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Micron bringt NAND-Speicher mit 16 Nanometern

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micronIn den letzten Jahren ist vor allem der Trend zu erkennen, dass immer mehr Nutzer auf eine SSD zurückgreifen statt auf die klassische Festplatte. Als Grund ist hier sowohl der fallende Preis zu nennen, als auch die immer weiter wachsende Speicherkapazitäten der Laufwerke. Der Chiphersteller Micron hat nun den nächsten Schritt eingeleitet und einen neuen NAND-Speicher vorgestellt. Die aktuellen Chip werden noch im 20- respektive 19-nm-Prozess gefertigt, doch Micron möchte nun die Strukturbreite noch weiter verfeinern und hat deshalb Speicherchips aus dem 16-nm-Prozess vorgestellt. Noch ist die Massenproduktion zwar nicht gestartet,  aber bereits im vierten Quartal 2013 soll es soweit sein. Erste Laufwerke mit den 16-nm-Chips sollen dann Anfang 2014 folgen.

Die ersten 128-Gigabit-Chips mit der MLC-Technik wurden auch bereits an verschiedene Partner verschickt und werden dort ausführlich getestet. Durch die verkleinerte Strukturbreite soll der Preis für die Speicherchips noch weiter fallen, denn dadurch können Kosten bei der Produktion gespart werden. So kann aus einem 300-mm-Wafer mit der 16-nm-Technik eine Speicherkapazität von fast 6 Terabyte herausgeschnitten werden.

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Kommentare (11)

#2
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1679
Dem schließe ich mich an. Schön wenn die Preise sinken, aber die Abnahme der Schreibzyklen bedeutet doch letzten Endes, dass man öfter ein neues Produkt braucht. Das ist wiederum toll für die Unternehmen, aber irgendwie auch Ressourcenverschwendung, sofern man Hardware nicht fachgerecht recycelt und die Rohstoffe nicht wieder zurück in den Produktzyklus bringt.
#3
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Korvettenkapitän
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Die spezifizierte P/E-Zyklenzahl wird bei 3000 liegen, wie bei aktuellen MLC-Flash der Konkurrenz. Damit hat man bei typischem Homeuse weiterhin Schreibbudget im Überfluss bis zum totalen Verschleiss. Ein 256GB-SSD könnte bspw. mehr als 25 Jahre täglich mit 50 GB beschreiben. Insofern handelt es sich tatsächlich um Verschwendung. Für Consumer-SSD würden wesentlich weniger P/E-Zyklen reichen.
#4
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Hauptgefreiter
Beiträge: 225
Also die aktuelle SSD von Samsung 840 (nicht pro) ist angegeben mit 1000 P/E-Zyklenzahl.
Der Tri-Level-Cell-Toggle-Flash speichert gegenüber MLC-NAND drei anstatt zwei Bits pro Zelle wird also nochmals stärker, bzw. häufiger, pro Zelle angesprochen.
Bei der Crucial M500 1TB in 20nm MLC-Speicher wurde der reserve Speicher von 7% auf 12,7% erhöht, dafür gibt der Hersteller aber auch an das die SSd 40GB/Tag verkraftet. Von daher würde es mich auch weiterhin Interessieren wie hoch die Zyklenzahl ist.
#5
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Oberbootsmann
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Zitat MoBo 01/04;20900333
Die spezifizierte P/E-Zyklenzahl wird bei 3000 liegen, wie bei aktuellen MLC-Flash der Konkurrenz. Damit hat man bei typischem Homeuse weiterhin Schreibbudget im Überfluss bis zum totalen Verschleiss. Ein 256GB-SSD könnte bspw. mehr als 25 Jahre täglich mit 50 GB beschreiben. Insofern handelt es sich tatsächlich um Verschwendung. Für Consumer-SSD würden wesentlich weniger P/E-Zyklen reichen.


das glaub ich eher nicht das eine ssd 50gb am tag bei 25j überlebt, die ssd meines vaters (crucial 240gb),
stieg nach ca. 80TB aus.
#6
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Korvettenkapitän
Beiträge: 2344
Zitat MrAnon;20900997
das glaub ich eher nicht das eine ssd 50gb am tag bei 25j überlebt, die ssd meines vaters (crucial 240gb),
stieg nach ca. 80TB aus.


