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Kommentar: Google im Gegenwind?

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google 2013„Don’t be evil“: Dieses Motto, das Google sich selbst als oberstes Ziel gesetzt hat, konnte Kritiker nie überzeugen. Denn schon früh nach der Gründung des wohl wichtigsten Internet-Konzerns war klar, dass die Mannen um Larry Page und Sergey Brin an den Daten der Nutzer interessiert waren, die Suchmaschine war nur ein Mittel zum Zweck. Gleiches gilt für die mittlerweile zahlreichen anderen Dienste, ob nun Google Maps, Gmail oder Android: Der Nutzer zahlt mit teils sensiblen Daten für angeblich kostenlose Produkte.

Grundsätzlich war und ist daran nichts zu kritisieren, schließlich hat man nie ein großes Geheimnis daraus gemacht, wie man Milliarde um Milliarde verdient, diese Offenheit kann vermutlich als ein Grund für den Erfolg gelten. Aber auch das Image ist ein wichtiger Punkt, ähnlich wie beispielsweise bei IKEA konnten kleinere Skandale dem Ansehen nichts anhaben, hier spricht man gerne vom Teflon-Image - Kritik bleibt einfach nicht haften.

Die Freiheiten werden weniger

Doch in den letzten Tagen und Wochen hat sich etwas in der sonst so heilen Google-Welt verändert, erstmals scheint ein länger anhaltender Gegenwind aufgekommen zu sein. Der Auslöser ist dabei ausgerechnet das wohl derzeit erfolgreichste Produkt: Android. Das Unternehmen selbst verstand es in den fünf Jahren seit dem Start der der ersten Version, die derzeit am weitesten verbreitete Smartphone-Plattform als klassischen Gegner zu Apple und Co. zu etablieren. Wo iOS geschlossene Strukturen als Vorteil propagierte, konterte Google mit Offenheit. Die Open-Source-Fahne mit all ihren Vorteilen wurde stolz präsentiert, nicht zu Unrecht. Android-Nutzer sollten in viele Punkten die Wahl haben. Gefiel der Browser nicht, konnte einfach ein anderer installiert werden. Eine andere Darstellung auf den Homescreens? Einfach Alternativen über Google Play beziehen.

Doch nun hat man die Zügel, die einst so locker waren, fester angezogen. Das Thema Thema Open Source ist nun deutlich weniger wichtig, der exklusive Einsatz einiger Android-4.4-Bestandteile auf dem Nexus 5 ist hier nur ein klares Indiz. Auch die mittlerweile klarer kommunizierte Haltung gegenüber unzertifizierten Endgeräten zeigt: Google-Produkte laufen nur dort, wo Google es will. Dass es noch immer Mittel und Wege gibt, diese Regel zu umgehen, sollte dabei nur noch ein schwacher Trost sein. Denn auch diese Tür wird man schließen können, wenn man denn will. Und was Google will, zeigt ein The Verge-Artikel sehr deutlich. Mit dem Nexus 5 will man nicht zeigen, was mit Android machbar ist, sondern wie ein Google-Smartphone aussieht. Die eigenen Geräte sollen nicht mehr nur Nischenprodukte sein, sondern reinrassige Konkurrenten für Samsung, Sony und Co. Die Zeit, in der man lediglich der Lieferant einer Software war, ist vorbei, nun will man auch die Hardware verkaufen.

Wünsche der Kunden werden unwichtiger

Welche Auswirkungen dies haben wird, dürfte es in einigen Monaten oder gar Jahren zu erkennen sein. Klar werden muss jedem Nutzer aber spätestens jetzt, dass Android - wie auch all die anderen Google-Produkte - kein Selbstzweck ist. Das Netz, das man zum Sammeln von Daten für Werbekunden spinnt, wird immer enger, mal wird mit einer angeblichen technischen Notwendigkeit argumentiert, mal mit einem angeblichen Komfortgewinn wie beispielsweise bei der Verknüpfung von Google+-Profilbild und Handy-Nummer. Doch die knallharte Kalkulation sieht mehr Umsatz und mehr Gewinn vor, zum Erreichen müssen die Schrauben kontinuierlich fester angezogen werden. Wäre dem nicht so und wäre man tatsächlich nicht „evil“, hätte man sicherlich einen Weg gefunden, auch Nutzern eines Galaxy Nexus ein offizielles Update auf Android 4.4 zu spendieren.

Nun ist Google kein Wohlfahrtsverein, auch in Mountain View muss Geld verdient werden. Doch das zunehmende Ignorieren von Kundenwünschen ging schon für so machen ein Unternehmen böse aus. Noch ist man weit davon entfernt, den geballten Frust entgegen geschmettert zu bekommen. Doch zu lange sollte man mit einer Kurskorrektur nicht warten. Denn letztlich braucht man die Innovationen, mit denen die Kalifornier ihre Konkurrenten in den vergangenen Jahren angetrieben haben - jedoch nicht um jeden Preis.

