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Kommentar: Die Apple Watch ist ein Erfolg

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apple watch 2015Wann ist ein Produkt ein Erfolg? Wenn die Erwartungen der Analysten oder die eigenen erfüllt oder übertroffen werden? Wenn man erfolgreicher als die Konkurrenz ist? Oder wenn die Einnahmen höher als die Ausgaben sind? Eine eindeutige und einfache Antwort gibt es nicht, denn ein Unternehmen wird dies immer anders als ein Verbraucher definieren – so erfahren letzterer auch sein mag.

Schaut man sich Apples Geheimniskrämerei rund um die Apple Watch an, ist es kein Wunder, dass über Erfolg oder Misserfolg gestritten wird. Konkrete Zahlen wollte das Unternehmen auch in der vergangenen Nacht nicht preisgeben, lediglich ein paar dünne Hinweise gab es. Man habe mehr als eine Milliarde US-Dollar mit der Smartwatch eingenommen und sie hat sicher besser verkauft als das erste iPhone oder iPad im gleichen Zeitraum.

Das bedeutet: Es müssen mindestens drei Millionen Exemplare an den Mann und die Frau gebracht worden sein. Das wäre zwar weitaus weniger, als selbsternannte Experten vorhergesagt haben, die Konkurrenz dürfte man aber locker in die Tasche gesteckt haben. Zwar stellen sich auch Samsung, LG und Co. tot, wenn man nach Absatzzahlen ihrer Smartwatches fragt, die für das zweite Halbjahr 2014 kolportieren 720.000 ausgelieferten Geräte auf Basis von Android Wear sprechen aber für sich. Auf einzelne Modelle runtergebrochen dürfte zuletzt selbst Pebble erfolgreicher gewesen sein. Dass Apple aus dem Stand heraus die Marktführerschaft übernommen hat, dürfte also unstrittig sein.

Es wurde mit einem höheren Absatz gerechnet, ein Erfolg ist die Apple Watch aber dennoch
Es wurde mit einem höheren Absatz gerechnet, ein Erfolg ist die Apple Watch aber dennoch

Warum so mancher dennoch von einem Misserfolg spricht, dürfte an einer verzehrten Wahrnehmung liegen. Nur weil man selbst ein Gerät nach wenigen Tagen oder Wochen in der Schublade verschwinden lässt, muss dies nicht für die Masse der Käufer gelten. Und auch das Argument „Niemand in meinem Bekanntenkreis hat eine Apple Watch“ gilt nicht. Ich kenne im Gegenzug niemanden, der einen Golf fährt – dennoch behaupte ich nicht, dass der Wagen für VW ein Misserfolg ist.

In vielen Fällen könnte aber auch schlicht die fehlende Fähigkeit, Zahlen in Relation zueinander setzen zu können, fehlen. Natürlich wirken drei Millionen Uhren im Vergleich zu 47 Millionen Smartphones verschwindend gering. Aber der Markt für Smartwatches ist um ein vielfaches kleiner als der für iPhone und Co. Glaubt man den einäugigen unter den blinden Marktforschern, werden in diesem Jahr rund 30 Millionen der vielseitigen Uhren ausgeliefert. Dem gegenüber sollen weit mehr als eine Milliarde Smartphones stehen. Wer angesichts solcher Zahlen erwartet, ein einzelner Hersteller könnte binnen drei Monaten mal eben acht, zehn oder zwölf Millionen Smartwatches verkaufen, sollte seine eigene Erwartungshaltung überdenken.

Ein Kommentar von Patrick Bellmer, der bislang noch keine überzeugende Smartwatch in den Händen gehalten hat. Die Ausführungen spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der gesamten Redaktion wider.

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Kommentare (35)

#26
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Die Apple Watch ist ein Erfolg:wall:
#27
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Admiral
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Kommt wohl drauf an, was man unter Erfolg versteht.
Diesen Schritt bereuen tut Apple aber garantiert nicht.
#28
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Vizeadmiral
Beiträge: 6835
Ich kann mir vorstellen, dass viele sich die Uhr auch als Status Symbol holen. Das was früher das iPhone war eben. Nur das hat heutzutage eben jeder, ergo muss was neues her, was nicht jeder hat. ich finde die Watch jetzt auch nicht schlecht (bei Apple ist halt auch der allgemeine Vorteil durch das geschlossene, eigene Ökosystem). Generell ist es ein Gadget und zu teuer plus die Akku Laufzeit ist noch zu kurz. Kann aber für einige durchaus sinnvolle Funktionen bieten. Jeder hat halt eben auch andere Erwartungen und Ansprüche, man sollte das nicht vergessen.
#29
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1834
Zitat
In vielen Fällen könnte aber auch schlicht die fehlende Fähigkeit, Zahlen in Relation zueinander setzen zu können, fehlen.


