> > > > eBay überrascht mit gutem Jahresauftakt

eBay überrascht mit gutem Jahresauftakt

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

ebay 2013Nach Facebook hat nun auch eBay seine neusten Geschäftszahlen offengelegt. Während das soziale Netzwerk im ersten Quartal 2015 einen leichten Gewinnrückgang verkraften musste, ist der Online-Marktplatz überraschend gut ins neue Jahr gestartet. Demnach konnte eBay seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4 Prozent auf fast 4,45 Milliarden US-Dollar steigern. Unterm Strich blieben dem Konzern etwa 626 Millionen US-Dollar übrig. Ein Jahr zuvor stand noch ein dickes Minus unter den Quartalszahlen. Im ersten Quartal 2014 verbuchte man einen Verlust in Höhe von fast 2,3 Milliarden US-Dollar. Die damaligen Verluste waren allerdings auf eine Steuerlast auf Auslandsgewinne zurückzuführen.

Das Kerngeschäft aber schwächelte auch während der ersten drei Monate des Jahres. Der Umsatz der Online-Marktplatz-Sparte ging im Jahresvergleich erneut zurück, von 2,15 auf 2,06 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von etwa 4 Prozent. Schuld daran dürfte nicht nur die wachsende Konkurrenz durch Amazon sein, sondern vor allem auch die starken Währungsschwankungen in den letzten Wochen. Die Bezahltochter konnte auch in diesem Quartal wieder glänzen. Der Umsatz durch PayPal wuchs um 14 Prozent von 1,845 auf 2,108 Milliarden US-Dollar an und übertrumpft damit erneut das Kerngeschäft. Im Sommer bzw. im Laufe des dritten Quartals wird sich eBay allerdings von PayPal trennen und die Finanzsparte ausgliedern. Das hatte man bereits im September bekannt gegeben. Im Zuge dessen sollen rund 2.400 Stellen gestrichen werden.

Insgesamt aber konnte die Plattform die Erwartungen der Analysten leicht übertreffen, die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um etwa 5 Prozent. Für das aktuell laufende zweite Quartal 2015 rechnet eBay mit stagnierenden Zahlen und prognostiziert einen Umsatz zwischen 4,40 und 4,5 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr rechnet man hingegen mit Einnahmen in Höhe von 18,35 bis 18,85 Milliarden US-Dollar, womit die Zahlen leicht nach unten korrigiert wurden.