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Ermittlungen des Verkehrsministeriums: Teslas Model S droht die Stilllegung

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tesla motorsDie Kritik an Tesla nach dem tödlichen Unfall im Mai reißt nicht ab. Das Testen von Software-Funktionen durch gewöhnliche Fahrer im öffentlichen Straßenverkehr sei unverantwortlich, die Bezeichnung Autopilot irreführend - so lauten zwei von zahlreichen Vorwürfen. Viel gravierender als die derzeitigen Unmutsbekundungen könnten aber die Konsequenzen sein, die von behördlicher Seite drohen. Denn nicht nur in den USA wird ermittelt, auch in Deutschland haben die entsprechenden Behörden die Arbeit aufgenommen.

Dem Spiegel zufolge prüft das Bundesverkehrsministerium mit Hilfe eines Gutachters, ob Tesla die Software-Aktualisierungen, mit denen die Autopilot-Funktion nachgereicht wurde, überhaupt hätte vornehmen dürfen. Konkret geht es dabei um die Frage, ob die Funktion im Rahmen der Typgenehmigungsersteilung hätte überprüft werden müssen. Eine Typgenehmigung ist notwendig, wenn ein neues Modell innerhalb der EU auf den Markt kommen soll, in Deutschland ist dafür das Kraftfahrtbundesamt zuständig.

Das Bundesverkehrsministerium prüft, ob Teslas Autopilot im Rahmen des Typengenhmigungsverfahrens hätte getestet werden müssen
Das Bundesverkehrsministerium prüft, ob Teslas Autopilot im Rahmen des Typengenhmigungsverfahrens hätte getestet werden müssen

Für die Erteilung der Genehmigung darf ein späteres Serienprodukt unter anderem in sicherheitsrelevanten Punkten wie Assistenzsystemen nicht von Testmuster abweichen. Im Falle des Model S könnte es aber anders gewesen sein. Zwar war die für den Autopiloten benötigte Hardware ab einem bestimmten Zeitpunkt Bestandteil der Serienausstattung, der Assistent selbst wurde aber nachgereicht. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, könnte Tesla dabei sogar soweit gegangen sein, und Komponenten zweckentfremdet haben. Die Rede ist davon, dass die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für das automatisierte Parken freigegebenen Ultraschallsensoren an der Seite des Wagens nach dem Software-Update auch für nicht manuelle Überholvorgänge eingesetzt werden. Das soll nun dazu geführt haben, dass sich auch die EU-Kommission näher mit dem Thema befasst.

Was die Untersuchungen am Ende für Tesla bedeuten könnten, ist noch offen. Im schlimmsten Fall droht der Entzug der Typgenehmigung, was die Stilllegung aller bereits zugelassenen Fahrzeuge nach sich ziehen könnte. Denkbar ist aber auch, dass das Unternehmen lediglich die Autopilot-Funktion bis zu einer erneuten Prüfung deaktivieren muss.

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Kommentare (53)

#44
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Dann lese den beitrag doch bitte nicht nur sondern verstehe ihn auch. Kein eingreifen bis das system dich auf Probleme hinweist, und nicht genauso konzentriert am Steuer sitzen wie ohne weil das system noch im alpha status ist. Was Tesla abliefert ist ein Paket an fahrassistenten die es bei anderen Herstellern schon lange gibt, und versucht es mit neuem Namen als was neues zu verkaufen. Alle anderen sind nur klug genug ihre Assistenten nicht mit autonomen Autos wie Google und viele andere sie in Entwicklung haben auf eine Stufe heben zu wollen.

Mal wieder Rosinen gepickt, und dann nicht mal eine die man widerlegen kann.

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#45
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Zitat Elorion;24739065
Dann lese den beitrag doch bitte nicht nur sondern verstehe ihn auch. Kein eingreifen bis das system dich auf Probleme hinweist, und nicht genauso konzentriert am Steuer sitzen wie ohne weil das system noch im alpha status ist. Was Tesla abliefert ist ein Paket an fahrassistenten die es bei anderen Herstellern schon lange gibt, und versucht es mit neuem Namen als was neues zu verkaufen. Alle anderen sind nur klug genug ihre Assistenten nicht mit autonomen Autos wie Google und viele andere sie in Entwicklung haben auf eine Stufe heben zu wollen.

Mal wieder Rosinen gepickt, und dann nicht mal eine die man widerlegen kann.

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Ich verstehe Ihn, du verstehst das gesamte jedoch nicht. Ein Autopilot ist IMMER eine Ansammlung von einzelnen Systemen bis sie ein ganzes ergeben. Und doch. Ich kann deinen Schwachsinn widerlegen indem ich dir nochmal den von DIR gequoteten Absatz von Wikipedia unter die Nase halte.

"Als Autopilot wird eine automatische, üblicherweise programmierbare Steuerungsanlage bezeichnet, welche Fortbewegungsmittel auf Wunsch automatisch lenkt, ohne dass Menschen, während der Autopilot aktiv ist, in die Steuerung eingreifen müssen. In der Regel handelt es sich um einen Computer, der Umgebungsinformationen von den Instrumenten des Fortbewegungsmittels verarbeitet, um zu ermitteln, wie das Fortbewegungsmittel gesteuert werden soll. Falls es zu Schwierigkeiten kommen sollte, werden optische oder akustische Warnsignale abgegeben."

