung der FRITZ!Box wieder an die Spitze bringen. Das... [mehr]

Ausprobiert: Synology Diskstation Manager 6.0 Beta 2

Logo von SYNOLOGY

Der DiskStation Manager als Betriebssystem der NAS-Systeme von Synology ist sicher der entscheidene Faktor, warum Synology im NAS-Markt so erfolgreich ist. Das Userinterface, was mit seinem Desktop-Look einen einfachen Einstieg ermöglicht, bietet ebenso einen leichten Zugriff auf die Vielzahl an... [mehr]

Synology DS116 und DS916+: Neues Einsteiger- und High-End-NAS

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/SYNOLOGY

Synology hat am Donnerstag zwei neue NAS-Geräte vorgestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die Synology DiskStation DS116 sich eher an preisbewusste und weniger anspruchsvolle Käufer richtet, ist die DiskStation DS916+ deutlich leistungsfähiger und natürlich teurer. Sie... [mehr]

Netgear AC1750 und Synology RT1900ac im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/SYNOLOGY-RT1900AC/SYNOLOGY-RT1900AC-LOGO

Von Jahr zu Jahr finden sich mehr WLAN-fähige Geräte in deutschen Haushalten. Deren immer größerer Bedarf an möglichst schneller WLAN-Versorgung bringt die von den Internetanbietern zur Verfügung gestellten Router schnell an ihre Grenzen - diese vertrauen zu einem Großteil auf die... [mehr]