 

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Kommentare (22)

#13
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Zitat crackett;21386045

"Die Freiheiten werden weniger"; "Wünsche der Kunden werden unwichtiger" Was hat denn der Kunde für das Android auf seinem Gerät bezahlt um aus dieser Zahlung heraus Ansprüche stellen zu können? Na? Nassauer soweit das Auge reicht und Geiz ist Geil wohin man blickt und dann obendrein noch das Maul aufreissen - schöne neue Welt......

Natürlich bezahlt der Kunde, sogar doppelt bzw. dreifach.
Einmal mehrere hundert € an Firma xy für Gerät inkl. Betriebssystem, danach mit seinen Nutzerdaten (Personen bezogene Daten, Werbung und Co.) und zu guter letzt noch im Android Play Markt mit der Provision.

Selbst die Nexus Geräte kosten Geld, zumindest ich konnte noch keines finden, das mit Google gegen Versandkosten zukommen lässt.
Somit bezahlt der Kunde sehr wohl, auch wenn du das wohl nicht sehen möchtest.
---
Im Endeffekt ist Offenheit bei Android doch schon länger kein wirkliches Argument mehr, da spricht er nichts neues an. Auch wenn das manch einer noch nicht einsehen will, Google zieht langsam den Strick um den Sack zu. :vrizz:
#14
Registriert seit: 02.07.2013

Banned
Beiträge: 888
google ist genauso vertrauenswürdig wie Facebook oder die russische Mafia, wobei ich ehrlich gesagt auch glaube, das die russische Mafia noch mehr "Ehre" hat als google und Facebook.
#15
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Registriert seit: 13.10.2009

Bootsmann
Beiträge: 754
Gegenfrage, welchen Weltkonzern hältst du persönlich denn bitte für vertrauenswürdig? Und der Begriff der "Ehre" führt solche Aussagen ad absurdum.
#16
Registriert seit: 15.09.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 958
Zitat homann5;21383268
...der exklusive Einsatz einiger Android-4.4-Bestandteile auf dem Nexus 5 ist hier nur ein klares Indiz.


Was für Bestandteile sollen das sein?
#17
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Registriert seit: 30.09.2005
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Bootsmann
Beiträge: 555
Zitat Darkwonder;21386203
Natürlich bezahlt der Kunde, sogar doppelt bzw. dreifach.
Einmal mehrere hundert € an Firma xy für Gerät inkl. Betriebssystem, danach mit seinen Nutzerdaten (Personen bezogene Daten, Werbung und Co.) und zu guter letzt noch im Android Play Markt mit der Provision.

Selbst die Nexus Geräte kosten Geld, zumindest ich konnte noch keines finden, das mit Google gegen Versandkosten zukommen lässt.
Somit bezahlt der Kunde sehr wohl, auch wenn du das wohl nicht sehen möchtest.
---
Im Endeffekt ist Offenheit bei Android doch schon länger kein wirkliches Argument mehr, da spricht er nichts neues an. Auch wenn das manch einer noch nicht einsehen will, Google zieht langsam den Strick um den Sack zu. :vrizz:


Genau so sieht es aus.
Ich warte nur auf eine gescheite Alternative zu Android. Man bekommt Zwar einiges geboten bei Google aber mein Vertrauen ist einfach weg.

Mein Lieblings Os für ARMs ist und bleibt immer noch webOS. :)

@G00fy

danke, ich kann mir die Namen einfach nicht merken
#18
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Registriert seit: 06.07.2006
Bayern
Flottillenadmiral
Beiträge: 5662
Zitat G00fY;21384014
Naja, ich teile die Grundmeinung dieses Artikel nicht und wie ich finde wird auch der Kern dieses Themas teils weit verfehlt. Das grundsätzliche, anscheinend obligatorische Geschwafel um die Datenkrake Google, die nicht für lau Software entwickelt, dürfte bei dem Großteil der Leser (bei mir jedenfalls) längst ein Gähnen hervorrufen. Dabei ist die Entwicklung um Android und Googles Strategie so spannend. Android ist und bleibt unter den großen Mobile-OS das mit den meisten Freiheiten. [...]


