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Marvell kündigt günstigen SSD-Controller mit NVMe und PCIe-Anbindung an

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marvellMarvell gehört zu einer der größten Zulieferer von Controllern für SSDs. Die SSD-Controller des Herstellers sind vor allem in Consumer-Modellen zu finden und mit dem 88NV1160 hat Marvell nun während der Flash Memory Summit 2016 ein neues Modell angekündigt. Der Controller wird laut Marvell auf das schnelle NVMe-Protokoll zurückgreifen und dabei über zwei PCI-Express-Lanes mit dem restlichen System kommunizieren. Marvell verzichtet dabei auf einen dedizierten DRAM-Cache und nutzt an dieser Stelle stattdessen einen Teil des Systemspeichers als Zwischenablage. Dies habe den Vorteil, dass schnellen SSDs gebaut werden können und dabei trotzdem ein günstiger Verkaufspreis erzielt werden kann.

Der 88NV1160 nutzt als Basis zwei ARM-R5-Kerne und kann sowohl mit 3D-TLC-Speicher umgehen, als auch den geplanten QLC-Speicher ansprechen. Beim QLC-Speicher werden im Gegensatz zu TLC-Speicherbausteinen keine drei, sondern vier Zustände pro Bit gespeichert und dies soll die Kosten nochmals deutlich reduzieren. Bei den Leistungswerten gibt Marvell bis zu 1,6 GB/s an, wohingegen die Lese- und Schreibrate bei zufälligen 4K-Zurgiffen aktuell noch nicht verraten wurde. Insgesamt werden vier Speicherkanäle integriert sein, um die Kommunikation zwischen Flash-Speicher und Controller möglichst schnell ablaufen zu lassen. Produziert wird der SSD-Controller im 28-nm-Prozess und das Gehäuse nimmt eine Fläche von 10 x 9 Millimetern ein.

Marvel 88NV1160

Wann die ersten SSDs mit dem neuen Marvell-Controller 88NV1160 in den Handel kommen werden, ist derzeit noch unbekannt. Auch einen ersten Preis für die Laufwerke gibt es derzeit noch nicht. Da Marvell allerdings mit dem neuen Controller den Consumer-Bereich bedienen möchte, wird dieser sicherlich nicht allzu hoch ausfallen.

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
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Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass es derzeit noch an HMB Unterstützung durch die Systeme (BIOS und Treiber) mangelt. HMB (Host Memory Buffer) nennt sich die Technik um einen Teil des Systemspeichers als Cache für die Verwaltungsdaten des SSD Controller nutzen zu können. Es ist langsamer als ein eigener DRAM Cache, aber die Hersteller können sich auch die paar Dollar dafür sparen und es ermöglicht der SSD eine geringere Leistungsaufnahme zu haben.
#2
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Registriert seit: 11.11.2006
C:\Bayern\Nürnberg
Moderator
Beiträge: 5527
Es wird auch langsam Zeit das endlich mehr und vorallem bezahlbare SSDs mit NVME-Unterstützung auf den Markt kommen.
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