> > > > IDF 2012: Intel zeigt digitales WiFi-Modul

IDF 2012: Intel zeigt digitales WiFi-Modul

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

idflogo2012Intels Chief Technology Officer Justin Rattner zeigte auf der letzten Keynote des IDFs einen ersten Prototypen von einem WiFi-Chip, von dem vor 10 Jahren bereits Pat Gelsinger auf dem IDF Fall 2002 gesprochen hat. Dieser WiFi-Chip ist nach zehn Jahren Arbeit der erste fast vollständig digitale Chip.

Das bisherige Problem: Bei einer Integration von analogen Bereichen in Silizium bleibt der analoge Bereich bei einem CMOS Shrink immer gleich groß. Aus diesem Grund nimmt ab einer bestimmten Verkleinerung der Fertigung das Verhältnis zwischen digitalen und analogen Bereichen ab - es gibt keine Kosteneinsparungen mehr. Aus diesem Grund hat Intel versucht, mit mathematischen Algorithmen die analogen Bereiche in digitalen Schaltkreisen abzubilden - im vorgestellten Modell waren zwar noch Bereiche wie der Tx/Rx Switch analog, aber die Hauptbestandteile des neuen WiFi-Chips sind digital ausgeführt.

Mit einem solchen weitgehend digitalen WiFi-Chip lässt sich W-LAN unkomplizierter und vor allem kostengünstiger implementieren. Moore's Law gilt dann auch für diese Chips, die Fertigungsgrößen können rapide verkleinert werden. Das führt unter anderem auch zu sinkendem Stromverbrauch. Der aktuell vorgestellte, fast vollständig digitale Chip wird im 32 nm-Verfahren gefertigt und unterstützt 40 MHz WiFi-Bandbreite. Intel arbeitet allerdings bereits an einem 14 nm-Nachfolger.

Die Vision hinter dem digitalen WiFi-Chip ist "Everything that computes, will connect." Um diesen Satz mit Leben zu füllen, wird Rosepoint gezeigt. Dieses experimentelle 32-nm-SoC kombiniert zwei Intel Atom-Kerne mit dem neuen WiFi-Transceiver auf einem einzigen Die. Ein Atom-System mit Rosepoint würde keinen separaten WiFi-Chip mehr benötigen. Die Entwicklung, dass immer mehr Funktionen direkt in den Prozessor integriert werden, schreitet also weiter voran.

Intel möchte WiFi aber nicht nur mit dem digitalen WiFi-Chip voranbringen. Die Nutzer sollen durch neue Technologie auch spürbare Fortschritte erleben können. Dafür sorgt u.a. die Smart Connect Technology. Ultrabooks sollen damit auch im Stand-By Netzzugriff haben und sich automatisch aktualisieren. Wird das System wieder aktiviert, steht auch die W-LAN-Verbindung sofort. Smart Connect bietet noch weitere Vorteile wie sinkenden Stromverbrauch und damit steigende Akku-Laufzeiten. Als Technologieträger für Smart Connect dient die im Prototypen-Status befindliche Spring Meadow-Plattform. 

Auch WiGig wurde wieder einmal thematisiert. Die 2009 begründete Wireless Gigabit Alliance hat sich der Förderung von WiFi mit Multi-Gigabit-Geschwindigkeit verschrieben. Dadurch sollen Projekte wie Wireless Display, Wireless Sync oder Wireless Docking vorangetrieben werden, die im Alltag für spürbare Vereinfachung sorgen dürften.

Intel sieht allerdings auch die Probleme des zunehmenden Datenaufkommens im Internet und in drahtlosen Netzen. VAWN ist eine Reaktion darauf. Das Video Aware Wireless Networks ist eine Forschungskooperation zwischen Hochschulen und der Industrie, dass letzten Endes mehr hochauflösende Videostreams für mehr Nutzer ermöglichen soll.

Praktisch greifbare Verbesserungen kann außerdem der zunehmende Einsatz von Biometrie zur Anmeldung am Rechner bieten. PalmSecure ist ein Verfahren, dass zur Authorisierung die Handfläche scannt und den einzigartigen Verlauf der Adern erkennt und nutzt. 

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Synology DS216j im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/SYNOLOGY_DS216J_TEASER

Synology hat mit der DiskStation DS216j vor kurzem den Nachfolger der sehr erfolgreichen Einsteiger-NAS DS215j vorgestellt. Die DS216j ist ein kompaktes NAS-System für zwei Festplatten, welches dank aktuellem Betriebssystem DiskStation Manager 6.0 mit umfangreichen Funktionen aufwarten kann. Im... [mehr]

Synology DS216play im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/SYNOLOGY_DS216PLAY_TEASER

Die im letzten Jahr vorgestellte Synology Diskstation DS216play ist ein 2-Bay-NAS, welches besonders durch seine Transkodierungsfähigkeiten hervorstechen soll und somit auf den Multimedia-Bereich zielt. Das DS216play soll dank eines leistungsfähigen ARM-SoCs auch hochauflösende 4K-Videos... [mehr]

Ausprobiert: Synology Diskstation Manager 6.0 Beta 2

Logo von SYNOLOGY

Der DiskStation Manager als Betriebssystem der NAS-Systeme von Synology ist sicher der entscheidene Faktor, warum Synology im NAS-Markt so erfolgreich ist. Das Userinterface, was mit seinem Desktop-Look einen einfachen Einstieg ermöglicht, bietet ebenso einen leichten Zugriff auf die Vielzahl an... [mehr]

AVM FRITZ!Box 7580 mit MU-MIMO im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/FRITZBOX7580/FRITZBOX-7580-LOGO

Bereits seit Monaten rührt AVM fleißig die Werbetrommel für die FRITZ!Box 7580, die als vorläufiges High-End-Produkt aus Berlin schnelles WLAN mit den aktuellen DSL-Standards verbindet. MU-MIMO ist dabei das Stichwort und soll die WLAN-Leistung der FRITZ!Box wieder an die Spitze bringen. Das... [mehr]

Synology DS116 und DS916+: Neues Einsteiger- und High-End-NAS

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/SYNOLOGY

Synology hat am Donnerstag zwei neue NAS-Geräte vorgestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die Synology DiskStation DS116 sich eher an preisbewusste und weniger anspruchsvolle Käufer richtet, ist die DiskStation DS916+ deutlich leistungsfähiger und natürlich teurer. Sie... [mehr]

Netgear AC1750 und Synology RT1900ac im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/SYNOLOGY-RT1900AC/SYNOLOGY-RT1900AC-LOGO

Von Jahr zu Jahr finden sich mehr WLAN-fähige Geräte in deutschen Haushalten. Deren immer größerer Bedarf an möglichst schneller WLAN-Versorgung bringt die von den Internetanbietern zur Verfügung gestellten Router schnell an ihre Grenzen - diese vertrauen zu einem Großteil auf die... [mehr]