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Intel: 22 Prozent weniger Desktop-CPUs im zweiten Quartal

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intel3Weniger Notebook- und Desktop-CPUs, dafür mehr Tablet-Chips: In Intels Bilanz für das zweite Quartal 2015 lässt sich die Entwicklung des IT-Marktes problemlos erkennen. Dass das Ergebnis am Ende aber nicht desaströs ausgefallen ist, liegt an den weiteren Geschäftsfeldern – die man in den jüngeren Vergangenheit vorausschauen gestärkt hat.

Insgesamt konnte das Unternehmen zwischen April und Juni rund 13,1 Milliarden US-Dollar umsetzen und einen Netto-Gewinn von 2,7 Milliarden erwirtschaften. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies Rückgängen von gut 13 und 3 Prozent.

Spürbar weniger CPUs

In Hinblick auf die Entwicklung der Einnahmen entwickelten sich die einzelnen Sparten sehr unterschiedlich. Bedingt durch die schwache Nachfrage nach CPUs – 11 Prozent weniger Notebook-CPUs, 22 Prozent weniger Desktop-CPUs – ging der Umsatz in der Client Computing Group um rund 13 Prozent auf 7,1 Milliarden US-Dollar zurück. Das Geschäft mit Speicher und Hardware für Rechenzentren verlief hingegen erfreulich: Hier wurde ein Plus von rund 9 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar erreicht. Einen ebenfalls großen Sprung legte die IoT-Sparte hin, mit 0,4 Milliarden US-Dollar ist der Anteil am Umsatz aber weiterhin klein.

Deutlicher wird die Entwicklung des Marktes beim Blick auf die operativen Ergebnisse. Der Gewinn der Client Computing Group ging um 38 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar zurück, die Data Center Group zeigte sich mit 1,8 Milliarden stabil; gleiches gilt für die IoT-Sparte, die bei 0,1 Milliarden verharrt.

Das klassische Geschäft mit Prozessoren ist abermals geschrumpft
Das klassische Geschäft mit Prozessoren ist abermals geschrumpft

Dass Intel-Chef Brian Krzanich die Zahlen als Zeichen der Transformation des Unternehmens wertet, überrascht am Ende nicht. Man werde den eingeschlagenen Kurs beibehalten und sich weiterhin auf Innovationen konzentrieren.

Ganz abschreiben will man das Geschäft mit Prozessoren für Desktop- und Notebook-Systeme aber dennoch nicht. Denn mit dem Start von Skylake und Windows 10 rechne man mit einer Verbesserung der Zahlen, so Krzanich. Ob das am Ende aber so eintreten wird, bleibt abzuwarten. Denn die bislang veröffentlichten Benchmarks deuten auf keine eklatanten Verbesserungen gegenüber Broadwell hin, detaillierte Ergebnisse dürfte es aber erst nach dem Start geben, der vermutlich am 5. August erfolgt.

Keine Aussage zu Smartphones

Unabhängig davon dürfte die Entwicklung des Mobile-Bereichs mit Spannung zu beobachten sein. Denn bedingt durch die Umstrukturierung weist Intel dessen Zahlen nicht mehr einzeln aus. Stattdessen verschwinden sie in der Client Computing Group. Entsprechend ist völlig unklar, wie es um das Geschäft mit Lösungen für Smartphones und Tablets bestellt ist. Einzig zu letzterer Kategorie hat man sich geäußert: Hier konnten 11 Prozent mehr Chips abgesetzt werden.

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Kommentare (18)

#9
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Oberbootsmann
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@grobinger: Was bitte soll an meiner "These" kontrovers sein?

xpac schrieb, dass sich der Massenmarkt nicht detailliert mit den Leistungsmerkmalen von CPUs auseinandersetzt, was wohl eine korrekte Aussage darstellt. Ich erwiderte darauf, dass selbst wenn dies der Fall wäre, dies nicht unbedingt zu höheren Verkaufzahlen führte, da selbst viele Enthusiasten (hier im Luxx etwa) keinen Grund sehen aufzurüsten.

Der Enthusiast ist dabei eher geneigt sich was neues zu kaufen, auch wenn die Leistung seines alten Systems eigentlich noch ausreicht, einfach weil er Spass an der Sache hat.

