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Urheberrecht bei 3D-Druckern bedenken

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3D-Drucker sind groß im Kommen. Allerdings sollten sich Nutzer im Klaren darüber sein, dass das aus dem Internet geladene Projekt schnell gegen das Urheberrecht verstoßen kann. Normale Tintenstrahl- und Laserdrucker bringen Farbpartikel auf Papier oder Folie und zeigen als Ergebnis Bilder, Grafiken oder Texte. 3D-Drucker hingegen können mit einer Vielzahl an Materialien wie Kunststoff und mittlerweile auch Metall arbeiten und erschaffen schichtweise plastische Elemente. Praktisch ist dies, wenn Ersatzteile nur einer geringen Nachfrage unterliegen oder aber die Herstellung direkt vor Ort erfolgen soll. In der Architektur lassen sich Projekte in kleinem Maßstab zur Ansicht realisieren, medizinische oder technische Prototypen direkt nach der Computervorlage anfertigen oder Einzelstücke herstellen.

Von der Industrie schon länger verwendet, soll nun auch eine zunehmende Anzahl von Einzelpersonen Zugang zu solchen Geräten bekommen. Verschiedene Kickstarter-Projekte, wie zum Beispiel der hier im April vorgestellte „The Micro" zielen drauf ab, erschwingliche Geräte für den Heimanwender auf die Beine zu bringen.

the micro 3d printer

Doch nicht alles, was solch ein 3D-Drucker produzieren kann, ist rechtens. Im Internet verfügbare Vorlagen verstoßen schnell gegen das Urheberrechtgesetz. Harald Schleicher, Anwalt bei Ecovis zieht Parallelen zur Musik- und Filmwelt.

Rechtsanwalt Daniel Kabey sieht gleich drei mögliche Urheberrechtsverletzungen bei 3D-Druckern: Die Erstellung der Vorlage selbst, das Ausdrucken und die Verbreitung der Vorlage oder des gedruckten Produktes. Aus diesem Grund sollte der Nutzer stets prüfen ob die jeweiligen Programme und Vorlagen freigestellt sind. Sollen die Werkstücke in den Handel kommen, empfiehlt Kabey eine vorherige Beratung auf den Ebenen Recht, Steuern und Finanzierung.

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Kommentare (11)

#2
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Registriert seit: 09.11.2009
(Nord-)Baden
Kapitänleutnant
Beiträge: 1598
Sehe ich ähnlich.
Wenn jemand eine Blueprint entwirft, die auf einem existenten Produkt basiert wird diese aber nicht 1:1 diesem entsprechen.
Die Frage ist nur: Copyright oder Fälschung?
#3
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Registriert seit: 09.11.2009
(Nord-)Baden
Kapitänleutnant
Beiträge: 1598
Ich meine natürlich Cover oder Fälschung.
Kann meinen Beitrag aber irgendwie nicht mehr editieren...
#4
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Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2151
Naja wenn ich ein Produkt mit einem anderen Material, in einer anderen Farbe, in einer anderen Qualität UND nur für den Eigengebrauch herstelle, wird es wirklich schwer das als Fälschung zu deklarieren.
#5
Registriert seit: 05.11.2007
Neckar-Odenwald Kreis
Fregattenkapitän
Beiträge: 2896
Die Frage ist doch gibt es so etwas wie Cover überhaupt bei einem "realen" Produkt? Musik ist ja im Prinzip Kunst.

Wenn man sich halt mal anschaut, was der Zoll alles aus dem Verkehr zieht, nur weil es Ähnlichkeiten mit einem andren geschützten Produkt hat. Da ist es denen auch egal, ob es eine andere Qualität, Farbe, Material, ... besitzt ;)

#6
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Registriert seit: 05.02.2005
^^ Blägg Forrescht ^^
Admiral
Beiträge: 23698
[QUOTE=pescA;22417793]Na dann ziehe ich auch mal Parallelen:
Solange ich den Ausdruck nicht verbreite, sondern er ausschließlich für den Selbtsgebrauch bestimmt ist, wird es schwer mir was zu können.
Copyright schön und gut, aber während man bei ner CD direkt das Produkt kopiert, muss beim 3D-Drucker der Copyrightinhaber ja die Models hochladen.[/Quopte]

Was Dir noch lange nicht das Recht zur Reproduktion einräumt, und die CD muss vom Copyright Inhaber auch in den Verkehr gebracht werden.

