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IAA: Hyundai N 2025 Vision Gran Turismo mit Brennstoffzelle vorgestellt

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hyundaiAuf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt, die morgen offiziell ihre Pforten öffnet, präsentierte Hyundai eine komplett neue Modellserie und auch gleich ein erstes Konzeptfahrzeug, das rein elektrisch angetrieben wird. Die N-Serie ist dabei ein Sub-Brand von Hyundai, das ähnlich der M-Serie bei BMW, NISMO bei Nissan oder AMG bei Mercedes Benz den Performance-Bereich abdecken soll. Das "N" steht dabei für Namyang, dort befindet sich das R&D-Center von Hyundai. Dort werden die Fahrzeuge entwickelt, getestet werden sie dann auf dem Nürburgring

Der Hyundai N 2025 Vision Gran Turismo ist ein erstes Modell dieser Serie, befindet sich allerdings noch in der Konzeptionsstadium. Den N 2025 Vision Gran Turismo wird man so vermutlich nie auf den Straßen der Welt oder auf der Rennstrecke sehen, aber er soll nur der erste Schritt für die N-Serie sein, die zukünftig mit weiteren Modellen bestückt wird.

Hyundai N 2025 Vision Gran Turismo
Hyundai N 2025 Vision Gran Turismo

Der Hyundai N 2025 Vision Gran Turismo verwendet vier Elektromotoren, die in den Rädern bzw. Radnaben verbaut sind. Diese besitzen eine Leistung von jeweils 218 PS - insgesamt kommt das Fahrzeug also auf eine Leistung von 872 PS. Mit Strom versorgt werden die Elektromotoren nicht über einen Akku, sondern hauptsächlich durch zwei Brennstoffzellen. Diese bieten eine Leistung von 500 kW bzw. 680 PS. Große Kondensatoren liefern weitere 150 kW bzw. 204 PS und werden durch die Bremsenergie aufgeladen.

Eine Brennstoffzelle ist kein Energiespeicher, sondern wandelt die Energie aus den Trägerstoffen, in diesem Fall Wasserstoff und Sauerstoff, nur um. Die Brennstoffzelle selbst besteht aus Elektroden, die durch eine semipermeable Membran oder ein Elektrolyt (Ionenleiter) voneinander getrennt sind. Durch das ständige Zuführen der Reaktionspartner entsteht eine beständige chemische Reaktionsenergie, die theoretisch bei 1,23 V liegt. Um die notwenige Spannung für den Antrieb eines Hyundai N 2025 Vision Gran Turismo zu erreichen, müssen mehrere Zellen in einem Stack in Reihe geschaltet werden.

Hyundai N 2025 Vision Gran Turismo
Hyundai N 2025 Vision Gran Turismo

Hyundai nennt keinerlei weitere Details zum N 2025 Vision Gran Turismo. So fehlen Daten über die Beschleunigungswerte oder die Reichweite. Bei einem Gewicht von nur 972 kg dürften die Leistungswerte bei 872 PS aber beachtlich sein - sollte der N 2025 Vision Gran Turismo diese Leistung auch auf die Straße bringen können. Für den notwenigen Anpressdruck verzichtet Hyundai auf große Flügel und Spoiler auf der Oberseite des Fahrzeugs. Der Unterboden ist aber so gestaltet, dass genügend Anpressdruck entsteht. Aufstellbare Klappen sorgen bei starken Bremsvorgängen für zusätzlichen Luftwiderstand.

Da der N 2025 Vision Gran Turismo rein elektrisch angetrieben wird, hat Hyundai ein Sound-System entwickelt, welches für die erwartete Geräuschkulisse sorgt und zudem mit den Eigengeräuschen des Fahrzeugs zusammenarbeitet. Dies wären die Geräusche der zwei Brennstoffzellen, die sich wie Turbinen bei 200.000 Umdrehungen pro Minute anhören sollen. Ebenfalls deutlich hörbar sein sollen die LN2-Kühlung sowie die Hochleistungs-Elektromotoren.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 23.01.2007
nähe FFM
Korvettenkapitän
Beiträge: 2349
Wenn so die Zukunft aussieht, na hoppla!
Krankes Teil, gefällt mir richtig gut!
#2
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Fregattenkapitän
Beiträge: 3048
Sorry Hyundai... sieht hübsch aus, aber so wird das nie was mit Brennstoffzellenfahrzeugen. Batteriebetriebene Fahrzeuge haben in den letzten 10 Jahren soviel Fortschritt gemacht, dass die theoretischen Vorteile der Brennstoffzelle arg zusammengeschmolzen sind... und noch immer gibt es nur völlig realitätsferne Konzepte zu bestaunen. Wo sind die praktischen, massenmarkt-tauglichen Serienfahrzeuge, und wo ist die Firma, die zur Not auf eigene Kosten dem Wasserstofftankstellennetz auf die Beine hilft, wie es Tesla mit den Superchargern vormacht? Wenn das nicht realistisch umsetzbar ist, und zwar ziemlich bald, dann werden Batteriefahrzeuge den Brennstoffzellen schlicht und ergreifend wegfahren.

