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Tesla Software-Update 7.0 ermöglicht halbautonomes Fahren (Update)

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tesla motorsElon Musk wurde in den vergangenen Monaten nicht müde zu erklären, dass die finale Vorgabe für die Assistenzsysteme im aktuellen Model S recht deutlich sind: Autonomes oder halbautonomes Fahren bzw. eine weitergehende Unterstützung des Fahrers. Die meisten ausgelieferten Fahrzeuge wären theoretisch bereits heute in der Lage komplett selbstständig zu fahren. Rechtliche und versicherungstechnische Gründe hindern Tesla aber aktuell noch daran, die Fahrzeuge in dieser Form auszuliefern. Allerdings macht man nun einen weiteren Schritt in diese Richtung.

Einige ausgewählte Fahrer eines Models S sollen in Kürze die Software-Version 7.0 bekommen. Diese schaltet zahlreiche Assistenzsysteme frei - unter anderem einen Spurassistenten sowie eine automatische Abstandskontrolle im Zusammenspiel mit einem Tempomaten, der sich auch an die Geschwindigkeitsvorgaben der Verkehrsschilder halten kann und soll. Ebenfalls angeboten wird eine Notbremsung im Bedarfsfall, eine Erkennung von Hindernissen im toten Winkel sowie eine Warnung vor einem Seitenaufprall, wenn andere Fahrzeuge ihre Spuren verlassen. In den meisten Fällen kommen dazu Kameras zum Einsatz, aber auch andere Sensoren spielen eine wichtige Rolle. Angekündigt wurde dieses Software-Update bereits im März, nun aber wird es endlich auch breiter getestet. Dazu wird es auch an normale Fahrer ausgeliefert und nicht nur von Testfahrern verwendet. Damit möchte Tesla die Software in mehr praxisrelevanten Situationen testen können.

Cockpit eines Tesla Model S
Cockpit eines Tesla Model S

Wo der Autopilot zum Einsatz kommen soll, beschreibt Elon Musk schlicht mit "major roads", also größeren Straßen wie z.B. den US-amerikanischen Highways. Von der Auffahrt bis zur Abfahrt soll ein komplett automatisches Fahren möglich sein. Auf Versuchsfahrten fuhren mehrere Model S von San Francisco bis nach Seattle, ohne das der Fahrer eingreifen musste.

Elon Musk, CEO von Tesla: "We’re now almost able to travel all the way from San Francisco to Seattle without the driver touching any controls at all. Obviously, this is a feature which requires a lot of validation testing, but we’re hopeful that we can start releasing the first auto steering features in about three months or so. It is technically capable of going from parking lot to parking lot, but we won't be enabling that for users with this hardware suite, because we don't think it's likely to be safe in suburban neighborhoods, where people might be traveling 30 miles an hour and there’s no lane markings and there could be kids playing in the street."

Für die nähere Zukunft verspricht Tesla noch weitere Funktionen. So soll das Auto den Weg automatisch in und durch die Parkgarage zum nächsten freien oder zugewiesenen Parkplatz finden. Denkbar wäre eine Situation, bei der der Fahrer vor der Haustür aussteigt und das Fahrzeug dann auf den zugewiesenen Parkplatz fährt. Natürlich geschieht dies mit nur geringer Geschwindigkeit, so dass Objekte größtenteils über die Ultraschallsensoren geortet werden können.

Ein von Tesla mit dem Software-Update angebotenes Level an autonomen Funktionen eines Fahrzeuges sind allerdings schon längst keine Seltenheit mehr. Luxusmodelle von BMW, Audi und Mercedes-Benz rollen schon seit einiger Zeit mit solchen Assistenzsystemen über die Straßen. Allerdings ist das Niveau, das Tesla mit der aktuellen Technik erreichen will, weitaus ambitionierter, als das was die etablierten Hersteller anbieten wollen. Eines muss bei aller autonomen Fahrassistenz aber noch immer betont werden: Der Fahrer muss auch bei solchen Systemen zu jederzeit in der Lage sein, das Fahrzeug zu kontrollieren. Bis auch diese Hürde genommen werden kann, wird es sicherlich noch etwas dauern.

Update:

Elon Musk hat per Twitter bekanntgegeben, dass die Software Version 7 am dem 15. Oktober veröffentlicht und ab dann eingespielt werden soll. Mit dem Update kann das Model S in parallele Parkplätze einparken und wechselt automatisch die Fahrspur, wenn der Fahrer den Blinker setzt.

