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Das neue SanDisk Connect Wireless Flashdrive ausprobiert

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sandisk connect wireless flashdriveWer kennt das nicht? Da hat man am Wochenende während eines Kurztrips zahlreiche Schnappschüsse mit seinem Smartphone geschossen und möchte diese auf seinem Computer archivieren – ist das passende Datenkabel nicht sofort griffbereit, erwischt man sich dabei, einige Bilder per E-Mail an die eigene Adresse zu schicken oder aber auf diverse Clouddienste wie Dropbox oder Skydrive auszuweichen. Ist die Datenverbindung zudem noch langsam, wird das Vorhaben schnell zu langwierigen Qual.

Oder ein anderes Szenario: Man hat einen 11-Stunden-Flug vor sich und konnte noch nie etwas mit dem Entertainment-System der einzelnen Fluggesellschaften anfangen. Also wird das Tablet vorher mit ein paar Videos und Serien bestückt. Dumm nur, dass dann der Festspeicher zur Neige geht und man sich entscheiden muss, von welcher App oder welchem Musiktitel man sich jetzt für den Urlaub trennen möchte. Eine zusätzliche Speicherkarte lässt sich inzwischen bei einigen Android-Geräten nicht mehr verbauen und bei Apples iPad schon gleich zweimal nicht. Für beides hält SanDisk seit heute eine Lösung parat: Das SanDisk Connect Wireless Flashdrive.

USB-Stick mit Wireless-LAN-Modul

Dabei handelt es sich in erster Linie um einen USB-Stick, der mit einer micro-SD-Karte bestückt und mit einem Wireless-LAN-Modul versehen ist. Fotos, Videos, Dokumente und andere Files lassen sich dort vom Smartphone, Tablet, Notebook oder Desktop-System aus schnell und einfach ablegen. Hierfür muss man lediglich den einzigen Knopf des Gerätes für wenige Sekunden betätigen. Schon baut das neue SanDisk-Drive eine Wireless-LAN-Verbindung auf, auf die bis zu acht Geräte gleichzeitig zugreifen können. Videos werden dabei einfach über das Netzwerk gestreamt, sofern der passende Videoplayer und der richtige Codec für das iPhone oder Android-Gerät verwendet wurde. Außerdem können den Stream drei Geräte gleichzeitig empfangen.

Unser Testmuster war mit einer 32 GB großen micro-SD-Karte der SanDisk-Ultra-Reihe ausgestattet und verdoppelte so die Speicherkapazität unserer Testgeräte. SanDisk verspricht eine Akku-Laufzeit, des intergierten Akkus, der sich leider nicht austauschen lässt, von bis zu vier Stunden. In der Praxis wurden diese tatsächlich auch erreicht, zumindest bei 720p-Videos mit gemäßigter Bitrate. Ist das Videomaterial hochauflösender, bricht die Akku-Laufzeit etwas ein, da mehr Datentraffic über das Netzwerk geschickt werden muss. In der Regel waren aber immer 3,5 bis 4 Stunden fernab der Steckdose möglich.

Voll aufgeladen ist der Akku in etwa zwei Stunden. Geladen wird dieser wahlweise über eine USB-Schnittstelle direkt am Computer oder aber über ein separates USB-Netzteil. Einen gleichzeitigen Betrieb von USB und Wireless-LAN hat der Hersteller ebenfalls versprochen. In unseren ersten Tests hat dies jedoch nicht funktioniert, zumindest dann nicht, wenn der Stick am Rechner angeschlossen war. Hat man ihn aber über ein separates Netzteil angeschlossen, funktionierte auch das WLAN.

Nutzt man die eigene Wireless-LAN-Verbindung des neuen SanDisk Connect Wireless Flashdrive, so verliert das Tablet oder Smartphone seine eigene Internet-Verbindung. E-Mails, iMessages oder WhatsApp-Nachrichten kommen während der Verbindung damit nicht mehr an. Um das zu verhindern, kann sich der kleine USB-Stick, mit seinen Abmessungen von 78 x 27 x 14 mm und einem Gewicht von gerade einmal 27 Gramm, in ein bestehendes Netzwerk mit Internetverbindung einwählen und ist dann im Netzwerk ebenfalls verfügbar. Manko dabei: Ist das WLAN mit WPA2-TKIP verschlüsselt, funktioniert die Internetfreigabe nicht. Hier muss ein WPA-, WEP-verschlüsseltes oder gar offenes WLAN verwendet werden. Sein eigenes Netzwerk verschlüsselt der Winzling aber durchaus mit WPA2. Die Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 50 Metern an.

Einfacher Datenaustausch

Daten lassen sich einfach über die Geräte austauschen. Bei iOS-Geräten werden zumindest Fotos und Videos in der Kamera-Roll auf dem iPhone oder iPad und iPod gespeichert. Andere Dokumente legt das iOS-Device innerhalb der App ab. Apropos App: Diese steht sowohl in Apples AppStore wie auch in Googles Play-Store kostenfrei zur Verfügung. Wer kein passendes Endgerät, beispielsweise ein Nokia Lumia 920 mit Windows Phone sein Eigen nennt, der kann trotzdem über ein Browser-Interface auf den Stick zugreifen. Gleiches gilt hier für Windows-, Linux- und Mac-OS-X-Systeme.

SanDisk Connect Wireless Flashdirve iOS-App
Besonders einfach funktioniert der Datenaustausch mit dem neuen SanDisk Connect Wireless Flashdrive über eine Smartphone- und Tablet-App für Android- und iOS-Geräte.

Größtes Manko des SanDisk Connect Wireless Flashdrives ist das USB-2.0-Interface, worüber gerade große HD-Filme eher schnarchend auf den Stick tröpfeln. Dafür fällt der Preis vergleichsweise gering aus. Zusammen mit einer 16-GB-Karte hätte SanDisk gern 49,90 Euro. Die größere 32-GB-Version kostet hingegen zehn Euro mehr. Mit steigender Verfügbarkeit größerer Speicherkarten, wie der SanDisk Extreme mit 64 GB, will man auch eine 64-GB-Version anbieten. Wer bereits eine entsprechende Speicherkarte zur Hand hat, kann diese natürlich nutzen. Das neue SanDisk Connect Wireless Flashdrive soll ab heute im Fachhandel erhältlich sein – zusammen mit zwei Jahren Garantie.

Technische Daten im Überblick:

  • Formfaktor: USB-Stick
  • Aufladung: USB-Port
  • Systemvoraussetzungen:
    • USB-Verbindungsschnittstelle 2.0
    • Für Handy, Smartphone oder Tablet: iOS Version 5.0 oder höher, Android Version 2.3 oder höher
    • Für andere Wi-Fi-fähige Geräte: Webbrowser
    • PC oder Mac: Windows 8, Windows 7, Windows Vista, Windows XP oder Mac OS 10.6 oder höher
  • Erhältliche Kapazitäten: 16 GB und 32 GB
  • Sicherheit: Optionaler Wi-Fi-Passwortschutz und 128-Bit-AES-Verschlüsselung
  • Abmessungen: 78 mm x 27 mm x 14 mm, 27 Gramm
  • Betriebstemperatur: 0°–45°C
  • Lagertemperatur: -20°–70°C
  • Support: 2 Jahre Garantie

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Kommentare (2)

#1
customavatars/avatar92992_1.gif
Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10408
Geht sowas nicht auch per nfc ?
#2
customavatars/avatar40486_1.gif
Registriert seit: 21.05.2006
Erlangen
Kapitänleutnant
Beiträge: 1679
NFC unterstützt Datenraten bis ca. 400 kbit/s. Wird also nicht gehen ;)
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