Begib dich mal mit einem Tesla auf die Autobahn. Er wird fahren ohne das du in der Regel eingreifen musst. Dementsprechend passt der Begriff Autopilot. Wenn das System es nicht mehr verarbeiten kann wird der Autopilot beendet und der Fahrer muss steuern. Das beißt sich jedoch nicht mit der Definition von einem Autopiloten. Im Gegenteil, es passt genau.

Und nein, es ist ein Beta-Status. Schon wieder einen Begriff den du nicht verstanden hast jedoch verwenden willst.

Aber ist schon ok - ich merk schon.
#46
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du merkst eben nix.

du verteidigst hier 2 unterschiedliche aussagen, die sich gegenseitig aber ausschließen.

Erste aussage ist, Teslas Autopilot darf ein Auto nicht unbeaufsichtigt fahren, der fahrer muss immer voll Konzentriert auf den Verkehr sein. Im vorliegenden fall hat der Autopilot einen LKW nicht vom Sonnigen Himmel unterscheiden können, woran ja der Fahrer schuld ist weil er vermutlich nicht aufgepasst hat.

Deine 2te aussage ist, dass es per definition ein Autopilot ist und den fahrer warnt wenn er eingreifen muss, da wäre dann Tesla zumindestens mitschuldig, denn wenn das system erkannt hätte, dass der fahrer eingreifen muss hätte es gebremst.

Entweder ists jetzt ein Autopilot und das Auto hätte den Fahrer warnen müssen dass er eingreifen muss, dann ist Tesla mitschuld am Unfall(wenn keine warnung kam).
Oder der Fahrer muss, wie von Tesla gefordert, immer 100% konzentriert sein und es ist nur ein Paket an Fahrassistenten die den Fahrer unterstützen(wie bei allen anderen Herstellern auch).

In beiden fällen hat Tesla einen Fehler gemacht, entweder das System falsch benannt, oder das System hat im Straßenverkehr nichts verloren.

Und das wird auch nicht besser wenn du die einzigen fakten (die von mir) immer und immer wieder quotest

Zitat
Begib dich mal mit einem Tesla auf die Autobahn. Er wird fahren ohne das du in der Regel eingreifen musst. Dementsprechend passt der Begriff Autopilot. Wenn das System es nicht mehr verarbeiten kann wird der Autopilot beendet und der Fahrer muss steuern. Das beißt sich jedoch nicht mit der Definition von einem Autopiloten. Im Gegenteil, es passt genau.


es passt eben nicht, denn genau das können die assistenten aller anderen Autos auch, ein Autopilot setzt dich darüber in Kenntnis dass du eingreifen musst, hier muss du ihn dauerhaft kontrollieren (von Tesla gefordert) ein Autopilot haben die Googlecars bei denen nur noch ein fahrer drin sitzt weil es der Staat es für die Tests so fordert.
#47
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Zitat StefanG3;24737449
Hier geht es um Sicherheit und Menschenleben. Ein Hersteller sollte sich hier nicht einfach auf AGBs ausruhen.

Also sollte der berühmte heiße Amerikanische Kaffee lieber kalt sein. Ein Mensch könnte sich dran verbrennen weil er nicht den Hinweis liest das der Kaffee heiß ist. Geht ja schließlich um die Unversehrtheit des Menschen. Tolles Argument von dir... Am besten wir nehmen noch alle anderen Warnhinweise ab. Forsicht Stufe oder bitte Helm tragen. Arbeitsschutzvorschriften liest eh keiner. Darf man sich dann auch nicht darauf berufen?

Zitat Sheena;24737735
Du darfst auch beim Tesla die Hände nicht vom Lenkrad nehmen. Nur für kurze Dauer. Wenn du die Hände ein wenig länger vom Lenker hast wird der Wagen das mit einem immer schneller und lauter werdenden Piepton signalisieren und sogar eine Bremsaktion einleiten wenn man darauf nicht reagiert.

Leider ist das stellenweise nicht nur für kurze Zeit. Es ist nicht mal Zeitlich bestimmt wie lange so wie es scheint. Habe auch schon aktuelle Fahrtenvideos gesehen wo über eine komplette Stop and Go Phase der Fahrer nicht das Steuer anfassen musste. Stellenweise auch bei ca. 100km/h über ca. 10km.
Wie vorher schon geschrieben. Wenn sich das Auto äußerst sicher ist muss man stellenweise sehr lange nicht das Lenkrad anfassen. Es enthscheidet hier sittuations abhängig. Finde auch ich ein wenig zu viel des Guten.

Zitat machiavelli1986;24738004
Schön das Tesla dem Käufer die Funktionen erklärt. Wenn Du das Auto aus zweiter Hand kaufst wird das der private Verkäufer mit ziemlicher Sicherheit nicht tun.

Was lernt man in der Fahrschuhle? Beim Fahren IMMER auf den Verkehr achten. Immer heißt immer und nicht gelegentlich. Und man fährt. Wer das nicht rafft und ich hoffe jeder Autofahrer war mal in der Fahrschule, der ist schlicht weg selber schuld. Da braucht es eigentlich noch nicht einmal den Hinweis vom Hersteller. Das macht schon der Fahrlehrer. Und ganz ehrlich. Das macht schon der gesunde Menschenverstand. Der gleiche der Merkt 'Ups, durch die Kurve darf ich nicht so schnell fahren'.

