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Erstes optisches Thunderbolt-Kabel von Intel freigegeben

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ThunderboltSumitomo Electric Industries hat als erster Hersteller ein optisches Thunderbolt-Kabel vorgestellt, dass von Intel für den Einsatz an der entsprechenden Schnittstelle freigegeben wurde. Bereits im April 2012 wurden erste Samples ausgeliefert, nun will man mit der Massenproduktion beginnen. Bei Thunderbolt handelt es sich um eine Schnittstelle mit einer Bandbreite von bis zu 10 GBit/s bidirektional, die Protokolle wie USB, FireWire und Ethernet in einem Port vereint. Apple hat diese Schnittstelle bereits großflächig in sein Produkt-Lineup integriert. Doch auch so manches PC-System hat inzwischen Thunderbolt mit an Board. Treiber ist und bleibt weiterhin Intel. Wir haben uns bereits vier Massenspeicher (Promise Pegasus J2, Elgato Thunderbolt SSD, LaCie 2big, Promise Pegasus R6) mit Thunderbolt-Schnittstelle angeschaut. Wer sich genauer mit dem Thema Thunderbolt und "Light Peak" beschäftigen möchte, kann dies an dieser Stelle tun.

Optisches Thunderbolt-Kabel

Doch nun zurück zum neuen Kabel. Bisher beträgt die maximale Kabellänge für ein Thunderbolt-Kabel auf Basis von Kupferleitern 3 m. Die Bandbreite liegt bei 10 GBit/s bidirektional. Die neuen optischen Kabel sind von außen kaum von den Metallleiter-Kabel zu unterscheiden. Der Stecker ist allerdings 38 anstatt 28 mm lang. Dies ist den optischen Wandlern geschuldet, die dort platziert sind. Die maximale Länge beträgt nun aber 30 m. Ein Nachteil haben die neuen optischen Kabel allerdings, denn das Thunderbolt-Kabel auf Basis von Kupferleitern kann auch bis zu 10 Watt elektrischer Leistung übertragen, um damit das Endgerät zu versorgen. Dies ist bei optischen Leitern der 1. Generation nicht möglich. Doch auch hier wird bereits daran gearbeitet einen dünnen Metallleiter in der Isolierung des optischen Kabels einzuarbeiten, um über diesen Weg eine Stromversorgung zu ermöglichen.

Kabeltyp Metall-Kabel optisches Kabel
Übertragungskanäle 2 2
Datenrate pro Kanal 10 GBit/s 10 GBit/s
Datenrate gesamt 20 GBit/s 20 GBit/2
Durchmesser 4,2 mm 4,2 mm
Kabellänge 0,3, 0,5, 1, 1,5, 2 und 3 m 10, 20, 30 m
Stecker-Länge 28 mm 38 mm
Stromversorgung 10 Watt nicht möglich

Wer bereits heute Thunderbolt-Hardware verwendet, kann auch die neuen optischen Kabel einsetzen. Die Thunderbolt-Schnittstelle ist so ausgelegt worden, dass beide Kabel-Typen unterstützt werden. Über den Preis der neuen Kabel gibt es bisher keine Informationen.

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Kommentare (23)

#14
Registriert seit: 03.08.2006

Oberbootsmann
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Was bleibt denn von den 10Gbit/s sind 1.25GB/s. Die "Kabelkonverter" stell ich mir grad wie USB2.0 vor, wo es auch Sticks gibt die 10 MB/s und andere die 20 MB/s hinbekommen.

Chinaschrott läßt grüßen. Ich würde mich da nicht so aufgeilen... Diese Zertifizierung hat nur mit Thunderbold selbst was zu tun.

Ich glaub Privatleuten ist das alles nicht so wichtig, siet eSATA und spätestens siet USB3. Ist wie mit CPUs. Man ist erstmal weitgehend satt. Früher war man dagegen NIE satt ;)
#15
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
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Mr. Alzheimer
Beiträge: 17863
Jo, ist natürlich die Frage, was Intel da als Zertifizierung betitelt. (müßte man sich ja mal nur die Zertifikate anschauen)

Und Thunderbolt ist ja eben 10G Bandbreite und Intel würde, so hoffe ich, sich nicht selbst nen Ei legen und lasch testen. Das hat auch nichts mit Chinaschrott zu tun. So ziemlich alles, was du im Rechner hast, kommt aus China und du setzt es denoch ein, so schrottig kann das also nicht sein.