 

 

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Kommentare (16)

#7
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Oh das Netz sieht besser aus als ich vermutet hätte, allerdings bei weitem nicht ausreichend.
Die meisten Supercharger, die ich jetzt gesehen habe, waren Abseits der Autobahn. Auch ist die Abdeckung nicht die grandioseste. Im Endeffekt muss eine Dichte vorhanden sein, wie sie auch bei Erdgas ist. Ebenso die Lage.
Dann hat man eine echte Alternative. Und solange Tesla nicht auch ein Fahrzeug für die Masse bringt, braucht man sich um wenig sorgen.
Ich vermute ja, dass die restlichen Hersteller aufspringen wenn die Technologien erprobter sind und man weniger für F und E ausgeben muss.
#8
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Sicher sind Investitionen in die Infrastruktur mehr als überfällig, aber man muss in der Reichweitendiskussion auch mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen, denn meist wird sie mit völlig praxisfernen Anforderungen geführt. Fakt ist, die ganz überwiegende Mehrheit fährt NICHT mehr als 300km am Tag. Und das schafft ein Tesla bereits heute. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern bereits jetzt alltagstauglich.


Zitat Eisbaer68;23945724
Insbesondere das 17 Zoll Tablet in der Mitte ist der Hammer und wirklich beeindruckend....

....aber es ist quälend langsam.
Das stimmt. Ich kann die Qualitätsdiskussion in Teilen nachvollziehen, man muss sich aber auch klar sein, dass man hier hauptsächlich die Entwicklung der Elektrotechnik bezahlt und es sich trotz des Preises nicht um einen Phaeton handelt. Es kommt natürlich auch auf das persönliche Empfinden an, was in Amerika bekannterweise gerne mal etwas anders ist. Ich brauche aber z.B. auch kein Holz im Cockpit (hat für mich was von Altherrenwagen - nichts für ungut :D) und spiele auch nicht dauernd am Display rum (ich hätte es sogar lieber etwas kleiner), insofern wären das für mich keine Dealbreaker. Das wäre schon eher der Preis... ich hoffe mal, dass das Model 3 schon auf dem Markt ist, wenn ich wieder in der Situation bin ein Auto zu brauchen. Jetzt noch wieder einen Benziner anschaffen zu müssen, wäre nach der Fahrt im Tesla schon bitter :D
#9
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ist halt auch ne lobbyistenfrage. die hersteller haben nix gemacht weil sie von der ölindustrie hofiert werden und die gängigen konzepte funktioniert haben.

das ist im endeffekt mit dem atomausstieg zu vergleichen, jahrelang gepennt und jetzt kommts mit dem vorschlaghammer und alle jaulen rum!
#10
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Zitat L0rd_Helmchen;23945887
Sicher sind Investitionen in die Infrastruktur mehr als überfällig, aber man muss in der Reichweitendiskussion auch mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen, denn meist wird sie mit völlig praxisfernen Anforderungen geführt. Fakt ist, die ganz überwiegende Mehrheit fährt NICHT mehr als 300km am Tag. Und das schafft ein Tesla bereits heute. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern bereits jetzt alltagstauglich.


Stimmt. Wenn man sich aber nur ein Auto leisten kann, dann wird es meistens ein solider Allrounder sein. Auch wenn man an 360 Tagen im Jahr unter 50km am Tag zur Arbeit und Einkaufen fährt, so wird man dennoch für die 5 Tage Langstrecke (Urlaub) nicht zum E Fahrzeug greifen, wenn man nicht ebenso gut "tanken" kann wie mit dem benziner
#11
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Wenn man mit dem Auto in den Urlaub fährt (wobei ich definitiv das Flugzeug bevorzuge, aber jedem das seine), dann plant man aber allein vom Stressfaktor her schon mal ordentliche Pausen auf der Strecke ein und fährt nicht 800km durch. Das ist kann man mit einem Verbrenner theoretisch machen, ist aber alles andere als empfehlenswert.
#12
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Beiträge: 2276
Pausen eindeutig. Dafür allerdings extra abfahren und je nachdem wo der Charger steht, dann nochmal halten um zu Essen etc. ist dann doch weniger praktisch.
Flugzeug ist sicherlich oftmals praktisch, wenn ich zum Skifahren in den Süden will, nehme ich doch lieber das Auto. Allein um des Gepäcks Willen.
Ich glaube, dass das Supercharger Netz ausschlaggebender Punkt sein wird, bei der Durchsetzung dieser Technologie. So war es damals auch bei Erdgas.
#13
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Stabsgefreiter
Beiträge: 311
Zitat ElPiet;23945950
Pausen eindeutig. Dafür allerdings extra abfahren und je nachdem wo der Charger steht, dann nochmal halten um zu Essen etc. ist dann doch weniger praktisch.


hm.... wie kommst Du darauf bzw. hast Du dir die Karte mal genauer angeschaut? Die Dinger stehen zwar nicht auf den BAB Rastplätzen, aber meistens auf Autohöfen durchaus in der Nähe der Autobahn. Sicher muss man runter von der Bahn, aber wenn ich mir die Standorte so anschaue ist das doch nicht wirklich ein Problem, oder etwa doch? Also für mich wäre das kein K.O. Kriterium.

