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Neue HDD-Generation mit Hilfe von Bakterien?

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festplatteForscher und Produktentwickler greifen schon seit vielen Jahren bei der Umsetzung neuer Produkte auf Lösungen made by Mutter Natur zurück. Eines der letztes Beispiele dafür im Computerbereich dürften Noiseblockers bionische "eLoop"-Lüfter sein. Eine Forschungsgruppe aus Leeds könnte mit Hilfe von Bakterien nun den Grundstein für eine neue Festplatten-Generation gelegt haben.

Gegenstand der Forschung ist das Bakterium "Magnetospirillum Magneitcum", welches Eisen aufnimmt. Wie man feststellen konnte, reagiert das aufgenommene Eisen mit einem Protein in Inneren des Bakteriums zu Magnetit-Kristallen in Nanogröße. Die Forscher haben das besagte Protein Mms6 aus dem Bakterium extrahiert und in einem erfolgreichen Versuch damit Eisen in Magnetit umgewandelt.

In Zukunft könnte man diese Technik anwenden, um die bisher bei der Festplattenproduktion verwendeten Argon-Ionen abzulösen. Die Konsequenz wäre eine deutlich höhere Informationsdichte. So haben die Forscher bereits ein Quadrat mit der Kantenlänge von 20 Mikrometern hergestellt. Würde man dies so bei aktuellen Festplatten anwenden, könnte man die Kapazität bereits deutlich steigern. Ziel ist es jedoch die Quadrate so aufzubauen, dass eine Fläche von einem Quadratzoll (entspricht circa 6,5 Quadratzentimeter) eine Datenmenge von einem TB aufnehmen kann.

 

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Kommentare (14)

#5
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OT

Muss man seine HD dann füttern ;-)
#6
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Beiträge: 1014
Ob das auf Dauer eine gute Lösung ist? Bakterien müssen auch essen, kacken und sich vermehren :P Dann liegen auf den Platten überall Exkremente und Leichen (jeder weiß wie schnell sich Bakterien vermehren und sterben).
#7
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3. Planet
Kapitän zur See
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Zitat Uftherr;19682563
Ob das auf Dauer eine gute Lösung ist? Bakterien müssen auch essen, kacken und sich vermehren :P Dann liegen auf den Platten überall Exkremente und Leichen (jeder weiß wie schnell sich Bakterien vermehren und sterben).


Lesen, die Festplatten sollen nicht aus Bakterien bestehen. Nur das Protein wird angewendet.
#8
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Baden Württemberg
Kapitänleutnant
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Als ich den Kommentar von Uftherr sah, musste ich doch direkt die news lesen um sicherzustellen das er nur quatsch erzählt. xD Das war recht ulkig.. :P
#9
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München
Flottillenadmiral
Beiträge: 4375
Aber nicht so ulkig wie das Wort ulkig :P
#10
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Registriert seit: 13.03.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1679
@StormXP
Danke für die Erklärung. Macht durchaus Sinn. Hab jetzt auch das Paper gelesen. Das Problem ist wohl nicht nur das gleichmäßige Auftragen das Proteins, sondern auch das gleichmäßige Mineralisation. Die SEM-Aufnahmen zeigen, dass es durchaus Bereiche gibt, in denen es nicht zu einer Beschichtung kam. Kann aber nicht beurteilen inwiefern hier eine gewisse Toleranz ok ist, da ich nicht weiß, wie das beim Sputtern aussieht mit der Gleichmäßigkeit der Oberflächenbeschichtung.

Lustig finde ich, dass die Autoren lediglich in einem Satz die potentielle Anwendung einer solchen Prozedur für die HD-Herstellung erwähnen. Die Medien machen daraus schon direkt ne Sensationsmeldung. Dabei geht es primär darum, dass es überhaupt gelungen ist, Oberflächen via Biomineralisation zu beschichten, bzw konkrete, einheitliche Strukturen in Form und Größe zu erhalten bei moderaten Bedingungen unter Verwendung eines Proteins. Bis man damit also irgendwann in die Festplattenherstellung vordringt, werden noch paar Jahren vergehen.
#11
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Registriert seit: 26.12.2009
Ann Arbor, MI
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 438
Allein das es gelungen ist Magnetit per Protein "herzustellen" ist in meinen Augen eine große Leistung. Wenn ich bedenke wie lange solche Prozesse im Labor manchmal dauern können, und mit was für Problemen man da zu kämpfen hat, kann ich nur sagen, Hut ab.

Hoffentlich bleiben die Forscher dran, und verbessern die Technik so weit, das ein Praxiseinsatz möglich wird. Solang wird es wohl bei der konventionellen Technik bleiben, wenn nicht gar die SSD Entwicklung so schnell voranschreitet, das magnetische Platten aus dem Consumer Markt komplett rausfallen.
#12
Registriert seit: 04.11.2009
Berlin
Bootsmann
Beiträge: 616
@Dummbatz: Ja mit Daten, wie bisher auch.
#13
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10408
Wenn Bakterien es produzieren, können auch Bakterien es wieder abbauen.

Dann bekäme der Begriff "Computervirus" eine ganz neue Dimension !
#14
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Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
Ich verweise hiermit auf den Unterschied zwischen Virus und Bakterium.

Ein Virus wäre dazu schon rein Metabolisch nicht im stande, da ein Virus keinen Eigenen Stoffwechsel hat.

Das einzige was ein Virus auf der Oberfläch emachen könnte, ist daliegen und warten bis er denaturiert.
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