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Erstes Review einer GeForce GTX 260 mit 55-nm-Strukturbreite

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Nachdem in den letzten Monaten im Grafikkarten-Markt kaum Neuerungen anstanden, scheint sich das Blatt noch einmal kurz vor dem Jahreswechsel zu wenden. Erst Anfang dieser Woche gab NVIDIA-Board-Partner EVGA bekannt, die dritte Auflage der NVIDIA GeForce GTX 260 auszuliefern (wir berichteten). Nachdem der kalifornische Grafikkartenhersteller seiner ersten Version, welche noch mit 192 Shadereinheiten auskommen musste, 24 weitere Einheiten schenkte und damit den Druck auf die starke Konkurrenz, vertreten durch die AMD Radeon HD4870, weiter erhöhen konnte, schwenkte das Unternehmen nun doch noch auf das filigranere 55-nm-Fertigungsverfahren um. Nach den zahlreichen Gerüchten der letzten Wochen tauchte nun ein erstes Review zum neuen 3D-Beschleuniger auf. Darin konzentrierten sich die Kollegen von Expreview.com anfangs allerdings nicht auf die Spieleleistung, sondern nahmen lediglich den Stromverbrauch und die Temperaturen unter die Lupe.


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Neben der inno3d GeForce GTX 260 werkelte im Testsystem ein Intel Core2 Quad Q6700, welcher auf 3,0 GHz übertaktet wurde, sowie ein Foxconn-MARS-Mainboard samt 2048-MB-DDR2-1066-Arbeitsspeicher. Als Grafikkartentreiber verwendete man die Beta-Version des 180.84. Bei den Spezifikationen der überarbeiteten Grafikkarte selbst hat sich mit Ausnahme der Strukturbreite nicht viel geändert. Nur ein etwas kleinerer Kühlkörper verrichtet jetzt seinen Dienst. So verlor der neue Kühler nicht nur an Länge, sondern auch die Kontaktfläche schrumpfte im Vergleich zum Vorgänger um ein paar Quadratzentimeter.



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Aus diesem Grund scheint der Neuling auch etwas wärmer zu werden. Während das 65-nm-Derivat im Idle mit 43 zu 44 °C marginal besser abschnitt, vergrößerte sich der Vorsprung unter Last etwas. Hier erreichte der Neuling bereits die 80°-C-Marke, während das ältere Modell rund drei Grad kühler war.



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Überraschenderweise konnte NVIDA den Stromverbrauch seines neuesten Sprosses trotz der fortschrittlichen 55-nm-Fertigung nicht weiter senken. So verbraucht die Karte zwar im Windows-Betrieb etwas weniger als sein Vorgänger, erreicht aber unter Last mit 275 Watt einen neuen Rekord, was die NVIDIA GeForce GTX 260 betrifft. Ein Wermutstropfen aber bleibt: Die Konkurrenz verbraucht mit der AMD Radeon HD4870 nochmals deutlich mehr.



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Zudem konnte es sich Expreview.com nicht nehmen lassen, erste Übertaktungsversuche zu starten. Statt den Standardfrequenzen von 576/1242/999 MHz erreichte man für Chip-, Shader- und Speicher-Takt 702, 1552 bzw. 1130 MHz. Das Overclocking-Potential des 55-nm-Chips fällt demnach gut aus.



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Im zweiten Teil ihres Reviews, indem man sich nun an die Spieleperformance machte, setzte man auf einen potenteren Unterbau. Statt dem Intel-Core2-Quad-Prozessor kam nun ein Intel Core i7 920 mit einer Geschwindigkeit von 3,6 GHz zum Einsatz. Ihm zur Seite standen ein Foxconn Bloodrage X58 und insgesamt 3-GB-DDR3-1600-Arbeitsspeicher. Die Latenzzeiten bezifferte man auf 8-8-8-20 1T. In den meisten Benchmarks liegt die NVIDIA GeForce GTX 260 vor der AMD Radeon HD4870. Nimmt man hingegen alle Tests zusammen, liegt die neue NVIDIA-Grafikkarte 4,46 Prozent vor dem Konkurrenten. Getestet wurde jedoch nicht nur 3DMark Vantage, Crysis Warhead und Call of Duty 4. Auch Bioshock, World in Conflict und Enemy Territory Quake Wars standen auf dem Programm.



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In den nächsten Tagen werden wohl weitere Reviews und Testberichte der neuen NVIDIA GeForce GTX 260 das Licht der Welt erblicken. Der Ersteindruck ist jedenfalls etwas zweischneidig. Auf der einen Seite hat sich der kalifornische Grafikkartenhersteller sehr gut gegen die AMD Radeon HD4870 aufgestellt. Auf der anderen Seite enttäuschte der Stromverbrauch etwas.

Zu guter Letzt konnte sich Lucca77, ein User unseres Forums sein eigenes Bild des neuen 3D-Beschleunigers machen. So bestellte er vor ein paar Tagen eine GeForce GTX 260 AMP² AMP! aus dem Hause Zotac beim Online-Shop Alternate und war etwas verdutzt über das blaue PCB und die Speicherchips, welche auch auf der Vorderseite angebracht waren.



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GPUz spuckte zwar noch das 65-nm-Verfahren aus, doch las es die B1-Revision, welche eigentlich auf das 55-nm-Fertigungsverfahren hinweist, aus.



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Nachdem klar wurde, dass es sich bereits um das 55-nm-Derivat handelte, zogen einige User nach und bestellten sich die Karte für etwa 240 Euro - wenn auch nicht mehr lieferbar.

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