Was das Model 3 betrifft bin ich noch skeptisch. Das wird eine mächtig abgespeckte Variante die aber preislich vermutlich auch nicht zum "E-Volkswagen" taugt. Nein, echte Konkurrenz muss her, aber bitte nicht so einen Unfug wie der hier...

:stupid:
#14
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Beiträge: 2276
Ich habe mal grob drüber geschaut und die Liste zur Hilfe genommen.
50 Charger in Summe halte ich für relativ wenig. Autohöfe sind nicht unbedingt direkt K.O., aber eben auch kein Pluspunkt.
Im Moment muss man seine Strecke noch recht vorsichtig planen mit einem Tesla. Was passiert, falls man im Winter in einen längeren Stau kommt und wie das dann mit der Baterie ist? Eventuell ist man auch gezwungen hier und da einen Umweg zu fahren um den Charger mitzunehmen.
Ich denke, dass aber einer Menge von 150-200 Chargern an den Autobahnen eine Menge erreicht ist, die sehr komfortabel für den Nutzer wäre. So dass dies kein Problem und Hinderniss mehr ist.
#15
Registriert seit: 01.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 128
Zitat ElPiet;23946125
Ich habe mal grob drüber geschaut und die Liste zur Hilfe genommen.
50 Charger in Summe halte ich für relativ wenig. Autohöfe sind nicht unbedingt direkt K.O., aber eben auch kein Pluspunkt.

Zum Tanken fahre ich auf längeren Strecken ohnehin wenn möglich einen Autohof an, das ist oftmals deutlich günstiger als direkt auf der Autobahn. Ob das jetzt ca. alle 400-500km oder 600-700km ist ...

Zitat ElPiet;23946125
Im Moment muss man seine Strecke noch recht vorsichtig planen mit einem Tesla. Was passiert, falls man im Winter in einen längeren Stau kommt und wie das dann mit der Baterie ist?

- Stau frühzeitig umfahren, nicht nur wegen E-Antrieb
- Einen fast leeren Benzin-/Diesel-Tank kann man doch auch haben, ist natürlich mit Kanister schnell wieder zu füllen, das gebe ich zu
- Auch der Verbrenner muss im Stillstand verbrauchen, wenn du nicht frieren möchtest, oder macht das ohnehin, wenn er keine Start-Stopp-Automatik hat
- Im Sommer ist die elektrische Klimaanlage effizienter als eine über Riemen angetriebene
- Zumindest beim ersten Liegenbleiben soll der Tesla-Kundendienst sehr kulant sein

Zitat ElPiet;23946125
Ich denke, dass aber einer Menge von 150-200 Chargern an den Autobahnen eine Menge erreicht ist, die sehr komfortabel für den Nutzer wäre. So dass dies kein Problem und Hinderniss mehr ist.

Das ist wohl richtig, aber viele sind in Deutschland zumindest nächstes Jahr wohl nicht geplant. Ein Problem gibt es auch dann, wenn Tesla zuviel verkauft und die Stationen besetzt sind.
#16
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Korvettenkapitän
Beiträge: 2276
Zitat wargodofmetal;23946278


- Stau frühzeitig umfahren, nicht nur wegen E-Antrieb
- Einen fast leeren Benzin-/Diesel-Tank kann man doch auch haben, ist natürlich mit Kanister schnell wieder zu füllen, das gebe ich zu
- Auch der Verbrenner muss im Stillstand verbrauchen, wenn du nicht frieren möchtest, oder macht das ohnehin, wenn er keine Start-Stopp-Automatik hat
- Im Sommer ist die elektrische Klimaanlage effizienter als eine über Riemen angetriebene
- Zumindest beim ersten Liegenbleiben soll der Tesla-Kundendienst sehr kulant sein




Stau umfahren klappt auch nicht immer, aber das ist nicht der Punkt. Klar kann das alles auch mit dem Benziner passieren. Allerdings ist es weniger stressig, da A) die Reichweite höher und B) man an jeder Ecke eine Tanke findet. Ich erinnere mich nicht daran auf längeren Fahrten je unter 1/3 Tank zu kommen, da ich öfter Pause zum selber nachtanken mache als der Tank leergehen kann.

Ich bin prinzipiell pro E-Autos ( zumindest wenn wir es schaffen unsere Stromproduktion sauber zu machen, denn im Moment werden die Emissionen nur verlagert und nicht verhindert), allerdings ist noch einiges zu tun, bevor diese realistisch als Alternative für die Massen gelten. Die breite Masse will es bequem und ohne Aufwand haben. Bei Autos zähle ich mich da voll mit rein, denn ich finde autofahren lästig, ätzend und anstrengend.
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