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100D: Tesla Model S und Model X sollen größeren Akku erhalten

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tesla motorsBislang ist bei 90 kWh Schluß, einen größeren Akku bietet Tesla derzeit für sein Model S und Model X nicht an. Das könnte sich aber schon in Kürze ändern. Denn in den Niederlanden hat das Unternehmen ein Typgenehmigung für eine neue Variante beider Modelle beantragt. Die soll es zumindest in einem Fall erstmals auf eine Reichweite von mehr als 600 km bringen - zumindest auf dem Papier.

In der Datenbank des zuständigen Rijksdienst voor het Wegverkeer (RDW) werden die als 100D und 100X bezeichnet. Gemeint sind damit ein Model S 100D und Model X 100D, die über einen jeweils 100 kWh großen Energiespeicher verfügen sollen. Neben den Standardmodellen sind den Einträgen zufolge auch Performance-Versionen (P100D) und die Option auf den Ludicous-Modus geplant, der für eine stärkere Beschleunigung sorgt. Offen bleibt, über welche Systemleistung die neuen Fahrzeuge verfügen werden und wie hoch der Aufpreis gegenüber den derzeitigen Spitzenmodellen ausfallen wird; für das Model S 90D verlangt Tesla in Deutschland rund 102.000 Euro, für das Model X 90D knapp 110.000 Euro.

Mit 100 kWh großem Akku soll das Model S 100D eine Reichweite von mehr als 600 km erreichen
Mit 100 kWh großem Akku soll das Model S 100D eine Reichweite von mehr als 600 km erreichen

Dafür werden aber die maximalen Reichweiten gemäß NEFZ genannt. Das Model S soll mit dem größeren Akku 613 km erreichen, das Model X hingegen 542. Ob damit die Version 100D oder P100D gemeint ist, geht aus den Einträgen nicht hervor, die Vergleichswerte - 509 und 467 km - stammen jeweils vom P90D. In der Realität dürften die mit einer Ladung zurücklegbaren Strecken aber deutlich kürzer ausfallen, der NEFZ gilt als im Alltag wenig aussagekräftig. Orientiert man sich am weitaus genaueren US-amerikanischen Testzyklus EPA, dürften es am Ende etwa 520 und 460 km werden.

Dass Tesla die Typgenehmigung in den Niederlanden beantragt hat, ist keine Überraschung. Schon seit dem Verkaufsstart in der EU nutzt das Unternehmen die Möglichkeit, die Freigabe für seine Fahrzeuge bei den dortigen Behörden einzuholen. Eine solche erlaubt den Verkauf im gesamten europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Allerdings gibt es unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Genehmigungsvoraussetzungen. So hieß es beispielsweise Anfang Juli, dass das Kraftfahrtbundesamt als deutsches Pendant anders als das RDW vermutlich keine Genehmigung für die Autopilot-Funktion erteilt hätte.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 08.03.2014
Merzig
Oberbootsmann
Beiträge: 865
Finde es wirklich gut was die schaffen. Leider nicht für Urlaube gut.
#2
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Registriert seit: 21.01.2005

Flottillenadmiral
Beiträge: 5841
DOch! Schau dir mal die Aktuelle supercharger Karte an. Innerhalb der Eu kein PRoblem.

Auf Youtube hat einer 1700km Östereich bischen Franreich De und Schweitz gemacht mit einem 70D!

Oder schau dir an was Bjorn so auf youtube mit seinem Model X alles schon gemacht hat.

Mich freut es das es endlich losgeht.
Nur auf meinen Tesla muß ich noch warten. keine Lust mir ein Haus zu kaufen nur um den Tesla mit Solar aufzuladen.

Bei mir wirds auf jeden Fall ein Tesla, nur wann steht noch nicht fest.
#3
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Registriert seit: 14.01.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 386
Mehr E-Autos bitte !
Ist doch sch..egal das ü. 80% der Energie zur Aufladung aus dem Atom- / Kohlekraftwerken kommt.
Auf jeden Fall klingt doch alles besser als Benzin/Diesel fahren und CO2 zu ausstoßen. Hype öko...
#4
Registriert seit: 07.07.2009
Leipzig
Bootsmann
Beiträge: 692
@Nayle: wusstest du das 100% der energie für ein herkömmliches fahrzeug aus fossilen und damit nicht regenerativen ressourcen stammt? ;)
#5
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Registriert seit: 08.03.2012

Oberbootsmann
Beiträge: 794
Zitat Nayle;24835976
Auf jeden Fall klingt doch alles besser als Benzin/Diesel fahren und CO2 zu ausstoßen. Hype öko...


