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Materialkosten von iPad mini, Kindle Fire HD und Microsoft Surface RT im Vergleich

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Die Marktforscher von iSupply bieten häufig Angaben dazu, welche Kosten die Hersteller bestimmter Consumer-Geräte beim Ankauf der einzelnen Komponenten haben. Ganz grob lässt sich daran ablesen, wie hoch die Gewinnspanne ist. Allerdings bleiben wichtige Faktoren wie Entwicklungs- und Vertriebskosten unberücksichtigt. Die Arbeitskosten werden zumindest noch angegeben.

Kürzlich wurde bekannt, dass die Komponenten und die Fertigung des iPad Mini (WiFi-Modell mit 16 GB) etwa 146 Euro kosten. Hätte Apple keine weiteren Kosten, würde das Unternehmen bei einem Verkaufspreis von 329 Euro pro Gerät einen Gewinn von 183 Euro einfahren. Interessant ist der Vergleich mit den direkten Konkurrenzprodukten. iSupply informiert nämlich auch über die Kosten des Kindle Fire HDs und des Surface RT-Tablets von Microsoft.

isupply 2012a

Amazon hatte schon selbst mitgeteilt, dass man die Fire-Tablets zum Selbstkostenpreis verkauft. iSupply hat sich das Kindle Fire HD vorgenommen. Die Materialkosten sollen bei 165 Dollar liegen, die Kosten der eigentlichen Fertigung bei 9 Dollar. Insgesamt kostet Amazon dieses Tablet also 174 Dollar. Angesichts eines Verkaufspreises von 199 Dollar (bzw. 199 Euro) würde Amazon nach diesen Zahlen zumindest einen kleinen Gewinn einfahren. Berücksichtigt man, dass das Unternehmen noch weitere Kosten zu stemmen hat, dürfte die Aussage von CEO Jeff Bezos aber doch ihre Berechtigung haben. Das verdeutlicht noch einmal, wie unterschiedlich der Ansatz von Apple und Amazon ist. Das eine Unternehmen verdient mit dem Verkauf von Hard- und Software, das andere hingegen nur beim Verkauf von Content.

isupply 2012b

Anders als bei Amazon und eher wie bei Apple sieht es hingegen bei Microsoft aus. Das Surface RT bietet durchaus eine beachtliche Gewinnspanne. Der Verkaufspreis der Variante mit 32 GB Speicher und Touch Cover liegt bei 599 Dollar. Die Materialkosten berechnet iSupply hingegen mit 271 Dollar, dazu kommen 13 Dollar Fertigungskosten. Zwischen den kombinierten Material-/Fertigungskosten und dem Verkaufspreis liegt also eine stattliche Differenz von 315 Dollar. Damit liegt der prozentuale Profit höher als beim iPad mini. Beachtlich ist auch, wie gut sich Microsoft das Touch Cover bezahlen lässt. Das Surface-Modell ohne Touch Cover ist 100 Dollar günstiger - das Touch Cover kostet Microsoft selbst aber nur 16 bis 18 Dollar.

isupply 2012c

Microsoft orientiert sich derzeit also eindeutig am Apple- und nicht am Amazon-Modell. Sowohl an der Hardware als auch an der Software bzw. dem Content möchten die Redmonder verdienen. Noch bleibt vor allem erst einmal abzuwarten, ob sich der Hype um das Surface-Tablet auch in guten Verkaufszahlen niederschlagen wird. Sollte das Surface doch zum Ladenhüter mutieren, wird Microsoft die Preisgestaltung noch einmal überdenken müssen. Auch Amazons Modell muss sich angesichts der zuletzt enttäuschenden Quartalszahlen erst noch wirklich bewähren. 

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Kommentare (8)

#1
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Admiral
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unabhängig davon wie aussagekräftig diese Preisannahmen sind: Hätte Microsoft den Kaufpreis für das Surface deutlich niedriger angesetzt, wäre die Nachfrage sicherlich noch wesentlich größer.

