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HDMI spricht direkt über den USB-Typ-C-Anschluss

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hdmiDer Typ-C-Anschluss für USB wird mehr und mehr zur Alternative zu Thunderbolt, denn immer mehr Protokolle können über die 24 Pins des Anschlusses übertragen werden. Zu dem obligatorischen USB und dem ebenfalls bereits verfügbaren Alt Mode für DisplayPort gesellt sich nun auch HDMI. Damit dürfte sich die Entwicklung von Typ-C in Smartphones, Tablets und Notebooks immer weiter verbreiten.

Das HDMI-Konsortium hat Pläne zur Umsetzung von HDMI über USB Typ-C nun abgeschlossen und nennt bereits einige technische Details. Zwar ist es auch bereits heute möglich an einem Notebook mit Typ-C ein HDMI-Signal auszugeben, dies erfolgt aber immer über den Umweg eines DisplayPort-zu-HDMI-Adapters. Wie alle andere Protokolle, die sich auf eine bestehende Verbindung setzen, nutzt HDMI auch hier den Alt Mode. Dabei werden bislang überflüssige Pins bzw. bestimmte Kombinationen aus nicht für die Datenübertragung zur Verfügung stehende Pins verwendet. Bei DisplayPort sind dies elf an der Zahl und auch HDMI dürfte in gleicher Weise vorgehen. Während der Typ-C-Anschluss 24 Pins zur Verfügung stellt, nutzen diese Alt Modes bisher für ihre Umsetzung die besagte elf (plus vier weitere für die Abschirmung). Üblicherweise funktioniert eine HDMI-Verbindung über 15 Pins, vermutlich können einige davon aber weggelassen werden.

HDMI über den Typ-C-Anschluss von USB
HDMI über den Typ-C-Anschluss von USB

Konkret implementiert wurde nun HDMI 1.4b über den Typ-C-Anschluss. Dies limitiert die Verbindung allerdings auf eine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel bei nur 30 Hz. HDMI 2.0 nutzt die gleiche Anbindung, allerdings mit einer höheren Datenrate, um auch bei Ultra HD mehr als die besagten 30 Hz anbieten zu können. Warum das HDMI über Typ-C nun auf HDMI 1.4b beschränkt ist, erwähnt das HDMI-Konsortium bzw. die Spezifikation nicht. Im Hinblick auf die Tauglichkeit in Zukunft wäre eine Unterstützung von HDMI 2.0b sicherlich wünschenswert. Ansonsten aber werden alle HDMI-Funktionen über den Typ-C-Anschluss unterstützt. Dazu gehören auch ein Audio-Rückkanal, CEC und ein Ethernet-Interface.

HDMI über den Typ-C-Anschluss von USB
HDMI über den Typ-C-Anschluss von USB

HDMI über den Typ-C-Anschluss ist für direkte Verbindungen zwischen den HDMI-Geräten ausgelegt. Die entsprechende Unterstützung für den Alt Mode muss dazu im Notebook vorhanden sein und kann nicht etwa via Software-Update nachgereicht werden. Im kommenden Jahren sollen die ersten Geräte mit Unterstützung von HDMI über den Typ-C-Anschluss verfügbar sein. Wer bereits ein Notebook mit Typ-C-Anschluss hat und darüber ein Display betreiben möchte, der findet bereits Monitore, die das DisplayPort bei Alt Mode unterstützen. In Form des LG 27UD88-W haben wir uns einen solchen Monitor bereits angeschaut.

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Kommentare (1)

#1
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Registriert seit: 12.11.2014
Dickes B
Bootsmann
Beiträge: 571
Mh, nach meinem höchst subjektiven Gefühl, wird der USB-Typ-C-Anschluss gerne bei sehr modernen Geräten angeboten, aber eher als Marketing-Blendgranate. Das Gerät kann dann halt ‚irgendwas‘ aus dem reichhaltigen Angebot, das der Typ-C in seinem Repertoire hat.
Und nun soll also diesem Wunder-Steckerformat, das bestimmt ein interessantes Zukunftspotential hat, das veraltete/überholte HDMI1.4-Protokoll angeflanscht werden. Ist das wirklich ein Fortschritt in die Zukunft?
Ja ein DP-Signal zu einem HDMI-Signal zu machen, ist in der Tat ein Umweg.
Ungefähr so, als ob man vor der Maier-Müller-Schulze-Straße 15 steht, jemanden fragt, wie man zur Maier-Müller-Schulze-Straße 15 gelangt, und der einen dann nochmal um die ganze Stadtgrenze schickt.
Wie wäre es denn, wenn am USB-Typ-C standardäßig DP1.2 mit Potential für DP1.3/1.4 anliegt?
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