> > > > Maximal 4.000 Euro: Bundesregierung einigt sich auf Prämie für E-Fahrzeuge

Maximal 4.000 Euro: Bundesregierung einigt sich auf Prämie für E-Fahrzeuge

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

bmw i3Nach langen Diskussionen hat sich die Bundesregierung über eine Förderprämie für den Kauf von E-Fahrzeugen verständigt. Im Idealfall, so das Bundesverkehrsministerium, könnte es bereits im kommenden Monat losgehen. Bis dahin muss aber zumindest noch eine wichtige Hürde genommen werden. Denn anstatt einer einfachen Lösung kommt gleich ein ganzes Regelwerk zum Einsatz.

Der wichtigste Punkt: Die Hälfte der insgesamt vorgesehenen 1,2 Milliarden Euro muss die Automobilindustrie beisteuern. Trägt ein Hersteller seinen Teil der Prämie nicht, gibt es auch seitens des Staates keine Förderung. Die drei großen deutschen Hersteller BMW, Daimler und Volkswagen sollen dieser Vorgabe bereits zugestimmt haben, eine verbindliche Abmachung steht jedoch noch aus. Bezüglich anderer Hersteller gibt es noch keine Aussagen. Die Verteilung der Gelder folgt einem einfachen Prinzip. Wer zuerst anmeldet, erhält die Prämie – nach 1,2 Milliarden Euro ist Schluss, spätestens jedoch im Jahr 2019.

Maximal können so 400.000 Fahrzeuge gefördert werden, mindestens immerhin 300.000. Denn während es für sogenannte Plug-In-Hybride 3.000 Euro geben soll, werden reine E-PKW mit 4.000 Euro gefördert. Allerdings wird nicht jedes Modell durch die Prämie günstiger. Liegt der Nettopreis des Basismodells über 60.000 Euro, ist eine Förderung nicht möglich. Die Anschaffung eines Tesla Model S wird dementsprechend nicht günstiger. BMWs i3, VWs Golf GTE oder Opels Ampera-e bleiben hingegen klar unter der Grenze.

Opels Ampera-e erfüllt die Fördervorgaben, Teslas Model S hingegen nicht
Opels Ampera-e erfüllt die Fördervorgaben, Teslas Model S hingegen nicht

Darüber hinaus wurden zwei weitere Punkte beschlossen. Bis 2020 will der Bund insgesamt 300 Millionen Euro für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur ausgeben; zwei Drittel sind dabei für Schnellladestationen vorgesehen. Reichen soll das für etwa 15.000 neue Stationen. Zu guter Letzt sollen die Arbeitnehmer zumindest etwas entlastet werden, die ihr E-Fahrzeug am Arbeitsplatz laden können. Stellt der Arbeitgeber den Strom zur Verfügung, muss dies nach dem Willen der Bundesregierung künftig nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Ob diese Maßnahmen ausreichen, um bis 2020 wie geplant die Zahl von einer Million in Deutschland zugelassenen E-PKW zu erreichen, ist umstritten. Kritiker bemängeln aber auch, dass die Grenze von 60.000 Euro netto zu hoch angesetzt ist. Somit würden nicht nur kleine Fahrzeuge günstiger in der Anschaffung werden, sondern unter Umständen auch große Limousinen und SUVs. Zusätzlich wird befürchtet, dass die Automobilindustrie durch Preiserhöhungen ihren Teil der Prämie refinanziert.

Social Links

Zu diesem Artikel gibt es keinen Forumeintrag

Das könnte Sie auch interessieren:

Ford Mustang GT 2016 und SYNC 2 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/MUSTANG_TEASER_KLEIN

Reifes Infotainment-System trifft auf jungen Wilden: Erstmals bietet Ford seinen Mustang ganz offiziell in Europa an. In einem wichtigen Punkt gibt es gegenüber dem US-Modell aber einen Unterschied. Während man in der Heimat SNYC 3 ordern kann, muss man sich hierzulande mit SYNC 2 begnügen.... [mehr]

Mercedes-Benz E-Klasse (W213) im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/MERCEDES-BENZ_W213

Mercedes-Benz und Innovationen bringen die meisten lediglich mit Blick auf Sicherheit in Verbindung. Ob Sicherheitsgurte, Airbags oder ESP: Die Stuttgarter boten wichtige Helfer früh oder gar als erste an. Mit der neuen E-Klasse der Baureihe 213 setzt man diese Tradition fort und rückt das Thema... [mehr]

Ermittlungen des Verkehrsministeriums: Teslas Model S droht die Stilllegung

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/TESLA_MOTORS

Die Kritik an Tesla nach dem tödlichen Unfall im Mai reißt nicht ab. Das Testen von Software-Funktionen durch gewöhnliche Fahrer im öffentlichen Straßenverkehr sei unverantwortlich, die Bezeichnung Autopilot irreführend - so lauten zwei von zahlreichen Vorwürfen. Viel gravierender als die... [mehr]

Volkswagen Passat GTE Variant mit Discover Pro im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/VW_PASSAT_GTE_TEASER_KLEIN

Japan macht es vor, Deutschland läuft hinterher: In Sachen Hybrid-Antrieb sind die deutschen Automobilhersteller nach Auffassung vieler spät dran, vor allem Volkswagen wird immer wieder als Negativbeispiel genannt. Dabei bieten die Wolfsburger mit dem Golf GTE und Passat GTE gleich zwei wichtige... [mehr]

Tesla wettert gegen deutsche Kaufprämie und macht mehr Verlust

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/TESLA_MOTORS

Die von der Bundesregierung beschlossene Kaufprämie für Elektrofahrzuge und Plug-In-Hybride stößt beim Marktführer auf wenig Gegenliebe. Vielleicht auch, da das Erreichen der Gewinnschwelle zumindest vorerst ein Wunsch bleibt, den das Model 3 aber unter Umständen früher als erwartet in... [mehr]

SYNC 3 und Ford S-MAX Vignale im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/FORD_S-MAX

Neues Betriebssystem, neuer SoC, neue Benutzeroberfläche, viel Leder: Der S-Max Vignale gehört zu den ersten Fahrzeugen, die Ford mit SYNC 3 anbietet. Eine Woche lang konnten wir testen, was sich in Sachen Infotainment geändert hat und ob die Kombination aus Van, Sport-Limousine und Luxus... [mehr]