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Nach Schadensersatz-Zahlung: Filehoster Hotfile.com schließt

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rechtsstreitDer Filmindustrie ist ein weiterer Schlag gegen Piraterie im Internet gelungen: Der One-Click-Hoster Hotfile.com hat in dieser Woche nach einer Millionen schweren Schadensersatz-Zahlung seine Pforten schließen müssen. Auf Hotfile.com konnten Anwender beliebig viele Daten hochladen und diese mit Freunden und Bekannten teilen oder schlichtweg anderen Internet-Nutzern zur Verfügung stellen. Wie bei vielen Diensten dieser Art war das Herunter- und Hochladen von Dateien zunächst kostenlos. Wer den Dienst in einer höheren Geschwindigkeit nutzen wollte, der musste bezahlen. Zahlreiche Werbebanner unterstützten zudem die Finanzierung des Dienstes. Das System wurde unter anderem aber auch dazu genutzt, um urheberrechtlich geschützte Inhalte zu verteilen. Damit ist nun Schluss.

Nach einer Auseinandersetzung mit der Motion Picture Association of Ameriaca (MPAA) einigten sich die Beteiligten auf einen Vergleich. Der Betreiber von Hotfile.com, Anton Titoy, wurde zu einer Schadensersatz-Zahlung in Höhe von 80 Millionen US-Dollar und zur Schließung des Dienstes verpflichtet, sofern man den Down- und Upload von geschützten Inhalten nicht verhindern könne. Das Verfahren wurde im Februar 2011 eingeleitet. Hotfile.com wurde vorgeworfen, massenhaft Zugang zu urheberrechtlich geschütztem Filmmaterial zu gestatten und so weltweit zu den meistbesuchten Webseiten im Internet zu gehören.

Filehoste Hotfile schließt
Der One-Klick-Hoster Hotfile.com schließt auf Druck der Filmindustrie.

Dabei fällt die Strafe noch relativ gering aus. Für die rund 3.500 festgestellten Copyright-Verstöße hätte der Betreiber auch zu einer Höchststrafe von einer halben Milliarde US-Dollar verurteilt werden können, berichtete Torrentfreak.com in einer weiteren Meldung. Wie viel Geld Hotfile.com in der Zeit von März 2001 bis heute mit seinem Dienst erwirtschaftet hat, wurde leider nicht aufgedeckt. Vermutlich aber dürften die Einnahmen die Schadensersatz-Zahlung decken können.

Wer heute die Seite von Hotfile.com ansurft, wird von einem großen Hinweis begrüßt, in dem man auf die Gerichtsentscheidung verweist und seinen Nutzern, die nach ihren „Lieblings-Filmen und TV-Serien“ gesucht hätten, legale Plattformen empfiehlt. Dort gebe es hochwertiges Material in einer großen Auswahl. Ein Login oder weitere Klicks auf der Webseite von Hotfile.com sind nicht mehr möglich.

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 23.01.2012
Dromund Kaas
Kapitän zur See
Beiträge: 3253
Hmm auf Facebook kann man auch Urheberrechtsgeschützte Sachen hochladen...
#2
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
ja das stimmt aber auch. Aber das wird von NSA unterstützt aus dem Grund wird Facebook in ruhe gelassen.
#3
Registriert seit: 11.03.2007

Moderator/Redakteur
Beiträge: 13888
Unterstützt? Eher gegründet, siehe Person of Interest :D
#4
Registriert seit: 02.07.2013

Banned
Beiträge: 888
Wenn man das weiterspielt, irgendwann gibt es einfach keine Webseiten mehr, wo andere Benutzer etwas hoch laden dürfen (außer halt google facebook usw. da die die Content Industrie einfach aufkaufen könnten ....)
#5
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3311
Aber dagegen macht ja keiner was.... .
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