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ATI stellt All-in-Wonder 2006 vor

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ATI stellt am heutigen Tag die neue All-in-Wonder 2006 vor. Die neue Multimedia-Grafikkarte basiert auf einem X1300-GPU mit Taktraten von 450 MHz (Core) und 500 MHz (Speicher). Die Karte ist mit 256 MB GDDR2 ausgestattet, besitzt auf der Slotblende einen DVI-Anschluss und einen zusätzlichen Anschluss für eine Breakout-Box, die einen VGA-Ausgang, einen RGB-Scart-Ausgang, S-Video und Composite bereitstellt. Zudem sind auf der Karte Anschlüsse für digitale und analoge Fernsehsignale zu finden, auch FM-Radio kann angeschlossen werden. Im Bundle mit Adobes Premiere Elements 2.0 ist die AVIVO-fähige TV-Karte ab 179 Euro erhältlich. Unter "Read More" haben wir die Besonderheiten in einem Mini-Test zusammengestellt.

Die Performance der Karte ist im 3D-Bereich mit der einer Radeon X1300 zu vergleichen: Mit einem identischen GPU- und Speicher-Takt und einen identischen 128 Bit breiten Speicheranbindung unterscheiden sich die Modelle nicht. Für gelegentliche Spielchen reicht die Karte, die auch Shader Model 3.0 unterstützt, also vollkommen aus, aufgrund ihrer nur vier Pixel- und zwei Vertex-Einheiten ist die Karte aber keine wirkliche Gamer-Wunderkarte. DirectX 9.0 ist natürlich mit dabei. Bei hohen Auflösungen wird man gerade mit Antialiasing-Settings an seine Grenzen stoßen. Für das gelegentliche Multimedia-Game am HTPC reicht die Karte aber in jedem Fall aus.



Interessanter sind bei dieser Multimedia-Karte die TV- und Video-Funktionen. Hier bietet ATI erstmals DVB-T-Support, es ist also möglich, statt ein analoges Signal auch digitales Fernsehen zu empfangen. Empfangen werden können mit dem TV-Tuner bis zu 125 Programme. Einstellbar ist dies über das neue Multimedia Center, welches in der Version 9.12 mitgeliefert wird. Das Multimedia-Center ist die "Schaltzentrale" der AiW-Karte und rechts im Bild zu sehen. Aus dem Multimedia-Center lassen sich sämtliche Anwendungen einfach starten und konfigurieren. Neben den diversen Playern für DVD, HD-Inhalte und Radio findet man hier auch das Programm zum Fernsehen und die Library, mit der man die digitalen Inhalte der eigenen Festplatte verwalten kann. ATIs All-in-Wonder kann auch auf TVTV EPG-Daten zurückgreifen und bietet somit eine leistungsfähige TV-Programmfunktion, die auch mittels Harddisk-Recording als Videorekorder-Funktion verwendet werden kann. Timeshifting unterstützt die neue AiW natürlich ebenso. Wenn die ATI TV-Tunerkarte Theater 550 eingesetzt wird, ist es sogar möglich, gleichzeitig zwei TV-Sendungen mit Timeshifting aufzuzeichnen. Neu ist Easylook: Mit der Technik lässt sich das TV-Bild transparent gestalten, in den Desktop-Hintergrund legen oder per Active-Desktop in einen Desktop-Bereich einbinden.


Zentraler Bestandteil der AiW 2006 ist AVIVO. Mit AVIVO werden die Formate H.264, VC-1, WMV9, WMV9 PMC, MPEG-2, MPEG-4 und DivX beschleunigt, wobei gerade die H.264-Beschleunigung in Zukunft aufgrund der Verbreitung von HD-Inhalten auf Blue-Ray oder HD-DVD sehr interessant werden könnte. Farbdaten werden mit bis zu 16-Bit-Genauigkeit wiedergegeben, zudem unterstützt AVIVO ein neues Deinterlacing und 2:3 Pulldown, sodass auch die Videoqualität von TV- und NTSC-Bildern deutlich an Qualität gewinnt.




Im Lieferumfang enthalten ist eine Breakout-Box mit RGB-Anschlüssen, sowie eine zweite Breakoutbox mit dem zweiten VGA-Out, Scart, S-Video und Composite. Preislich wird die Karte hier in Deutschland bei 179 Euro inkl. MwSt. liegen. Optional erhältlich ist die Remote Wonder Plus, die als Fernbedienung leider nicht standardmäßig mit im Lieferumfang enthalten ist und auch unter Windows XP Media Center Edition verwendet werden kann. Als Software liefert ATI bei der europäischen Version Adobes Premiere Elements 2.0 mit. Auch ein Output-Adapter für HD-Displays ist von ATI optional erhältlich.

In einem kleinen Test hatten wir leider noch einige Probleme mit der Karte, die aber hauptsächlich auf den Lieferumfang und die Treiber zurückzuführen waren. Beispielsweise erhielten wir keinen richtigen Empfang mit dem Tuner, da ATIs Wurfantenne leider den falschen Anschluss für die Karte besaß. Auch per Kabelanschluss waren keine Bildbesserungen auszumachen. Zudem konnten wir 2:3 Pulldown nicht ohne Bluescreen aktivieren und auch ein Vollbildmodus im DVD-Player lief leider nicht. Wir sind jedoch der Meinung, dass ATI diese Mängel schnell beseitigen kann und werden die Testergebnisse nachreichen.

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