Da sie auch Content verkaufen ist es nur logisch, dass zwei Verkäufe a 100$ Gewinn dann mehr Wert sind als ein Verkauf a 200$ Gewinn.

#2
Registriert seit: 06.02.2006

Admiral
Beiträge: 9520
Ohne dieses ganze Verkaufspreis-Material&Fertigungskosten=Gewinn Zeug wäre der Artikel ganz nett..
#3
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Registriert seit: 19.07.2010
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Kapitänleutnant
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Zitat BigShot;19694480
Ohne dieses ganze Verkaufspreis-Material&Fertigungskosten=Gewinn Zeug wäre der Artikel ganz nett..


Jop, seh ich auch so. Da währe das Wörtchen "Umsatz" angebrachter, aber Gewinn ist das in keinster Weise. Schön wärs. ;)
#4
Registriert seit: 10.12.2009
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Kapitän zur See
Beiträge: 3814
Zitat BigShot;19694480
Ohne dieses ganze Verkaufspreis-Material&Fertigungskosten=Gewinn Zeug wäre der Artikel ganz nett..


Du vergisst einfach, dass der Materialpreis deutlich niedriger ist.
Da kommen nur noch der Vertrieb/Marketing/Entwicklungskosten dazu.

Guck man zum Beispiel das R&D Budget von Apple an, so ist dieser Kostenfaktor pro Stück vernachlässigbar. Natürlich ist die Rechnung VP-Material/Kinderarbeit=Gewinn falsch, aber eine starke Abhängigkeit ist gegeben.

@ Poster über mir. Umsatz wäre überhaupt nicht angebrachter. Umsatz hat nichts mit Kosten zu tun.
#5
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
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Bin kein BWLer. Aber schon im ersten Absatz habe ich doch geschrieben, dass Verkaufspreis-Material&Fertigungskosten=Gewinn so nicht aufgeht? Das kann nur ein ganz grober Anhaltspunkt dafür sein, wie profitabel sich ein Produkt verkaufen lässt.
#6
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Registriert seit: 19.07.2010
Unterfranken
Kapitänleutnant
Beiträge: 1635
Wäre aber besser als Gewinn, damit hats noch weniger zu tun.

Und "nur noch" Vertrieb/Marketing und Entwicklungskosten ist auch intressant. ;)

Trotzdem ist die News an und für sich nen netter vergleich.[COLOR="red"]

---------- Post added at 11:54 ---------- Previous post was at 11:53 ----------

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Zitat Redphil;19694638
Bin kein BWLer. Aber schon im ersten Absatz habe ich doch geschrieben, dass Verkaufspreis-Material&Fertigungskosten=Gewinn so nicht aufgeht? Das kann nur ein ganz grober Anhaltspunkt dafür sein, wie profitabel sich ein Produkt verkaufen lässt.


Gelesen, erkannt und für gut empfunden, ich hätte dann aber nicht weiter das Wort "Gewinn" benutzt. Eher sowas wie "Preisspanne" oder sowas in der Kante.
#7
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Registriert seit: 26.05.2008
Mannheim
Moderator
Beiträge: 2815
Im Artikel wurde doch (endlich einmal) erwähnt, dass es noch viele Gemeinkosten gibt, die hier nicht mit einbezogen wurden.
Umsatz wäre genauso falsch wie Gewinn, da er einfach den Preis - Materialkosten genommen hat, alle anderen Kosten sind nicht auf ein bestimmtes Produkt zurechenbar.

Mich wundert es aber, dass zwischen Kosten und Preis beim Surface so eine große Spanne liegt...ein Kollege von mir hat nun das Surface und meinte, dass Microsoft starke Probleme mit den Vorbestellungen hat und die weit über das geplante Maß hinausgehen...
#8
Registriert seit: 07.07.2009
Leipzig
Bootsmann
Beiträge: 692
ähm die steuern, die amazon als händler hat, werden die da schon mit berechnet?
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