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Deutsche Telekom übernimmt 7.700 Mobilfunkstandorte von Telefónica

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telefonicaBedingt durch die Übernahme von E-Plus hat Telefónica Deutschland derzeit mit Überkapazitäten zu kämpfen. Denn nicht selten befinden sich Mobilfunkanlagen der ehemals konkurrierenden Anbieter in unmittelbarer Nähe zueinander. Um dies zu ändern, werden nun 7.700 solcher Standorte an die Deutsche Telekom veräußert.

Zum Preis gibt es keine Angaben, die Erlöse dürften sich jedoch im Rahmen dessen bewegen, den Telefónica erwartet hat – sie seien „in den bereits kommunizierten Synergieerwartungen im Zuge der Netzintegration enthalten“.

Aber auch der Einsatz der Mittel steht bereits fest. Denn diese sollen in den weiteren Ausbau des LTE-Netzes investiert werden, schließlich will man bis Ende 2016 90 Prozent der deutschen Haushalte mit dem schnellen Mobilfunkstandard versorgen können. In erster Linie geht es dabei um die Schaffung weiterer Kapazitäten im 800-MHz-Band. Nötig ist dies, da E-Plus in der Vergangenheit vor allem im Bereich von 2.600 MHz aktiv war, was für dicht besiedelte Gebiete von Vorteil, in eher ländlichen Gebieten aber ein Nachteil ist. Am Ende, so Telefónica, sollen rund 25.000 Mobilfunkstandorte übrig bleiben, um die Kunden ausreichend zu versorgen.

Die Deutsche Telekom will das Geschäft ihrerseits ebenfalls für eine bessere LTE-Versorgung nutzen. Konkreter wird das Unternehmen in seiner Stellungnahme nicht.

Beide Seiten betonen jedoch, dass durch den Verkauf Kosten gespart werden können. Denn einerseits müsste Telefónica den Abbau der überflüssigen Standorte nicht zahlen, gleichzeitig könne sich die Deutsche Telekom die Installation neuer Anlagen sparen. Um welche Anlagen es sich genau handelt, geht aus der Ankündigung nicht hervor, in erster Linie seien jedoch Funkmasten auf Dächern betroffen.

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 03.02.2008
Stuttgart
Bootsmann
Beiträge: 594
Hoffentlich ist es nicht spürbar!
#2
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Registriert seit: 06.04.2010

Obergefreiter
Beiträge: 109
Erst mal Werbung machen mit "2 Netze sind schneller, besser, blah" und dann elegant ein Viertel der Masten an die Konkurrenz verscherbeln.
#3
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Registriert seit: 06.05.2005
Sda.
Flottillenadmiral
Beiträge: 5277
Die Menschheit funk sich Krank auf lange sicht.
#4
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Registriert seit: 08.03.2012

Oberbootsmann
Beiträge: 794
Zitat Mayk-Freak;23690230
Die Menschheit funk sich Krank auf lange sicht.


Dazu gibt es soweit ich weiß keine eindeutige Studie.

Aber könnte man ja mit mehr Sendemasten lösen.
(Halbierung der Distanz resultiert in Viertelung der Sendeleistung bei gleicher Empfangsqualität in der Mitte)
#5
Registriert seit: 08.05.2014
Main-Tauber-Kreis
Matrose
Beiträge: 17
Zitat
Nötig ist dies, da E-Plus in der Vergangenheit vor allem im Bereich von 2.600 MHz aktiv war


Ausschließlich wäre die richtigere Formulierung: E-Plus hatte keine Frequenzen für 800 MHz ersteigert.
#6
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Registriert seit: 25.05.2008
Bayern
Stabsgefreiter
Beiträge: 259
Klingt nach einer Win-Win Situation für alle.

Verständlich, wenn (beispielsweise) auf einem Hausdach E-Plus UND O2 installiert ist, dass man nur einen Mast braucht.

Telekom kann noch besser ausbauen, O2 kann endlich mal ordentlich LTE ausbauen.

Sollten sie nur annähernd eine LTE Abdeckung wie D1 oder D2 hinbekommen, müsste das lila T und das rote V rein theoretisch mit den Preisen nach unten.
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