> > > > Spekulation: So könnte NVIDIAs GeForce GTX Titan Z aussehen

Spekulation: So könnte NVIDIAs GeForce GTX Titan Z aussehen

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

gtc2014Gestern Abend präsentierte NVIDIA im Rahmen der GPU Technology Conference (GTC) mit der GeForce GTX Titan Z überraschend eine neue Dual-GPU-Grafikkarte, verriet aber noch nicht jedes kleinste Detail. Jedoch soll das neue Flaggschiff der kalifornischen Grafikschmiede von insgesamt 5.760 CUDA-Cores angetrieben werden und mit 12 GB GDDR5-Videospeicher bestückt sein, was darauf schließen lässt, dass NVIDIA zwei vollwertige GK110-GPUs einsetzen wird, die so schon auf der GeForce GTX 780 Ti und GeForce GTX Titan Black in einfacher Ausführung zum Einsatz kommen. Folglich werden zwei Grafikprozessoren mit jeweils 2.880 Shadereinheiten, 240 TMUs, 48 ROPs und 6.144 MB Speicher zur Verfügung stehen.

Über die Taktraten hat NVIDIA gestern hingegen noch kein einziges Wort verloren, gab aber bekannt, dass die GeForce GTX Titan Z über eine Rechenleistung von 8 TeraFLOPS verfügen wird. Die GeForce GTX Titan Black bringt es hier noch auf eine Single-Precision-Leistung von 5,1 TeraFLOPS. Die Angabe der Rechenleistung lässt natürlich ein paar Rückschlüsse auf die Taktraten zu.

nvidia gtx titan z k
NVIDIA GeForce GTX Titan Z.

Die jeweils 192 ALUs der insgesamt 15 SMX-Blöcke dürften auch im Falle der GeForce GTX Titan Z pro Takt wieder ein MADD (Multiply-ADD) berechnen können. Bei der GeForce GTX Titan Black lässt sich die Rechenleistung so einfach ausrechnen. Man multipliziert die Anzahl der CUDA-Cores mit dem Basis-Takt in Gigahertz und verdoppelt den Wert, da ein MADD gewohnt zwei FLOPS wert ist. (2.880 ALUs * 0,889 GHz * 2 FLOPs = 5.120,64 GFLOPS). Bei einer Rechenleistung von etwa 4.000 GFLOPS pro Grafikprozessor der GeForce GTX Titan Z (8.000 GFLOPS für beide GPUs) ergäbe sich so ein Basis-Takt von 695 MHz (4.000 GFLOPS / 2.880 ALUs / 2 FLOPS = 694,44 MHz). Dies mag auf den ersten Blick nicht wirklich viel erscheinen, zieht man allerdings die Verlustleistung einer GeForce GTX Titan Black zum Vergleich heran, die NVIDIA auf 250 Watt TDP beziffert, so muss die Grafikschmiede bei gleichbleibender Anzahl der Recheneinheiten die Taktraten reduzieren, um der Abwärme Herr zu werden und um den Stromhunger zu reduzieren. Am Ende dürfte die GeForce GTX Titan Z wohl bei 350 bis 375 Watt TDP landen, womit zwei zusätzliche 8-Pin-PCI-Express-Stromstecker nötig werden dürften.

Da NVIDIA gestern auch nicht über die Speicherbandbreite gesprochen hatte, lässt sich hier nur wild über die Taktraten spekulieren. Mit ziemlicher Sicherheit wird NVIDIA aber weiterhin auf ein 384 Bit breites Speicherinterface setzen, vermutlich allerdings auch hier die Taktraten im Vergleich zu einer GeForce GTX Titan Black bzw. GeForce GTX 780 Ti nach unten korrigieren. Hier wären entweder die 1.750 MHz schnellen Chips der Ti-Version denkbar oder aber die etwas langsameren Modelle der GeForce GTX 780, die sich mit einem Takt von 1.502 MHz begnügen. Die Speicherbandbreite dürfte sich damit irgendwo zwischen 288,4 und 336,0 GB pro Sekunde bewegen. Wir tippen auf die langsamere Variante.

Um die GeForce GTX Titan Z ausreichend kühlen zu können, wird NVIDIA vermutlich auf einen ähnlichen Referenzkühler setzen, wie er schon auf der GeForce GTX 690 zum Einsatz kam. Jedoch dürfte dieser ein wenig mehr Platz in der Höhe einnehmen als es das Dual-Slot-Design eigentlich vorsieht. Auf dem Bild sind direkt über den Videoausgänge zusätzliche Lüftungsschlitze zu erkennen, die darauf schließen lassen, dass NVIDIA auf einen Triple-Slot-Kühler, zumindest aber auf ein 2,5-Slot-Modell setzen wird. Die Slotblende hält mit zwei DVI-Ausgängen, einem HDMI-Port und einem DisplayPort-Anschluss die üblichen Videoausgänge parat. 

