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ASRock präsentiert USB 3.1 Mainboard-Bundles

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asrock logo 2010Die CES 2015 hat gezeigt: USB 3.1 wird 2015 zwar mehr und mehr verbreitet sein, eine große Rolle wird es aber noch nicht spielen. Dennoch trauen sich immer mehr Hersteller aus der Deckung und präsentieren ihre Umsetzung des kommenden USB-Standards. Neben MSI hat auch Biostar bereits das Erscheinen erster Mainboards mit USB 3.1 angekündigt, auch wenn diese nicht vor März erhältlich sein werden. Mit dem ASUS Z97-A/USB 3.1 hatten wir gar schon das erste Mainboard mit USB 3.1 im Test. Nun gesellt sich auch noch ASRock hinzu und präsentierte seine Pläne zu USB 3.1.

Demnach wird man zweigleisig fahren. Natürlich werden neue Mainboards größtenteils mit USB 3.1 versorgt sein, aber auch den Bestandskunden hat man im Blick und zeigte PCI-Express-Erweiterungskarten, die natürlich auch auf jedem anderen Mainboard eingesetzt werden können. Diese sollen in zwei Varianten erscheinen, von denen eine auch den neuen Typ-C-Stecker verwendet. Der Typ-C-Stecker soll die Verwendung von USB-Steckern vereinfachen, da er in beliebiger Ausrichtung in den Anschluss gesteckt werden kann, aber auch mit weiteren Funktionen, wie einer stärkeren Stromversorgung, erweitern.

Die PCI-Express-Erweiterungskarten verwenden zwei PCI-Express-2.0-Lanes und auch den dazugehörigen physikalischen Steckplatz, was einen maximalen Datendurchsatz von 10 GBit pro Sekunde möglich macht. USB 3.1 bietet in der Theorie auch genau diesen Durchsatz, so dass bereits klar sein dürfte, dass die Erweiterungskarten nicht ausreichend schnell angebunden sind, um beide verbauten USB-3.1-Anschlüsse mit der vollen Bandbreite zu versorgen. Da sich die Karte nicht ausreichend über den Steckplatz mit Strom versorgen kann, verwendet die Variante mit zwei Typ-A-Steckern einen 4-Pin-Molex zur zusätzlichen Versorgung und die Variante mit jeweils einem Typ-A- und Typ-C-Stecker sogar einen 4-Pin PCI-Express-Stecker. Letztgenannte Lösung ist vermutlich notwendig, um die mögliche Stromversorgung über einen Typ-C-Stecker am Endgerät auch bereitstellen zu können. Bis zu 100 Watt sollen über ein entsprechendes Kabel gehen können. ASRock sieht aktuell aber maximal 3 Ampere bei 5 Volt vor, so dass jeweils 15 Watt über den USB-Stecker möglich sind.

Derzeit sieht ASRock die Erweiterungskarten als Bundle zu den eigenen Mainboards vor. Das Z97 Extreme6/3.1 besteht aus besagtem Mainboard mit Z97-Chipsatz sowie einer Erweiterungskarte mit Typ-A- und Typ-C-Stecker. Das X99 Extreme6/3.1 bietet zwei zusätzliche Typ-A-Stecker auf der Erweiterungskarte, da das Mainboard selbst bereits mit einem Typ-C-Stecker daherkommt.

Derzeit nennt ASRock noch keine Informationen über Verfügbarkeit oder Preis. Ohnehin aber mangelt es derzeit an Hardware, um diese an einem USB-3.1-Anschluss zu betreiben. Im Laufe des Jahres 2015 aber dürften erste externe Geräte auf den Markt kommen, die davon Gebrauch machen.

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 29.08.2006
Bochum
Fregattenkapitän
Beiträge: 2577
Da fühle ich mich an die Einführung von USB3.1 erinnert. Damals gab es bei Intel nur Boards mit PCIe1.1-Ports, PCIe2.0 gab es nur für die PEG-Slots für die Grakas. Wer eine simple Erweiterungskarte mit 2xUSB3.0 ordentlich anbinden und nicht auf die Geschwindigkeit von 1xPCIe1.1 (250MB/s) begrenzt sein wollte, musste auf eine der wenigen Karten mit PLX-Switch wie die Asus U3S6 setzen. Diese führten meist einen 2xUSB3.0-Chip mit 1x PCIe2.0 und einen 2xSATA 6G Chip mit 1xPCIe2.0 zusammen (also 2x500MB/s=1GB/s) und machten daraus 4xPCIe2.0 (also 2GB/s), sodass bei Einsatz in einem auf vielen Boards vorhandenem PCIe1.1 x4-Slot die Bandbreite immernoch ausreichte. Asus hat das ganze damals auch so auf seinen Mainboards implementiert.

Bei USB3.1 ist das ganze aber noch komplizierter und ich muss sagen, dass Intels Chipsatzpolitik mich da wieder gewaltig stört. Bei aktuellen Boards ist die Problematik ähnlich wie mit M.2/SATAe: Der PCH hat nur 8 PCIe-Lanes (von denen eine auf jeden Fall für LAN draufgeht), jeder M.2/SATAe oder USB3.1-Port braucht aber schon zwei davon. Dann soll es am besten noch 2-3x PCIe x1 und 1x x4 geben. Schon vor M.2/SATAe musste hier ordentlich geshared oder ein PLX-Switch verwendet werden, jetzt wirds noch schlimmer.