Vom Preis und der Praktikabilität mal abgesehen :bigok:
Dafür gibts nen vollausgestateten Bmw 3/5er, Audi A4/6 oder Mercedes C/E-Klasse für 70-80k€ oder so plus 20k€ fürn Sprit
Oder aber n Jahreswagen für 40-60 xD
Und der Innenraum ist auch schöner :vrizz: (Wenn sich da nix geändert hat)

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Zitat caine2011;24836600
@Nayle: wusstest du das 100% der energie für ein herkömmliches fahrzeug aus fossilen und damit nicht regenerativen ressourcen stammt? ;)


Es gäbe noch Power-2-Gas oder Power-2-Liquid.
Nicht ganz 100% und könnte der Schlüssel für die Energiewende bei gleichzeitiger Automobilität werden.
Audi betreibt da ne ziemlich große Anlage
E-Autos werden auch mit größeren Akkus unpraktischer bleiben^^
#6
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Registriert seit: 03.02.2008
Stuttgart
Bootsmann
Beiträge: 594
Das Laden dauert leider einfach zu lange, selbst mit dem supercharger.
Dazu ist die Reichweite noch sehr gering.
#7
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Registriert seit: 05.02.2003
Braunschweig, Tangermünde
BadBoy
Beiträge: 15811
Zitat caine2011;24836600
@Nayle: wusstest du das 100% der energie für ein herkömmliches fahrzeug aus fossilen und damit nicht regenerativen ressourcen stammt? ;)


Hast du wiederum eine Vorstellung davon, wie viel Energie benötigt wird, um eine Batteriezelle herzustellen? Das gespräch mit einem arbeitskollegen (zufällig am gestrigen Tag) hat mich doch ein wenig schockiert, teilweise soll der Energieaufwand wohl beim Energiegehalt von ca. 1000 Ladezyklen einer entsprechenden Zelle liegen. Ob dies 100%ig stimmt, kann ich nicht belegen, aber wenn das auch nur annähernd hinkommt, sollte man sich dringend nach anderen, zukünftigen Ernergieträgern für die Mobilität umsehen (und Möglichkeiten gibt es da eigentlich genug, die zukünftig auch nahezu 100% aus regenerativen Quellen hergestellt werden könnten).
#8
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Fregattenkapitän
Beiträge: 3047
Zitat Famlay;24837355
Das Laden dauert leider einfach zu lange, selbst mit dem supercharger.
Dazu ist die Reichweite noch sehr gering.


Das Problem ist nicht die Ladezeit, sondern die Ladeinfrastruktur.

Die Idee an sich, dass man zum Aufladen irgendwo hinfahren und dort warten muss, ist vielen Menschen aus purer Gewohnheit in den Kopf gebrannt, aber grundlegend falsch. Ein Elektroauto beginnt jeden Tag mit einem vollen "Tank"; ein Szenario, in dem man sagt "oh, dreiviertel leer, ich muss bald tanken" tritt nur dann noch auf, wenn man die Batterie an einem Stück leer fährt. Für ein Fahrzeug wie den anscheinend bald erhältlichen Model S mit 100 kWh, der deutlich über 500 reale Kilometer am Stück schaffen wird, kommt so ein Fall extrem selten vor. Und wenn schon, dann braucht man als Fahrer sowieso eine Pause, nachdem man so eine Strecke durchgefahren ist. Da kann man dann auch mal 30 Minuten beim Supercharger aussteigen und was essen und auf Toilette gehen.

Soweit die Theorie - die Praxis sieht leider anders aus. Denn damit ein Elektroauto den Tag mit einer vollen Batterie beginnt, braucht es einen Stellplatz, wo es über Nacht laden kann. Aber eine große Anzahl Menschen haben keine Stellplätze für ihre Autos. Sie leben in Mietwohnungen in Häuserblocks und stellen ihre Fahrzeuge irgendwo am Straßenrand ab. Das ist das größte Hindernis für den Durchbruch der Eletromobilität. Nicht die Reichweite der Fahrzeuge, nicht die Geschwindigkeit der Schnellladestationen - die sind heute schon knapp ausreichend, und werden in Zukunft noch rapide wachsen. Nein, es geht darum, "Downtime"-Lademöglichkeiten breit verfügbar zu machen. Und wie das hinzukriegen ist, insbesondere in Großstädten, das ist die spannendste Frage von allen.
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