Mal davon ab, dass der Satz murks ist, ist er irgendwie auch total hochnäsig.
#30
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Registriert seit: 03.10.2005
Ruhrpott
Korvettenkapitän
Beiträge: 2415
Zitat neo[2k];23701212
Mal davon ab, dass der Satz murks ist, ist er irgendwie auch total hochnäsig.

+1
#31
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Registriert seit: 24.03.2009
Stuttgart
Hauptgefreiter
Beiträge: 128
@DOCaCola: Ja, es ist emotional, seit ich vom besagten Kollegen genug entnervt war. Prägend. Vielleicht ist das so, dass diese iPhone-Gen1-Kuschler genug Aggro im Gegenlager gezogen haben, dass Leute wie ich bis heut nicht ruhig über das Thema reden können.

Natürlich sind Neuerungen toll. Wenn sie denn neu sind. Dass Apple im Gegensatz zu Palm oder Windows Tablets den richtigen Zeitpunkt erwischt hat, um diese Geräte rauszubringen, ist ein phänomenaler Erfolg gewesen und hat die Welt genau so verändert, wie die verbreitung der Handys überhaupt. Super. Aber nach der EU-Bestimmung, nur noch UB ab ... 2017? zuzulassen aufeinmal Lightning hinklatschen, statt einen Standard, wie USB zu bedienen? Sie hätten TypC auch von innen fördern können. Kann mir keinen vorstellen, der gegen einen neuen Stecker für alle wäre, der die Macken üblicher Stecker behebt.

HDMI war nur so ne Schlagzeile, die rumging. Dass MacBooks HDMi Buchsen hatten, die für Beamer gedacht waren und keinen Ton übertragen hatten.

DP ist afaik sogar von TB abgeleitet, aaaaber verlangt keine Lizenzgebühren. Wenn es beides gibt und das eine kostenlos ist, gibt es keinen Grund, das bezahlte Modell zu verwenden Oo

Weitere Beispiele von meiner Arbeit: MacBooks können einen iMac als Bildschirm verwenden. WindowsNotebooks nicht.
Ein absolut leergesogenes iPad weigert sich aus einem Samsung-Ladegerät mit 1,5A oder 2,0A zu laden und entlädt sich vollends, sodass wir dem Kunden einige Minuten später etwas anderes zeigen müssen.
Als App-Entwickler hab ich ein Kabel geschenkt bekommen, das Lightning, alten AppleDock und MicroUSB in einrm hat. Das Kabel funktioniert sogar. Aber 2-3 mal am Tag unterbricht die Verbindung mit der Meldung "dieses Zubehör wird nicht unterstützt".

Keines dieser Beispiele ist innovativ. Es ist nur abgrenzend. Und das weckt bei mir wieder Emotionen.
Haben in meiner aktuellen Firma einige iOS-Devs und keiner ist Fan davon. Alle Android oder Windows-Freunde. Warum? Weil Apple Entwicklern das Leben sehr sehr schwer macht. Veraltete Programmiersprache und immerwieder zickende IDE mit eingeschlossen.

Und das während Google Android Studio rausbringt und pflegt und Microsoft derzeit generell vieles umkrempelt und ne Menge guter Entscheidungen trifft...

Ich schweife ab. Aber ich denke, mein Standpunkt ist klar.
#32
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Registriert seit: 06.08.2007
Euskirchen
Kapitänleutnant
Beiträge: 1891
Interessant wie die Meinung von Medien und Analysten teilweise von den Nutzern abweicht.

Das ist halt der Nachteil wenn eine Erwartungshaltung ins unermessliche steigt.
Nur weil ein Unternehmen in der Vergangenheit vielleicht mal ein Vorreiter in bestimmten Dingen war.

Ohne Fanboy zu sein, sind ALLE meine Bekannten mit der Watch 100% zufrieden. Mich eingeschlossen. Aber unsere Erwartungshaltung und unser Nutzungsprofil ist auch entsprechend.

Mir/uns reicht es einfach das die Watch die Uhrzeit+die ein oder andere Notification anzeigt. Mehr brauchen die meisten nicht...
(Ein paar Optionen für Sport evtl. noch)
#33
Registriert seit: 05.04.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2929
Zitat ecth;23702467
@DOCaCola: Ja, es ist emotional, seit ich vom besagten Kollegen genug entnervt war. Prägend. Vielleicht ist das so, dass diese iPhone-Gen1-Kuschler genug Aggro im Gegenlager gezogen haben, dass Leute wie ich bis heut nicht ruhig über das Thema reden können.
Auf die die Dämlichkeit von ein paar Fans hin sich zum negativen Abziehbild zu machen und genauso irrational den Hater zu geben kann es aber irgendwie auch nicht sein. Es mag sein, dass Apple für Entwickler ein Graus ist, dafür verdienen sie wohl im Apple App Store am meisten. Habe ich zumindest gehört. Als Anwender kann und will ich das auch nicht beurteilen. Ich will hier auch nicht den Verteidiger machen. Warum auch? Apple wir nur eins: Mein Geld. Genau so wie MS, Samsung und Co. Google ist die Ausnahme, die wollen in erster Linie Daten und nicht direkt mein Geld. Ob man das gut oder schlecht findet, kann ja jeder für sich entscheiden und ist ein anderes Thema.

