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Stadt in den USA bekommt flächendeckende 10-GBit/s-Internetversorgung

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lichtwellenleiterIn Deutschland gilt ein flächendeckender Ausbau mit Breitband und mindestens 50 MBit/s als ambitioniertes Ziel für die nächsten Jahre. Dafür sollen gleich drei Ministerien verantwortlich sein – Wirtschaft, Verkehr und Innenministerium. Doch die Überlappungen an Zuständigkeiten sowie offensichtlichen Unzulänglichkeiten, z.B. wenn es darum geht einen nicht regulierten Markt entstehen zu lassen, sorgen dafür, dass selbst diese wenig beeindruckenden Ziele in immer weitere Ferne rücken.

Immer kommen daher Meldungen auf, die von einem wirtschaftlichen Betrieb schneller Internet-Infrastruktur in anderen Ländern sprechen und von denen auch wir dann berichten. Nun ist eine Stadt in den USA an der Reihe, genauer gesagt Chattanooga in Tennessee. Hier versorgt der lokale Anbieter EPB Fibre Optics in einem Umkreis von etwa 1.500 Quadratkilometer, 170.000 Haushalte und Unternehmen – unter anderem über ein Glasfasernetz mit schnellem Internet. Bereits heute und seit etwa fünf Jahren möglich ist die Versorgung mit 1 GBit/s – sowohl für den Download, wie auch für den Upload. Dieses Netz soll nun auf 10 GBit/s ausgebaut werden. Diese Geschwindigkeiten sollen in allen Anschlüssen erreichen werden.

Funktionsprinzip von TWDM-PON
Funktionsprinzip von TWDM-PON

Möglich wird dies durch eine Kooperation mit Alcatel Lucent. Der Netzwerkausrüster versucht sich mit zahlreichen Unternehmen an solchen Feldversuchen. Um die Datenrate auf der Glasfaser zu erhöhen, wird dabei nur die Übertragungstechnik verändert. Das Glasfaser selbst kann im Boden verbleiben. Alcatel Lucent verwendet die TWDM-PON-Technologie - TWDM-PON steht für Time and Wavelength Division Multiplexed Passive Optical Network. Diese überträgt auf einer Glasfaser z.B. vier Wellenlängen, um damit die Bandbreite zu erhöhen. So können vom Versorgernetz/Backbone bis zum ersten Switch bis zu 40 GBit/s übertragen werden und erst dann findet eine Aufspaltung der Wellenlängen statt, welche wiederum 10 GBit/s an die Endpunkte bringen kann.

Wer nun einen monatlichen Preis von tausenden US-Dollar für einen Anschluss mit 10 GB/s erwartet, der wird positiv überrascht sein. Für Privatkunden und kleine Unternehmen bietet EPB Fibre Optics Tarife mit 5 und 10 GBit/s an, während Unternehmen zwischen 3, 5 und 10 GBit/s wählen können. Die Angebote unterscheiden sich sicherlich in einigen Service-Details für den Ausfall der Leitung oder aber anhand anderer Bedingungen. Installationskosten fallen nicht an bzw. werden vom Anbieter übernommen.

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Kommentare (35)

#26
Registriert seit: 16.05.2012

Obergefreiter
Beiträge: 124
Zitat Woozy;23956115
Gott sei dank hat der Kreis Heinsberg 200mbit :fresse:


Nicht in ganz Kreis Heinsberg. Dafür aber in vielen kleinen Dörfern. Zum Glück wohnen ich in so ein und habe 100 Mbit´s FTTH.
Vorher hatte ich auch sowas wie DSL Light. YT ging nur nachts und Patches von Spielen konnte man morgens einschalten und nach der Arbeit war es fertig.
Zum Glück habe ich dieses Problem nicht mehr.

Gruß
Kiopo
#27
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Registriert seit: 06.04.2010

Obergefreiter
Beiträge: 109
Wie heißt die Stadt, Chattanooga? Warum muss ich jetzt an Glenn Miller denken und bedeutet dass, das ich zu viel Bildung abbekommen habe?! :fresse:

Zum Glück gehöre ich zu den 1,1% die einen Glasfaseranschluss im Haus haben. 300Mb für 59,90 wären drin, aber 50Mb für 24,90 sind auch schon ganz ordentlich... :vrizz:
#28
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Registriert seit: 16.10.2014

Obergefreiter
Beiträge: 68
Zum Glück Kabel 100, nachdem die Telekom nur DSL 3000 und M-net im selben Netz nur DSL 12000 schafft. Dabei hätte man beim Bau von vier neuen Häusern und somit (zweimal) aufgerissener Straße gleich neue Leitungen verlegen können.
#29
Registriert seit: 22.07.2009

Obergefreiter
Beiträge: 79
Zitat
Das Glasfaser selbst kann im Boden verbleiben.


