> > > > Canon EOS 20Da: Digital-SLR für Sternengucker

Canon EOS 20Da: Digital-SLR für Sternengucker

DruckenE-Mail
Erstellt am: von
Bereits vor wenigen Monaten stellte [url=http://www.canon.de]Canon[/url] die Canon EOS 20Da für den asiatischen Raum vor, eine Markteinführung in Europa war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geplant. Nun aber hat man sich entschlossen diese modifizierte Canon EOS 20D auch hierzulande einzuführen.

Mit dem Zusatz "a" stellt Canon eine Spezialversion der EOS 20D vor: Die 20Da wurde mit Blick auf die besonderen Anforderungen der Astrofotografie optimiert. Zu den technischen Besonderheiten gehört ein modifizierter Tiefpassfilter vor dem CMOS-Sensor. Bei der Beobachtung des Nachthimmels kann zudem ein Livebild auf dem LC-Display genutzt werden. Zusammen mit Canon EF- und EF-S Objektiven oder auch Teleskopen bieten sich so faszinierende Möglichkeiten für "Sternengucker", die Digitalfotografie zu nutzen. Der Preis für das Sondermodell, das entsprechend der speziellen Zielgruppe in limitierter Stückzahl verfügbar sein wird, beträgt 2.249,- Euro.Besonderer Tiefpassfilter
Der Tiefpassfilter, der sich vor dem 8,2-Megapixel-CMOS-Sensor der EOS 20Da befindet, weist eine Besonderheit auf, die für die Astrofotografie entscheidend ist: Im Vergleich zur Standardversion der EOS 20D lässt er im Infrarot-Bereich bei der Wellenlänge von 656 Nanometern - diese Wellenlänge wird als Wasserstoff-Alphalinie oder H? bezeichnet - rund 2,5mal mehr Strahlung durch. Auf diese Weise können schärfere und kontrastreichere Bilder von astronomischen Phänomenen wie beispielsweise diffuser rötlicher Nebel eingefangen werden.
Aufgrund des speziellen Tiefpassfilters sollte die EOS 20Da nur in der Astrofotografie eingesetzt werden. Für den Einsatz in der konventionellen Fotografie muss man sich eines IR-Sperrfilters bedienen, der die Wirkung des Tiefpassfilters mindert.

Livebild bei Nachtaufnahmen
Konstruktionsbedingt ist bei konventionellen digitalen Spiegelreflexkameras kein Livebild möglich. Anders bei der neuen EOS 20Da: Hier kann der Spiegel vor der Aufnahme vorausgelöst und der Verschluss geöffnet werden. Auf dem Display ist nun ein vergrößertes Livebild zu sehen, dass einer präziseren manuellen Fokussierung dient. Die Funktion kann nur für Nachtaufnahmen genutzt werden und nicht bei hellem Umgebungslicht.
Um die Fokussierung zu erleichtern, kann die Bildmitte im Livebildmodus um den Faktor fünf oder zehn vergrößert werden. Der Vergrößerungsbereich beträgt dabei vier Prozent bzw. ein Prozent des Bildfeldes. Dabei lässt sich das Livebild über den Videoausgang der EOS 20Da zu Beispiel zu einem Fernsehbildschirm übertragen, um so noch komfortabler auf Jupiter & Co. zu fokussieren.
Die EOS 20Da ist kompatibel zu allen Canon EF- und EF-S Objektiven, einschließlich Teleobjektiven mit Bildstabilisator. Objektive mit elektronisch unterstützter manueller Scharfstellung können dabei bei Verwendung der Livebildfunktion nicht manuell fokussiert werden. Über einen T-Adapter lassen sich Teleskope mit entsprechender Anschlussmöglichkeit mit der EOS 20Da verwenden.
Ein optimiertes Kontrollsystem des CMOS Sensor sorgt für eine weiter verbesserte Rauschunterdrückung gegenüber der EOS 20D. Zusätzlich bietet die EOS 20Da eine Custom Funktion für die Rauschunterdrückung, die bei allen Empfindlichkeiten zwischen ISO 100 und ISO 3200 aktiviert werden kann.

Bewährte Features
Abgesehen von den astrofotografischen Extras bringt die EOS 20Da alle bewährten Eigenschaften des Basismodells: Der DIGIC II Bildprozessor sorgt für hohe Geschwindigkeit und hervorragende Bildqualität. Der 9-Punkt-Autofokus, voll manuelle oder automatische Bedienung, Serienbilder mit bis zu fünf Bildern pro Sekunde, umfassende Unterstützung von RAW und JPEG werden ambitionierten fotografischen Ansprüchen gerecht.
Mit Hilfe von Selbstauslöser und Spiegelvorauslösung lassen sich Vibrationen vermeiden, die vom Drücken des Auslösers oder vom Hochklappen des Spiegels verursacht werden. Speziell diese Vermeidung von Vibrationen ist in der Astrofotografie von besonderer Bedeutung. Das beleuchtete LC-Display erleichtert zudem die Kameraeinstellung bei Dunkelheit.