Die immaterielle Ausgabe einer CD/MP3s darfst Du auch nicht ohne Zustimmung des Copyright-Inhabers verbreiten.

Zitat

Sollte hingegen jemand anderes die Models aus einem Produkt herstellen, handelt es sich in meinen Augen um ein Cover, welches aufgrund der Unterschiede zum Original auf einmal dem Copyright des neuen Erstellers unterliegt.


Eine Kopie bleibt eine Kopie - auch wenn Du Farbe und Material änderst.

Auch im Musikbereich muss für eine Coverversion die Genehmigung der Rechteinhaber eingeholt werden.
#7
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Registriert seit: 19.09.2006
Hamburg
ʇuɐuʇnǝluäʇıdɐʞ
Beiträge: 2115
Der Zoll zieht aber aus dem Ausland kommende Massenware aus dem Verkehr, welche erheblichen Schaden für die Wirtschaft bedeutet.

Es ist ja auch ein Unterscheid, ob ich nun 100.000 Exemplare der Mona Lisa aus China bestelle und sie hier ohne Zustimmung der Rechteinhaber vertreibe, oder ob ich mich im Louvre hinsetze und sie mit selbst mitgebrachter Staffelei und Pinsel in gewünschter Größe und Farbe selber nachzeichne.
#8
Registriert seit: 02.07.2013

Banned
Beiträge: 888
Und wieder ein Grund mehr, warum das Urheberrecht einfach nicht mehr zeitgemäß ist.
Wenn das so weiter geht, müssen wir entweder aufhören uns weiterzuentwickeln, oder wir werden alle Verbrecher.....
#9
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Registriert seit: 05.02.2005
^^ Blägg Forrescht ^^
Admiral
Beiträge: 23698
Nehme mal an Du investierst Jahre und Geld in die Entwickelung eines Produkts und wirst dann von einem Konkurrenten/Plagiator um die Früchte Deiner Arbeit geprellt ... dann siehst Du es vielleicht mal von einer etwas anderen Warte aus.

#10
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Registriert seit: 26.01.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1366
Darum geht es doch nicht. Soweit ich verstanden habe, geht es darum, sich selber zuhause etwas zu drucken. Daran macht wohl niemand so richtig verlust... Und die könnten ja auch ihre 3D Modelle verkaufen, dann würden sie sogar was daran verdienen...
#11
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Registriert seit: 14.12.2009
BaWü
Stabsgefreiter
Beiträge: 382
Zitat IronAge;22419004
Nehme mal an Du investierst Jahre und Geld in die Entwickelung eines Produkts und wirst dann von einem Konkurrenten/Plagiator um die Früchte Deiner Arbeit geprellt

Wenn in einem Produkt so wenig Innovation und neue Technologie ist, dass es binnen weniger Wochen kopiert werden kann, dann ist es nicht schützenswert.
Für andere neue Erfindungen sollte ein Zeitraum von 1-2 Jahren reichen, um F&E reinzuholen. Auf Lorbeeren ausruhen und von Patentgebühren leben bringt niemanden weiter.
Wer sich nicht durch ständige Innovation und Qualität vorne hält geht halt irgendwann in der Massenware unter.

Zum Thema:
Was könnte auch nur im entferntesten so schützenswert sein, dass ein kleiner 3D-Drucker das Urheberrecht verletzt ?
Ok wenn jmd. eine Vorlage, die jmd. anderes für Geld verkauft, einfach verbreitet, dann betrifft das das Urheberrecht.
Aber ich glaube das hier zielt schon auf Abmahnungn ab wenn jmd. eine Vorlage für einen seltenen Lego-Stein oder ein kleines Ersatzteil nachkonstruiert - und das finde ich überholt und sehr bedenklich, dass sowas mit dem Urheberrecht verhindert wird.
Das geht in die Richtung von Softwarepatenten, wo nicht die konkrete Implementierung (konkrete CAD-Datei) geschützt ist sondern die Abstrakte Funktion eines Teils, sodass es niemand nachbauen darf (ich patentier mir dann mal das Rad... und wehe einer baut es nach oder druckt es sogar aus !).
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