Abgesehen davon, dass es DIE Glasfaser ist, ist leider der komplette Satz mit hoher Wahrscheinlichkeit inhaltlich falsch. In den USA werden Glasfaserkabel (besonders in den Südstaaten) oberirdisch verlegt (genau wie Strom und Telefon).
Nur Wasser gibt es unterirdisch, alles andere fast nicht - deswegen ist es ja auch so billig.

Zitat
Niemand will eine DDR 2.0!

Jaja niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen :D
Viele Kommunen haben deswegen Gesellschaften gegründet um diese Bereiche zu versorgen, Stadtwerke, Verkehrsverbünde und vielerorts inzwischen Breitbandunternehmen.
#30
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Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1602
Zitat DragonTear;23957282
Hmm, dies könnte man durchgehend nur lösen (ohne ein _erheblich_ schnelleres Netz) indem man die 100%tige Netzneutralität aufweicht...

Man schaft keine Kapazität durch QoS.
Zitat DragonTear;23957282
Also indem man Pakete von viel genutzten Webseiten (bzw. von denen die am meisten zahlen) priorisiert. Das wiederum wollen viele allerdings auch nicht...


Was du beschreibst wäre die Funktionsweise eines CDN, hier hilft das aufweichen der Netzneutralität NULL.
#31
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9476
Zitat TheBigG;23958477
Man schaft keine Kapazität durch QoS.

Nein, aber der Flaschenhals den Antares69 erwähnte müsste man damit vermidnern können. Kapazität bedeutet hat wieviel Daten insgesamt durchgeschleust werden können. Den Flaschenhals beim "Absender" gibt es aber wenn der nicht schnell genug die Daten durchs Netzwerk schleusen kann.


Zitat TheBigG;23958477
Was du beschreibst wäre die Funktionsweise eines CDN, hier hilft das aufweichen der Netzneutralität NULL.

Sicher was das CDN angeht?
Bin da jetzt nicht grade tief in der Materie. Wikipedia erzählt aber dass dort eine Optimierung der Leistung durch Caching-Techniken erreicht wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Content_Delivery_Network
Priorisierung dagegen heisst dass wenn zwei Pakete, z.B. ne Textnachricht und ein Frame eines Streams gleichzeitig abgeschickt werden, dann wird die Verarbeitungs-Queue jedes Knotenpunktes, den Frame des Streams bevorzugen (angenommen es kommt z.B. von YT, einem der Dienste die am meisten davon profitieren würden) und vor dem Text Paket verarbeiten und weiterleiten.
Ist das keine Aufweichung der Netztneutralität? Soweit ich gelesen habe (und usner Prof uns das Thema neutral dargelegt hat), dreht sich das immer um diesen einzelnen Punkt "Pakete sollen gleichberechtigt sein = Netztneutralität.
https://netzpolitik.org/2010/27c3-netzneutralitat-und-priorisierung-ein-widerspruch/
#32
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Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1602
Zitat DragonTear;23958533
Nein, aber der Flaschenhals den Antares69 erwähnte müsste man damit vermidnern können.

Nein kein bißchen, wenn der Server nur mit 1GBit/s angebunden ist wird das nicht mehr egal was man da priorisiert.
Zitat DragonTear;23958533

Kapazität bedeutet hat wieviel Daten insgesamt durchgeschleust werden können. Den Flaschenhals beim "Absender" gibt es aber wenn der nicht schnell genug die Daten durchs Netzwerk schleusen kann.

Die Kapazität die Ingesammt durchgeschleust werden kann muss immer höher sein als die Datenrate die gerade durchs Netzwerk geht. Alles andere führt zur degration der Service Qualität.


Zitat DragonTear;23958533

Sicher was das CDN angeht?
Bin da jetzt nicht grade tief in der Materie. Wikipedia erzählt aber dass dort eine Optimierung der Leistung durch Caching-Techniken erreicht wird: https://de.wikipedia.org/wiki/Content_Delivery_Network

Es geht darum die Daten möglichst nah an den Kunden zu bringen um möglichst wenig Daten quer über den Erdball zu schicken. Guck dir doch einfach Akamai an.
Zitat DragonTear;23958533

Priorisierung dagegen heisst dass wenn zwei Pakete, z.B. ne Textnachricht und ein Frame eines Streams gleichzeitig abgeschickt werden, dann wird die Verarbeitungs-Queue jedes Knotenpunktes, den Frame des Streams bevorzugen (angenommen es kommt z.B. von YT, einem der Dienste die am meisten davon profitieren würden) und vor dem Text Paket verarbeiten und weiterleiten.

