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Deutsche Telekom und Huawei erreichen 375 MBit/s im Mobilfunknetz

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telekom2Die Hersteller von Mobilfunk-Hardware steigern sich seit Jahrzehnten bei den theoretischen Datenraten für Mobilfunknetzwerke. Qualcomm, als einer der führenden Hersteller, sprach Anfang des Jahres von LTE Cat 11, bei dem bis zu 600 MBit/s im Downstream erreicht werden sollen. In der Praxis werden solche Werte noch etwas auf sich warten lassen, auch wenn Qualcomm diese Hardware in Form von ersten Snapdragon-SoCs in Kürze ausliefern möchte.

Für einen Feldtest in Berlin wurde die Three Times Carrier Aggregation (3CA) verwendet. Dazu wurden die Frequenzblöcke von 800, 1.800 und 2.600 MHz gebündelt und letztendlich eine Übertragungsrate von 375 MBit/s erreicht. Sowohl auf Seiten der Mobilfunkstationen, als auch bei den meisten aktuellen Smartphones müssen zur Verwendung von 3CA keinerlei Veränderungen vorgenommen werden. Einzig eine angepasste Software müsse verwendet werden.

Die nun genannten 375 MBit/s lassen sich in der Praxis zwar erreichen, Endkunden sehen solche Spitzenwerte meist aber nicht. Hierzu sind die Mobilfunknetze von zu vielen Parametern abhängig, darunter auch die Signalstärke zu gleich drei Frequenzen und die Anzahl der Endgeräte in den einzelnen Netzen. Neben der hohen Datenrate besitzt 3CA aber auch noch weitere Vorteile. Über die niedrigen Frequenzbänder wird eine Ausbreitung in der Fläche und eine Durchdringung von Hindernissen (Gebäude etc.) erreicht. Die höheren Frequenzbänder sorgen für die notwendigen Kapazitäten und hohen Datenraten.

Ob und wann 3CA nun im Netz der Deutschen Telekom verfügbar sein wird, verrät der Netzanbieter nicht. Die Rede ist lediglich von "naher Zukunft".

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Kommentare (17)

#8
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Registriert seit: 26.01.2006
Das kleine Haus auf Karkand
Korvettenkapitän
Beiträge: 2330
Juhu, ich kann mein Monatliches Volumen in unter 32 sec. verbrauchen...

das verlangen des geldes von der GSM-Lizenz vom Bund und entsprechende anpassung der monatlichen kosten fürs iternet wäre sinnvoller
#9
Registriert seit: 08.09.2011
From Hell
Gefreiter
Beiträge: 54
Zitat Schwarzie;23901149
QFT und Amen. In Kanada wird gemeckert das deren Internet so langsam ist... beim durschnittlichen Upload sitzen die knapp 30% über Deutschland, und da sind die nördlichen Provinzen mit hunderten Kilometern an Nichts bereits mit drin. In den Ballungszentren wie Toronto bekommt man als endkunde Glasfaser mit 500Mbit synchron für 100CAD (knapp 70€)
Hier in Deutschland wird noch das letzte aus Vorsintflutlichen Kupferkabeln gequetscht und der Glasfaserausbau ist fast zum erliegen gekommen. Für einen Wirtschaftsstandort unseres Kalibers schlichtweg peinlich.

Und im Mobilfunk geht es zwar von der Geschwindigkeit her betrachtet hoch her, aber mit den Verträgen hierzulande ist sowas vollkommen uninteressant.


1. Es geht hier um Mobilfunk und nicht über DSL oder Glasfaser für den Anschluss zu Hause.

2. Schuld am schlechten DSL Ausbau sind einzig und alleine die Deutschen selber, jeder will nur billig billig, schnell mal zum Aldi und nen Festnetzanschluss abschließen, das ist PEINLICH und nichts anderes. Danach dann jammern das kein Anbieter bereit ist Milliarden für Glasfaser zu investieren (außer die Telekom übrigens). Glaube es hat auch jeder vergessen das die Telekom nur einer von sehr vielen Anbietern ist, warum jeder von der Telekom fordert Glasfaser auszubauen ist mir ein Rätsel. JEDER kann sich selbständig machen und Deutschland mit Glasfaser versorgen. Mal sehen wie viele Kunden ihr bekommt und wie viel diese bereit sind zu zahlen.
#10
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Registriert seit: 06.05.2007
Da wo das Rheinland aufhört und der Ruhrpott beginnt
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1367
...so ist es!

Und wer jetzt wieder mit den Vergleichen wie "aber selbst in Bulgarien gibt es ein besseres Netz!!" angekommt, der hat einfach keine Ahnung.
Problem liegt bei den Behörden, Kommunen und natürlich auch in der Sorgfalt, wie ein solches Netz geplant wird.

