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Globalfoundries übernimmt IBMs Halbleitersparte

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Globalfoundries-LogoIBM hat die am Wochenende aufgekommenen Gerüchte rund um den Verkauf der eigenen Halbleitersparte bestätigt. Damit wird der Chipfertiger Globalfoundries neuer Eigentümer von zahlreichen Techniken, Patenten, aber auch von Fertigungsstandorten, sofern die zuständigen Kartellbehörden ihr Einverständnis erklären.

Wie groß die hinter dem Verkauf stehende Motivation ist, machen die damit verbundenen Summen deutlich. Denn für die Übernahme erhält Globalfoundries im Laufe der kommenden drei Jahre 1,3 Milliarden US-Dollar in bar, zusätzlich wird IBM innerhalb der nächsten fünf Jahre wie bereits angekündigt 3 Milliarden US-Dollar in die Halbleiterentwicklung investieren. Gleichzeitig wird der neue Eigentümer für mindestens zehn Jahre der exklusive Prozessorlieferant für IBMs Server-Produkte - betroffen sind Chips in 10, 14 und 22 nm.

Kein Bestandteil des Pakets wird hingegen die Halbleiterforschung- und Entwicklung sein. An dieser will das traditionsreiche Unternehmen ebenso weiter festhalten wie an Servern auf Basis der Power-Architektur.

Angesichts der Verkäufe von Unternehmenssparten wie zuletzt an Lenovo bleibt es aber fraglich, wie lange IBM an der Hardware-Entwicklung und -Herstellung noch festhalten will. Zuletzt konnten die Power-basierten Produkte weitaus weniger Käufer als erhofft finden. Nicht zuletzt deshalb belaufen sich die notwendigen Abschreibungen der Halbleitersparte im laufenden Quartal auf 4,7 Milliarden US-Dollar.

Für Globalfoundries bedeutet die Übernahme ein weiteres Wachstum. Das 2009 von AMD abgespaltene Unternehmen hat sich ähnliche wie TSMC auf die Fertigung von Halbleiterprodukten wie Prozessoren spezialisiert und beliefert mit seinen etwa 13.000 Mitarbeitern nach eigenen Angaben mehr als 160 Kunden - darunter auch AMD.

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Kommentare (8)

#1
Registriert seit: 30.08.2014

Banned
Beiträge: 7060
Überschrift: Halbleitersparte wäre wohl korrekt
#2
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Bootsmann
Beiträge: 665
"Nicht zuletzt deshalb belaufen sich die notwendigen Abschreibungen der Halbleitersparte im laufenden Quartal auf 4,7 Milliarden US-Dollar."

Das ist vor Steuer. Nach Steuer ergeben sich Abschreibungen in Höhe von 3,3 Mrd.$, so daß sie mit dem operativen Gewinn von 3,4 Mrd.$ auf die schwarze Null kommen.
#3
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Registriert seit: 06.02.2011
Neubukow
Korvettenkapitän
Beiträge: 2095
Ich werde jetzt nicht schlau draus wieso bekommt GF dafür das sie IBM kaufen 1,3 Milliarden US-Dollar, sollte nicht eher der Verkäufer Geld bekommen?
#4
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Registriert seit: 16.12.2005
Von draußen, vom Walde komm ich her :)
SuMoFreak
Beiträge: 1026
Zitat Shino;22771959
Ich werde jetzt nicht schlau draus wieso bekommt GF dafür das sie IBM kaufen 1,3 Milliarden US-Dollar, sollte nicht eher der Verkäufer Geld bekommen?


Das würde mich auch interessieren!
#5
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Registriert seit: 16.01.2005
HH\Wandsbek\Hinschenfelde
Korvettenkapitän
Beiträge: 2432
JA es ist vollkommen Richtig.. IBM muss Geld bezahlen damit denen jemand ihre Sparte abnimmt.

IBM wird angeblich verlustbringende Chipsparte los | heise online
IBM to pay $1.5bn to shed chipmaking business - FT.com

IBMs Sparte ist seit Jahren Verlustträchtig, und vor allem werden die PowerPC Produkte nicht mehr so stark angenommen.. Dass GlFo nun auch noch Exklusiver Lieferant für IBM ist, die nach Branchenkennern maximal bis 2016 noch PowerPC anbieten werden, ist es für GloFo sowas wie ein Steal. Zwar muss man investieren aber grade mit einer Breit aufgestellten Palette und Prozessen ist man so Intressant wie nie

Tante Edit: Meldung von Bloomberg
IBM Paying*Globalfoundries*$1.5 Billion to Take Unit in Retreat From Chips - Bloomberg

Der letzte Dinosaurier wird nun sterben. IBM ist so Alt, und IBM war eigentlich immer alles aus einem Haus.. Das ist nun Zu Ende..IBM wird reiner Dienstleister, den gleichen Weg den auch HP gegangen ist.
#6
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Registriert seit: 19.11.2006
Magdeburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1914
Sehr gut, ich denke das wird der richtige Weg sein. Zum einen wird man einen großen Klotz los, zum anderen sichert man sich einen Lieferanten, dessen Kapazitäten die CPUs wohl günstiger fertigen können.

Da die Forschung bei IBM bleibt, wird sich da also nicht viel ändern. Outsourcing von unrentablen Geschäftszweigen ^^
#7
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Registriert seit: 12.05.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5047
Ich hoffe mal das GF zu Intel aufschließt, denn wenn GF ähnlich fortschrittlich wie Intel bei den Fertigungsprozessen wäre, hätte AMD bessere Chancen und Intel bekäme mal wieder etwas Druck!
#8
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Registriert seit: 10.05.2007


Beiträge: 12873
GF ist wohl die Bad-Bank der Halbleitersparte
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