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GTC 2014: Spielen gegen Alzheimer und Demenz

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gtc2014

Die dritte und letzte Keynote auf der GTC 2014 widmete sich einer weiteren wissenschaftlichen Anwendung von Hard- und Software aus dem Hause NVIDIA. Dabei ging es um die Zusammenarbeit zwischen NVIDIA, einigen Softwareentwicklern und dem neurologischen Zentrum des UCSF Medical Center in Kalifornien. Hier will man sich den Probleme einer immer älter werdenden Gesellschaft annehmen, die zunehmend mit Krankheiten wie Alzheimer und Demenz zu kämpfen hat. Bereits nachgewiesen ist der Einfluss von PC-Spielen auf die Gehirntätigkeit, doch abgesehen von einigen Studien wird aus diesem Umstand noch kaum ein Vorteil gezogen. Anstatt der zahlreichen Medikamente, die gegen solche Krankheiten eingesetzt werden, sollen zukünftig aber mehr und mehr Spiele die kognitiven Fähigkeiten des Gehirn beeinflussen.

Dazu hat man unter anderem mit Lucas Arts ein Spiel entwickelt, das bestimmte kognitive Fähigkeiten unterstützt und sich an die individuellen Gegebenheiten eines jeden Menschen bzw. dessen Hirntätigkeit anpassen lässt. Dazu wird dem Patienten während eines MRI (Magnetic Resonance Imaging, Magnetresonanztomographie) die Möglichkeit gegeben, das Spiel zu spielen, um die Anforderungen zu erkennen und das Spiel wiederum darauf anzupassen. Die Patienten sollten das Spiel in den folgenden Wochen und Monaten an drei Tagen der Woche für jeweils eine Stunde spielen und wurden nach einem Monat erneut getestet. Die gewonnenen Daten legen Nahe, dass unter anderem die Multitasking-Fähigkeiten bei einem 60 jährigen wieder auf das Niveau eines 23 jährigen gebracht werden konnten. Dies ist natürlich kein repräsentatives Ergebnis für alle Testpersonen, soll die Theorie der Trainingsfähigkeit des menschlichen Gehirns aber weiter unterstützen.

Zuletzt zeigte man dann eine weitere Demo, in der Rhythmen und eine virtuelle Darstellung mittels Oculus Rift eine wichtige Rolle spielten. Auch hier geht es darum, die Fähigkeiten des Gehirns zu trainieren. Allerdings sollte diese Demo auch zeigen, dass ein Training nicht nur in Richtung des Patienten funktioniert, sondern, dass die aus dem Gehirn gewonnenen Daten direkt analysiert und wiederum als Eingaben für das Spiel verwendet werden können. Das Video ist aber sicherlich nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht einen Blick wert. Zu sehen gibt es unter anderem Mickey Hart, der als Mitglied der Rockband Grateful Dead bekannt sein könnte.

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Kommentare (2)

#1
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Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6778
Das ist doch nur eine Begründung, um Spiele immer kürzer machen zu können. :fresse:
#2
Registriert seit: 27.09.2010
Magdeburg
Oberbootsmann
Beiträge: 891
XD
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