Wenn die Backbone Kapaziatät ausreichend dimensioniert ist ist das unnötig, weil es schlicht keinen vorteil bringt.
Zitat DragonTear;23958533
Ist das keine Aufweichung der Netztneutralität? Soweit ich gelesen habe (und usner Prof uns das Thema neutral dargelegt hat), dreht sich das immer um diesen einzelnen Punkt "Pakete sollen gleichberechtigt sein = Netztneutralität.
https://netzpolitik.org/2010/27c3-netzneutralitat-und-priorisierung-ein-widerspruch/

Ja ist es, aber solange man die Kapazitäten nicht künstlich verknappt ist das absolut unnötig.
#33
Registriert seit: 09.04.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1104
Zitat xpac;23956991
Frage mich wie man die Telekom die einer der größten Hinderungsgründe ist beim Breitband ausbau noch in Schutz nehmen kann. Klar ist das hier nur eine Stadt, ja und? Es geht hier in meinen Augen primär darum das hier der WILLE gezeigt wird weiter Infrastruktur auszubauen. Und dieser Wille ist gerade beim quasi Monopolisten nicht erkennbar, weil hier das Kupfernetz noch nicht komplett ausgepresst ist.

Was für eine Verdrehung der Realität! Die deutsche Post hat direkt nach der Wiedervereinigung nur noch Glasfaser verbaut. Damals wurde die Post für FTTH scharf angegriffen, weil aus den USA der DSL billig Ramsch auf den Markt gedrückt wurde und das billiger als FTTH war. Obwohl man schon vor 20 Jahren wissen konnte, daß DSL nicht die Zukunft sein wird. Nach der Privatisierung wurde dann auch von der Telekom der DSL-Ramsch priorisiert. Nun wundert sich jeder weshalb FTTH nicht in die Gänge kommt. Man hätte unbedingt damals den ursprünglichen Bundespost Plan aufrechterhalten sollten. Dann wäre nun alle Haushalte längst mit Glasfaser versorgt.

P.S. In den zwanzig Jahren gab es es nur den Wechsel von OS1 auf OS2 Fasern, d.h. selbst mit alten OS1 Fasern kann man heute problemlos >20 Farben mit 25Gbps übertragen.
#34
Registriert seit: 08.03.2005

Gefreiter
Beiträge: 34
Zitat Smagjus;23956467
Das genaue Gegenteil kann man am Beispiel der USA erkennen. Da fängt der Ausbau doch erst an, sollte sich en zweiter Anbieter in ein Städtchen verirren.


Tja, es dürfen teilweise (oder sogar fast überall) sich keine weiteren ISP dazugesellen, Monopolstellung olé. Der Ausbau / Verfügbarkeit in den USA ist teilweise sehr schlimm, vermutlich wollen sie Probleme mit Traffic limit lösen - bestimmt lustig wenn viele dort vom streaming "abhängig" sind...

Aber wünscht euch nur weiter deren zustände, wie schon gesagt gibt es solche Teststädte und co auch bei uns.... (in Wien gab es vor _Jahren_ schon Blizznet mit FTTH für Private, ab 19,90). Die Milliarden wurden aber halt in den flächendeckenden Ausbau verpulvert, für den einen gut - für den anderen halt nicht!
#35
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 580
Zum Thema was in den USA in Sachen Breitband und auch sonstnoch (NSA, etc) abgeht empfehle ich immer mal wieder den channel "TEK SYNDICATE". Und da wird immer wieder klar...diese Meldungen geben bloss völlig unbedeutende micro changes in der Breitbandwelt wieder...tatsächlich rangiert die USA in Sachen Broadband noch weit HINTER uns, und ganz besonders schlimm ist dort die Situation mit Comcast, Verizon und Time Warner und AT&T die aktiv jegliche Verselbständigung von Kommunen in Sachen Internet Infrastruktur verhindern wollen mit massivem Lobbyismus, Gesetzesvorlagen (selbst diktiert) und Klagen. (Traditionelle Content Anbieter und Netzbetreiber in persona beherrschen einen Markt der ihnen die eigenen Kunden aus dem klassischen Segment des Kabelfernsehens/Telefonie absaugt, daran haben die wenig bis gar kein Interesse, deshalb auch lahme Leitungen, exorbitante Volumenspreise usw usw, die volumensbegrenzte Internetverbindung ist in den USA anders als hier im privat sektor der Standard.) Und zumal in den USA viel auf Bundesstaatsebene oder gar auf Bezirksebene geregelt wird kann in der einen Stadt eine rechtliche Situation herrschen die ein paar Meilen weiter ins Gegenteil verkehrt ist).

Ein drolliges Beispiel ist zum beispiel die Chicagoer Vergnügungssteuer auf NETFLIX und Konsorten.
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