10G stellen heute kein Problem mehr dar. Das ist eigentlich Standardkost. Interessant sind die Bandbreiten darüber. Hier kommt man mit einem Kanal leider nicht mehr aus.
#16
Registriert seit: 17.09.2006
München
Redakteur
Beiträge: 3609
Optische Kabel schön und gut, aber mir persönlich wärs viel wichtiger etwas zu haben, was ich daran anschließen kann. Es gibt nicht eine Dockingstation, obwohl TB wie dafür gemacht ist. Das einzig Verfügbare in der Richtung ist das TB-Display und damit kann ich nunmal so überhaupt nichts anfangen.
Mit würde schon eine kleine Box mit 2/3 x USB 3.0 und einem zweiten TB-Port (oder zumindest DP) reichen.
#17
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 17863
Nu gib der Schnittstelle doch mal ne Chance. Wenn ich an die Anfänge von USB zurückdenke, da war das nicht anders. Es muß die Schnittstelle erstmal geben, dann muß sie in die MM Rechner und dann kommt auch mehr Zubehör.
Außer TB wird so nen Ding wie FW, ein sehr spezielles Anwendungsfeld. TB muß halt mit USB 3.0 konkurieren und das ist schon am Markt und auch verbreitet.
#18
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28794
Zitat linuxlebt;19964473
Es gibt nicht eine Dockingstation, obwohl TB wie dafür gemacht ist.

Belkin F4U055? Matrox DS1?
#19
Registriert seit: 17.09.2006
München
Redakteur
Beiträge: 3609
Ja die kenne ich, aber die Matrox hat EINEN USB 3-Port und KEINEN weiteren TB-Port. Daisy-Chain ist DAS Feature was TB so von USB 3 absetzt und niemand nutzt es :( Die Festplatten die externen Platten haben, wenn sie TB haben, immer nur einen Port. Und solange das so ist, wird jeder zu USB 3 greifen, weil das immer noch sehr schnell ist (für Festplatten allemal).
Die Belkin wäre cool, aber die ist immer noch nicht verfügbar, obwohl lange angekündigt. Und sie kostet ein halbes Vermögen, aber das sehe ich ja aktuell (da einzig wirklich gutes Gerät in der Klasse) fast noch ein.
Ich hab ja nix gegen TB, es wäre in meinen Augen DAS Interface, weils halt jeden anderen Scheiß mitnehmen kann. Aber kein Mensch macht was drauß und das ist einfach ungemein schade...

EDIT: Korrigiere, die Matrox hat zwei USB3-Ports. Naja immerhin.
#20
Registriert seit: 03.08.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 775
Zitat underclocker2k4;19963696
Und Thunderbolt ist ja eben 10G Bandbreite und Intel würde, so hoffe ich, sich nicht selbst nen Ei legen und lasch testen.
Nochmal. Die interessiert das zum Thunderbolt hin. Die werden nicht testen, ob USB3 dran 90MB/s oder 70MB/s macht und nicht ob Sata 90MB/s oder 110MB/s macht. DAS hat dann auch mit thunderbolt selbst garnichts zu tun.

Zitat
Das hat auch nichts mit Chinaschrott zu tun. So ziemlich alles, was du im Rechner hast, kommt aus China und du setzt es denoch ein, so schrottig kann das also nicht sein.
Das hat es sehr wohl. Ich schrieb nicht, daß alles eh nur Chinaschrott ist, sondern Chinaschrott läßt grüßen.
Wenn man Hipsteritis wieder auskuriert hat, dann wird die Sicht wieder klarer. Auch fürs Lesen.

Zitat
10G stellen heute kein Problem mehr dar. Das ist eigentlich Standardkost. Interessant sind die Bandbreiten darüber. Hier kommt man mit einem Kanal leider nicht mehr aus.
Um sich über eine Straße auf der ich 450kmh fahren kann zu freuen, muß ich erst ein passendes Gefährt haben. So ist die Straße auch bestens für 280kmh, aber die gibts auch andererorts.

sonst, nichts dagegen. Gute Technik, wenn sie sinnvoll eingesetzt wird. Aber keine, wo ich jetzt schon von Aufregung nicht einschlafen kann...
#21
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 17863
Was hat das mit USB und SATA zu tun?

Thunderbolt ist auf 10G spezifiziert. Und wenn jemand es (das Kabel) zertifiziert, dann kann man davon ausgehen, dass es die SPECs und damit die 10G schaft und damit alle Vorraussetzungen erfüllt sind diese Bandbreite, für welche Anwendung auch immer, zu nutzen.

