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EU-Kommission fährt schwere Geschütze gegen Intel auf

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Nicht nur Microsofts Geschäftsgebaren ist der EU-Kommission ein Dorn im Auge, auch Intels Vertriebspraktiken stoßen bei den Wettbewerbshütern der Europäischen Union auf Ablehnung. Einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) zufolge, habe man in Brüssel aber inzwischen genug Beweise beisammen, um gegen die Pentium-Väter vorzugehen. In der für den Spätsommer erwarteten Klage will die EU gegen die bisherige Vertriebspraktik von Intel vorgehen. Beispielsweise soll der Prozessorsteller befreundeten Händlern Rabatte und Werbekostenzuschüsse gewähren, wenn diese im Gegenzug vornehmlich Produkte mit "Pentium-Inside" anbieten. Profitiert von diesen Praktiken hat angeblich auch die Media-Saturn-Holding, die seit 1999 ein exklusives Abkommen mit Intel haben soll. Zusammen mit Preisvorteilen beim Einkauf soll Media Saturn allein im vergangenen Jahr rund 85 Millionen Euro erhalten haben. Sollten sich die Berichte Bewahrheiten, so könnte es für die Kalifornier teuer werden, denn im schlimmsten Fall droht eine Strafe von bis zu 2,6 Milliarden Euro - rund 10 Prozent des Jahresumsatzes.

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