Zitat Ali G;24738286
Bei all dem VW Gehate (vor allem in den ersten Beiträgen) hier frage ich mich schon ob ihr gerne in einem komplett deindustrialisierten Deutschland leben wollt? Ich bin kein Nationalist aber was manche hier von sich geben kann nur als ökonomischer Selbstmord bezeichnet werden.


Gut ok, dann lassen wir das mit dem Ökonomischen Selbstmord und machen lieber weiter mit dem Ökologischen Selbstmord. Ist eh viel angenehmer Tornados in Deutschland zu beobachen als dafür extra nach Amerika fahren zu müssen. ;)

Zitat Elorion;24738768
Das gleiche wird auch hier passieren, bzw es wird ein Update kommen dass den Autopiloten wieder entfernt bzw in das Umbenennt was er ist, eine Ansammlung von Assistenten, die ich bei jedem Hersteller haben kann.


Problem, es ist nicht nur ein Sammelsurium an Assistenzsystemen. Bei den bisherigen Autos arbeiten diese Systeme nur mäßig zusammen. Es sind mehr nur einzelne, voneinander unabhängige Systeme. Tesla verbindet diese komplett das ein überwachtes Autonomes Fahren ermöglicht.

Zitat Elorion;24738966
... stattdessen wird Rosinenpickerei betrieben, ...

Also wenn es um Menschenleben geht ist mit Rosinenpickerei um einiges lieber als eine Stumpfe Diskussion wo man am ende nicht sagen kann wer nun wirklich schuld ist.
Und ganz Nebenbei. Was macht eine Diskussion aus? Genau. Das jedes Argument betrachtet, überprüft und eventuell ausgebessert wird. Und das funktioniert nicht indem man alles verallgemeinert.

Zitat
und einzelne Kommentare der Leute die meinen dass Tesla nachbessern muss zerrupft.

Lies noch mal. Keiner der hier anwesenden meint das Tesla nicht nachbessern sollte... :rolleyes: Es ist nur relativ unsinnig das tausend mal zu erwähnen. Im übrigen ist Technischer Fortschritt, Fehler aus zu bessern. Und zu guter letzt. Es sollte mehr als klar sein das jeder der bei seiner Software bekannte Probleme hat eben jene aus zu bessern. Muss man so etwas noch extra dazu schreiben oder darf das weiterhin als standart gelten? ;)

@Sheena @Elorion
ihr merkt beide nix mehr :fresse:
Wollte sowas auch mal schreiben als Killerargument. :hmm:

@Elorion
Zur zweiten Definition. Es steht nichts dabei das ein Autopilot unkontrolliert bleiben darf. Zumal dies von System zu System unterschiedlich ist. Bei der V2 Rakete konnte man ja nicht eingreifen. Bei einem PKW, LKW, Zug, Schiff, Flugzeug gibt es Offizielle Autopiloten welche aber alle samt Kontrolliert werden und auch sollen. Gefordert von Entwickler und Gesetzgebern. (Kleinere Außnahmen sind vorhanden. Paar U-Bahn Linien in Asien bsw.)

Schauen wir auch mal in das Gesetz:
Zitat STVO
§ 1 Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird

§1 Wurde in diesem Fall also keinesfalls eingehalten.

Es fordert also schon allein das Gesetz (das über allem Steht hierbei) das sobald man am Straßenverkehr teil nimmt dieser seine Aufmerksamkeit benötigt. Es unterscheidet nicht zwischen Autonomen Fahren oder Manuellem Fahren. Ich hab das Amerikanische Gesetz nicht im Kopf und auch keine Lust nach zu schauen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen das es kaum anders auch dort im Gesetz stehen wird.
Fakt ist, der Fahrer hat hier volle Schuld, denn er hat sich nicht an das Gesetz gehalten. In keinster Weise. Zudem kann man in keinem Fahrzeug davon ausgehen das alle Systeme die an Board sind immer zu 100% Funktionieren. Genauso wenig das bsw. ein Bremssystem immer ein Hinderniss erkennt.

Zu guter letzt weis jeder der hier Anwesenden das auch ein Flugzeug oder Schiff durchgehend überwacht wird während es Autonom fährt oder fliegt. Und ich gehe mal davon aus das wir der Durchschnitt sind (Macht man in der Wissenschaft immer so. ;) ). Somit sollte man auch davon ausgehen können das ein Mensch der berechtigt ist 3,49t Fahrzeug mit theoretischer unendlicher Geschwindigkeit zu bewegen genügend Intelligenz besitzt auch selber auf den Straßenverkehr zu achten und die Geltenden Gesetze zu beachten. Speziell wenn es um mögliche Lebensgefahr geht.
#48
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Zitat Elorion;24739189
du merkst eben nix.

du verteidigst hier 2 unterschiedliche aussagen, die sich gegenseitig aber ausschließen.

