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Samsung setzt bei High-End-TVs auf Quantum Dot

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samsung 2013Wie in jedem Jahr nutzt Samsung auch 2016 die CES um die neueste Generation seiner TV-Geräte vorzustellen. Der Fokus liegt dabei unter anderem auf der Quantum-Dot-Technologie, die Samsung künftig für seine High-End-Geräte einsetzen möchte. Durch die speziellen Kristalle soll eine besonders satte Farbdarstellung erreicht werden. Auf Nachfrage erklärte Samsung, dass OLED aktuell noch nicht bereit sei für den TV-Markt und für den Endverbraucher die TV-Geräte schlichtweg zu teuer mache, weshalb Quantum Dot ein guter Zwischenschritt sei.

Durch die Nutzung von Quantum Dot möchte Samsung vergleichsweise einfach eine hohe Leuchtdichte von bis zu 1.000 cd/m² erreichen, die für die sinnvolle Nutzung der HDR-Technik wichtig ist. Samsung sprach davon, so auch bei den etwas günstigeren Modellen der 7er-Serie bereits die hohe maximale Helligkeit zu erreichen. Die sorgt auch dafür, dass feine Konturen in kontrastreichen Bildern noch besser herausgearbeitet werden können. Rein subjektiv war die Bildqualität des Fernseh-Gerätes auf der Messe durchaus beeindruckend, auch hier gilt aber wie üblich, dass entsprechende Demos mit einer gewissen Vorsicht zu genießen sind.

Die neuen Modelle der High-End-Serie KS9500 können mit einem besonders flachen Gehäuse aufwarten und sind bis dato die flachsten Curved-TV-Modelle – die noch aufgedruckte Aussage, es handle sich um die flachsten TV-Geräte überhaupt, wurde im Laufe der CES hingegen schon wieder relativiert. Angeboten werden die Geräte in vier Größen zwischen 49 und 78 Zoll.

Auch die Smart-TV-Funktionen wurden in diesem Jahr weiter optimiert. Samsung hat sich dem Homescreen angenommen und nun am unteren Rand eine neue Favoritenleiste untergebracht. Der Clou daran: Es können verschiedene Video-on-Demand-Anbieter wie Amazon Instant Video oder Netflix eingebunden werden, sodass die zuletzt angesehenen Sendungen Dienst-übergreifend dargestellt werden und das Starten der nächste Folge direkt vom Homescreen aus geschehen kann. Die entsprechende App wird lediglich im Hintergrund geöffnet, was der Nutzer nicht merken soll. So soll es künftig noch einfach und intuitiver gehen, zwischen den verschiedensten On-Demand-Programmen umzuschalten. Als Basis setzt Samsung auch in diesem Jahr natürlich auf Tizen.

Noch stehen keine Preise für die neuen Modelle fest, das soll sich aber in den kommenden sechs Wochen ändern.

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Kommentare (14)

#5
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 402
Zitat Sailor Moon;24209613
RGB-LED Hintergrundbeleuchtungen haben aufgrund ihrer aufwändigen Implementierung immer ein Nischendasein gefristet und wurden im Monitorbereich (hier spielte faktisch nur das 24-Zoll große LM240WU5 von LG eine Rolle) daher von WCG-CCFL-Röhren verdrängt. Seit einigen Jahren haben diesen Platz nun GB-r-LED-Implementierungen eingenommen. Der Farbumfang ist weiterhin hoch.


Ich kenne keinen GB-r-LED Monitor der Rec.2020 zu 100% kann. Ich glaube nicht das es unmöglich ist einen solchen Monitor zu bauen aber gegenwärtig gibt es noch keinen. Mit Quantenpunkten ist auch das aber vermutlich einfacher und billiger realisierbar.

Der Vorteil des GB-r Backlights ist das man es in Grenzen kalibrieren kann. Aber wenn man davon ausgeht das ein TV primär mit Rec.2020 auskommt und kaum andere Farbräume braucht dann ist ein ab Werk abgestimmtes aber nicht mehr veränderbares Quantenpunkt-LED Backlight vermutlich die bessere und wirtschaftlichere Wahl.
#6
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Registriert seit: 06.07.2007

Flottillenadmiral
Beiträge: 4558
@smalM

Da sollte man mal ein Auge auf Hisense werfen:
Hisense Unveils Its 2016 TV Lineup At CES | Digital Trends
#7
Registriert seit: 22.09.2009

