> > > > IDF16: Intels Joule-Plattform mit neuen T5500/T5700-Atom-SoCs für Entwickler

IDF16: Intels Joule-Plattform mit neuen T5500/T5700-Atom-SoCs für Entwickler

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Abseits der Gamescom findet derzeit fernab in San Francisco das Intel Developer Forum statt, bei dem der Chip-Gigant seine neuesten Entwicklungen vorstellt. Zu den neuen Produkten gesellt sich auch die neue Joule genannte Plattform, welche für Entwickler und das Internet der Dinge (IoT) konzipiert wurden. Mit den Abmessungen von gerade einmal 48 x 24 x 3,5 mm wurde ein immens leistungsfähiges und kompaktes System erschaffen, das alle nötigen Komponenten beinhaltet. Dabei unterscheidet Intel zwischen den Joule-550X- und den Joule-570X-Modulen und -Kits.

Das abgespeckte Joule-550X-System beinhaltet als SoC den Intel Atom T5500, welcher mit seinen vier Goldmount-Kernen (Broxton) auf eine Taktfrequenz von 1,5 GHz kommt. Die Cores an sich entstammen dabei der Apollo-Lake-Familie mit ihrer 14-nm-Fertigung. Den vier Kernen steht ein 3 GB großer LPDDR4-Speicher zur Seite sowie ein auf 8 GB bemessener eMMC-5.0-Massenspeicher. Damit die Verbindung zum Netzwerk und vor allem zum Internet gelingt, wurde ein WLAN-ac- und Bluetooth-4.1-Modul mit angebracht. Des Weiteren unterstützen beide Kits Schnittstellen wie GPIO, I2C, SDIO 3.0 (SD-Karten), UART, MIPI CSI/DSI und auch USB 3.1 Gen1.

Mit dem Joule-570X-Kit erhält der Entwickler den schnelleren Atom-T5700-Quad-Core-Prozessor, der bereits einen Grundtakt von 1,7 GHz und sogar einen Turbo-Takt bis 2,4 GHz auf einem Kern, beziehungsweise 2,2 GHz auf zwei Kernen beherrscht. Sein Arbeitsspeicher umfasst 1 GB mehr, sprich 4 GB LPDDR4. Der Massenspeicher wurde gar auf 16 GB eMMC 5.0 verdoppelt. In beiden Fällen wurde auch eine Gen9-Grafikeinheit aus der Skylake-Generation integriert. Sie liefert mit 18 Execution-Units eine angemessene Leistung in Anbetracht der Größe. Beeindruckend ist die sehr geringe TDP von gerade einmal 4 W.

"Broxton" im Vergleich zum Vorgänger "Tangier" (Intel Edison)

img_5.jpg
CPU-Performancevergleich zwischen "Joule" und "Edison"

Intel hat es sich verständlicherweise nicht nehmen lassen und vergleicht die neue Plattform mit der Vorgänger-Generation Edison. Die Edison-Plattform besteht aus den Atom-Z43xx-Modellen, die zwei Silvermont-Kerne und einen Quark-Kern besitzen und es auf einen Takt von höchstens 500 MHz respektive 100 MHz schaffen. Zudem wurden die Modelle in 22 nm gefertigt. In dem Vergleich zeigt sich bereits das Ausmaß der Performancesteigerung. Alleine in Single-Thread-Anwendungen zeigt sich eine sechsfach beziehungsweise zehnfach höhere Leistung, die sich sehen lassen kann.

img_5.jpg
GPU-Performancevergleich zwischen "Joule" und "Cherry Trail"

In Sachen GPU-Performance wurden der Atom T5500 und Atom T5700 mit dem Atom x5-Z8500 verglichen, der noch eine Gen8-Grafikeinheit besitzt. So lässt sich festhalten, dass die Gen9-GPU der Vorgänger-Generation um bis zu 56 Prozent voraus ist.

Hoher Preis und baldige Verfügbarkeit

Diese beeindruckende Technik lässt sich Intel wie üblich gut bezahlen. Auf mouser.de lässt sich das Joule-570X-Kit, das aus dem Modul und dem Base-Carrier-Board besteht, für 430 Euro vorbestellen. Das kleinere Joule-550X-Kit wird sich daher natürlich preislich unterhalb dieser Marke bewegen, auch wenn der genaue Preis noch nicht bekannt ist. Intel spricht von einer Verfügbarkeit in über 80 Ländern - darunter auch in Deutschland - ab dem vierten Quartal 2016.