Mit Ausnahme der eben erschienen M500 gibt es m.W. kein Crucial-SSD mit 240GB. Dass SSD auch rel. früh ausfallen, widerlegt meine Aussage im Grunde nicht. Es gibt immer ein Restrisiko, dass ein i.d.R. sehr kleiner Anteil von Exemplaren nicht die Spezifikation schafft. Zudem ist nicht jeder Ausfall eines SSD auf verschleißbedingtes Versagen des NAND-Flash zurückzuführen. Der Erfahrung nach ist das sogar eine der seltensten Ausfallursachen. Abgesehen von einigen Exemplaren, bei denen offensichtlich minderwertiges NAND-Flash verbaut wurde oder bei denen die Controller Designfehler aufwiesen, die zu extremer write amplification führen, sind mir entsprechende Fälle in SSD-Foren auch noch nicht begegnet.
#7
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Admiral
Beiträge: 12096
Zitat Langoras;20898959
Bei der letzen Verkleinerung von 25nm auf 19nm sind die Schreibzyklen von 5000 auf 2000 pro Zelle gesunken.
Totaler Unsinn!!! IMFT produziert aktuell NAND mit einem 20nm Prozess, 19nm wird von Toshiba/SanDisk verwendet und selbst diese Angaben sind irreführend! Bei Samsungs 21nm MLC ist der Transistor einer Zelle 42 nm x 46 nm groß, also nicht 21x21nm, was auf einen 21nm mal 23nm Prozess hindeutet und jeder Transistor ist eben 2x2 Strukturen groß. Das ist bei den anderen Herstellern auch nicht anders.

Dann gibt es auch nicht nur eine Haltbarkeit sondern viel verschiedene Qualitätsstufen für jedes NAND (also jede Strukturgröße bei jedem Hersteller) und diese unterscheiden sich eben vor allem in der Haltbarkeit, also der Anzahl der Zyklen die man dem NAND zutraut. Bei dem 25nm NAND von IMFT geht das von NANDs die man nur einmal beschreiben sollte bis zu den als eMLC vermarkteten NAND in Enterprise SSDs die für 30.000 P/E Zyklen gut sind. Für Consumer SSDs werden gewöhnlich solche mit 3000 Zyklen verwendet, aber bei Herstellern die gleich ganze Wafer kaufen, wie OCZ, liegt es in deren Hand welche Qualitätsstufen verbaut werden. Das mit der Qualität halt auch der Preis steigt, sollte jedem klar sein, denn auf jeden Wafer gibt es bessere und schlechtere NANDs und die besseren kosten eben mehr.

Das NAND welches in geringeren Strukturbreiten gefertigt wird im Prinzip weniger Zyklen verträgt, ist zwar nicht falsch, aber andererseits werden auch die Techniken zum Einbringen und zur Auswertung der Ladungszustände der Zellen immer besser, was den negativen Effekt der geringeren Strukturbreiten teils mehr als kompensiert. So waren im [U]Dauerschreibtest auf xtremesystems.org[/U] z.B. eine Muskin Chronos Deluxe 60GB mit 64GiB 32nm Toshiba NAND und eine SanDisk Exteme G25 120GB mit 128GiB 24nm Toshiba NAND, die den gleichen SF-2281 Controller haben. Mit 983TiB hat die SanDisk 2.06mal so viele Daten geschrieben wie die Muskin die nur halb so viel NAND enthält, das 24nm NAND war also sogar geringfügig haltbarer als das 24nm NAND. Man kann natürlich unterstellen, dass da unterschiedliche Qualtitätstufen verbaut waren, aber ohne einen Hinweis darauf, wäre das unseriös.

Übrigens werden NANDs auch immer langsamer, denn obwohl die Schnittstellen der NAND Bausteine immer schneller werden, nehmen die Latenzen immer mehr zu:
[ATTACH=CONFIG]242703[/ATTACH]

Trotzdem werden die SSDs immer schneller, weil die modernen Controller diesen Effekt immer besser kompensieren, genauso wie sie auch den Verschleiß der Zellen immer besser handhaben können. Es ist also unsinnig die neuen NAND Generationen pauschal zu verteufeln. Übrigens haben bei xtremesystems.org die alten SSD wie die Mitron oder die X25E trotz SLC NAND nicht sehr lange durchgehalten, auch wen die Mitron wohl aufgrund anderer Probleme ausfallen sind.

