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Thunderbolt-Kabel mit mehr Technik als gedacht

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Erstellt am: von
Andreas Schilling

ThunderboltErst vorgestern berichteten wir von der Verfügbarkeit erster Thunderbolt-Endgeräte sowie dem dazu passenden Kabel. Das Kabel alleine schlägt bereits mit 49 Euro zu Buche und ließ auch sofort Bedenken zur Nutzung von Thunderbolt aufkommen, denn auch die dazugehörigen Endgeräte in Form von RAID-Systemen sind nicht ganz billig. Doch warum verlangt Apple für ein Kabel mit ein paar Kupferleitern 49 Euro? Orginalzubehör gehörte bei Apple aufgrund des Preises schon immer zu den größten Kritikpunkten. Doch zumindest bei den Thunderbolt-Kabeln könnte der Preis gerechtfertigt werden.

iFixit hat sich das Kabel einmal etwas genauer angeschaut und dabei kommt mehr Elektronik zu Tage, als dies zu erwarten war. So befinden sich im Stecker gleich mehrere Chips, samt kleineren Komponenten wie Widerständen und ähnlichem. Hauptmerkmal aber dürfte der Gennum GN2033 Chip sein. Er ist der eigentliche Transceiver und Emitter, der die Signale über das zwei Meter lange Kabel schickt und auf der anderen Seite wieder empfängt.

ifixit-thunderbolt-cable-teardown

Es dürfte einige Zeit vergehen, bis Dritthersteller Thunderbolt-Kabel anbieten werden, denn dazu muss die Elektronik verstanden und "reverse-engineered" werden. Klar ist nun aber auch, wie aktuelle Thunderbolt-Ports auf mit den Lichtwellenleitern der nächsten Generation zurecht kommen sollen. Der aktive Part sitzt im Kabel und nicht im Port selbst.

Die Kollegen von Heise konnten bereits erste praktische Tests mit der Thunderbolt-Verbindung machen und stellten fest, dass dieser "aktive Part", also das Kabel, auch im Betrieb seiner Funktion gerecht und relativ warm wird.

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Kommentare (16)

#7
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Ja und die RAID-Systeme auf der Computex haben auch ihre 800 MB/s gemacht.
#8
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Don: Der aktive Part im Kabel ist angesichts der einfachen Update-Fähigkeit keine dumme Idee. Warum auch? Irgendwo müssen die Komponenten rein, ob nun im Kabel oder im Port spielt finanziell keine Rolle.


Das das eigentliche Sende-/Emfangsteil im Kabel steckt wurde aber doch schon deutlich von Intel und Apple klargemacht. Daher ist die Technik auch so flexibel über Kupfer- oder Lichtwellenleiter realisierbar.
#9
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Ja eigentlich war bekannt, dass es gewisse Elektronik im Kabel selbst geben wird. Aber ich denke vom "Ausmaß" sind jetzt doch einige überrascht. Ich bin mal gespannt, wann das erste Firmware-Update für das Kabel kommt ;)
#10
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Mal sehen wie lange es dauert bis die Chinesen es bauen, dann bekommt man es auch bei Pearl^^. Das dauert nicht lange. Naja mal sehen wie sich TB in der Praxis bei NICHT Raid-Systemen durchsetzt.
Wenn die ersten Audiogeräte raus kommen wird es spannend.

Ich stelle mir vor: 1 Kabel für mehr als 128 Kanäle bei Wacken verlegen. Keine schweren Cases mehr für so ein Kram 1 (EIN) Kabel *G*.
#11
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Im Sinne der Austauschbarkeit der Übertragungstechnologie (Kupfer<->Glasfaser) sicher keine schlechte Idee. Im Sinne der Kosten und Usability ein Problem.
Problem deswegen weil Kabel IMMER problematisch sind solange sie nur irgendwie Bewegung und Steckzyklen augesetzt sind. So hat sich apple auch bei der FW-Entwicklung damit gerühmt sämtliche Verschleißteile in das leicht austauschbare - billige - Kabel zu verlagern und damit eine höhere Lebensdauer des Geräts samt der Verbindungsbuchse zu erreichen. Nun steckt auch noch die - teure - Übertragungstechnik im Kabel. Man merke: Ich wechsle zweimal (!) pro Verbindung den Physical Layer. Einmal vom Rechner die schnittstelle zu Thunderbolt, dann auf Thunderbolt selber. Im Falle des Kupferkabels macht das keinen Sinn. Von Kupfer auf Kupfer mit einem wohl ähnlichen Protokoll. Im Fall "Glasfaser" kann man sich das ja noch eingehen lassen. Aber bei einem Kupferkabel?!

Man sollte nur mal aus dem Augenwinkel betrachten warum sich USB durchgesetzt hat und nicht Firewire...es war schlicht billiger.
#12
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Das stimmt. Bezüglich Steckzyklen. Tja, Neutrik bietet da einige Stecker an die halten und sind supi aber dafür teuer. Naja im Heimgebrauch steckt man es nicht so oft , wie jetzt im Livebetrieb ;). Beispiel wäre ine Cinch-Stecker schrott wenn er x-mal gesteckt würde, ein XLR oder Speakon ist dagegen stabiler.
#13
Registriert seit: 04.09.2009

Obergefreiter
Beiträge: 86
kann man das Kabel nich einfach "Überbrücken" mit nem Kupferkabel? :)
#14
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Beiträge: 3174
Ronny180: kann man das Kabel nich einfach "Überbrücken" mit nem Kupferkabel? :)


Vermutlich weil ne Authentifizierung im chip drin ist. Gibt's angeblich sogar bei den meisten Apple(zertifizierten)-Kopfhörern...
#15
Registriert seit: 20.02.2003
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Oberbootsmann
Beiträge: 958
lieber Everest2000:
Die Technik für Audioübertragung gibt's schon länger und funzt mit RJ45- oder BNC-Steckern (auch über Glasfaser oder Kupfer)... Rocknet, Cobranet, Artnet, neuer noch Mediornet... MADI... und 90% aller größeren Digitalkonsolen werden eh per Ethernetkabel mit ihren Blackboxen und Wandlern verbunden.

Den aktiven Stecker finde ich nun kein Problem... sonst braucht man auch wieder beim Einsatz von Glasfasern wieder Adaptersätze.
#16
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Beiträge: 3174
Silberengel:
Den aktiven Stecker finde ich nun kein Problem... sonst braucht man auch wieder beim Einsatz von Glasfasern wieder Adaptersätze.

Theoretisch wären auch ohne aktive Kupferkabel aktive Lichtleiterkabel möglich...!
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