Erste aussage ist, Teslas Autopilot darf ein Auto nicht unbeaufsichtigt fahren, der fahrer muss immer voll Konzentriert auf den Verkehr sein. Im vorliegenden fall hat der Autopilot einen LKW nicht vom Sonnigen Himmel unterscheiden können, woran ja der Fahrer schuld ist weil er vermutlich nicht aufgepasst hat.

Deine 2te aussage ist, dass es per definition ein Autopilot ist und den fahrer warnt wenn er eingreifen muss, da wäre dann Tesla zumindestens mitschuldig, denn wenn das system erkannt hätte, dass der fahrer eingreifen muss hätte es gebremst.

Entweder ists jetzt ein Autopilot und das Auto hätte den Fahrer warnen müssen dass er eingreifen muss, dann ist Tesla mitschuld am Unfall(wenn keine warnung kam).
Oder der Fahrer muss, wie von Tesla gefordert, immer 100% konzentriert sein und es ist nur ein Paket an Fahrassistenten die den Fahrer unterstützen(wie bei allen anderen Herstellern auch).

In beiden fällen hat Tesla einen Fehler gemacht, entweder das System falsch benannt, oder das System hat im Straßenverkehr nichts verloren.

Und das wird auch nicht besser wenn du die einzigen fakten (die von mir) immer und immer wieder quotest



es passt eben nicht, denn genau das können die assistenten aller anderen Autos auch, ein Autopilot setzt dich darüber in Kenntnis dass du eingreifen musst, hier muss du ihn dauerhaft kontrollieren (von Tesla gefordert) ein Autopilot haben die Googlecars bei denen nur noch ein fahrer drin sitzt weil es der Staat es für die Tests so fordert.



Ich habe in keinster Weise jemals bestritten das Tesla eine Mitschuld an dem Unfall trägt. Das du mir sowas unterstellst zeigt schon wie gut du lesen/verstehen kannst..
Das tolle ist ja das der Unfall so in Deutschland niemals passiert wäre. Aber nun gut, mehr sag ich dazu nicht mehr.
#49
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Zitat Gorsi;24739264



Gut ok, dann lassen wir das mit dem Ökonomischen Selbstmord und machen lieber weiter mit dem Ökologischen Selbstmord. Ist eh viel angenehmer Tornados in Deutschland zu beobachen als dafür extra nach Amerika fahren zu müssen. ;)


1. Luftverschmutzung ist ein globales Phänomen. Die Tornados kommen auch zu uns wenn die Luftverschmutzung am anderen Ende der Welt produziert wird. :heuldoch:

2. Solange der Strom für Elektroautos in Deutschland zum Großteil aus fossiler Energie stammt, ist das ökologische Argument sowas von daneben. Beziehst du dann noch die Umweltbilanz von Lithium Ionen Akkus und deren Lebensdauer mit ein sind die Einsparungen geringer als sich mancher denken mag.

3. Die Gefahr dass Deutschland ökologischen Selbstmord begeht ist verschwindend gering, wir sind doch die Öko-Nazis schlechthin und haben die Klimakanzlerin. Wie gesagt, der deutsche Einfluss auf die globale Luftverschmutzung ist verdammt gering, plus was die Klimakanzlerin sagt schert andere Staaten wenig. Da sieht man es ähnlich wie ich, erstmal muss das Geld erwirtschaftet werden, wenn wir so in der Kohle schwimmen dass wir nicht wissen wohin damit, dann können wir uns um die ökologische Weltrettung kümmern. Klar kann man damit nicht alles rechtfertigen, aber wie derzeit einer der größten deutschen Arbeitgeber und ein immens wichtiger Industriezweig nachhaltig geschädigt wird (sich aber auch selbst schädigt, das will ich gar nicht leugnen) und sich kaum jemand daran stört ist einfach nur goldig. Alle wollen sie in Wohlstand leben, aber verkaufen ihre Technologie nach China und schützen die heimische Industrie unzureichend. Das muss nicht in Protektionismus enden, aber auch nicht in Selbstkasteiung...
#50
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Zitat Ali G;24740502
1. Luftverschmutzung ist ein globales Phänomen. Die Tornados kommen auch zu uns wenn die Luftverschmutzung am anderen Ende der Welt produziert wird. :heuldoch:

Jup, weil es andere tun brauchen wir nicht darauf achten. Super Argument. Schon mal was davon gehört das irgendjemand anfangen muss anstatt sich raus zu reden mit der andere macht das doch genauso?

Zitat
2. Solange der Strom für Elektroautos in Deutschland zum Großteil aus fossiler Energie stammt, ist das ökologische Argument sowas von daneben. Beziehst du dann noch die Umweltbilanz von Lithium Ionen Akkus und deren Lebensdauer mit ein sind die Einsparungen geringer als sich mancher denken mag.