Falls sich deine Antwort auf den Abschnitt "den Markt mit kleinstmöglichen Schritten abzumelken" bezog:

Wenn du glaubst, dass dem nicht so ist: Warum ist ein 5820K was die PCIe-Lanes angeht beschnitten, obwohl es ein Haswell-E ist? Bei Sandy und Ivy hatte auch die kleinste E-Variante volle Lane-Anzahl.

Warum war es schon auf Basis des Ivy-Bridge (Xeon) möglich einen 8 Kerner mit 4GHz auf den Markt zu bringen und ein 5960K kommt gerade mal auf 3GHz. Warum ist nur der 5960K ein 8 Kerner, bei Sandy und Ivy waren die beiden größeren E-Modelle jeweils mit höherer Kernanzahl versehen als der kleinste Ableger der E-Serie.

Effizienz kann man ja gerne steigern, aber das o.g. ist einfach nur die Taktik der kleinstmöglichen Schritte und dank fehlender Konkurrenz kann man sich das auch erlauben. Der Leidtragende ist der Kunde.
#10
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Zitat Satan;23681106
Der Leidtragende ist der Kunde.


Wie man jetzt sieht, ist auch Intel der Leidtragende. Obwohl von Leid würde ich bei solchen Zahlen nicht sprechen ;)

Bei mir, der früher 1x im Jahr alles erneuert hat, setzt bei den paar % Mehrleistung immer der Verstand ein.
So sitze ich auf meinem 2600k & muss mein Geld für andere Hobby´s ausgeben.
#11
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Muc
Kapitän zur See
Beiträge: 3652
Zitat Satan;23681106
@grobinger: Was bitte soll an meiner "These" kontrovers sein?


nix, meine these ist kontrovers.

[COLOR="red"]- - - Updated - - -[/COLOR]

Zitat Satan;23681106

Effizienz kann man ja gerne steigern, aber das o.g. ist einfach nur die Taktik der kleinstmöglichen Schritte und dank fehlender Konkurrenz kann man sich das auch erlauben. Der Leidtragende ist der Kunde.


wieso leidet der kunde? weil er seinen rechner viel länger als vor sagen wir 10 Jahren behalten kann, ohne dass ihn ein performancemangel quält?
#12
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Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 1002
Zitat grobinger;23681342
nix, meine these ist kontrovers.

[COLOR=red]- - - Updated - - -[/COLOR]

wieso leidet der kunde? weil er seinen rechner viel länger als vor sagen wir 10 Jahren behalten kann, ohne dass ihn ein performancemangel quält?



Durch eine schleichende Aufhebung von Moores-Law leidet der Kunde sicherlich nicht, was ich meinte ist eher, dass man nicht die Performance bekommt, welche man bei einer Marktlage mit mehr Konkurrenz zum gleichen Preis bekommen könnte. Ob man die nun braucht oder nicht sei mal dahingestellt, als Enthusiast freut man sich in jedem Fall darüber.

Man führe sich das folgende vor Augen:

[TABLE="width: 500, align: center"]
[TR]
[TD]Name[/TD]
[TD]Kerne[/TD]
[TD]Takt[/TD]
[TD]Turbo[/TD]
[TD]Name[/TD]
[TD]Kerne[/TD]
[TD]Takt[/TD]
[TD]Turbo[/TD]
[TD]Name[/TD]
[TD]Kerne[/TD]
[TD]Takt[/TD]
[TD]Turbo[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]3820K[/TD]
[TD]4[/TD]
[TD]3,6 GHz[/TD]
[TD]3,8 GHz[/TD]
[TD]4820K[/TD]
[TD]4[/TD]
[TD]3,7 GHz[/TD]
[TD]3,9 Ghz[/TD]
[TD]5820K*[/TD]
[TD]6[/TD]
[TD]3,3 GHz[/TD]
[TD]3,6 GHz[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]3930K[/TD]
[TD]6[/TD]
[TD]3,2 GHz[/TD]
[TD]3,8 GHz[/TD]
[TD]4930K[/TD]
[TD]4[/TD]
[TD]3,4 GHz[/TD]
[TD]3,9 GHz[/TD]
[TD]5930K[/TD]
[TD]6[/TD]
[TD]3,5 GHz[/TD]
[TD]3,7 GHz[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]3960X[/TD]
[TD]6[/TD]
[TD]3,3 GHz[/TD]
[TD]3,9 GHz[/TD]
[TD]4960X[/TD]
[TD]6[/TD]
[TD]3,6 GHz[/TD]
[TD]4 GHz[/TD]
[TD]5960X[/TD]
[TD]8[/TD]
[TD]3,0 GHz[/TD]
[TD]3,5 GHZ[/TD]
[/TR]
[/TABLE]