In den ganzen Schwellen/Entwicklungsländern wird die Glasfaser einfach oberirdisch gezogen, wie damals halt.
Das entspricht einfach nicht den deutschen Qualitätsstandards.
Zudem noch die Genehmigungsverfahren in Deutschland ne komplett andere Hausnummer sind.

Was denkt ihr denn wie viele Grundstückseigentümer man fragen muss, um einen KM Glas zu legen?
Und wie viele davon keine Lust haben, dass man ihnen den Garten aufbaggert?

Das ist in anderen Ländern...nunja...eher einfacher...da wird dann auch gerne mal "nachgeholfen"...

Beim Mobilfunkausbau das Selbe. Schaut Euch mal in anderen Ländern die Anlagen an...selbst in Spanien sieht man schon von der Straße, dass die Mobilfunkstationen bestimmt nicht zu 100% zugelassen sind.

Es dauert zwar in Deutschland etwas länger, allerdings ist es dann auch vernünftig gemacht und sicher!
#11
Registriert seit: 08.09.2011
From Hell
Gefreiter
Beiträge: 54
Bei uns gab es damals eine Initiativ gegen einen Funkmasten weil er zu nahe an einem Ort gebaut werden sollte, dann war er zu nahe an einem Wasserschutzgebiet und dann also 2 Jahre später ging er 500 Meter weiter in Betrieb. So viel mal dazu ;-) Ich hab die Ökospinner damals alle verflucht
#12
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Registriert seit: 21.03.2005
Berlin
Rīgarider
Beiträge: 28633
Zitat Schwarzie;23901149
QFT und Amen. In Kanada wird gemeckert das deren Internet so langsam ist... beim durschnittlichen Upload sitzen die knapp 30% über Deutschland, und da sind die nördlichen Provinzen mit hunderten Kilometern an Nichts bereits mit drin. In den Ballungszentren wie Toronto bekommt man als endkunde Glasfaser mit 500Mbit synchron für 100CAD (knapp 70€)
Hier in Deutschland wird noch das letzte aus Vorsintflutlichen Kupferkabeln gequetscht und der Glasfaserausbau ist fast zum erliegen gekommen. Für einen Wirtschaftsstandort unseres Kalibers schlichtweg peinlich.


Was hat denn das mit Wirtschaftsstandort zu tun? Nach solchen Bandbreiten schreit vielleicht der Privatkunde, mein AG (immerhin ein Unternehmen mit mehr als 300.000 Angestellten und Standorten weltweit) hat meines Wissens nach so gut wie keinen Standort mit mehr als 100 MBit angebunden. Und an denen arbeiten teils mehr als 1000 Mitarbeiter. Es ist doch ein Märchen zu glauben, dass viele Unternehmen gigantische Bandbreiten brauchen. Das Netz muss stabil sein, nicht rasend schnell.
#13
Registriert seit: 22.11.2006
Giessen
Oberbootsmann
Beiträge: 962
Zitat Berlinrider;23904896
Was hat denn das mit Wirtschaftsstandort zu tun? Nach solchen Bandbreiten schreit vielleicht der Privatkunde, mein AG (immerhin ein Unternehmen mit mehr als 300.000 Angestellten und Standorten weltweit) hat meines Wissens nach so gut wie keinen Standort mit mehr als 100 MBit angebunden. Und an denen arbeiten teils mehr als 1000 Mitarbeiter. Es ist doch ein Märchen zu glauben, dass viele Unternehmen gigantische Bandbreiten brauchen. Das Netz muss stabil sein, nicht rasend schnell.
Die Kosten des Netztes spielen auch eine Rolle. Eine 500Mbit Leitung kostet hierzulande um die 6000€ monatlich+/-30% je nach Standort. Anschlusskosten kommen noch hinzu. Das sind anderthalb Mitarbeiter nur fürs Internet. Der totale Wahnsinn.
Das ist für manche Kleinunternehmen nicht zu stemmen, und die müssten dann mit den 384kbit auskommen die die Telekom ihnen vor Ort zur Verfügung stellen kann.

Und es gibt genug Unternehmen die Bandbreite benötigen. Es macht schon einen Unterschied ob das Backup eines Standortes mal eben gemacht werden kann oder man sich überlegt einen Kurier zu benutzen...

Zitat Tobi_;23904082
In den ganzen Schwellen/Entwicklungsländern wird die Glasfaser einfach oberirdisch gezogen, wie damals halt.
Das entspricht einfach nicht den deutschen Qualitätsstandards.
Deutsche Qualitätsmaßstäbe sehen wir in Stuttgart 21, dem BER, der Elbphilharmonie, dem Airbus A400M, dem G36, VW's Dieselmotoren etc pp. Wir Leben hier vom Ruf vergangener Tage.