Wann die NVIDIA GeForce GTX Titan Z offiziell in den Handel kommen wird, ist offen. Einen möglichen Release-Termin nannte NVIDIA gestern im Rahmen der Vorstellung nicht. Da die Hardwareluxx-Redaktion aber live vor Ort in San Jose ist, versuchen wir NVIDIA in den nächsten Tagen noch weitere Details zu entlocken. Bis dahin können interessierte Titan-Z-Anwärter schon einmal kräftig mit dem Sparen beginnen, denn 2.999 US-Dollar sind eine Menge Holz, für die es eigentlich schon einen ausreichend schnellen Gaming-Rechner gibt.

NVIDIA GeForce GTX Titan Z im Vergleich
Modell NVIDIA GeForce GTX Titan Black NVIDIA GeForce GTX Titan Z
Straßenpreis ab 850 Euro 2.999 US-Dollar
Homepage www.nvidia.de www.nvidia.de
Technische Daten
GPU GK110 (GK110-400-A1) 2x GK110
Fertigung 28 nm 28 nm
Transistoren 7,1 Milliarden 2x 7,1 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 889 MHz ~695 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 980 MHz ~730 MHz
Speichertakt 1.750 MHz ~1.502 bis 1.750 MHz
Speichertyp GDDR5 GDDR5
Speichergröße 6.144 MB 2x 6.144 MB
Speicherinterface 384 Bit 2x 384 Bit
Speicherbandbreite 336,0 GB/Sek. 288,4 bis 336,0 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1 11.1
Shadereinheiten 2.880  2x 2.880
Texture Units 240 2x 240
ROPs 48 2x 48
TDP 250 Watt 350 bis 375 Watt

Social Links

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Roundup: 5x GeForce GTX 1070 mit Custom-Design im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/5X-GTX1070/GTX1070_CUSTOM_ROUNDUP-TEASER

Nachdem wir bereits eine Reihe von Boardpartner-Karten der NVIDIA GeForce GTX 1080 ausführlich getestet haben, holen wir gleiches nun für das kleinere Schwestermodell nach, denn auch von der NVIDIA GeForce GTX 1070 gibt es viele Custom-Modelle mit höheren Taktraten, eigenen Kühlsystemen und... [mehr]

Drei Custom-Modelle der GeForce GTX 1060 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/3X-GTX1060/GTX1060_ROUNDUP_TEST-TEASER

Anders als bei der GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 trudelten wenige Stunden nach unserem Test zur Founders Edition der NVIDIA GeForce GTX 1060 schon die ersten Boardpartner-Karten mit teils höheren Taktraten, eigenem Kühlsystem und überarbeitetem Platinenlayout ein. Sie dürften... [mehr]

NVIDIA GeForce GTX 1080 mit Pascal-Architektur im XXL-Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/GEFORCE-GTX-1080

Heute ist es soweit: NVIDIA läutet mit der GeForce GTX 1080 und GTX 1070 auf Basis der Pascal-Architektur den diesjährigen Neustart bei den Grafikkarten ein. In Kürze wird wohl auch AMD seinen Beitrag zu diesem Thema leisten. Vor zehn Tagen lud NVIDIA die gesammelte Fachpresse nach Austin ein... [mehr]

Roundup: 5x GeForce GTX 1080 im Custom-Design im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/GEFORCE-GTX-1080

Nachdem wir uns die Founders Edition der GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 bereits angeschaut haben, folgen nun fünf Retail-Modelle, die wir in aller Ausführlichkeit unter die Lupe nehmen wollen. Aus den vielen Boardpartnern und unterschiedlichen Modellen haben wir uns solche von ASUS, EVGA,... [mehr]

AMD Radeon RX 480 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/RADEON-RX480/RADEON-RX480-REFERENCE-LOGO

Es ist also soweit: AMD startet die großangelegte Zurückeroberung des Grafikkartenmarktes mit der Radeon RX 480, die als erste Grafikkarte der Polaris-Generation mit gleichnamiger Architektur erscheint und die wir uns genauer anschauen können. Dabei versucht sich AMD an einem anderen Ansatz im... [mehr]

PowerColor Radeon RX 480 Red Devil im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/POWERCOLOR-RX480/POWERCOLOR-RX480REDDEVIL-LOGO

Mit der Radeon RX 480 will AMD zurück zu alter Stärke und hat daher über Monate hinweg die PR-Trommel geschlagen. Letztendlich dabei herausgekommen ist eine sehr gute Karte für einen niedrigen Preis, die aber nicht in allen Bereichen zu überzeugen weiß. Wohl größtes Manko der Karte sollte... [mehr]