* Beschnitten in den PCIe-Lanes somit für meine Begriffsverhältnisse kein wirklicher Enthusiast-Prozessor mehr, da man sich dann auch mit einer 1150er-Platform begnügen kann, nur das man dort nur auf 4 Kerne kommt, welche im Fall des 4790K mit 4 bzw. 4,4 GHz im Turbo takten,was bei den meisten Anwendungen aber mehr bringt als z.B. 3 GHz auf 8 Kernen, kostet zudem auch nur einen Bruchteil der 2011-3-Plattform.

Warum kann man nicht beides zusammen haben gibt es doch auf für Server?

[TABLE="width: 500, align: center"]
[TR]
[TD]Name[/TD]
[TD]Kerne[/TD]
[TD]Takt[/TD]
[TD]Turbo[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]E5-2687W**
[/TD]
[TD]8[/TD]
[TD]3,4 GHz[/TD]
[TD]4,0GHz[/TD]
[/TR]
[/TABLE]


** Ist eine CPU auf Basis der Ivy-Bridge-Architektur, gibt es also alles schon etwas länger und bei Haswell-E und EP gibt es nichts gleichwertiges, irgendwie merkwürdig oder?

Da die E-Plattform nix anderes ist, als der Xeon mit offenem Multi und ohne Dual-CPU-fähig zu sein, hätte man auch den o.g. Prozessor für die Ivy-E Plattform bring können, stellt den 5960X in allen bereichen in den Schatten und kommt vom Turbo her an die schnellsten CPUs aus der 1150-Platfrom heran, wäre es ein "K" ginge da sogar noch etwas mehr.

Stattdessen kann ich mir nun (sehr enthusiastisch) eine Serverplatform kaufen, wo mich eine CPU schon 2000 EUR kostet oder aber ich bleibe auf der Leistung aus dem Jahr 2011 sitzen (XX30er Serie), denn wirklich was getan hat sich da nicht, die Hoffnung an einen vernünftigen und günstigen 6-Kerner zu kommen wurde mit dem 5820K aus o.g. Gründen zu nichte gemacht alternativ dazu noch ein 8 Kerner mit Krüppel-Takt für über 1000 EUR.

Der Bringer ist das doch alles nicht so wirklich.
#13
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Fehlen einem die gesperrten Lanes des 5820 in einem Nicht-Server überhaupt?
#14
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Oberbootsmann
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@DragonTear: Kommt wohl darauf an was man macht.

Mir ging es eher darum aufzuzeigen, dass dies auch beim kleinsten Ableger der E-Variante bei Sandy und Ivy kein Problem war und ab Haswell, hat die keinste Variante weniger Lanes, da Frage ich mich doch als Enthusiast oder auch nur als Beobachter des Hardwaremarktes, welchen Grund gibt es dafür, mir fällt hier nur fehlende Konkurrenz ein. Will/braucht der Kunde mehr Lanes, dann soll er eben nochmal ein paar hundert Euro für die nächst größere Variante auf den Tisch legen und genau das sehe ich ehrlich gesagt nicht ein. Weil man sich zu fein war auch den 30er mit 8 Kernen auszustatten, denn dann hätte man ja einen 8-Kerner im 500 Eur bereich bekommen (nein Scheiße aber auch, dass hätten viele gekauft, wette ich) brauchte man krampfhaft ein Distinktionsmerkmal zwischen 20er und 30er. Und sich jetzt über Absatzrückgang im Desktopmarkt beklagen, nein wie kann das nur sein?! - OK die Haswell-E-Reihe macht den Braten vermutlich nicht fett, an ihr lässt sich die gesamte Symptomatik aber sehr schön darstellen.

Um nochmal auf deine Frage zurückzukommen:

Wenn ich schon den Aufpreis für die E-Plattform zahle, dann will ich auch das volle Feature-Set ohne wenn und aber und nicht noch auf die CPU schauen, ob Intel auch so genädig war, dieses mit der gewählten CPU zur Verfügung zu stellen.

