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Steve Ballmer eröffnet Microsoft Center in Berlin - wir waren dabei

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Microsoft2012Fast genau fünf Monate nach dem offiziellen Baustart hat Microsoft am heutigen Vormittag seine neue Berlin-Zentrale eröffnet. Das weltweit erste Microsoft Center, so der Titel des historischen Baus Unter den Linden, soll dabei nicht nur die eigenen Produkte interessierten Endverbrauchern näher bringen, sondern auch eine Schnittstelle zwischen Microsoft auf der einen und Partnern, Politik und Gesellschaftsvertretern auf der anderen Seite werden.

Im Mittelpunkt steht aber die Unterstützung junger Unternehmen, die von den Kontakten des Konzerns sowie dessen Produkten profitieren sollen. Schon vor Monaten konnten sich Startups für dieses besondere Programm, für das Microsoft Ventures Accelerator verantwortlich ist, bewerben.

Microsoft-Chef Steve Ballmer bei seiner Eröffnungsrede

Genutzt haben die Möglichkeit am Ende 360 von Ihnen, die mehrere Runden überstehen mussten. Am Ende entschied man sich dann für neun Startups, die ab der kommenden Woche zunächst für vier Monate Ausrüstung, Know-how sowie Büroraum zur Verfügung gestellt bekommen. Zu den genauen Kriterien, die erfüllt werden mussten, äußerte sich der Software-Konzern nicht im Detail. Preis gab man nur, dass die Idee des Startups global anwendbar sein müsse. Die Auswahl selbst habe man am Ende aber nicht allein getroffen, sondern auch auf die Erfahrung renommierter Risikokapitalgeber und Startup-Spezialisten zurückgegriffen. Mehrfach betont wurde hingegen, dass Microsoft selbst sich nicht finanziell an den ausgewählten Unternehmen beteiligt habe. Zudem sei es keine Vorgabe, für Microsoft-Plattformen zu entwickeln, auch wenn man dies selbstverständlich begrüßen würde.

9 von 360 Bewerbern werden gefördert

Lobende Worte für das Venture-Accelerator-Programm fand Noch-Microsoft-Chef Steve Ballmer. Der scheidende Vorstandsvorsitzende erklärte in seiner langen Rede, dass nicht jede Idee auch in einem fertigen Produkt münden würde. Auch sei es nicht unüblich, dass sich der Erfolg in Form von Gewinnen erst nach Jahren einstellen würde - einen Seitenhieb auf Twitter und den Börsengang konnte er sich dabei nicht verkneifen. Microsoft selbst, so Ballmer, sei auf Basis einer einzelnen Idee entstanden. Heute wie damals ist und war es wichtig, dass man nicht in einem zu kleinen Rahmen denke, so der Manager weiter. Darüber hinaus müsse man immer die Frage stellen, welches Problem gelöst werden soll. Während die Start-ups die entsprechende Antwort selbst liefern müssen, soll und will Microsoft in vielen anderen Punkten helfend unter die Arme greifen, beispielsweise bei Fragen des Vertriebs.

Die Gewinner und Verantwortlichen

Eines der Startups, das einen Platz im neuen Microsoft-Center erhalten hat, ist Cringle. Das mehrköpfige Team will mit seiner gleichnamigen Applikation den Geldtransfer zwischen Privatleuten vereinfachen. Im Gespräch führte Mitbegründer Joschka Friedag das Beispiels gemeinsame Taxifahrt an. Bislang, so Friedag, würde man danach unter einander aufteilen, meist ginge es dabei um kleinere Beträge, die in Bar bezahlt würden. Mit Cringle könne dies hingegen ohne Bargeld erfolgen, der entsprechende Betrag wird über die App einfach per Banküberweisung gezahlt. Besonderen Wert legt man dabei darauf, dass die notwendigen Bankdaten verschlüsselt auf deutschen Serven gespeichert würden, in Zeiten von Prism und Co. kein unwichtiger Punkt.

Ob diese Idee aber tatsächlich „the next billion dollar thing“ wird, muss sich zeigen. Die Microsoft-Verantwortlichen sind auf jeden Fall sicher, dass man ein solches in Berlin schaffen könne.

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