Aber löst die kommende Chipsatzgeneration, fatalerweise selbst noch ohne USB3.1 (warum?!?) das Problem? Theoretisch hat 1x PCIe3.0 zu wenig Bandbreite für 1xUSB3.1, weil PCIe 3.0 die Geschwindigkeit nur auf 8GT/s pro Lane erhöht hat, durch die 128b130-Kodierung aber effektiv auf knapp 1GB/s (985MB/s) kommt, während USB3.1 10GT/s bei 128b132-Kodierung schafft, effektiv 1,2GB/s (1212MB/s). Wenn man das jetzt ernst nimmt, reiche ine PCIe3.0-Lane nichtmal für 1xUSB3.1, so dass 2xUSB3.1 definitiv mit 2-4 Lanes angebunden sein sollte.
Praktisch war es schon bei USB3.0 so, dass es mal wieder deutlich weniger als theoretisch möglich schafft und so dürfte es auch diesmal sein. Schon hier im Test des Z97-A/USB3.1 schafft die Samsung XP941 con ihren theoretischen 1.170MB/s lesend und 950MB/s schreiben nur 830MB/s bzw. 720MB/s über M.2 x2, ein RAID-Verbund aus zwei mSATA 6G SSDs schafft über USB3.1 aber nur jeweils 700MB/s.

Was ich mich bei alldem noch mehr frage: Es war schon ein Unsinn sondergleichen, die H97 und Z97 nur wegen hingefrickeltem M.2/SATAe so kurz nach den Vorgängern zu veröffentlichen, aber jetzt kommt von allen Herstellern nochmal eine Well neuer Mainbards mit hingefrickeltem USB3.0 und dann im Q2 (wohl eher Q3) wieder neue mit den 100er Chipsätzen? Ja gehts noch?
#2
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 11447
Zitat Tigerfox;23192210
Da fühle ich mich an die Einführung von USB3.1 erinnert.
Kein Wunder, es geht um die Einführung von USB 3.1 :vrizz:

Du fühlst Dich sicher an die Einführung von USB 3.0 erinnert, aber schon damals gab es PCIe 2.0 Lanes vom Chipsatz, aber nur bei AMD den die waren damit schon seid den 700er Chipsätzen so weit. Für USB 3.1 braucht man eigentlich eine PCIe 3.0 Lane, aber die weden erst die Skylake Chipsätze bieten, wenn die Gerüchte stimmen.
#3
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Registriert seit: 06.08.2006
Iserlohn
Flottillenadmiral
Beiträge: 5362
Guten Morgen,

es werden wieder genug USB 3.1 Karten von Drittherstellern geben, also einfach ein wenig Geduld ;-)
#4
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 572
von generation 1 usb neuerungen würde ich eh zurückschrecken wie der teufel vor dem weihwasser...zuviele halbseidene Lösungen, potentielle Bugs, unausgereifte Controller.
#5
Registriert seit: 09.04.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1079
Zitat Tigerfox;23192210

Bei USB3.1 ist das ganze aber noch komplizierter und ich muss sagen, dass Intels Chipsatzpolitik mich da wieder gewaltig stört.

Die bisher beste Anbindung bei der kleinen Desktop Plattform hatten die Kombination Xeon E3v2 mit C216 Chipsatz, da hat man 16x3.0, 4x2.0 an der CPU und 8x2.0 am PCH (beim SandyBridge E3 waren als nur PCIe 2.0 Lanes 16+4 und 8). Leider hat Intel bei den neuen Xeon E3v3 die zusätzlichen x4 Lanes an der CPU gestrichen.

Schön wäre es, wenn die nächste Xeon E3 Generation mit neuem Sockel 16+4 PCIe 3.0 Lanes hätte (16+4+4 bzw. 16+8 wären traumhaft), dann könnte der PCH ruhig bei PCIe 2.0 verbleiben, da DMI 2.0 ohnehin das eigentliche Problem ist.

Zitat Tigerfox;23192210

Aber löst die kommende Chipsatzgeneration, fatalerweise selbst noch ohne USB3.1 (warum?!?) das Problem? Theoretisch hat 1x PCIe3.0 zu wenig Bandbreite für 1xUSB3.1, weil PCIe 3.0 die Geschwindigkeit nur auf 8GT/s pro Lane erhöht hat, durch die 128b130-Kodierung aber effektiv auf knapp 1GB/s (985MB/s) kommt, während USB3.1 10GT/s bei 128b132-Kodierung schafft, effektiv 1,2GB/s (1212MB/s). Wenn man das jetzt ernst nimmt, reiche ine PCIe3.0-Lane nichtmal für 1xUSB3.1, so dass 2xUSB3.1 definitiv mit 2-4 Lanes angebunden sein sollte.

Der ASM1142 ist der erste USB3.1 Host Controller und dieser kann nur mit 1x3.0 oder 2x.2.0 PCIe angebunden werden. Frag ASM was sie sich dabei gedacht haben. Besser wäre sicherlich die Anbindung über 4x2.0 und 2x3.0 gewesen.
#6
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28440
Zitat jdl;23238683
Der ASM1142 ist der erste USB3.1 Host Controller und dieser kann nur mit 1x3.0 oder 2x.2.0 PCIe angebunden werden. Frag ASM was sie sich dabei gedacht haben. Besser wäre sicherlich die Anbindung über 4x2.0 und 2x3.0 gewesen.

Das soll ihr Controller für den Massenmarkt sein, die Integrations-Anforderungen (und Kosten) dürfen also nicht zu hoch sein, weil er sonst für viele Produkte nicht mehr in Frage kommt.
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