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WhatsApp tauscht vorerst keine europäischen Nutzerdaten mit Facebook

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facebook 2015Die Ankündigung von WhatsApp und Facebook untereinander Nutzerinformationen auszutauschen, sorgte für großen Wirbel. Einerseits wollen vieler Nutzer beider Dienste dies nicht, andererseits wiederspricht dies den eigenen Vorgaben beim Kauf von WhatsApp durch Facebook und offenbar auch der Einschätzung der europäischen Artikel-29-Datenschutzgruppe. Auch deutsche Datenschützer kündigten Widerstand gegen den Austausch von Daten an.

Nun scheint Facebook den Dialog zu suchen und will den Datenaustausch offenbar auf ungewisse Zeit aussetzen. Facebook will den Behörden damit aber nur die Zeit geben ihre Sorgen und Probleme mit dieser Maßnahme zu formulieren. Ein großes Fragezeichen gibt es allerdings um die Frage, wer eigentlich zuständig ist. Da Facebook ein Büro in Hamburg hat, meldetet Johannes Caspar zunächst Zweifel an der Richtigkeit des Datenaustauschs an. Facebook sieht dies aber natürlich anders und sieht den irischen Sitz als europäisches Hauptquartier als zuständige Instanz und dementsprechend auch die irischen Behörden in der Verantwortung. Allerdings haben auch die irischen Datenschützer bereits Zweifel an der Richtigkeit des Datenaustauschs angekündigt. Auch in weiteren europäischen Ländern gibt es Widerstand, was Facebook offenbar dazu bewogen hat zumindest ein klein wenig einzulenken.

Um welche Daten geht es eigentlich? Facebook möchte die bei WhatsApp hinterlegte Telefonnummer wissen und auch wann der Nutzer den Dienst zuletzt verwendet hat. WhatsApp betont dabei, dass keinerlei Inhalte der Mitteilungen ausgetauscht werden. Diese seien Ende-zu-Ende verschlüsselt und damit habe kein Dritter Zugang zu diesen Informationen. Die Metadaten, wie eben Telefonnummer und wann der Dienst genutzt wird, können aber natürlich eingesehen und weitergegeben werden. Allerdings werden von WhatsApp auch noch weitere Daten erhoben, die man zum aktuellen Zeitpunkt nicht weitergeben möchte. Dazu gehören Profilnamen, Profilfotos oder Statusmeldung.

WhatsApp-Mitglieder können der Verwendung der Daten widersprechen. Die Telefonnummer wird allerdings in jedem Fall weitergegeben, damit der Dienst weiter genutzt werden kann. Ob dies nun weiterhin der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

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Kommentare (4)

#1
Registriert seit: 20.09.2015

Hauptgefreiter
Beiträge: 182
Was soll das eigentlich heißen? Die Daten wurden doch schon weitergegeben. Es heißt doch nur (wenn es stimmt), dass sie die Daten von neuen Nutzern nicht weitergeben. Alle bisherigen wurden ja wenn dann schon übermittelt. Oder löschen sie alles jetzt wieder. Ist doch alles ein riesen Witz... und auch intransparent. Und man kann sich nicht davor schützen. Auch wenn man kein WA oder FB hat, ist man 100% in den Kontakten eines WA-Nutzers. Das heißt sie kriegen meine Nummer sowieso. Nur eine eventuelle Vernetzung mit anderen WA-Nutzern könnte man Ihnen noch verwehren wenn man kein WA mehr nutzt. Naja... eher wenn man es nie genutzt hat. Die bisherigen Daten haben sie ja auf jeden Fall.
Google, FB, Amazon und Konsorten haben echt viel zu leichtes Spiel... und jeder lässt es mit sich machen. WA nicht mehr zu nutzen bringt nach der Übermittlung auch nicht mehr viel.
#2
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Registriert seit: 26.03.2007

Hauptgefreiter
Beiträge: 129
StefanG3, ich stimme dir vollumfänglich zu. Was mich wundert: Die Nutzung von alternativen Messenger-Apps ist völlig problemlos möglich. Ich habe Whatsapp z.B. durch Threema für nur 2,99€ ersetzt und vermisse nichts.... Außer: Meinen Kontakten. Niemand nutzt die Alternativen auch wenn sie lediglich den Gegenwert einer Tasse Milchkaffee kosten. Geiz ist halt geil. Schade
#3
customavatars/avatar61315_1.gif
Registriert seit: 01.04.2007
Niemandsland
Korvettenkapitän
Beiträge: 2389
ich bin auch umgestiegen auf Telegram. whatsapp gelöscht ( vor der neuen Datenschutzklausel)

Ich denke für Facebook sind laufende, aktuelle Daten zur Nutzung von WhatsApp wesentlich wichtiger bzw.weertvoller wie vergangene Daten.
#4
Registriert seit: 24.11.2016

Matrose
Beiträge: 1
How is it possible??
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