Ich besitze diverses Zeug von Apple (Macbook, Mac Mini, iPad, iPhone), daneben auch zwei Windows PCs und bin im Grund mit beiden Systemen sehr zufrieden. Meine Arbeit verrichte ich aber lieber auf dem Mac. Mein iPad z.B. nutze ich gerne als Whiteboard Ersatz und als erstklassige Notenverwaltung und zur Unterrichtsvorbereitung und digitalem Notizbuch. Der fehlende Digitizer ist z.B. ein echter Kritikpunkt meinerseits, auf der anderen Seite haben die Apps in der Windows Welt derzeit einfach noch keine Konkurrenz (nicht generell die Anzahl, sondern die Art). Der nächste Kritikpunkt wäre der affige Preis von meiner Seite. Für meinen Anwendungsfall ist sowas wie "lightning vs Micro USB" einfach nicht relevant. Und davon abgesehen, beides ist zum Aufladen von Geräten irgendwie Schrott. Der eine Anschluss lümmelt schnell aus, der andere kann im Wesentlichen nix außer Laden.

Man muss auch zugestehen, dass sich derzeit die großen (Apple, google, MS) irgendwie alle große Mühe geben, alles aus einer Hand zu machen und auf Kompatibilität überhaupt keinen Wert legen. Beispiel: Ich möchte gerne den Inhalt von Tablets (Apple, MS und Android) und Notebooks (Apple wie MS) kabellos auf den Beamer kriegen, nach Möglichkeit über WiFi direct, um den Accesspoint damit nicht zu belasten.

Möglichkeit 1: Apple TV
Geht problemlos und zuverlässig mit MS (da allerdings nicht über WIFI direct) und Mac Notebooks sowie iOS devices.

Möglichkeit 2: chromecast
Geht nur anwendungsbasiert auf Tablets und nur auserwählten Geräten, mit Notebooks (Windows und Mac) auch komplette Desktop Spiegelung möglich, dann aber nicht über WIFi direct.

Möglichkeit 3: Miracast
Nur auf handverlesener Windows und Android Hardware möglich.

Tolle Wurst irgendwie, da gehört sich der gesamten Industrie der Kopf gewaschen. Am zuverlässigsten habe ich Airplay erlebt, also sollte das gezwungen für alle lizensiert werden imho, anders kriegt dieses Pack nichts gebacken. Das ist nur ein Beispiel für die großen Unzulänglichkeiten, die sich aus meinem Anwendungsprofil heraus ergeben.


Lange Rede, kurzer Sinn: Es gibt viele Unzulänglichkeiten bei jedem einzelnen Hersteller sowie der Industrie als ganzem. Und gerne diskutiere ich über Vor- und Nachteile verschiedener Hersteller in gewissen Anwendungsszenarien. Da einzige, wogegen hier von meiner Seite aus gewettert wurde: Lies dir mal die ersten fünf Kommentare zu dem Artikel durch. Offensichtlich sind die Käufer einer Apple Watch alles Idioten, die nichts anderes im Kopf haben, als hip sein zu wollen. Und überhaupt taugt deren Geraffel sowieso nichts sondern ist alles nur irgendwie gehyped. Der Grund, warum das Zeug so beliebt ist (vor allem die iOS devices) ist natürlich in erster Linie die Blödheit der Jünger sowie Marketing (das machen nämlich andere Hersteller gar nicht...). Auf die simple Idee, dass so ein iPhone eben vielen Leuten besser taugt (und dazu gehört alles, inklusive der Optik), kommt irgendwie keiner. Und wie gesagt, das setzt sich bis ins RL fort. Da muss man offensichtlich einen an der Waffel haben und ein Fanboy, also Vollidiot sein, wenn man was von denen benutzt. Und da muss ich schon fragen: Sind diese Leute eigentlich noch ganz dicht?!:stupid:
#34
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Registriert seit: 10.07.2008
Stendal (Sachsen Anhalt)
Gefreiter
Beiträge: 46
Subjektive Meinung:
Man kann sagen was man will. Aber "Schrott" oder Ähnliches sind Apple Produkte mit Sicherheit nicht.
Aber ganz sicher sind sie nicht mehr "Think Different" denn mehr Mainstream geht nicht.
Zumindest im Mobile Bereich.
#35
Registriert seit: 16.12.2014

Matrose
Beiträge: 1
Das Problem ist einfach das es keine "Über" App für die Uhr gibt. Also wenn ich eine Smartwatch hätte würde sie bei mir nur die Uhrzeit anzeigen. Tja und dafür reicht eine normale Uhr.
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