Das ganze ist wie auch sonst: Früher war scheinbar alles besser. Trotzdem wird keiner heute mehr eine Mercedes E-Klasse mit dem alten Diesel aus dem /8 und seinen 55PS haben wollen, auch wenn der mit wenig Pflege locker eine Millionen km gehalten hat. Andererseits gab es früher auch mal eine goldene Plakette für den Kühlergrill, wenn man 100.000km mit dem ersten Motor geschafft hat und heute wird man schon ärgerlich, wenn die Bremsscheiben oder der Auspuff nicht wenigsten so lange durchhalten und wer seinen Motor auf den ersten 100tkm gekilllt hat, muss sowieso ein Verkehrsraudi sein :D
#8
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Das sind schöne Neuigkeiten für den Hersteller wenn die Ausbeute pro Wafer steigt aber ob die Kunden letztendlich was davon haben muss man erst noch sehen. Technisch sollte das sowieso niemanden vom Hocker reissen und wenn man sich die Profilösugen auf PCIe-Basis ansieht die 3 GB/s und 800.000 IOPS versprechen, wenn auch z.Z. wie aus einer anderen Welt ab ~8000 €, fühlt man sich irgendwie ziemlich billig abgespeist.
#9
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Zitat Mawa62;20902453
Das sind schöne Neuigkeiten für den Hersteller wenn die Ausbeute pro Wafer steigt aber ob die Kunden letztendlich was davon haben muss man erst noch sehen.
Wieso sehen denn die Kunden nichts davon? Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich meine erste Crucial m4 mit 256 GB für 349€ gekauft (da hatte ich schon zwei X25-V zu je 99€, eine C300 128GB zu 250€ und eine Vertex2 120GB zu 200€) und im Oktober 2012 habe ich eine m4 512 für 279€ gekauft. In 1½ habe ich mehr also die Doppelte Kapazität für weniger Geld erhalten, wenn das kein Kundenvorteil ist, was erwartest Du dann?

Zitat Mawa62;20902453
Technisch sollte das sowieso niemanden vom Hocker reissen und wenn man sich die Profilösugen auf PCIe-Basis ansieht die 3 GB/s und 800.000 IOPS versprechen, wenn auch z.Z. wie aus einer anderen Welt ab ~8000 €, fühlt man sich irgendwie ziemlich billig abgespeist.
Dann gibt doch 8000€ für 700GB aus, billig abgespeist wirst Du Dich danach zumindest nicht mehr fühlen :D

Schneller wird sich Dein System aber wohl auch nicht anfühlen, denn solche Enterprise SSD erreichen i.d.R. nur bei wirklich vielen parallelen Zugriffen ihre vollen Leistung und so einen Workload hat man zuhause eigentlich nie. Das ist wie bei einer Transportaufgaben von Stadt A nach B, wo man als Privatperson mit dem Auto über die Autobahn am schnellsten hinkommt. Sollen aber viele Personen transportiert werden, so setzt man besser einen Bus ein, denn auch wenn der maximal 100km/h fahren kann und somit später ankommt, so kann man doch viel mehr Personen mitnehmen und hat am Ende eine ganze Reisegruppe früher ans Zeile gebracht als wenn man mit dem Auto hin und her fahren und jeweils 4 Leute mitnehmen würde (weshalb Reiseunternehmer die Leute auch in Bussen transportieren und nicht in PkWs).Trotzdem würdest Du Dir wohl kaum einen Bus kaufen um mal von A nach B zu kommen, weil Du eben kaum mal mehr Leute mitnehmen wirst als in einen normalen PkW passen, ein Bus teuer ist und mehr Sprit braucht.
#10
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1543
@Holt
laufen die ganzen SSDs noch, oder sind nicht mehr alle im Besitz?
Meine Intel Postville mit 80GB (die war auch sowas um die 340€)
Die macht immernoch 255MB/s / 90MB/s. :-) Die Vertex2 (kaufte ich 1 Jahr danach zum Spottpreis von rund 150€) mit 60GB nach 8000Std Betrieb auch noch fit.

Da wurde damals viel palavert von Wegen die gehen alle schnell kaputt.
Meine 1TB WD Caviar Black HDD hat jetzt auch fast 10.000Std drauf wie ich gerade sehe.. da wird es doch mal langsam Zeit eher zu tauschen? Muss mal nachforschen was diese Caviar Black Ratterplatten bei anderen Nutzern so erreichen. Naja zumindest halte ich wichtige Daten mehrfach gespeichert sodass es egal ist.

Lieber habe ich NAND Speicher im "großen Verfahren" der auch langlebig ist und etwas taugt als immer kleineren anfälligeren.. :-[ Aber das ist wohl auch nur blabla :vrizz:
#11
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Admiral
Beiträge: 12096
Die beiden m4 sind praktisch im Dauerbetrieb und außer einem FW Update von der 0001 auf die 0309 bei der ersten 256GB m4 war nichts. Die Vertex2 ist nach etwa 1½ Jahren spontan ausgefallen und wurde auf Garantie durch eine Agility3 120GB ersetzt, die ich aber nicht einsetze. Den Job der Vertex2 hat die m4 512GB übernommen. Die anderen SSDs werden eher selten mal genutzt, laufen aber problemlos.
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