Wenn ich mich selbst als absolut nicht repräsentatives Beispiel heranziehe:

Ich habe mir diese Plattform zugelegt um SLi/Crossfire nutzen zu können und jede Karte mit 16 Lanes nativ anzubinden.

Bei einer "normalen" CPU habe ich 40 Lanes, durch 2 Grakas a 16 Lanes sind schonmal 32 Lanes weg (mehr als der 5820K überhaupt hat), nun habe ich noch 8 Lanes über, welche von meinem LSI MegaRAID 9271-8i benötigt werden und schon sind alle Lanes futsch und dabei handelt es sich um Hardware aus dem Jahr 2011 (CPU und Board). Bis heute hat sich an dieser Situation nichts geändert. Drastischer formuliert: Die Sau, die hier als Enthusiasten-Plattform durchs Dorf getrieben wird ist doch allenfalls eine etwas bessere Behelfslösung. Warum?

a) selbst 40 Lanes sind knapp bemessen, schaue ich auf die Roadmap von Intel -> keine besserung in Sicht. Ich muss mich jetzt mit Onboard-Sound begnügen, da für eine dedizierte Soundkarte keine Lanes mehr da sind und ja den Unterschied zu z.B. einer Sonar Essence STX hört man deutlich.

b) bisher war es nirgends möglich mehr als 2 Grakas nativ 16x anzubinden, da es keine Board-CPU-Kombination gibt (bezogen auf die E-Plattform) die mehr als 40 Lanes zur Verfügung stellt, für Tripple-SLi bräuchte man aber schon 48 Lanes und für Quad gar 64 Lanes nur für Grakas, die anderen Sachen, die ich genannt habe, kämen noch hinzu. Hier wird dann munter "herumgefaked" indem PLX-Chips verbaut werden, die de facto keinen Mehrwert darstellen, denn was nützt mir einer 16 spruige Autobahn, wenn die Zufahrt ein einspuriger Feldweg mit Schlaglöchern ist?

Fazit: Komme ich mit einer Graka aus, reicht die 1150-Plattform vollkommen aus, schaue ich auf diverse Spiele-Benches ist der 4790K sogar schneller als die 1000 EUR + Extreme Editions. Damit ergibt die E-Plattfrom imho erst dann irgendeinen Sinn, wenn mehr als eine Graka zum Einsatz kommt und dieser Sinn ergibt sich mit dem 5820K eben genau nicht. Was für eine bombige Enthusiasten-Plattform ist das denn bitte, die sich nicht vom Upper-Midrange oder wie immer man es auch nennen will, abheben kann? - Würde ich das wollen bliebe mir nur der Griff zum Dual Xeon, da hat man dann mehr Lanes und kann wenn man möchte auch den 5-stelligen Bereich ankrazen und hat nur Board, CPU und RAM. Ich halte jede Wette, dass dies nicht so wäre, wenn AMD, was die CPU-Leistung angeht, vorne mitmischen würde.

Die Diskussion ob man das nun braucht oder merkt ist irgendwie müßig, bei einem Bugatti Veyron frage ich auch nicht danach ob man 16 Zylinder braucht oder merkt dass sie da sind. Beim Griff zum "Enthusiasten-Auto" will ich mich überhaupt nicht darum kümmern, ob das nun alle Ausstattungsmerkmale hat, die haben einfach da zu sein!
#15
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Botswana
Kapitän zur See
Beiträge: 3108
Zitat Satan;23678139
Und selbst wenn, ich sehe zum Beispiel keinen Grund, warum man von einem 2500K oder einem 3930K aus aufrüsten sollte. Die Mehrleistung ist allenfalls messbar und für die paar Prozent einen Platformwechsel vollziehen inkl. neuem RAM etc. pp., da stellt sich doch wirklich die Frage: Ja für was eigentlich?

Hin und wieder ne neue Graka ins System und fertig ist die Laube. Selbst Schuld Intel, wenn man versucht den Markt mit der Taktik der kleinstmöglichen Schritte abzumelken, dann macht der Kund irgendwann halt nicht mehr mit.


