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Uber plant Neustart in Deutschland und will Fahrern Taxi-Lizenz bezahlen

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uber Der umstrittene Taxidienst Uber soll im Sommer eine gesetzeskonforme Version seines Geschäftsmodells nach Deutschland bringen. Das berichtet jetzt zumindest die WirtschaftsWoche. Uber war vor etwa zwei Wochen vom Landgericht Frankfurt in ganz Deutschland verboten worden. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da der klagende Verband „Taxi Deutschland“ zunächst eine Sicherheit in Höhe von 400.000 Euro hinterlegen muss. Nach Aussagen der WirtschaftsWoche sei dies bislang noch nicht geschehen.

Im überarbeiteten Geschäftsmodell soll der Fahrdienst von Fahrern übernommen werden, die über einen gültigen Personenbeförderungsschein verfügen. Diesen soll Uber seinen Freizeitchauffeuren bezahlen und obendrein einen kleinen Bonus gewähren. Für die Prüfung bei der Industrie-und-Handelskammer und Ausstellung des Scheins werden in der Regel zwischen 100 bis 200 Euro fällig. Wie hoch der Bonus zur Anreizschaffung ausfallen wird, wollte Uber-Deutschland-Manager Fabien Nestmann der WirtschaftsWoche nicht verraten. Seit dem Start Ende 2013 sollen sich laut Nestmann über 14.000 Fahrer beworben haben – 1.600 seien hierzulande für Uber aktiv.

Der neue Dienst wird wahrscheinlich unter neuem Namen an den Start gehen, im Raum steht hierfür „UberX“; so wie bei ähnlichen Angeboten des Dienstes in Frankreich und England. Dann dürfte der Dienst in zahlreichen deutschen Großstädten wie München, Frankfurt oder Berlin neustarten. Einen genauen Starttermin gibt es aber noch nicht.

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Kommentare (12)

#3
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3597
@HW-Mann
Das interessiert ja in DE keinen. Alles egal, hauptsache bllig, billig und nochmals billig. Schau dich doch um, da jammern Menschen, dass andere Länder für Hungerlöhne Klamotten produzieren, aber sie tragen eben diese Klamotten. Da wird gejammert wie sehr in China Menschenrechte ignoriert werden und dennoch kauft man munter Produkte aus diesem Land u.s.w.!
So sind wir Menschen eben. Und das wird sich niemals ändern.
#4
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Registriert seit: 09.01.2006

Admiral
Beiträge: 15016
Es ist doch nicht nur die Versicherung, die das Taxi "teuer" macht. =/

Preispunkte, die normale Bürger sehen:
- Taxi-Lizenz
- kürzere Wartungs- und Prüfintervalle (TÜV etc.)
- Versicherung ( meine absoluter HABEN-Punkt! )
- Benzin/Diesel ( logischerweise )

Preispunkte, die wohl relevanter sind für mich:
1) Ich habe 1 Fahrzeug für MICH alleine
2) Ich habe für diese Fahrt meinen persönlichen Fahrer
3) Ich fahre von A nach B, oder wohin ich will eben
4) Ich fahre zu der Uhrzeit, die mir zusagt

All das kostet eben Geld.

Andere haben einen Chauffeur mit schwarzem Auto, ich fahr dagegen die Lightvariante aka Taxi. ;)

Wenn ich den Service will, den die oben genannten Punkte auszeichnen, dann muss ich dafür zahlen.

Wer nicht zahlen kann, oder will, hat ebenso genug Alternativen - laufen, radeln, Bus, Bahn, U-Bahn, Metro ...

Das größere Problem ist einfach in meinen Augen, dass UBER genauso die Preise anpassen kann. ( Gebühren etc. )
So kostet dann die Fahrt Freitag nachts zur laufenden BRN in Dresden auch deutlich mehr als zu normalen Zeiten. Maximaler Gewinn liegt dennoch wieder bei UBER.
Die laufenden Kosten für das Auto, Benzin, Versicherung liegen komplett beim "Arbeitenden" und nicht bei UBER.

Ich persönlich finde Taxi-fahren in DE im Preis absolut ok. Es gibt Länder, da ist's wesentlicher heftiger, vor allem größere Industrieländer in Europa. Irgendwie kommen immer nur billige Beispiel aus Ländern, in denen Arbeit generell bescheiden bezahlt wird.
Was bringts mir, wenn man in Bukarest für ne Taxifahrt 3€ zahlt, anstatt wie bei uns 15€? Solange ich da nur 800€ anstatt 2100€ Einkommen habe, ist da nichts besser oder schlechter dran. Solche Vergleiche hinken.

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Zitat DragonTear;23333949
Trotzdem, wieso sollte man den Menschen sowas nicht ermöglichen?
Und selbstverschuldete Unfälle wo die Passagiere zu ernsthaftem Schaden kommen, sind bei brauchbaren Fahrern (also keine betrunkenen Jugendliche) "extrem" selten...


Und das glaubst du? Na ein Glück, dass ich beruflich oft genug genau andere Dinge erlebe. Sowohl das eine Extrem, als auch das Gegenteil.
Von daher kann ich einfach mal sagen, dass du da nicht Recht hast.
#5
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9493
Zitat HW-Mann;23334142
Das größere Problem ist einfach in meinen Augen, dass UBER genauso die Preise anpassen kann. ( Gebühren etc. )
So kostet dann die Fahrt Freitag nachts zur laufenden BRN in Dresden auch deutlich mehr als zu normalen Zeiten. Maximaler Gewinn liegt dennoch wieder bei UBER.
Die laufenden Kosten für das Auto, Benzin, Versicherung liegen komplett beim "Arbeitenden" und nicht bei UBER.