Zitat
Zudem noch die Genehmigungsverfahren in Deutschland ne komplett andere Hausnummer sind.
Du kannst ruhig sagen das sie vollkommen Schwachsinnig sind.

Zitat
Was denkt ihr denn wie viele Grundstückseigentümer man fragen muss, um einen KM Glas zu legen?
Und wie viele davon keine Lust haben, dass man ihnen den Garten aufbaggert?

Kann man unter der Straße verlegen. Das Tiefbauamt schreibt JEDESMAL die Telkos an wenn irgendwo die Straße aufgerissen wird ob sie dort Lehrrohre mit reinwerfen wollen. Passiert nie. Dabei sind die Tiefbauarbeiten mit Abstand das teuerste am Ausbau. Und drei Wochen nachdem die Straße wieder zu ist kommt der nächste Depp auf die Idee sie aufzureissen.
Null Koordination.

Zitat
Es dauert zwar in Deutschland etwas länger, allerdings ist es dann auch vernünftig gemacht und sicher!
Das ist ein Märchen,. nichts weiter. Und da muss ich nichtmal den BER als Negativbeispiel heranholen oder wie derzeit die Medien ebenfalls auf VW einprügeln. Da kann ich ganz simpel auf den Glasfaserausbau im Osten verweisen bei dem alles schön Unterirdisch und ordentlich verlegt hat. Nun kann man alles rausreißen und neu machen weil man billige Glasfasern verlegt hat die nicht mehr ausreichend sind.


Zitat Epo;23903769

2. Schuld am schlechten DSL Ausbau sind einzig und alleine die Deutschen selber, jeder will nur billig billig, schnell mal zum Aldi und nen Festnetzanschluss abschließen, das ist PEINLICH und nichts anderes.
Ich stimme dir voll und ganz zu. Deutschland hat verdammt billige Internettarife. Mitschuld trägt daran diese teils Realitätsfremde Regulierung die es erlaubt Mitbewerbern auf Kosten der Telekom Dumpinganschlüsse bereit zu stellen. Die Telekom macht dann bei diesem Spielchen mit. Neuinvestitionen sind so auch ein Problem da man nach kurzer Zeit seine Leitungen weitervermieten muss. Und die Kunden machen fröhlich mit.
#14
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Im sonnigen Süden
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Zitat Schwarzie;23905406
Deutsche Qualitätsmaßstäbe sehen wir in Stuttgart 21,
Also beim S21 läuft soweit ich weiss alles ganz gut. Jedenfalls wird fleissig gearbeitet (bin wöchentlich mindestens ein mal im HBF). Dass die Kosten die Schätzungen übersteigen ist inzwischen einfach üblich...
#15
Registriert seit: 22.11.2006
Giessen
Oberbootsmann
Beiträge: 962
Zitat DragonTear;23905466
Also beim S21 läuft soweit ich weiss alles ganz gut. Jedenfalls wird fleissig gearbeitet (bin wöchentlich mindestens ein mal im HBF). Dass die Kosten die Schätzungen übersteigen ist inzwischen einfach üblich...

Das ist inzwischen einfach nur ein Zeichen von Einmischung inkompetenter Politiker und deren Wunschträume. Solche Fehlplanungen bei denen Budget um mehrere hundert % überschritten werden und die geplante Baudauer um Jahre von der Realität abweicht sind einfach nur peinlich.
#16
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9484
Zitat Schwarzie;23914093
Das ist inzwischen einfach nur ein Zeichen von Einmischung inkompetenter Politiker und deren Wunschträume. Solche Fehlplanungen bei denen Budget um mehrere hundert % überschritten werden und die geplante Baudauer um Jahre von der Realität abweicht sind einfach nur peinlich.

Hast zwar nicht unrecht, aber ich sehe das so: Würde man ganz ehrliche Zahlen vorlegen mit Spielraum nach oben für eventuelle Probleme, dann würde das meiste garnicht genehmigt und wir könnten garkeine herausragenden Projekte mehr realisieren...
Ich bin mir auch zu 90% sicher dass die Verantwortlichen die Kosten insgeheim sehr wohl höher eingeschätzt haben, als angegeben. Oder zumindest dass ihre Berater/Planer sie darauf hingewiesen haben.
#17
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Giessen
Oberbootsmann
Beiträge: 962
Das Problem ist die öffentliche Vergabeverordnung wonach öffentliche Auftraggeber das günstigste angebot nehmen MÜSSEN. Auch wenn jedem von vorneherein klar ist das es so niemals ausfgehen kann.

Den Nachfordern kann man dann immer noch, notfalls mit Bullshitargumenten. Solange der politische Wille fehlt wird sich daran auch nichts ändern.
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