Matrose
Beiträge: 13
Mir wäre es lieber die TV-Hersteller würden statt diesem Technik-Overkill bei ihren TVs wieder die Bildschirme entspiegeln. Es ist oft unerträglich wie sehr sich Fenster im Hintergrund oder Lichtquellen im Raum im Bild störend in den Vordergrund drängen. Was nutzt mir der tollste OLED-oder Quantum-Dot-Schirm, wenn ich ständig durch den Spiegeleffekt gestört werde? Bei den großen Diagonalen (ab 50 Zoll aufwärts) ist bei den Premium-Herstellern leider nur noch Sony Semi-Gloss, alle anderen sind nur noch bessere Badezimmerspiegel...schade!
#8
Registriert seit: 25.01.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2897
Zitat
Ich kenne keinen GB-r-LED Monitor der Rec.2020 zu 100% kann.

Der Farbumfang der Geräte ist durchaus vergleichbar mit früheren RGB-LED- und derzeit aktuellen Quantum-Dot-Implementierungen. Rec.2020 wird bei unveränderten Farbfiltern (Optimierungen hier sind wiederum sehr aufwändig und senken die Lichtausbeute erheblich) damit natürlich nicht vollständig abgedeckt. Bei den hier definierten Primärfarben handelt es sich immerhin um Spektralreize.

Das ist erstmal nicht weiter schlimm, weil die Basis für ein vernünftiges Gamut-Mapping dennoch gegeben ist. In der grafischen Industrie wird beispielsweise gerne ECI-RGB v2 als Ausgangspunkt für eine medienneutrale Verarbeitungskette genutzt - und selbst das erreichen die hier üblichen Monitore heute im Regelfall nur in Annäherung.

Zurück zu Rec.2020: Trotz der verbleibenden Unterschiede zwischen Quell- und realem Zielfarbumfang sollte in der Umsetzung sogar eine rein farbmetrische Umrechnung völlig ausreichende Ergebnisse liefern, da in der Praxis nur wenig Out-of-Gamut-Farben zu erwarten sind. Insbesondere da gar nicht klar ist, inwiefern entsprechendes Material nicht ohnehin DCI P3 RGB optimiert sein wird, also den Farbumfang - und damit natürlich auch den zur Verfügung stehenden Tonwertumfang - gar nicht ausnutzt (vgl. die Situation mit dem originären DCI, das in Normfarbwerten spezifiziert ist und damit kodierungstechnisch alle sichtbaren Farben abdecken könnte).

Zitat
Der Vorteil des GB-r Backlights ist das man es in Grenzen kalibrieren kann. Aber wenn man davon ausgeht das ein TV primär mit Rec.2020 auskommt und kaum andere Farbräume braucht dann ist ein ab Werk abgestimmtes aber nicht mehr veränderbares Quantenpunkt-LED Backlight vermutlich die bessere und wirtschaftlichere Wahl.

Eine Kalibration ist im eigentlichen Wortsinn zunächst eine Linearisierung. Die wird immer über den Scaler durchgeführt, genauso wie weitergehende Operationen, die in Bereichen ohne (ICC-)Farbmanagement zum Tragen kommen (Farbraumsimulationen). Im Hinblick auf die Hintegrundbeleuchtung geht es stets nur um Veränderungen der Leuchtdichte. Mit RGB-LEDs wäre zwar eine direkte Weißpunktanpassung denkbar, aber auch das wurde so faktisch nie umgesetzt. Die spektrale Strahlungsverteilung der Hintergrundbeleuchtung lässt sich im Rahmen der Entwicklung allerdings mit Lösungen auf Basis von Quantum-Dots am besten steuern.
#9
Registriert seit: 11.05.2009
Ludwigsburg
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1407
Ich frage mich was so ein Fernseher mit Quantum Dots kosten soll.
Mein Kollege hat sich von LG ein OLED Fernseher in 55" gekauft für 1666€ + 5 Jahres Garantie für 200€.
So teuer kann OLED also dann auch nicht sein, wenn man mehr als 50" haben möchte. Mein nächster wird auch ein OLED sein, diese schwarzwerte sind einfach ein traum.
#10
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Registriert seit: 19.01.2010
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1841
OLED sieht unglaublich gut aus, ja, ist aber in der heutigen Form noch nicht das Gelbe vom Ei. Einbrennen und die Alterung der Leuchtstoffe sind nach wie vor ein Problem.
#11
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Registriert seit: 24.11.2005

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 476
Wenn dann ist es Nachglühen und kein Einbrennen und gegen dieses Problem gibt es bei jedem Hersteller gewisse Algorithmen, die den Effekt mehr oder weniger gut verhindern.
Und die Lebenserwartung von OLED ist inzwischen auch kein wirkliches Problem mehr. Bei 8h Betriebsdauer pro Tag würde sich die Helligkeit aktueller OLED Geräte erst in ~10 Jahren halbiert haben. Bevor man da an Grenzen stößt, verreckt eher irgendetwas anderes wie bei jedem LCD auch.

