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Windows RT: Im Motel One mit Microsofts Surface

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Seite 1: Windows RT: Im Motel One mit Microsofts Surface

Microsoft2012Nachdem Microsofts Windows 8 Launch am vergangenen Wochenende nicht ganz so ausgefallen ist, wie die Presse sich dies erhofft hatte - es wurde kein einziges Surface zum Ausprobieren ausgestellt -, kann nun Jedermann sein Glück in einem der vielen Surface Experience Centers versuchen. Denn dort sind die Geräte inklusive Touch- und Type-Cover zum Testen ausgestellt.

Wir haben uns auf den Weg gemacht um uns und damit auch euch einen besseren Eindruck des Gerätes, das bislang größtenteils in den USA getestet wurde, zu verschaffen. Doch zunächst wollen wir uns die wichtigste technischen Daten des "Surface RT" ansehen - alle bekannten Daten und einen Vergleich mit den Daten des Windows-8-Surface haben wir auf der nächsten Seite vorbereitet.

Technische Daten

Prozessor NVidia Tegra 3 Quad-Core (1,3 GHz)
Arbeitsspeicher 2048 MB
Display 10,6-Zoll ClearType-HD
Auflösung / PPI 1366 x 768 Pixel; 148 ppi
interner Speicher 32 / 64 GB; per microSD erweiterbar
Kamera(s) vorne/hinten: 720p-HD-Lifecam
Verbindungen WLAN; Bluetooth 4.0
Anschlüsse USB 2.0; microSDXC; 3,5-mm-Klinke
HD-Video-Out; Docking-Port
System/ Software Windows RT + Office 2013 RT
Akku 31,5 Wh
Maße/Gewicht 285 x 178 x 9,8 mm; 680 g
Preis 479,00 - 679,00 Euro

Verarbeitungsqualität, Optik und Haptik

Wirklich ordentlich ist die Verarbeitung des Surface RT - klein Klappern, rein billiges Plastik und selbst der Kickstand, der ein potentieller Schwachpunkt sein könnte, wirkt höchst stabil. Schade: dieser lässt sich nur in einer Neigungsstufe aufstellen - drei oder mehr Optionen hätten uns gerade im Hinblick auf die Nutzung als Student im Hörsaal doch sehr gefreut. Ansonsten liegt das Gerät trotz des recht kantigen Äußeren sehr gut in der Hand. Hier hat Microsoft ganze Arbeit geleistet. Die Optik des Surface geht in Ordnung: man hat ein schlichtes, zeitloses, dunkelgraues Design gewählt. Das Material: VaporMG. Die Haptik: sehr gut.

Die Geschwindigkeit / Nutzung

Die Geschwindigkeit vom Surface RT ist in Ordnung - nicht das weltschnellste Tablet, aber für den Tagesgebrauch mehr als ausreichend. Gerade bei parallelen Aktionen gönnt sich das Gerät doch hier und da eine Gedenksekunde. Bleibt man aber nur in der Metro-Oberfläche wird man das wohl kaum merken. Insgesamt ist die Benutzer-Experience aber wirklich gut.

Der Touchscreen war im kurzen Test nicht immer voll da, gerade bei Fingeraktionen auf dem klassischen Desktop hat das doch etwas gestört. In der Metro-UI hat hingegen alles recht gut geklappt. Das kann aber auch durchaus daran gelegen haben, dass das Gerät bis auf wenige MB Festplattenspeicher fast voll belegt war. Ob das von Microsoft so vorgesehen war, können wir zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. 

Wirklich störend war hingegen die Geschwindigkeit des aufgespielten Office 2013 RT - Word hat trotz Flash-Speicher eine ganze Weile gebraucht um zu laden, obwohl wir nicht einmal ein Dokument geöffnet haben - wie das erst bei großen Excel-Sheets werden soll, mögen wir uns nicht unbedingt ausmalen.

Touch- und Type-Cover

Gleich zwei Cover stellt Microsoft dem Gerät zur Verfügung. Ein Touch- und ein Type-Cover. Das Touchcover kommt in hellblau, weiß, pink, schwarz oder rot und ist eine unglaublich dünne Tastatur (nur 3,25 mm dick), die mit einem Gewicht von rund 208 Gramm kommt. Sie beherbergt natürlich noch ein Trackpad und Medientasten - eine F-Tastenreihe hingegen fehlt. Das Cover dockt sich automatisch ein, wenn es in die Nähe der Unterseite des Surface kommt - zwei starke Magneten halten sie ab dann in Position. Auf der Tastatur, die bei dieser Dicke natürlich druckempfindlich ist und keine mechanischen Tasten mit Hub besitzt, tippt es sich erstaunlicherweise sehr gut. Die Geschwindigkeit beim Tippen ist nach kurzer Eingewöhnungszeit recht hoch (auf jeden Fall deutlich höher als mit einer virtuellen Tastatur) und könnte für "zwischendurch" wirklich eine Alternative werden.