Schön dass du "nur" "Chinaschrott läßt grüßen" gesagt hast. Dieser Satz trifft auf alle deine genutze HW zu. Es kann sich also nicht wirklich um Schrott handeln, denn sonst würdest du wohl mit nem Rechenschieber am Schreibtisch sitzen. Das Kabel ist genauso "gut" oder "schlecht" wie 95% der HW die die IT-Welt so einsetzt.

Und über den "Hipsteritis" Vorwurf lächel ich mal ganz müde. Ich besitze weder ein Thunderbolt Gerät, noch nutze ich sowas. Ich habe für diesen Bandbreitenbedarf andere Schnittstellen gefunden. (und sicherlich kein SATA oder USB 3.0)

Und wo ist das Problem mit der Bandbreite? Es gibt heute schon ohne Ende Möglichkeiten eine SATA600 oder ne USB3.0 Schnittstelle zu überfordern. Und da kommt einem 1GB/s schon sehr gelegen. Sicherlich, für 99% der Anwender über das Maß hinaus, aber das 1% freut sich darüber.

Ich habe bei weitem auch keine schlaflosen Nächte, da mir Thunderbolt keinen nennenswerten Vorteil bieten würde. Aber die Technik hat Potential, was man ggf. in einer weiteren Version nutzen kann. Und darum gehts mir hier.
#22
Registriert seit: 03.08.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 775
Zitat underclocker2k4;19981534
Schön dass du "nur" "Chinaschrott läßt grüßen" gesagt hast. Dieser Satz trifft auf alle deine genutze HW zu.
Was soll das jetzt eigentlich werden? . So langsam gehen mir die Ideen aus wie ich das in NOCH einfacheren Worten erklären könnte...

Welche Schnittstellen und welche Möglichkeiten? Thunderbolt interessiert eben so viele Leute, wie es sie RAIDs oder InfiniBand interessieren.
Ich schätze die zweite Version wird dann

Zitat
Ich habe bei weitem auch keine schlaflosen Nächte, da mir Thunderbolt keinen nennenswerten Vorteil bieten würde. Aber die Technik hat Potential, was man ggf. in einer weiteren Version nutzen kann. Und darum gehts mir hier.
Ist doch MEIN Reden. Nur eben vorsicht mit Chinaschrott. Das gab es bis jetzt immer und da sollte man halt aufpassen, bei der nächsten Version. Mehr nicht.
#23
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 17863
Infiniband, 802.3ad, 802.3an Ethernet
(nich selber: Fiberchannel, was bereits jetzt schon 16G und bald 32G schafft, und das ohne Bündlung)

Dann erkläre doch mal, was an diesem Kabel(denn um nichts anderes geht es hier doch?) Chinaschrott sein soll?

Und Thunderbolt hat durchaus Potential für einige Nischenanwendungen gegenüber USB3.0 einen Vorteil zu erarbeiten.

Zitat
Chinaschrott läßt grüßen. Ich würde mich da nicht so aufgeilen... Diese Zertifizierung hat nur mit Thunderbold selbst was zu tun.


Thunderbolt ist ja, wie gesagt, eine 10G Schnittstelle. Wenn Intel sagt, dass Kabel ist Thunderbolt tauglich "Diese Zertifizierung hat nur mit Thunderbold selbst was zu tun" dann kann es eben die 10G transferieren. Ob das Kabel dabei in nem bayrischen Bergdorf, in China, im Challenger Deep oder auf dem Mond produziert wurde, ist für den Test und damit die Werte und damit den Nutzen der Käufer unerheblich.

Mir erklärt sich auch nicht, warum man der nächsten Version zwecks Chinaschrott aufpassen soll.
Zitat
Das gab es bis jetzt immer und da sollte man halt aufpassen, bei der nächsten Version.


In dem Standard wurde weder explizit auf Chinaverschrott verwiesen noch wurde definiert aus welchem Land Gerätschaften stammen dürfen. Der Standard legt el. Eigenschaften fest und diese kann man überall einhalten.

EDIT:
Mal ein anderes Beispiel:
Kupfer-Netzwerkkabel, zertifiziert für Klasse XYZ, diese Klasse wiederum ist die Grundlage für die Ethernetschnittstelle, die da zB. sagt, für 1gbit brauchst du Klasse D und das wiederum setzt CAT5 vorraus.
Wenn ich also als Hersteller CAT5 zertifiziere und als Monteur meiner Installation Class D, dann darf der Anwender davon ausgehen, dass er gbit übertragen kann. Und dies bezieht sich nicht nur auf den Stecker (was du wahrscheinlich mit "nur auf TB bezogen" meinst), sondern auf die Übertragung von dem einen Gerät zum Anderen.
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