Samsung setzt bei allen gezeigten Geräten der CES übrigens nur noch auf Edge LED um die geringe Tiefe zu ermöglichen. Den Trend verstehe ich nicht ganz. Ob der TV nun 5mm oder 3cm dick ist interessiert mich weitaus weniger, wie Kontrastwerte, Haloeffekte oder Einstreuen des Backlights. Mit Sound wird das auch eher problematisch bei so einer geringen Tiefe, auch wenn die meisten bei High End Geräten sowieso eher ein Soundsystem nutzen. Es gab nur einen wirklichen Direct und der wurde hinter verschossenen Türen gezeigt und war wohl nur ein Update vom JS9500.

Generell sind bisher nur die LGs wirklich interessant, da diese die einzigen waren, die auch schon Dolby Vision supporten. Und Dolby Vision wird deutlich interessanter werden, gerade was Streaming betrifft. Aber bis sich hier mal tatsächlich was tut vergehen sowieso noch mindestens 2 Jahre.
#12
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Registriert seit: 08.06.2015

Leutnant zur See
Beiträge: 1129
Zitat eS#|vs.;24233608
Samsung setzt bei allen gezeigten Geräten der CES übrigens nur noch auf Edge LED um die geringe Tiefe zu ermöglichen. Den Trend verstehe ich nicht ganz. Ob der TV nun 5mm oder 3cm dick ist interessiert mich weitaus weniger, wie Kontrastwerte, Haloeffekte oder Einstreuen des Backlights.

Ich halte das mit der Dicke für eine Ausrede. Edge LED ist billiger, darum geht's. Andererseits hat die schmaler ist besser Verarsche bei Smartphones ja auch funktioniert, also wird das hier halt wieder durchgezogen.

Ich habe mir vor zwei Jahren einen Wolf gesucht nach einem TV mit LED Backlight. Panasonic hatte gerade seine Plasmas eingestellt und was von OLEDs gefaselt, die es immer noch nicht zu kaufen gibt. Gut, wenn man sich freiwillig aus dem Markt katapultieren will, kann man das so machen. Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es keine Fernseher mit wirklich guter Bildqualität zu kaufen gibt und habe mir lieber etwas noch Anschaubares für möglichst wenig Geld gekauft. Wenn das Teil dann kaputt ist, schaue ich mich wieder um. So kann man sich den Markt auch kaputt machen. Andererseits scheint die Masse an Käufern die Bildqualität sowieso nicht zu interessieren, sonst könnten die solche Spielchen nicht treiben.
#13
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Registriert seit: 06.07.2007

Flottillenadmiral
Beiträge: 4558
Auf der CES wurden einige neue TVs vorgestellt, sogar mit mehr als 600 Dimming Zonen(zB Hisense). Selbst der aktuelle TV mit 240 Zonen soll wohl mit dem Samsung aus 2015 gut mithalten können.
http://www.amazon.de/gp/product/B013QX8ASG/ref=s9_simh_gw_p23_d3_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=desktop-1&pf_rd_r=1A8H6KRXM1FYHZ7DKQZS&pf_rd_t=36701&pf_rd_p=585296347&pf_rd_i=desktop

TCL ebenfalls mit 240 Zonen:
http://www.amazon.de/TCL-U65S8806DS-Curved-Fernseher-Triple/dp/B017EGMFYQ/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1453134587&sr=8-1&keywords=tcl+s88
#14
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Registriert seit: 08.06.2015

Leutnant zur See
Beiträge: 1129
Tja, 2011 gab's noch 512 Zonen von Toshiba zu kaufen. Seitdem ging's rapide bergab und damals konnte man noch zu Plasma greifen. Die CES Vorstellungen sind mit Vorsicht zu genießen, weil es die High-End Modelle oft nur in den USA zu kaufen gibt.
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