Erneuerbare energien sind laut dem Statistischen bundeamt 2015 bei bissel über 30% gewesen. 2013 bei knapp 24%. Das die Umstellung nicht von heute auf morgen geht ist klar. Aber bei dem Fortschritt haben wir in 3 Jahren die 50% Hürde geknackt. Abgas erzeugende Sachen wie Öl, Kohle und Gas bei 55%, rest Atomenergie die bis auf den Atommüll und das zu warme Wasser an den Flüssen keinerlei weitere Umweltbelastungen darstellen. Zumindest nicht mir bekannt. Ansonsten Arbeiten diese ganzen Kraftwerke um einiges Effizienter und im Verhältniss sauberer als die Ottomotoren für die gleiche Leistung. Aufgrund ihrer größe und Auflagen, vor allem bei neueren Kraftwerken.
Zudem kann der Kunde für nen bissel mehr Geld ja rein Grünen Strom bestellen. Sollte der Absatz von grünen Strom stark steigen müssen zwangsläufig die Erzeuger auch nachrüsten.
Und auch hier wieder, wer nicht anfängt hat da schon verloren. Zudem, wenn E-Autos keinen Absatz finden weil der Strom angeblich so böse ist, dann wird es auch hier nur wenig Interesse an verbesserungen geben bis das Öl wirklich alle ist. Also auch zu wenig Geld für die Forschung von besseren Speichermethoden für Strom bzw Energie. Genauso auch weniger Forschung um die gleiche Menge an Strom Umweltfreundlicher zu Speichern.
Und bei kurzen Fahrten, wenn der Motor die meiste zeit des Weges kalt ist, hat er auch eine geringere Effizienz und einen höheren Ausstoß.
Was die Akkus betrifft hast du zwar recht. Aber was meist du was für eine umweltbilanz ein Motorblock hat bei der herstellung? Vor allem bei Aluminium Motorblöcken. Da muss so viel Strom fließen um das zu verflüssigen, da wird dir Übel. Der Otto Motor ist daher keines wegs besser bei der herstellung als ein Akku. Und ein Akku hält für gewöhnlich nicht nur 2 Jahre. Sofern man nicht Jährlich über 100.000km runter reißt. Die Mehrheit der Fahrzeuge hat nur den Arbeitsweg. Innerords oder vielleicht über ein zwei Dörfer hinweg.

Zitat
Wie gesagt, der deutsche Einfluss auf die globale Luftverschmutzung ist verdammt gering

Ach und deshalb müssen wir das nicht so eng sehen? Kann man etwas verbessern, sollte man es tun. vor allem wenn es um den Umweltschutz geht. Ansonsten wünsche ich unseren Kindern, Enkelkindern und weiteren viel glück. Egal ob Deutschland nur ein relativ geringer Faktor ist. Deutschland ist beispielsweise mit Führend was den Solarstrom betrifft. Sollen wir den Export dieses Umweltschonenden Faktors einfach sein lassen? In Spanien beispielsweise wird deutsche Technick in der Hinsicht genutzt. Und das ist nur ein Beispiel wo unser Fortschritt etwas für die Weltweite verbesserung im Klimaschutz beiträgt.

Zitat
Da sieht man es ähnlich wie ich, erstmal muss das Geld erwirtschaftet werden, wenn wir so in der Kohle schwimmen dass wir nicht wissen wohin damit, dann können wir uns um die ökologische Weltrettung kümmern.

Alle 4 deutschen großen Stromproduzenten schwimmen in Geld. Keiner von denen ist Arm. Sicher die notwendigen Investitionen sind teurer, aber man fordert ja auch nicht das auf Teufel komm raus sofort alles gemacht wird. Und auch in allen anderen Fortschrittlichen Ländern gibt es kaum einen großen Energieproduzenten der auf dem Zahnfleisch läuft. Geld ist da, wird aber lieber in weitere Kohlekraftwerke investiert. China ist hier mit das größte Beispiel.

Weist du, hier wird gemeckert das ein Mensch gestorben ist. Was wirklich schlimm ist, ohne Frage! Aber unsere Nachkommen vergessen wir mal einfach so... :rolleyes:
#51
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Ich bin lediglich nicht so optimistisch/idealistisch wie du, sondern eher ein kritischer Realist (kritisch bezüglich des Wie/Wo und nicht kritisch bezüglich der Frage Ob überhaupt). Umweltschutz ist gut, aber man kann Umweltschutz auch umsetzen ohne seine ökonomischen Grundlagen zu gefährden und man kann nicht mit reinem Willen und guten Worten technische Notwendigkeiten außer Kraft setzen. Wir sind von 50% erneuerbaren Energien noch eine ganze Ecke mehr als 3 Jahre entfernt. Und das liegt maßgeblich daran dass in Deutschland gern geredet wird aber letztlich wenig passiert wenn es mal darauf ankommt.

Wenn der Wind in Norddeutschland richtig bläst bezahlen wir Geld dafür um die Netze unserer Nachbarn mangels Speicherkapazitäten mit unseren Stromspitzen an den Rande des Zusammenbruchs bringen zu dürfen. Weil ganz Deutschland will ja die Energiewende aber bitte möglichst ohne all die Herausforderungen. Fakt ist, der Wind bläst nicht auf Kommando und die Sonne scheint auch nicht auf Kommando.