Und normale Taxiunternehmen heimsen nicht den Großteil des Gewinns ein, oder was?
So wie ich das sehe, lohnt sich das offenbar sowohl für die Fahrer als auch für die Mitreisenden, sonst hätte dieses Konzept keinen solchen Erfolg...
Natürlich ist es spät abends teurer. Es ist es schwerer freiwillige Fahrer für diese Uhrzeit zu finden, bzw.d ie wollen auch mehr geld weil sie sonst lieber zuhause in der warmen Stube hocken würden.


Zitat HW-Mann;23334142
Und das glaubst du? Na ein Glück, dass ich beruflich oft genug genau andere Dinge erlebe. Sowohl das eine Extrem, als auch das Gegenteil.
Von daher kann ich einfach mal sagen, dass du da nicht Recht hast.


Das menschliche Gehirn hat eins ehr selektives gedächnis... schau dir mal echte statistiken an.
2009 gab es knapp 41Mio PKWs auf deutschen Straßen: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/TransportVerkehr/UnternehmenInfrastrukturFahrzeugbestand/Tabellen/Fahrzeugbestand.html
Dabei gab es etwa 221 000 Verletzte: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/Verkehr/Unfallstatistik122010.pdf?__blob=publicationFile (dritte Seite)
Allerdings sind nur 50 000 der 41Mio PKWs, Taxis gewesen: • Anzahl der Taxis in Deutschland | Statistik
D.h. etwa 0.12% der Fahrzeuge sind Taxis. Das ist jetzt etwas milchmädchenhaft, aber d.h. die Taxis sind für etwa 270 Verletzte verantwortlich. Nehmen wir an dass Taxis midnestens doppelt so häufig unfälle bauen, da sie viel häufiger auf der Straße sind, runden wir mal auf 500.
Das heisst grob 1/100 Taxis baut einen Unfall mit verletzten...

Okey, kommt drauf an was man als "extrem niedrig" bezeichnet (darum hatte ich es auch in Anführungszeichen egschrieben). Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit nicht allzu hoch.
#6
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es geht hier um mitfahrer ... nicht nur um taxi-passagiere -_-

jeder mitfahrer ist potenziell gefährdet und da sehen die zahlen eher mau aus, weils keine gibt.

was interessiert mich wieviel taxis + passagiere verunglückt sind? -> bei UBER fahren keine taxifahrer sondern privatpersonen und da sollte man eher auf die zahlen schauen!
#7
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Flottillenadmiral
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Wenns um Sicherheit geht würde ich lieber mit ner "Privatperson" von Uber fahren als mit nem Taxifahrer.
Sooft fahre ich nicht Taxi aber wenn sind die immer wie die Schweine gefahren.
#8
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Zitat HW-Mann;23334654
was interessiert mich wieviel taxis + passagiere verunglückt sind? -> bei UBER fahren keine taxifahrer sondern privatpersonen und da sollte man eher auf die zahlen schauen!

Darum habe ich ja auch die Gesamtzahl an PKW-fahrern (also zum Großteil Privatpersonen) und die Gesamtzahl an Unfällen in DE genommen! Hab keine Statistik nur über Taxifahrer gefunden...
#9
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und du weißt immernoch nicht, wieviele von den verunglückten fahrer oder passagiere waren ...
#10
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Zitat HW-Mann;23334856
und du weißt immernoch nicht, wieviele von den verunglückten fahrer oder passagiere waren ...

Und was spielt das für eine Rolle?
Die Statistik dort oben berücksichtigt ja beide zusammen.
#11
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Wenn Uber den Nutzern eine Taxi-Lizenz zahlt sind die doch dann selbstständig oder nicht? Dann müssten die ihre Einnahmen doch auch offiziell versteuern sofern sie nicht angestellt sind.

Man erbringt ja eindeutig eine Dienstleistung gegen Geld. Das ist Gewerbsmäßig - egal in welcher Höhe.
#12
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Oberbootsmann
Beiträge: 891
So sehe ich das auch. Selbstständige oder "Private" Taxis gibt es schon ewig und gerade in kleineren Regionen sind diese echt eine Alternative. Diese "Privaten" fahren genausoviel wie ein Taxifahrer auch und müssen deshalb auch in regelmäßigen Intervallen zur Inspektion. Wohlgemerkt regelmäßiger als bei den Taxiunternehmen, da diese eher gehäuft reingeschickt werden. Häufige Überlandfahrer hatten schon über 4000km über den Inspektionsintervall (bei den Mercedestaxis so ab 17k km). Also kann man dieses Argument nicht wirklich zählen.
Ich denke solange die gleichen Abgaben gemacht werden müssen wie bei Taxiunternehmen ist das mir recht. Niemand zwingt jemanden zum fahren. Aber es werden dann doch viele merken dass dann die Preisdifferenz nicht mehr so riesig ist.
Dann wird wahrscheinlich die Verfügbarkeit eine größere Rolle spielen und da sind gerade Nachts Taxifahrer deutlich im Vorteil, weil sie an Ballungspunkten schon warten.
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