Das ist genau das, was ich seit Jahren sage. Mein 2600k läuft 2011 wie ne eins, reicht für alle Games und warum sollte ich 400+ € für einen Wechsel raushauen, der mir im Endeffekt nichts bringt? Jetzt kriegen Sie allmählich die Rechnung dafür...
#16
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Fregattenkapitän
Beiträge: 2825
@Satan
Was reimst du dir da zurecht?

Wenn du vergleichen möchstest, dann tu das in einer Leistungs- bzw Preisklasse.
ARK | Intel® Produkte vergleichen
Falls du den Unterschied nicht findest. Tip es sind die Cores.

Und die Beschneidung der PCIe Lanes bei Haswell-E war das einzig sinnvolle was Intel machen konnte. Alternativ die Entfernung der Übertaktbarkeit, was wohl viel mehr Interessenten abgeschreckt hätte. SLI/CF Nutzer gibt es kaum. Absolute Niesche in Zeiten von 1000€ Grakas. Und Soundkarten sowieso. Dein Anforderungsprofil ist nun mal speziel und daher ist der 5820k auch der falsche Prozessor.

Aber welche Alternative hat den Intel? 8 Kerne mit 4 Ghz für 400€. Oder sogar eine Art Q6600, also quasi ein Haswell-E mit 8 Kernen, 2,5Ghz und 250€. Klar wäre möglich. Und welchen Spielraum hat dann AMD? Warum sollte man das tun, wenn doch 4 Kerne reichen? DX12 wir die Anforderung nach mehr CPU-Leistung auch nicht gerade erhöhen. Warum sollte man Leistung verschenken? Das hat man bereits in Zeiten der ersten QuadCores gemacht. Sieht man ja wozu das geführt hat.

Und dein Dual Xeon-Verglich hinkt gewaltig. Dort gibt es auch günstige 8 Kerne obwohl DualSockel-Prozessoren. Genug Lanes und bei Bedarf 1,5TB RAM.
http://geizhals.eu/intel-xeon-e5-2630-v3-bx80644e52630v3-a1159883.html
Aber das willst du ja nicht. Du willst viele Kerne, Takt, hohe IPC und das komplette Featureset. Tja und die Kombination kostet nunmal.

Einen Q6600 für 250€ mit vielen Kernen, 60% OC wird es nicht mehr geben. Auch nicht von AMD mit Zen. Lieber teilt man sich wie bei den Grakas den Markt.

Zitat
Die Diskussion ob man das nun braucht oder merkt ist irgendwie müßig, bei einem Bugatti Veyron frage ich auch nicht danach ob man 16 Zylinder braucht oder merkt dass sie da sind. Beim Griff zum "Enthusiasten-Auto" will ich mich überhaupt nicht darum kümmern, ob das nun alle Ausstattungsmerkmale hat, die haben einfach da zu sein!


Tja und genau da ist das Problem. Für 350€ die ein 5820k kostet ist es nun mal kein Bugatti Veyron. Eher ein Shiroko.

Zitat Wiki
Der Stückpreis lag bei rund 1,309 Mio. Euro; es war nicht geplant Gewinne einzufahren. Tatsächlich ****** der zwischen 2005 und 2013 durch die Modellreihe erwirtschaftete Gesamtverlust laut britischen Medienberichten rund 1,4 Mrd. GBP (etwa 1,7 Mrd. Euro), der Verlust pro Fahrzeug wurde mit rund 3,9 Mio. GBP (etwa 4,7 Mio. Euro) angegeben.
Nach Aussage des damaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder wollte Volkswagen mit dem Bugatti Veyron seine „technische Kompetenz“ beweisen, so wie andere Autokonzerne dies für weitaus mehr Geld im Rennsport täten.


Aber Intel bietet dir da auch etwas passendes an. Deinen Veyron quasi. 18Cores, 3.6Ghz Turbo, 45MB Cache, DualSockel.
Greif zu: http://geizhals.eu/intel-xeon-e5-2699-v3-cm8064401739300-a1154026.html
Reicht dir nicht? Da geht noch was. 4 Stück, dann klappts auch mit den Lanes.
http://geizhals.eu/intel-xeon-e7-8893-v3-8064501753602-a1266326.html
#17
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Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 1002
Ich reime mir gar nichts zurecht, ich sagte Sandy und Ivy hatten immer volle Lane-Anzahl (40) und das soll jetzt auf einmal nicht mehr gehen?