Verhältnismäßigkeit und vorausschauende Planung sind die Schlüssel zum Erfolg. Es bringt nichts den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen, dann legt man sich auf die Schnauze. Genau das macht Deutschland mit der derzeitigen Form des EEG und dem massiven Ausbau von Windkraft und Co. bei gleichzeitig nicht ausreichenden Netz- und Speicherkapazitäten. Ich bin glaube ich mehr an Umweltschutz interessiert als du dir vorstellen kannst wenn du meine Beiträge liest, aber immer Vorreiter zu sein bedeutet auch immer Fehler machen. Ich bin auch nie der erste der auf den Hypetrain aufspringt, einfach weil ich es für am besten halte vorne mitzumischen, aber die Situation auszuloten um dann koordiniert durchzustarten. Und nicht wie Deutschland mit der Energiewende Hals über Kopf durchstarten statt vorher die Situation auszuloten.
Dazu zähle ich z.B. die Begeisterung für "grünen Strom" aber die dann folgenden großen Proteste wenn mal eine Stromtrasse im Süden ankommen soll, die den heiligen grünen Strom bringt. Da gibts dann Schwingungen und Strahlungen und jede Menge glühende Aluhüte und die deutsche "Not in my backyard"-Kultur samt Wutbürgern flammt wieder auf. Aber es will ja niemand im Vorfeld offen die Herausforderungen und Notwendigkeiten kommunizieren, am Ende verliert man noch Wählerstimmen weil man unangenehme Fakten ausspricht...

Merke: Das Problem sind hier eher die Bürger, als die Stromversorger.


Und zu dem Nachkommen und bessere Welt: Das größte Problem ist nicht der Dieselmotor, sondern die rapide Vermehrung unserer Spezies ;) 7,4 Milliarden Menschen sind schlicht zu viel für diesen Planeten. Da können wir erfinden was wir wollen, solange die Erdbevölkerung weiter in dem Tempo wächst ist sowieso alles vergebens. Und wenn irgendwann die Quote der KFZ Halter in den bevölkerungsreichen Ländern Asiens sich der in den Industrienationen weiter annähert, dann können die sich hoffentlich alle einen Tesla leisten bis dahin :asthanos: Bisschen fatalistisch aber Fakt.

Die Idee mal praktisch komplett unabhängig von fossiler Energie zu sein ist, wenn die Infrastruktur erstmal steht, alles läuft und die Betriebskosten im Rahmen zu halten sind, einfach traumhaft. Ich würde das auch alles gerne so wie du, falls du das verstehst, aber ich bin nicht ganz so optimistisch. Und nebenbei: Das mit dem Energiemix.....Atomkraft ist schon was tolles, aber wir mussten ja unsere vergleichsweise sicheren Meiler abschalten damit Tschechen und Franzosen mit ihren störungsanfälligen uns mit Strom versorgen können wenn der Wind gerade nicht weht :D


Um den Übergang zu Tesla wieder zu finden: Vielleicht lernen ja alle Beteiligten daraus. Tesla, die Zulassungsbehörden, die Fahrer etc. Ich würde es mir wünschen. Ich glaube im Bereich ist einfach noch viel Kommunikationsarbeit zu leisten zwischen Gesetzgebern, Herstellern und Bürgern, das ist alles noch viel zu schwammig um wirklich gut zu funktionieren. Gerade offene Fragen wie was macht der Autopilot in der klassichen Situation mit dem unausweichlichen Unfall? Den Fahrer an die Wand fahren oder die Gruppe Schulkinder? Elektromobilität ist so ein großes Thema, das gehört in die Parlamente und die Öffentlichkeit, nicht in Hinterzimmer und Expertenrunden. Dass gerade Deutschland als "Autonation" keine klaren Positionen zu dem Thema findet spricht Bände darüber wie gerne man unliebsame und schwierige Debatten umgeht.
#52
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Im großen und ganzen stimme ich dir soweit zu. Wie auch schon vorher geschrieben. Hals über Kopf und auf Teufel komm raus alles um zu stellen ist bei beinahe allem der Falsche weg. Auch außerhalb von Strom und Tesla Thematik. Dennoch darf man nicht den Fortschritt und die relativ guten Werte die man vielleicht hat nehmen und sich darauf ausruhen oder gar sagen das die anderen das erst mal nachmachen sollen. Und auch wenn man zwangsläufig Fehler macht wenn man etwas neues Integrieren will (software, neue Energiegewinnungsmöglichkeiten, neue Technik, ...) so muss man es sich dennoch trauen. Gerade aus den Fehlern kann man ja noch viel lernen um es dann zu verbessern. Die Fehler sollten halt nur in einem möglichst Kontrollierten Umfeld statt finden.

