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Schnelles Internet wird kein Universaldienst

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hardwareluxx news newIn den vergangenen Tagen wurden CDU, CSU und SPD für ihre Pläne bezüglich der „Digitalisierung aller Lebensbereiche“ mehrfach gelobt. So wurde im Rahmen der Koalitionsverhandlungen beschlossen, die Netzneutralität ebenso gesetzlich zu verankern wie das Verbot von Zwangs-Routern.

Wie nun aber bekannt wurde, ist man von einem weiteren wichtigen Thema ein Stück weit abgerückt. Denn wie Ingbert Liebing (CDU) am gestrigen Mittwoch erklärte, wird schnelles Internet unter der möglichen neuen Bundesregierung kein Universaldienst werden. Dieser sei „kein Instrument, mit dem wir die Probleme des schnellen Ausbaus lösen können“, so der Politiker vor Vertretern der Telekommunikationsbranche. Damit werden „Hochgeschwindigkeitsleitungen“ zumindest vorerst nicht den gleichen Stellenwert wie beispielsweise die Versorgung mit Telefon, Wasser und elektrischer Energie erhalten.

Telekom-Konkurrenten gegen Universaldienst

Von ungefähr kommt die klare Absage dabei nicht. Denn schon von Seiten der SPD war zu diesem Thema zuletzt nichts mehr zu hören, obwohl man über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder eine derartige Einstufung gefordert hatte. Zudem hatte sich der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) erst zu Beginn der Woche klar dagegen ausgesprochen. Es sei zu befürchten, so der Verband, dass es zu einem „Regulierungskahlschlag“ kommen werden, sollten die Pläne rumgesetzt werden. Denn den Auftrag für den flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets würde die Deutsche Telekom bekommen, zusammen mit einem Monopol für die Nutzung.

Darüber hinaus sei zu befürchten, dass auf den Kunden steigende Kosten zukommen würden, da die Versorgung der sogenannten weißen Flecken wirtschaftlich kaum zu rechtfertigen sei. Letztlich müsse eine Gegenfinanzierung dann über Subventionen des Staates oder höhere Verbraucherpreise erfolgen. Beides würde dem Wettbewerb jedoch massiv schaden.

Liebing griff genau diesen Aspekt in seiner Rede auf, der Wettbewerb müsse für die Versorgung sorgen. Finanziert werden soll dies aber ebenfalls durch den Staat. Ob der Wettbewerb sich künftig verstärkt den weißen Flecken widmen wird, darf aber bezweifelt werden. Denn schon heute verzichten auch große Netzbetreiber wie etwa Kabel Deutschland darauf, ihre Infrastruktur auszubauen.

LTE soll weiterhin eine Rolle spielen

Weiter sind CDU, CSU und SPD hingegen in der Frage der technischen Umsetzung des weiteren Breitbandausbaus. So soll der flächendeckende Ausbau mit mindestens 50 MBit/s bis Ende 2018 technologieoffen erfolgen. Übersetzt bedeutet dies: Die bisherige Mischung aus Kupfer- und Glasfaserleitungen sowie LTE soll auch in Zukunft genutzt werden. Damit dürfte das Zweiklassennetz weiter Bestand haben, in den Punkten Preis und Leistung sind LTE-Nutzer deutlich schlechter gestellt als reine Festnetzkunden.

 

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Kommentare (12)

#3
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Registriert seit: 30.07.2008
Bayern
Leutnant zur See
Beiträge: 1106
LTE kein Problem aber dann auch zeitgemäße Volumen anbieten bin froh das ich wenigstens 30GB habe und da darf man sich auch schon zusammenreissen .
#4
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3311
Erst denken und dann schreiben. Das kann doch nicht so schwer sein. Hier wird vom Standart gesprochen, nach offenen Volumen für technik die schon mit drei Leute keinen schnellen Internet Zugang mehr bietet.

Von mir aus können Sie ruhig LTTE ohne Volumen zu verkaufen dann habt ihr irgend los ein Ende zu und damit wieder euer Dorf DSL wobei es wahrscheinlich ehr gedrosselt wird auf Modem Geschwindigkeit aber genau das wollt ihr ja.
#5
Registriert seit: 29.10.2005

Obergefreiter
Beiträge: 112
Es lebe die Privatisierung!
Wir sehen ja nicht nur beim Breitbandausbau, dass das nicht funktioniert. Auch bei den Stromkonzernen haben wir marode Leitungen, die keiner ausbauen will.

Tatsache ist doch, dass die Telekom eh halb staatlich ist, weil ihr vorgeschrieben wird, was sie für Nutzungsentgelte von den Mitbewerbern verlangen darf. Dafür kümmert sich die Telekom dann um den Erhalt des Netzes. Aber Neuinvestitionen machen keinen Sinn, weil dann die billigeren Mitbewerber das Sahnehäubchen abstauben.
Ich habe mal gehört, dass die Preise für die DSL Anschlüsse der Telekom reguliert sind. Die dürfen garnicht billiger anbieten. Super oder?

Man hätte das Ganze halt wirklich in staatlicher Hand lassen sollen. Dann würde jetzt auch keine Diskussion über Drosselung geben...
#6
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Registriert seit: 10.06.2008
Emsland / Bochum
Admiral
Beiträge: 10401
Was heisst Privatisierung? Der Internetmarkt war noch nie verstaatlicht und wurde folglich nie privatisiert (die ersten "Gehversuche" unter der Post sehe ich dabei nicht als Internet wie es heute da ist)


Es gibt zunehmend Anbieter die den "großen" im regionalen Maßstab Konkurrenz machen.

hier zum Beispiel machen die Stadtwerke auch in Glasfaser mit bis zu 200Mbit zum fairen Preis. Wenn Häuser an Gas/Wärme/Strom bei Umbau/Neubau verändert oder angeschlossen werden gibts das Angebot Glasfaser mit in den Keller zu ziehen.
#7
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Registriert seit: 16.01.2005
HH\Wandsbek\Hinschenfelde
Korvettenkapitän
Beiträge: 2432
Falsch..

