> > > > Apples Fusion Drive funktioniert auch auf älteren Macs

Apples Fusion Drive funktioniert auch auf älteren Macs

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

fusion-drive-logoMit der Aktualisierung des iMac und Mac mini führte Apple auch das sogenannte Fusion Drive ein. Wer sich für den Einsatz einer SSD und einer HDD im iMac entscheidet, bekommt in OS X eine Art Hybrid-Laufwerk geboten. Dies gilt im Übrigen auch für den neuen Mac mini mit dieser Option. Der deutsche Mac-Entwickler Patrick Stein hat sich nun einmal genauer angeschaut, wie sich ein solches Fusion Drive aufbauen ließe. Offenbar ist OS X 10.8.2 bereits jetzt schon in der Lage, über das Festplattendienstprogramm bzw. die entsprechenden Terminal-Befehle, ein Fusion Drive aufzubauen. Dies hat Stein auch in seinem Blog in allen Einzelschritten dargelegt. Erwartet wurde, dass Apple einen speziellen Build von OS X 10.8.2 mit der entsprechenden Hardware ausliefert.

Getestet wurde das Fusion Drive mit Hilfe einer 120 GB SSD, die direkt am SATA-Port eines Mac Pro angeschlossen war. Eine 750 GB HDD, angeschlossen an einem USB-Port, stellte die Festplatten-Komponente. Der Funktionstest ergab, dass das Fusion Drive nach dem bisher bekannten Mechanismus korrekt arbeitet. Auf der HDD abgelegte Daten wurden nach Zugriff auf die SSD verschoben, um schneller darauf zugreifen zu können. Nach Bearbeitung der Daten werden sie wieder auf die HDD geschrieben. Werden die Daten mehr als nur einmal angefragt, belässt OS X sie auf der SSD. Das Fusion Drive funktioniert offenbar nicht nur mit dem OS-X-eigenen HSF+-Dateisysten, sondern auch mit ZFS.

Fraglich ist, ob Apple das Fusion Drive generell für alle Systeme mit SSD und HDD freigibt. Vermutlich wird sich diese Funktion auf die ab Werk mit SSD und HDD ausgelieferten Macs beschränken.

Funktionsweise des Fusion Drive:

Fusion Drive

Das Fusion Drive wirkt zunächst wie ein SSD-Caching, funktioniert jedoch etwas anders. Für den potenziellen Käufer eines Modells mit 128 GB SSD und 1 TB HDD präsentiert sich ein etwa 1,1 TB großes Laufwerk. Wer sich für 128 GB SSD und 3 TB HDD entscheidet, bekommt etwa 3,1 TB vom System bereitgestellt. Alle vorinstallierten Programme und auch das OS X als solches befinden sich im Auslieferungszustand auf der SSD. Ist das Fusion Drive aktiviert, erstellt das System einen 4 GB großen Cache. Alle Daten die geschrieben werden, werden zunächst in diesem Cache abgelegt. Ist der Cache voll, werden die Daten auf die HDD geschrieben. Das Fusion Drive bzw. OS X schaut sich zusätzlich noch an, welche Dateien vom Nutzer häufig abgefragt werden und legt diese auf die SSD. Die restlichen Daten verbleiben auf der HDD. Ändert sich das Nutzerverhalten, ändert OS X auch die Belegung der SSD und HDD. 

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (2)

#1
customavatars/avatar147197_1.gif
Registriert seit: 11.01.2011

Bootsmann
Beiträge: 535
Zitat
Fraglich ist, ob Apple das Fusion Drive generell für alle Systeme mit SSD und HDD freigibt. Vermutlich wird sich diese Funktion auf die ab Werk mit SSD und HDD ausgelieferten Macs beschränken.


Damit meint ihr eine offizielle Möglichkeit es einzuschalten. Die Terminal Variante scheint ja immer zu funktionieren. Habe mir den Blog Eintrag noch nicht durchgelesen...
#2
customavatars/avatar3377_1.gif
Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29105
Ja, damit meine ich offiziell freigibt.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Samsung SSD 750 EVO im Test - die neue Einsteiger-Klasse?

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-750-EVO/TEASER

Samsung gehört zu den Standardempfehlungen, wenn es um SSDs geht, sowohl im Highend-Bereich mit der Samsung SSD 950 PRO als auch im Mainstream-Bereich mit der 850 EVO. Letztere hat vor kurzem ein Upgrade erfahren, dabei wurde der 3D-Speicher durch eine neue Version mit nunmehr 48 statt 32... [mehr]

Crucial MX300 SSD mit 750 GB und 3D-NAND im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/CRUCIAL-MX300-750GB/TEASER

Crucial meldet sich zurück und packt mit der MX300 aktuelle Speichertechnologie in ein 2,5-Zoll-Laufwerk. Den Anfang macht dabei ein einziges Modell mit einer ungewöhnlichen Speicherkapazität von 750 GB, das gegen die Samsung SSD 850 EVO und andere Mainstream-Laufwerke bestehen soll. Die... [mehr]

Samsung SSD 850 EVO mit neuem 48 Layer 3D-NAND im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-850EVO-48/TEASER

Bereits vor einiger Zeit hat Samsung den nächsten Schritt in der Fertigung von NAND-Speicher angekündigt, nämlich die Produktion von 3D-NAND mit 48 Layern. Dieser soll jetzt in der Samsung SSD 850 EVO zum Einsatz kommen, wobei sich der Produktname nicht ändert, die Bestände werden also nach... [mehr]

OCZ Trion 150 SSD mit 240 GB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/OCZ-TRION-150/TEASER

Letztes Jahr hat OCZ mit der Trion 100 eine SSD auf TLC-Basis für preisbewusste Käufer auf den Markt gebracht. Nach etwas über einem halben Jahr erfährt die Trion nun ein Update in Form der OCZ Trion 150, bei der weiterhin TLC-Speicher von Toshiba zum Einsatz kommt, der jetzt allerdings in 15... [mehr]

NVMe-SSD Samsung 960 PRO mit 512 GB und 2 TB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/SAMSUNG-960-PRO/TEASER

Die Samsung SSD 950 PRO hat bis heute unsere Benchmark-Tabelle als schnellste SSD angeführt. Konkurrenz bekommt sie jetzt aus eigenem Haus in Form des Nachfolgers 960 PRO. Dabei handelt es sich um mehr als ein kosmetisches Update, denn Samsungs neuste M.2-SSD mit NVMe-Interface ist insbesondere... [mehr]

Toshiba OCZ RD400 SSD mit NVMe im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/TOSHIBA-OCZ-RD400/TEASER

Auch Toshiba steigt jetzt mit der OCZ RD400 SSD in die Königsklasse der schnellen Halbleiter-Laufwerke mit NVMe-Interface ein. Mit einem PCI-Express-Interface der dritten Generation und vier Lanes verspricht Toshiba eine Performance von bis zu 2.600 MB/s beim Lesen und 1.600 MB/s beim Schreiben,... [mehr]