Was den Atomstrom und die Abschaltung betrifft, sicher ist es doof das wir jetzt dafür Strom aus anderen Ländern beziehen müssen und zumeist von schlechteren Kraftwerken. Dennoch sollte es zum einen einen ersten Impuls sääen das andere eben nachziehen. Um den Stromhaushalt Europas und der Welt zu decken wird ja schon seit Jahren/Jahrzehnten disskuttiert dies zum beispiel aus der Sahara zu tun. Moderne Sonnenkraftwerke (Damit meine ich nicht die einfachen Photovoltaik auf den Tächern der Häuser) sind in der Lage Energie zu speichern. Die Turmkraftwerke mit dem Brennpunkt in der Mitte beispielsweise haben eine art Pufferspeicher für das erhitze Wasser. Wird am Tage mehr Prodoziert als benötigt wandert diese Energie dahin. Und so können solche Kraftwerke teilweise in Spanien gebaut, auch schon heute die Nächte und teils ganze Tage mit wenig Sonne überbrücken. Gleichzeitig sind das sehr Reaktionsfreudige Kraftwerke was dem Stromnetz zu gute kommt um Spitzen oder Täler ab zu fangen. Anders als Kohle, Atom oder Öl Kraftwerke die lange benötigen um hoch oder runter zu fahren. Wenn also der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint haben wir mit solchen Kraftwerken sowie den Pumpspeicherkraftwerken die schon vorhanden sind die Möglichkeit um ein vielfach Umweltfreundlicher eben Windstille und Bedeckte Tage ab zu decken. Übrigens, Wenn eine dicke Wolkendicke herrscht, ist dafür häufig Wind da. Umgekehrt das gleiche. So können sich Sonne und Wind also ausgleichen. :)
Kurz, die Möglichkeiten für eine Saubere Stromproduktion sind gegeben für Mindestens ganz Europa. Es fehlt nur an den bewilligten Geldmitteln. Und Afrikanische Staaten haben selbst schon gesagt das sie sich darüber freuen würden. Sie könnten endlich ihre eigene Bevölkerung mit Strom versorgen, Gewinn dran machen, Arbeitsplätze schaffen aber dennoch den Strom recht Günstig an uns weiter schicken. Denn die benötigten Ressourcen haben die mehr als sie brauchen.
Bis auf die Stromtrassen hat die Europäische Bevölkerung also Theoretisch nicht das Problem mit "nicht in meinem Garten". Dazumal diese Investition eine ziehmlich einmalige ist für Europa die sich dann über Jahrzehnte ohne große Anpassungen wieder Rentieren kann und das Geld auch wieder einspielt.
Es gibt auch eine Beispielrechnung zu Photovoltaik. Eine solche Anlage muss in Deutschland nur grob 10 Jahre, oder auch weniger Laufen und kann locker 30 Jahre auf dem Dach bleiben. Das sind 20 Jahre Profit vom Finanziellen her. Vom Stromverbrauch bei der Herstellung sind es knapp über 3 Jahre bis sie sich an verbrauchter Leistung Amortisiert hat. Wenn man das auf Afrika umschlägt verkürzen sich beide Zeiträume noch mehr. Mehr Sonne = mehr Profit.

Zum Tesla. Tesla selber wird aller Wahrscheinlichkeit nach stark daraus lernen. Sie haben ein recht gutes Image. Das wollen die mit sicherheit nicht verlieren. Sprich sie werden den Unfall wohl wahrscheinlich genauso sorgfältig prüfen wie die Polizei das tut. Vor allem nach dem Medieninteresses. Sprich das man Technisch daraus lernt wird defintiv folgen.
Was das rechtliche betrifft. Wie gesagt, im Deutschen gesetz steht das jeder der am Verkehr daran teil nimmt auch diesen entsprechend beachten muss ohne wenn und aber. Den § habe ich ja vorher schon zitiert. Wer dies, wie wohl in diesem fall geschehen, nicht tut trägt ganz einfach die Verantwortung. Viel mehr als den Fahrer mehrfach darauf hin zu weisen das er immer noch der Fahrer ist kann das Gesetz/der Staat und der Hersteller nicht. Wenn überhaupt dann könnte hier eine Kampanje starten mit beispielsweise Schildern an der Autobahn 'Egal ob du oder das Auto fährt, du bist der Verkehrsteilnehmer und Verantwortlich!' um genau das mehr in den Kopf der Leute zu pressen. Ich glaube es gab auch mal ein allgemeines Gesetz das grob aussagt, das wenn etwas von dir einen schaden verursacht ohne das du selbst es gewesen bist, haftest du dennoch. Da bin ich mir allerdings nicht sicher! Aber wenn, dann würde genau das auch hier zutreffen.
Was das fahren in die Mauer oder Schulklasse betrifft... Naja, das gleiche Problem hat auch schon der ganz normale Autofahrer. Und meiner Ansicht nach sollte man hier nicht rechtlich ran gehen, sondern Ethisch. Dafür ist die Ethik ja da. Das sollten meiner ansicht nach entsprechende Professoren und Wissenschaftler klären die sich mit dieser Frage schon ihr Leben lang beschäftigen anstatt Politiker die sich nur beraten lassen aber ansonsten in dem Thema eigentlich nicht wirklich drin stecken. Wenn überhaupt dann kann die Politik das Ergebniss absegnen um Rechtliche Fälle dann für den Richter klar zu stellen wie dieser dann zu handeln hat.

Und sollten die Modernen Staaten den Tesla oder ähnliche Produkte weiter kaufen und das vermehrt, dann werden diese durch die Massenproduktion erschwinglicher. Bedeutet das dann auch die Menschen in Industrienationen oder sogar in Schwellenländern sich eben entsprechende Autos leisten können. Es muss ja nicht gleich ein Auto vollgepackt mit allen möglichen Assistenzssystemen sein. Aber zumindest auf Elektrischer Basis.