Zubehör für die Astrofotografie
Das EOS System bietet optional erhältliches Zubehör für die EOS 20Da, das die Belange der Astrofotografie sinnvoll unterstützt. Zur komfortablen Kontrolle von Verschlusszeit und zur Vermeidung von Vibrationen beim Auslösen sind der Fernauslöser RS-80N3 oder die Kabelfernbedienung TC-80N3 empfehlenswerte Zusatzanschaffungen.
Ein sinnvolles Zubehörteil bei Verwendung eines Teleskops ist der Winkelsucher C (mit Adapter EC-c) mit 2,5facher Vergrößerung. Mit zwei Li-Ionen-Akkus erlaubt der Batteriegriff BG-E2 längere Betriebszeiten. Über das im Lieferumfang des Griffs enthaltene Batteriefach können außerdem sechs AA-Mignon-Batterien verwendet werden.

Leistungsfähige Software
Die mit der EOS 20Da gelieferte Canon Software umfasst die EOS Viewer Utility 1.2, EOS Capture v1.2 und PhotoStitch 3.1. Darüber hinaus sind Canons professionelle RAW-Software Digital Photo Professional v1.6 und Adobe Photoshop Elements 2.0 enthalten.
EOS Capture v1.2 erlaubt dabei die Steuerung und Kontrolle der Kamera bei angeschlossenem PC bzw. Mac und unterstützt automatische Bildserien sowie den Download der Aufnahmen zum Computer. Der im Lieferumfang enthaltene Netzadapter ACK-E2 gestattet die permanente Stromversorgung der Kamera bei langen Aufnahmezyklen.
Die Digital Photo Professionell v.1.6 ermöglicht die schnelle, präzise Anzeige und Ausarbeitung der RAW-Dateien mit umfangreichen Einstellungen und Korrekturmöglichkeiten für Belichtung, Farbe und Weißabgleich. Dabei erlaubt die Unterstützung von AdobeRBG, sRGB und Wide Gamut RGB eine flexible Einbindung in professionelle ICC-basierte Farbworkflows.
Leistungsfähige Stapelverarbeitungsfunktionen gestatten die Anwendung mehrerer gleichartiger Bearbeitungsschritte auf eine beliebige Anzahl von Aufnahmen.

Erhältlich im Handel von August bis September 2005 EOS 20Da für 2.249,-* Euro


Social Links

Tags

es liegen noch keine Tags vor.

Zu diesem Artikel gibt es keinen Forumeintrag

Das könnte Sie auch interessieren:

Sigma präsentiert neues Zoom mit fester Offenblende

Logo von SIGMA

Der japanische Kamera- und Linsenspezialist Sigma aus Kawasaki hat ein neues Zoom-Objektiv vorgestellt, welches besonders durch seine durchgehend feste Offenblende von f/1.8 hervorsticht. Der Brennweitenbereich des Zoomobjektivs geht von 50 bis 100 mm. Wie auch das 50mm f/1.4 DG HSM gehört das... [mehr]

Panasonic Lumix GX80 - der wahre GX7-Nachfolger

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/PANASONICLOGO

Die Lumix GX7 hat mit dem Mix aus kompaktem Body im Rangefinder-Stil und üppiger Funktionsfülle ihre Anhänger gefunden. Doch der nominelle Nachfolger GX8 wurde gerade von GX7-Nutzern gerne für den deutlich größeren Body und den höheren Kaufpreis kritisiert. Auch Panasonic hat offenbar... [mehr]

Digitalkameras: Viele Hersteller verlieren Interesse am Markt

Logo von HARDWARELUXX_NEWS_NEW

Es ist kein Geheimnis, dass der Markt für Digitalkameras, speziell im Bezug auf die Einstiegs- bis Mittelklasse, seit Jahren zu kämpfen hat. So reichen vielen Gelegenheitsfotografen ihre Schnappschüsse über Smartphones vollkommen aus. In Zeiten, in denen etwa die Kamera eines... [mehr]

Neue Canon EOS 80D vorgestellt

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/CANON

Mit der Canon EOS 80D hat Canon gestern das Nachfolgemodell der im Sommer 2013 erschienenen EOS 70D präsentiert. Ergänzt wird die Kamera durch das EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS USM, die bereits dritte Version dieses Zoomobjektivs, sowie den neuen Power Zoom Adapter PZ-E1. Mit 24,2 Megapixeln löst... [mehr]

Fujifilms X-T2 beerbt die X-T1

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/FUJIFILM

Mit der X-T1 bietet Fujifilm seit 2014 eine Premium-Systemkamera für anspruchsvolle Nutzer an. Mit der X-T2 wurde heute der Nachfolger der wetterfesten Enthusiastenkamera präsentiert.  Im Kern bietet die X-T2 die gleichen Tugenden, die schon die X-T1 ausgezeichnet haben. Der staub- und... [mehr]

Google: Fotofilter der Nik Collection ab sofort kostenlos

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/GOOGLE-2015

Die Nik Software Collection wird vielen Fotografen ein Begriff sein, da die Entwickler bereits seit vielen Jahren erfolgreich ein Filterpaket anbieten. Das Unternehmen wurde 1995 gegründet und ist seit 2012 Teil von Google. Vor der Übernahme kostete das Paket noch rund 500 US-Dollar, danach sank... [mehr]