Fraglich ist, wie das sich doch recht angenehm anfühlende Material nach längerer Zeit der Nutzung aussehen wird - was bei der schwarzen Variante kein Problem sein sollte, könnte für die Weiße um so schlimmer werden. Die schwarzen Varianten kommen aber auch in einer anderen, eher filzigen Variante, während die farbigen und die weißen in einer weichen, matten Ausfühung kommen werden. Wie der Name schon vermuten lässt, ist sie sowohl Schutzabdeckung als auch Tastatur - und für 119,99 Euro erhältlich. 

Das Type-Cover hingegen ist mit 6 mm etwas dicker, mit 250 Gramm etwas schwerer und kommt nur in Schwarz. Integriert in die Tastatur sind ein Trackpad, eine F-Tastenreihe, Media-Steuerungen sowie mechanische Tasten mit entsprechendem Hub. Dass es sich auf dieser Tastatur deutlich besser und vor allem schneller tippt, als auf einer rein druckempfindlichen Tastatur, sollte klar sein. Mit 129,99 Euro ist sie nur unwesentlich teurer als das Touch-Cover. Auch dieses Zubehörteil ist als Schutzabdeckung nutzbar und dockt magnetisch ein.

Praktisch: ist die Tastatur (gilt für beide Ausführungen) komplett auf die Rückseite geklappt, erkennt das Surface dies und deaktiviert die Tasten.

Erstes Fazit: Microsoft hat mit dem Surface ein Tablet auf den Markt gebracht, das vor allem auf eines setzt: Produktivität. Dank Office-Integration kann es deutlich besser als die Konkurrenz zum erstellen von Dokumenten, Tabellen, Präsentationen genutzt werden. Das Konzept krankt aber an einigen Kleinigkeiten: durch das nur magnetisch gehaltene Cover kann man nicht sehr gut auf dem Schoß arbeiten, Makros werden in Office nicht unterstützt und der Kickstand ist ebenfalls nur auf geraden Tischen sinnvoll zu nutzen. Ansonsten scheint das Surface RT aber ein solides Gerät zu sein, wenngleich das Surface mit Windows 8 Pro für die produzierende Fraktion noch deutlich interessanter sein dürfte - wenn dort vor allem auch Outlook läuft und Office generell etwas fixer in der Nutzung ist.

Aktuell gibt es Experience Centers in Australien, Deutschland und Frankreich - ob auch eines in eurer Nähe ist, und ab wann es dort das neue Gerät zu begutachten gibt, hat Microsoft auf einer speziellen Seite festgehalten.

 

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Kommentare (4)

#1
customavatars/avatar180392_1.gif
Registriert seit: 03.10.2012
Schleswig in Schleswig Holstein!
Leutnant zur See
Beiträge: 1137
Dankeschön für den Bericht.
Ich überlege noch welches Cover ich mir kaufen soll, da ist dieser Bericht schon mal sehr brauchbar ;)

Toll das wird ein teurer Herbst, danke Microsoft :(



#2
customavatars/avatar181247_1.gif
Registriert seit: 25.10.2012

Matrose
Beiträge: 22
Zitat Tonmann;19659590
Dankeschön für den Bericht.
Ich überlege noch welches Cover ich mir kaufen soll, da ist dieser Bericht schon mal sehr brauchbar ;)

Toll das wird ein teurer Herbst, danke Microsoft :(


Mein teurer Herbst ist schon vorbei, das Lumia 920 und das Surface (64 GB + Touch Cover) sind schon gekauft.

P.S. Speziell für den Vergleich von Touch- und Type-Cover rate ich noch zu diesem Artikel: http://www.winsupersite.com/article/windows8/microsoft-surface-touch-cover-type-cover-144697
#3
Registriert seit: 29.10.2012

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1504
Zitat Tonmann;19659590

Ich überlege noch welches Cover ich mir kaufen soll, da ist dieser Bericht schon mal sehr brauchbar ;)


heise schreibt hierzu:

Zitat
Das Tippen auf dem Type-Cover klappt mühelos und gelingt auch auf dem Touch-Cover überraschend gut. Die dort fehlende haptische Rückmeldung (mangels Tastenhub) kompensiert das Surface durch Klickgeräusche. Das Type-Cover funktionierte bei unseren Tests nur dann zuverlässig, wenn es auf dem Tisch lag – auf den Knien bog sich die Tastatur leicht durch und konnte offenbar dadurch nicht mehr alle Tastendrücke erfassen, flüssiges Schreiben war so nicht möglich. Das Touch-Cover hat dieses Problem nicht.


Microsofts Surface RT angetippt | heise online
#4
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Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
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Beiträge: 29105
Surface users report Touch Cover splits and audio issues | The Verge
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