Übrigens, Wissenschaftlich ist die Elektromagnetische Energie (die ja bei solch einem Auto zum Tragen kommt) die stärkste. Die Thermoenergetische eine der schwächeren. Genau die kommt im Ottomotor zum Tragen. Sprich die Elektromagnetische ist die Effizientere. Schon allein das sollte ein Ansporn sein Strom nutzen zu wollen. Man bekommt für gewöhnlich mehr für den gleichen Einsatz.

Edit: Die offizielle Atomkriegsuhr (5 vor 12 und so) hat 2015 wegen Umweltschutz/Klimawandel auch einen Dämpfer abbekommen."Weiterhin Mangel an globaler politischer Zusammenarbeit und der Klimawandel wird immer noch nicht ausreichend bekämpft ..."
Wenn der Klimawandel und unter anderem die dafür verantwortlichen Abgase von Kraftwerken und Fahrzeugen schon die Atomkriegsuhr beeinflussen die dafür eigentlich nicht erschaffen wurde, dann sollte man sich schon gedanken machen Investitionen zu tätigen die Wirtschaftlich gesehen vielleicht nicht ganz so Sinnvoll sind. Es war zwar nicht der einzige grund für die verkürzung der Zeitspanne. Aber eben ein wohl scheinbar wichtiger Teilgrund. Und auch das erste mal das diese Uhr aufgrund dessen gestellt wurde.
Und wenn man sagt, das Deutschland beispielweise nur ein Tropfen auf den Heißen stein ist, dann sollte man sich den Stein mal anschaun. Da wo der Tropfen gelandet und verdunstet ist, ist der Stein jetzt wohl ein oder zwei grad kühler. Kommen mehr Tropfen hinzu kann man ihn wieder gänzlich abkühlen. So könnte man dieses Sprichwort was hier schon verwendet wurde auch mal weiter spinnen.
#53
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Um nur auf den Part mit den Energien zurückzukommen:

Alle Formen von Energie sind gleich "stark" ;) . Was abweicht sind die Wirkungsgrade mit denen wir in der Lage sind sie untereinander umzuwandeln, was allerdings auch vom Maßstab in dem das erfolgt abhängt. Die Wandlung von chemisch zu kinetisch im Otto- oder Dieselmotor erreicht lediglich nicht den selben Wirkungsgrad (ca. 35%) wie die Umwandlung von elektrisch zu magnetisch zu kinetisch in vergleichbaren Elektromotor (bis zu 90%). Wenn die Erzeugung der elektrischen Energie dann halbwegs "sauber" vonstatten geht, dann sind wir da wo wir hinwollen.

Sonnenwärmekraftwerke sind mir durchaus bekannt und ich bin ein Fan der Technologie, wenns nach mir geht könnten sie spanische Wüsten mit den Dingern pflastern. Für schnelle Spitzenlasten sind lokale Gasturbinenkraftwerke gut geeignet, ziemlich sauber und sehr schnell verfügbar, absolut zuverlässig und technologisch ausgreift. Wird ja nicht umsonst mehr und mehr gemacht. Trotzdem wird es noch lange dauern die 40% des Strommixes aus Braun- und Steinkohlekraftwerken irgendwie zuverlässig ersetzen zu können, gerade weil wir auch einfach so viel Kohle haben dass es sich immer anbieten wird diese zur preiswerten aber wenig nachhaltigen Energiegewinnung zu nutzen.

Btw: Wenn deine Beispielrechnung auf Deutschland mit EEG basiert dann ist das eher wenig aussagekräftig. Auf 20 Jahre staatlich Garantierte Abnahmepreise sind einfach abwegig. Die EEG Umlage steigt immer mehr durch mehr Einspeiser, der Marktpreis für den Strom sinkt durch das größere Stromangebot, trotzdem ist man verpflichtet allen eingespeisten Strom zu kaufen. Letztlich für die Masse einfach nicht fair in der Form wie es im Moment ist. Anreiz ja, aber es ist zu viel. Die Mehrheit hier hat kein eigenes Haus, geschweige denn eins mit geeigneten Dachflächen.

Zum Tesla:

Man kann Autos vernetzen und jede Menge Algorithmen implizieren die alles regeln, aber wenn komplett unvorhersehbare Situationen welcher Art auch immer auftreten, muss ein komplett autonomes Fahrzeug aufgrund vorher festgelegter Parameter und den Rückmeldungen von der Sensorik eine Handlungsalternative ergreifen. Immer bremsen? Bremsen nur solange man rechtzeitig zum Stehen kommt sonst ausweichen? Ausweichen auch bei Gegenverkehr oder Personen auf dem Gehweg? Irgendwer wird diese Entscheidungen treffen müssen, wenn man es nicht selbst übernimmt. Und wie soll man das überhaupt nach längerer Inaktivität, so komplett unvermittelt? Ist ja durchaus nochmal schwieriger als wenn man die ganze Zeit aktiv am Steuer ist.

Ich bin mir bewusst dass es um diese Situationen gar nicht explizit geht, aber man will ja gerne in 10 Jahren spätestens komplett autonom fahren können und dürfen, irgendwann muss also eine Debatte stattfinden. Und ich hätte ganz gern dass die Bürger eingebunden werden damit es nicht danach heisst es hätte ja niemand gewusst und dies und das. Ich fahre dann sowieso einen alten Mustang mit H Kennzeichen ;)
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