Denn durch die "Abgabe" der TK Infrastruktur an die Telekom, weg von der Post, wurde das Deutsche TK Netz eben privatisiert. Der Internetmarkt ist auch gar nicht der Grund, weswegen die TK Unternehmen sich aufregen, aber das mögen manche Menschen nicht sehen. Faktisch wäre es sinnig wie bei DB Netz, der Markt bleibt Privat, das Netz Staatlich. Den gleichen Fehler hat man beim Strommarkt getroffen ,und es wird sich 2020 spätestens rächen
Sinnig wäre einzig und alleine wenn die TK Unternehmen einen Carrierdienst wieder betreiben. Kein Mensch braucht ein Entertain von der Tkom für 60€, ebenso wenig kann Kabel D Digitales Zusatzzeug bringen aber sich scheuen die Kabelnetze auszubauen. Sollten die Regierungsgespräche so weiter verlaufen, dann werden Drossellung und Fair-Flat zu den Unwörtern des Jahres
Das einzige Problem ist, dass die GIER von Telekom, Telefonica etc keine Grenzen kennt. Und durch Lobbyismus, manche nennen es Bestechung, werden eben die Eignen Intressen behandelt. Es gibt Standleitungen für T-Com Mitarbeiter, da lachst du dich tot bei den Preisen, dagegen ist Kabel D teuer

Solange keine Regierung die Eier hat, diesen Lebenswichtigen Markt in eine Staatliche Regulierung zu setzen, und mit jedem Verschenkten Jahr Milliadren an € für den Aufwand dazu kommen, Solange werden wir Internettechnisch in der Steinzeit leben. Es ist peinlich, dass Länder wie Estland weiter denken als die große 2 der Weltexporteure.

Achja lieber Hardwarekäufer, die Stadtwerke machen es nur, weil beim Hausanschluss die Erde eh offen ist. Es ist eine Arbeit bin 5min ein Leerrohr für LWL/TK Netze reinzulegen und Kosten von 20€ , und bei Bedarf zu nutzen, aber warum sollte man ja für die Zukunft planen ;) Faktisch verdienen Stadtwerke erst nach Jahren bzw Ausbaustand mit ihren Dienstleistungen, hier werden aber TK Netze eben über Gas/Wasser/Strom gegensubveantioniert.
#8
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Registriert seit: 29.01.2005

Kapitän zur See
Beiträge: 3826
Zitat Unrockstar;21424470
Es gibt Standleitungen für T-Com Mitarbeiter, da lachst du dich tot bei den Preisen, dagegen ist Kabel D teuer


Das kannst du sicher auch belegen, oder? Telekom-Mitarbeiter bekommen genau die gleichen Anschlüsse wie Kunden, nur halt mit etwas Mitarbeiterrabatt.
#9
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Registriert seit: 16.01.2005
HH\Wandsbek\Hinschenfelde
Korvettenkapitän
Beiträge: 2432
Zitat matthschu;21424685
Das kannst du sicher auch belegen, oder? Telekom-Mitarbeiter bekommen genau die gleichen Anschlüsse wie Kunden, nur halt mit etwas Mitarbeiterrabatt.


Der war Lustig xD Du wirst kaum einen Telekomtechniker oder MA hören der etwas andres behauptet.. Sonst sind sie ihren Job los..Glaubst du also auch das Märchen, dass TK Dienste teuer sind? :D
#10
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Registriert seit: 15.07.2013
Third of the Sun
Obergefreiter
Beiträge: 88
Ich habe einen guten Freund bei der Telekom, hat schon eine etwas etabliertere Stelle, er bekommt Mitarbeiterrabatt und keine Highend-Anschlüsse.
Die Aussage, dass die kaum was anderes behaupten werden, ist in mein Augen Bullshit, da es etstmal ein reines Totschlagargument ist und außerdem; irgendwo wäre sowas durchgesickert und
ich glaube kaum, dass der Gute mich deshalb belügt, nein, sicherlich nicht.
#11
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Registriert seit: 08.09.2013
Hamburg
Bootsmann
Beiträge: 761
Ist auch völliger Schwachsinn, mein Vater war technischer Leiter einer Zweigstelle nahe Hamburg, außer 'nem Mitarbeiterrabatt hat er genau gar nichts bekommen, warum sollte er auch. Ist ja nicht so dass durch das Mitwirken bei der Telekom die Hauseigenen und Straßeninternen Leitungen urplötzlich besser werden.

Und falls jetzt hier der Schmarn von wegen "er darf xyz nicht sagen" losgeht, er ist schon eine Weile in Rente von daher.


Wie kommen manche Leute auf solchen Schwachfug dass irgendwelche Mitarbeiter bessere Leitungen kriegen?
#12
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Registriert seit: 18.07.2007
Göppingen
Fregattenkapitän
Beiträge: 2903
Klar die legen für jeden MA ne Standleitung heim?Lol sellten sowas unsinniges Gehört.
Ausser MA Rabatt gibbet da gar nix..
Genau so ein Blödsinn wie pauschal Rabatt im Handel. Da gibbet ziemlich genau nix mehr...Zumindest auf die Sachen die interessant sind...Wir warten auch auf Werbungen etc.
Mann mann immer diese Neunmalklugen hier...
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