Intel Joule und Edison im Vergleich
 
Edison
Joule 550X
Joule 570X
SoC Intel Atom Z34xx "Tangier" Intel Atom T5500 "Broxton" Intel Atom T5700 "Broxton"
CPU 2x 500 MHz (Silvermont)
1x 100 MHz (Quark)
4x 1,5 GHz (Goldmont) 4x 1,7 GHz Grundtakt (Goldmont)
2,2/2,4 GHz Turbotakt
2 Kerne / 1 Kern
RAM 1 GB LPDDR3 3 GB LPDDR4 4 GB LPDDR4
Massenspeicher 4 GB eMMC 8 GB eMMC 5.0 16 GB eMMC 5.0
Grafikeinheit - Intel Gen9 (Skylake), 18 EUs
Netzwerk WLAN-n und Bluetooth 4.0 WLAN-ac (MIMO) und Bluetooth 4.1
Unterstützte
Schnittstellen
GPIO, SD, UART, SPI, USB 2.0 OTG GPIO, SDIO 3.0, UART, I2C, MIPI CSI/DSI, USB 3.0
Abmessungen 35,5 x 25 x 3,9 mm 48 x 24 x 3,5 mm

Social Links

Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 12.01.2012

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 444
wenn intel bei den compute sticks oder den oben erwähnten artikeln wenigstens mal hdmi-cec support anbieten würde... bei den nuc´s gibt es ja adapter.

aber bei den kleinen teilen ist der adapter, unpraktisch da man nen usb port verliehrt sofern man überhaupt einen hat, und sie wesendlich größer werden und das nachrüsten ist auch verhältniss mäßig teuer :/

edit: die haben sogar nur hdmi 1.4 -> kein HDR / 60hz @ 4k :/
#2
Registriert seit: 01.12.2005

Bootsmann
Beiträge: 620
Wie siehts mit der Video Hardware Beschleunigung aus? Nur HEVC 8 bit oder auch HEVC 10bit (für DVB-T2 zB) und VP9 wie der Skylake refresh?
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel NUC6i7KYK: Skull-Canyon-NUC für Gelegenheitsspieler

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/INTEL-NUC-6I7KYK/INTEL_NUC6I7KYK_TEST-TEASER

Schon weit vor der offiziellen Vorstellung im März drehte das bislang schnellste NUC-System seine Runden durch das Internet – seit wenigen Tagen ist das NUC6i7KYK, welches überwiegend unter dem Codenamen "Skull Canyon" bekannt sein dürfte, im Handel verfügbar. Zeit für uns das... [mehr]

MSI Cubi 2 Plus: Flotter Mini-PC mit Mini-STX-Formfaktor im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI2PLUS/MSI_CUBI_2_PLUS_TEST-TEASER

Das MSI Cubi N mag zwar trotz seiner schlanken Abmessungen ein für Office-Arbeiten ausreichend schneller Mini-PC sein, wer jedoch ein wenig mehr Performance benötigt oder gar nach weiteren Aufrüst-Optionen Ausschau hält, der stößt schnell an seine Grenzen. Deutlich flexibler ist man mit dem... [mehr]

27-Zoll-iMac (Late 2015) mit 5K-Retina-Display im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/IMAC-RETINA-LOGO

Ende des vergangenen Jahres aktualisierte Apple seine iMac-Produktpalette. Neu hinzugekommen ist ein kleiner iMac mit 21,5 Zoll und einer 4K-Auflösung für das Display. Neben einigen kleineren Updates beim Prozessor, der Grafikkarte sowie der Kombination aus Festplatte und SSD hat Apple beim... [mehr]

MSI Cubi N – sparsamer und lautloser Mini-PC im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI-N/MSI_CUBI_N_TEST-TEASER

Mit seinem Vortex G65-6QF SLI hatte MSI im April eindrucksvoll bewiesen, dass man sehr kompakte und trotzdem leistungsstarke High-End-Rechner mit schickem Design bauen kann. Doch nicht für jedes Anwendungsgebiet muss es gleich ein 4.000-Euro-System sein – es geht auch deutlich kleiner,... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 2.200-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_HIGH_END_SYSTEM

Nach unserem 600 und 1.300 Euro teuren Buyer's-Guide-Rechnern legen wir noch einmal eine Schippe drauf und erhöhen unser Budget auf 2.200 Euro. Welche Komponenten sind für diese Preisklasse empfehlenswert? Kann man trotzdem ein schnelles und leises System bauen? Wie fällt der... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 1.300-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_MIDRANGE

Nach dem ersten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides erhöhen wir das Budget von 600 auf 1.300 Euro und verbauen noch einmal deutlich schnellere Komponenten. Statt eines Core-i3-Prozessors gibt es ein Core-i5-Modell, den Massen- und Arbeitsspeicher verdoppeln wir und stecken eine deutlich... [mehr]