> > > > Wie der DGX-1 Supercomputer mit NVIDIAs Tesla P100 entstanden ist

Wie der DGX-1 Supercomputer mit NVIDIAs Tesla P100 entstanden ist

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Mit dem DGX-1 präsentierte NVIDIA im Frühjahr einen Deep-Learning-Supercomputer mit acht Tesla P100, die via NVLink miteinander verbunden sind. Alle Details zur verwendeten Pascal-Architektur im Hinblick auf die Compute-Funktionen haben wir in einer gesonderten Meldung bereits zusammengefasst. Wir sehen aktuell das Endergebnis einer jahrelangen Entwicklung, doch bei NVIDIA spricht man auch etwas über die Entwicklung des DGX-1 und hat dies in einem Blogpost zusammengefasst.

Demnach begann die Entwicklung des DGX-1 im Mai 2015 – NVIDIA spricht hier vom Supercomputer selbst, nicht von der Pascal-Architektur oder den dazugehörigen Chips, die sich auch zum damaligen Zeitpunkt bereits seit einigen Jahren in der Entwicklung befunden haben. Im Mai 2015 ist aber bereits die Entscheidung zum Einsatz eines Cube Mesh gefallen, in dem über NVLink acht GPUs miteinander organisiert werden. Zum damaligen Zeitpunkt standen aber noch keine GPUs mit NVLink zur Verfügung. Dies sollte erst einige Monate danach der Fall sein.

NVIDIA DGX-1 Supercomputer mit acht Tesla P100NVIDIA DGX-1 Supercomputer mit acht Tesla P100

NVIDIA DGX-1 Supercomputer mit acht Tesla P100

Nicht nur die Entwicklung der Hardware befand sich im Frühjahr des vergangenen Jahres im vollem Gange, auch die Software musste erst noch entwickelt werden, denn anders ist das Potenzial einer solchen Hardware kaum zu nutzen. NVIDIA entwickelte dazu eine NCCL (NVIDIA Collective Communication Library), welche die Verbindung zwischen der Hardware und den Deep-Learnging-Tools wie Caffe, Theano, Torch, TensorFlow und CNTK sein soll.

Im November feierte NVIDIA den Tape Out des GP100, der ersten GPU auf Basis der Pascal-Architektur. Für NVIDIA und den Auftragsfertiger TSMC ist eine solche GPU eine besondere Herausforderung, denn NVIDIA wechselte auf die Fertigung in 16 nm. Zusammen mit der Tatsache, dass erstmals HBM der 2. Generation zum Einsatz kommen sollte und die GPU alleine auf 15,7 Milliarden Transistoren kommt, eine Mammutaufgabe für jedes Ingenieursteam. Im Dezember konnten die ersten GPUs für den DGX-1 verwendet werden. In einem ersten Schritt wurden zwei GPUs, dann drei zusammengefasst. Eine vierte GPU konnte zunächst nicht eingebunden werden, da im Code für die NVLink-Infrastruktur noch Teile fehlten. Da auch das finale Gehäuse noch nicht verfügbar war, wurde eine Eigenkreation aus Plexiglas, Metallplatten und Klebeband erstellt.

QuantaPlex T21W-3UQuantaPlex T21W-3U

QuantaPlex T21W-3U

Ende März, nur eine Woche vor der GPU Technology Conference, auf der der DGX-1 offiziell präsentiert werden sollte, wurde der erste Prototyp aus Südkorea in die USA transportiert. Dort sollte er zum ersten Mal präsentiert werden, andere Prototypen dürften zu diesem Zeitpunkt bereits ersten Tests unterzogen worden sein. In einem Deep-Learning-Netzwerk von Google, AlexNet, sollte DGX-1 die 10-fache Leistung gegenüber vergleichbaren Systemen erreichen. Am 3. April, einen Tag vor der GTC 2016, erreichte DGX-1 durch Optimierungen sogar die 12-fache Leistung. Am 5. April präsentierte NVIDIAs CEO den DGX-1 auf der Keynote der GTC 2016.

Derzeit arbeitet der erste Prototyp des DGX-1 in einem Rechenzentrum von NVIDIA und verarbeitet dort Daten des Autonomous-Driving-Team von NVIDIA, welches in New Jersey sitzt. Seit dem 30. Mai wurden die ersten Endkunden-Systeme des DGX-1 an die Kunden ausgeliefert. Damit ist NVIDIA auch der erste Hersteller, der GPUs mit HBM der 2. Generation an Endkunden liefert. Ein DGX-1-Supercomputer kostet 129.000 US-Dollar.

Social Links

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Roundup: 5x GeForce GTX 1070 mit Custom-Design im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/5X-GTX1070/GTX1070_CUSTOM_ROUNDUP-TEASER

Nachdem wir bereits eine Reihe von Boardpartner-Karten der NVIDIA GeForce GTX 1080 ausführlich getestet haben, holen wir gleiches nun für das kleinere Schwestermodell nach, denn auch von der NVIDIA GeForce GTX 1070 gibt es viele Custom-Modelle mit höheren Taktraten, eigenen Kühlsystemen und... [mehr]

Drei Custom-Modelle der GeForce GTX 1060 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/3X-GTX1060/GTX1060_ROUNDUP_TEST-TEASER

Anders als bei der GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 trudelten wenige Stunden nach unserem Test zur Founders Edition der NVIDIA GeForce GTX 1060 schon die ersten Boardpartner-Karten mit teils höheren Taktraten, eigenem Kühlsystem und überarbeitetem Platinenlayout ein. Sie dürften... [mehr]

NVIDIA GeForce GTX 1080 mit Pascal-Architektur im XXL-Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/GEFORCE-GTX-1080

Heute ist es soweit: NVIDIA läutet mit der GeForce GTX 1080 und GTX 1070 auf Basis der Pascal-Architektur den diesjährigen Neustart bei den Grafikkarten ein. In Kürze wird wohl auch AMD seinen Beitrag zu diesem Thema leisten. Vor zehn Tagen lud NVIDIA die gesammelte Fachpresse nach Austin ein... [mehr]

Roundup: 5x GeForce GTX 1080 im Custom-Design im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/GEFORCE-GTX-1080

Nachdem wir uns die Founders Edition der GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 bereits angeschaut haben, folgen nun fünf Retail-Modelle, die wir in aller Ausführlichkeit unter die Lupe nehmen wollen. Aus den vielen Boardpartnern und unterschiedlichen Modellen haben wir uns solche von ASUS, EVGA,... [mehr]

AMD Radeon RX 480 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/RADEON-RX480/RADEON-RX480-REFERENCE-LOGO

Es ist also soweit: AMD startet die großangelegte Zurückeroberung des Grafikkartenmarktes mit der Radeon RX 480, die als erste Grafikkarte der Polaris-Generation mit gleichnamiger Architektur erscheint und die wir uns genauer anschauen können. Dabei versucht sich AMD an einem anderen Ansatz im... [mehr]

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/POWERCOLOR-RX480/POWERCOLOR-RX480REDDEVIL-LOGO

Mit der Radeon RX 480 will AMD zurück zu alter Stärke und hat daher über Monate hinweg die PR-Trommel geschlagen. Letztendlich dabei herausgekommen ist eine sehr gute Karte für einen niedrigen Preis, die aber nicht in allen Bereichen zu überzeugen weiß. Wohl größtes Manko der Karte sollte... [mehr]