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Die Deutsche Telekom investiert 23 Milliarden Euro in Festnetz und Mobilfunk

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telekom2Die Deutsche Telekom will in den kommenden fünf Jahren mehr als 23 Milliarden Euro in den Ausbau ihrer Netze investieren. Diese Zahl nannte Unternehmenschef Timotheus Höttges bereits gestern im Rahmen der DLD-Konferenz in München. Welche Summe dabei in welches Netz oder welche Technik fließen soll, ließ er dabei jedoch offen, genannt wurden lediglich Festnetz und Mobilfunk im Allgemeinen.

Zwar war bereits im Vorfeld bekannt, dass Höttges sich zu den Zukunftsplänen der Deutschen Telekom äußern würde, konkrete Summen waren jedoch erst für den kommenden Monat erwartet worden - auf dem Programm des Ende Februar stattfindenden Capital Markets Day 2015 steht unter anderem der Punkt Investitionen in die Infrastruktur. Bleibt es bei der genannten Summe, hätten die Bonner zwischen 2010 und 2020 annähernd 50 Milliarden Euro in den Ausbau ihrer Netze investiert, dabei jedoch gleichzeitig viele Ziele verfehlt - für den flächendeckenden Breitbandausbau dürfte dies am Ende nämlich nicht reichen. Denn erst im August hatte das Unternehmen erklärt, dass hierfür allein vom Staat weitere 25 Milliarden Euro nötig wären, davon allein 15 Milliarden „für die letzten zehn Prozent“ so Deutschland-Chef Niek Jan van Damme zum damaligen Zeitpunkt. Immerhin: Mit der nun genannten Investition sollen bis Ende 2016 zwei Drittel aller Haushalte Zugriff auf VDSL haben, auch dank Vectoring-Technik.

Höttges äußerte sich aber auch zu zwei anderen Punkten. So erteilte er Spekulationen, die Deutsche Telekom würde sich trotz des Verkaufs der Scout24-Gruppe sowie des T-Online.de-Portals wieder verstärkt dem Anbieten von Inhalten widmen, eine klare Absage. Man sei am besten darin, Netzwerke aufzubauen und zu betreiben, Inhalte überlasse man hingegen anderen.

Darüber hinaus erneuerte er seine Kritik an der Ungleichbehandlung der Kommunikationsanbieter (ab Minute 31). „Ist Facebook ein Kommunikationsdienstleister, ja oder nein?“, so die rhetorische Frage. Man würde nicht nur Textnachrichten via Facebook Messenger oder WhatsApp anbieten, sondern auch Sprachmitteilungen und damit in direkter Konkurrenz zur Deutschen Telekom stehen. Anders als die Bonner sei Facebook jedoch keinerlei Regulierung unterworfen - weder muss die Kompatibilität mit anderen Diensten gewährleistet noch müsse die eigene Infrastruktur den Mitbewerbern zur Verfügung gestellt werden. Höttges betonte jedoch, dass er die Schuld an dieser Ungleichbehandlung nicht Facebook und Co. gebe, sondern der Politik auf nationaler und EU-Ebene. Ein Resultat wäre, dass die Deutsche Telekom mit den gesammelten Kundendaten keine Geschäfte machen dürfte - „wir haben ein Fernmeldegeheimnis in Deutschland“.

Eine der Folgen: Während US-Unternehmen ihre Dienste durch das Sammeln von Daten finanzieren und dabei unentgeltlich Netze Dritter nutzen können, sind deutschen und europäischen Telekommunikationsanbietern die Hände gebunden. Am Ende des Tages, so Höttges, müsse man deshalb weltweit einheitliche Standards - auch in Hinblick auf den Datenschutz - schaffen.

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Kommentare (12)

#3
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Leeres Gerede. So viele Unternehmen wollen so vieles...
Absichtserklärungen haben meist null Wert.
#4
Registriert seit: 28.10.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5068
Na immerhin ausnahmsweise mal in Deutschland. Zumindest steht nichts Gegenteiliges.
#5
Registriert seit: 21.02.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 903
"...und dabei unentgeltlich Netze Dritter nutzen können..."
Ich glaube kaum, daß denen der Traffic von irgend einem Netzbetreiber geschenkt wird und ganau das ist die GROSSE Lüge, der so viele aufsitzen. Die müssen ihren Netzzugang genau so bezahlen, wie wir Empfänger.
#6
customavatars/avatar19237_1.gif
Registriert seit: 09.02.2005

Hauptgefreiter
Beiträge: 229
ZUM GLÜCK haben wir ein Fernmeldegeheimnis in Deutschland, so hat man wenigstens hiesige Möglichkeiten sich einigermaßen privat zu verständigen. Wäre ja noch besser wenn der Telefon- und Internetanbieter nun anfängt Infos aus Telefongesprächen und Internetverhalten zur Werbe- oder was weiß ich Zwecken zu verkaufen.
#7
Registriert seit: 07.09.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 4386
@crackett
Sag das nicht zu laut, denn wenn es die Post mitbekommt, dann müssen demnächst der Absender und der Empfänger bezahlen - natürlich wird auch die Buchstabenzahl begrenzt...

btt
Mit dem Restpersonal was der Telekom noch zur Verfügung steht wird es schwierig das Geld auszugeben... - naja, man kann natürlich die Managergehälter "etwas" erhöhen.
#8
customavatars/avatar135109_1.gif
Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1602
Zitat Robo;23086164
@crackett
Sag das nicht zu laut, denn wenn es die Post mitbekommt, dann müssen demnächst der Absender und der Empfänger bezahlen - natürlich wird auch die Buchstabenzahl begrenzt...


Das haben wir doch schon. Nennt sich Double-Payment-Strategie und wird bei quasi jedem großem ISP verfolgt.
#9
customavatars/avatar135109_1.gif
Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1602
Zitat Robo;23086164
@crackett
Sag das nicht zu laut, denn wenn es die Post mitbekommt, dann müssen demnächst der Absender und der Empfänger bezahlen - natürlich wird auch die Buchstabenzahl begrenzt...


Das haben wir doch schon. Nennt sich Double-Payment-Strategie und wird bei quasi jedem großem Endkunden ISP verfolgt.
#10
Man hat also die absicht 50 Mrd. Euro auszugeben und macht keinerlei konkrete Angaben wofür bzw. in welche Technik das Geld fließen soll.
Oder was man mit der Investition erreichen will.
Würde mich nicht wundern wenn die Herrschaften das nichtmals selber wissen.
#11
Registriert seit: 30.06.2004

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 395
Hier offenbar nicht. Bei 5 Mbps ist Schluss, und das schon seit Jahren.
#12
Registriert seit: 14.04.2009

Obergefreiter
Beiträge: 72
Ein paar Häuser weiter gibts VDSL, aber nur 25. Seit über 10 Jahren hat sich bei uns nicht getan. Die mega kleinen Dörfer nebenan bekommen 2015 nun alle flächendeckend VDSL 50. Macht kein Spass.
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