(Meine Meinung zumindest!)
#3
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9480
Zitat Cheesage;23867006
Wenn so die Zukunft aussieht, na hoppla!
Krankes Teil, gefällt mir richtig gut!

Wenn du sowas je auf einer deutschen Straße sehen wilslt, musst du dich allerdings erst beim TüV beschweren... :D
#4
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 402
Was genau wird da LN2 gekühlt? Hat der supraleitende Motoren?
#5
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1435
Und was soll der Ottonormalverbraucher mit diesen Sport-und Rennboliden?

Wichtig ist, dass vermehrt Fahrzeuge für den Alltag auf alternative Antriebe setzen und nicht etwa irgendwelche Rennfahrzeuge.

Kompakte Kleinwagen für den täglichen Stadtverkehr und den Weg zur Arbeit wären mal massenmarkttauglich angebracht.
#6
Registriert seit: 18.02.2005
Oldenburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2120
Zitat Superwip;23867403
Was genau wird da LN2 gekühlt? Hat der supraleitende Motoren?


Ich könnte mir vorstellen, dass theoretisch ein Superkondensator verwendet werden soll. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass manche Kondensatoren ihre Leistung um den Faktor 2 bei einer Kühlung um 10°C steigern. Eine Kühlung wäre in dem Fall also nicht schlecht. Auch die Brennstoffzellen könnten hier gekühlt werden, da zB Feststoffbrennstoffzellen bis zu 900°C erreichen können. Im Auto wäre das sicherlich nicht so Bombe...


Zitat Morrich;23867594
Und was soll der Ottonormalverbraucher mit diesen Sport-und Rennboliden?

Wichtig ist, dass vermehrt Fahrzeuge für den Alltag auf alternative Antriebe setzen und nicht etwa irgendwelche Rennfahrzeuge.

Kompakte Kleinwagen für den täglichen Stadtverkehr und den Weg zur Arbeit wären mal massenmarkttauglich angebracht.


Mit dieser Studie nichts. Oft sind solche Studien jedoch Möglichkeitskonzepte, die dann Techniken für die späteren Serien beinhalten. Siehe zB VW XL1. Wobei ich dies bei den meisten Studien (GT Vision) die für GT6 erschienen sind, eher für unwahrscheinlich halte. Siehe zB Chaparral 2X.
#7
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 402
Zitat Henn1;23867808
Ich könnte mir vorstellen, dass theoretisch ein Superkondensator verwendet werden soll. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass manche Kondensatoren ihre Leistung um den Faktor 2 bei einer Kühlung um 10°C steigern. Eine Kühlung wäre in dem Fall also nicht schlecht. Auch die Brennstoffzellen könnten hier gekühlt werden, da zB Feststoffbrennstoffzellen bis zu 900°C erreichen können. Im Auto wäre das sicherlich nicht so Bombe...


Kondensatoren müssen fallweise sicher geühlt werden und können fallweise bei tiefere Temperaturen eine höhere Kapazität haben.

Aber derart niedrige Temperaturen das flüssiger Stickstoff sinnvoll erscheint sind unrealistisch. Klassische Superkondensatoren verlieren bei sehr tiefen Temperaturen sogar massiv an Kapazität.

Für Brennstoffzellen gilt das Selbe: Sie funktionieren bei der Temperatur von flüssigem Stickstoff schlicht nicht und können in jedem Fall problemloser mit Wasser gekühlt werden.
#8
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9480
Zitat Henn1;23867808
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass manche Kondensatoren ihre Leistung um den Faktor 2 bei einer Kühlung um 10°C steigern..

Bezog sich das wirklich auf Leistung im Sinne von kapazität?
Ich kenne die Faustregel nur so: +10° = halbierte Lebensdauer.
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