Zitat G3cko
Und die Beschneidung der PCIe Lanes bei Haswell-E war das einzig sinnvolle was Intel machen konnte.


Nein! - Sinnvoll (für den Kunden) wäre gewesen den 5930K auch als 8 Kerner auf den Markt zu bringen, so wie Sandy und Ivy ebenfalls bei mittleren und größten Modell die jeweils höhere Kernzahl aufwiesen.

Zitat G3cko
SLI/CF Nutzer gibt es kaum. Absolute Niesche in Zeiten von 1000€ Grakas. Und Soundkarten sowieso. Dein Anforderungsprofil ist nun mal speziel und daher ist der 5820k auch der falsche Prozessor.


Ebenfalls nein: Genau dafür bietet sich diese Plattform an, für alles andere kann man auch die 1150er nehmen.

Zitat G3cko
Und dein Dual Xeon-Verglich hinkt gewaltig.


Da hinkt überhauptnichts, die Ivys haben alle die gleichen Features beim Xeon kam lediglich die Dual-Prozessorfähigkeit hinzu.

Zitat G3cko
Tja und die Kombination kostet nunmal.


Weil es keine gescheite Konkurrenz gibt, bei Sandy und Ivy ging es doch auch!

Zitat G3cko
Einen Q6600 für 250€ mit vielen Kernen, 60% OC wird es nicht mehr geben.


Deine Glaskugeln bestellt du wo?

Zitat G3cko
Tja und genau da ist das Problem. Für 350€ die ein 5820k kostet ist es nun mal kein Bugatti Veyron. Eher ein Shiroko.


Es geht nicht um die einzelne CPU, sondern die Plattform insgesamt, wie schonmal gesagt, ging vorher auch.
#18
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Registriert seit: 06.05.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2825
Die ersten Sechskernprozessoren haben bei Intel im Dektop auch 885 und 999 US-Dollar gekostet. Mehr Kerne und mehr Speicherbandbreite sind die Hauptkriterien der größeren Plattform. Die Mainstreamsockel setzt dagegen auf Preis/Leistung und iGPU.

CF und SLI sind absolute Niesche. Selbst in einem Hardwareforum wie diesem werden vielleicht 5-10% soetwas einsetzten. Abseits sind es vermutlich noch weniger. Der Standard-User hat 1 GPU und maximal 2-3 Disks.
Die Abgrenzung über die PCIe-Lanes war das Beste was man machen konnte. Keine Beschneidung des Caches oder nur 4 Kerne. Der 5820k kostet kaum mehr als ein 4790k. 50% mehr Kerne und OC ist auch möglich.

Ich weiß auch nicht wo das Problem ist. Wer ein CF oder SLI aufbaut, der wird wohl kaum 2 langsame Karten verwenden. Wenn man also schon 1400€ für Grakas auf den Tisch legt, dann tun die 200€ mehr für die CPU auch nicht weh. Und selbst wenn nicht. Selbst wenn die mit 8 Lanes angebunden sind kostet das vielleicht 5% Performance. Noch Limitiert PCIe 3.0 bei weitem nicht.

Natürlich liegt es auch an der Konkurenz. Sandy hatte noch einen 8-Kern-DIE, wovon aber nur 6 im Desktop verwendet wurden. Bei Ivy war es dann nur noch ein 6-Kern-DIE, da von AMD nichts kam.

Zeiten ändern sich. Die Performance der Hardware reicht immer länger. Wie gesagt gab es auchmal 4 Kerne im Dekstop für 250€ und parallel auch nur max QuadCores im Serverbereich. Davon sind wir weit enfernt und das wird es auch nicht wieder geben. (Die größten verfügbaren Chips mit niedrigem Takt und OC zum Schnäppchenpreis). Es gibt nicht wenige Nutzer die immer noch einen Core2Quad einsetzen. Es gab auch mal High-End Grakas für 250€. Nur der Markt verändert sich und man passt die Preise an. Zudem wird die Fertigung immer teurer und muss länger herhalten. Und wer glaubt mit Zen wird alles super günstig, der wird sich irren.

Wenn dir die PCIe-Lanes so wichtig sind, warum dann nicht die alte Plattform bei ebay schießen?
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