Ich find' den Artikel auch nicht so gut, aber es steckt was Wahres drin, was in zahlreichen weiteren Kommentaren die durchs Netz schwirren schon thematisiert wird. Das Gerede von wegen Datenkrake (was dann auch Facebook betrifft, seltsamerweise nie Twitter) geht mir langsam so ziemlich auf den Wecker. Tatsache ist aber, dass es Entwicklung von Seitens Google derzeit nicht gerade in Richtung Offenheit geht, und man darf dieses Verhalten durchaus aufmerksam beobachten. Ein Fehler wäre es aber, hier besondere Maßstäbe anzulegen, offene oder pseudo-offene Software ist nicht automatisch Qualitativ hochwertiger, auch wenn es einem von manchen (mitunter fanatischen, nicht allen!) Linux-Anhängern weisgemacht wird.
Tatsächlich kann man einige Aspekte des Google-Verhaltens bereits als Angriff auf die Freiheit von Android sehen. Wenn man auf die Idee kommt, dass Google-Apps nur noch auf ungerooteten Geräten laufen können, mit einem unveränderten Aufbau von Android samt speziellen Zertifikaten, dann ist die Freiheit des Anwenders durchaus noch da, und Android selbst offen. Aber eben nur theoretisch!

Zitat crackett;21386045
Der falsche Weg für wen muß doch die Frage lauten! Es steht doch jedem frei das System zu wechseln! Ich würde das mal eher einen Aufschrei der Nassauer nennen!
"Die Freiheiten werden weniger"; "Wünsche der Kunden werden unwichtiger" Was hat denn der Kunde für das Android auf seinem Gerät bezahlt um aus dieser Zahlung heraus Ansprüche stellen zu können? Na? Nassauer soweit das Auge reicht und Geiz ist Geil wohin man blickt und dann obendrein noch das Maul aufreissen - schöne neue Welt......


Ja du kannst das System wechseln - im Moment. Das ist ja gerade etwas das Problem, oder die Gefahr die langsam sichtbar wird. Dass du dein System eben nicht wechseln kannst, außer du wechselst dein Gerät oder das Ökosystem.

Tatsächlich hast du für Android was bezahlt, indem du das Gerät gekauft hast. Das tut nicht ohne Software und die Software nicht ohne Gerät. Open Source Software ist Frei, aber nicht im Sinne von Freibier. Durch den Kauf finanzierst du die Softwareentwicklung mit. Egal ob Android, WindowsPhone, iOS, SailfishOS, FireFox-OS, WebOS, Bada, Tizen oder sonstwas draufsteht.

Zitat G00fY;21384014

[...] Firefox OS [...]

[...] Stichwort Samsungs's 'Tizen', [...]


Sorry, von diesen Entwicklungen halte ich nichts. Das sind keine Alternativen, die Annähernd mit den etablierten Systemen konkurrieren können. Firefox-OS ist sponsored von Providern, die gerne überall ihre spezifischen anpassungen drin haben, was in erster Linie für den Provider gut ist. Ansonsten sind das bessere Featurephones.
Tizen ist ausgewachsener, aber mit Samsung als Antreiber? Klingt eher nach "Bada Version 2". Da steckt auch nur Samsung dahinter. Wie groß der Erfolg mit Proprietärem OS sein kann...tja, Nokia ist daran fast kaputt gegangen. Ob ein System offen oder geschlossen ist, macht für den Endanwender überhaupt keinen Unterschied. Letztlich zählt nur die Funktionalität, und da ist Android nun mal vorne. Und warum sollte Samsung den eigenen Erfolg torpedieren? Ich tippe drauf, dass da eine Handvoll Geräte als Hobbyprojekt rauskommen wird und dann versinkt die Plattform wieder in der Bedeutungslosigkeit die alle Maemo-Derivate so auszeichnet.


Zitat bluesonic;21384576
Muss ich auch sagen, ein wirklich schlechtes Kommentar. Vorallem die Beweisführung mit Android 4.4 als Vorbote des Bösen hört sich mehr nach Meerjungfraumann an als nach einer reell recherchierten Aussage. Mit einem Blick über den Tellerrand, hätte man sofort Nokia gesehen. Oder Apple. Oder Sony. Oder Samsung. Oder HTC. Oder Amazon. Oder ZTE. Diese Liste lässt sich endlos fortführen. Auch ich stimme crackett und goofy zu.


Sorry, der Kommentar ist aber auch nicht besser. Der von Goofy schon ;)

Zitat Nekronata;21386207
google ist genauso vertrauenswürdig wie Facebook oder die russische Mafia, wobei ich ehrlich gesagt auch glaube, das die russische Mafia noch mehr "Ehre" hat als google und Facebook.


Ja genau, Google und Facebook sind das personifizierte Böse.
#19
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Bootsmann
Beiträge: 754
Zitat B.XP;21390764
Sorry, von diesen Entwicklungen halte ich nichts. [...]
Tizen ist ausgewachsener, aber mit Samsung als Antreiber? Klingt eher nach "Bada Version 2". Da steckt auch nur Samsung dahinter.
Naja, ich wäre mir da nicht so sicher. Die Galaxy Geräte sind längst zu den Verkaufsschlagern der Android Produkte herangewachsen. Samsungs Tizen sieht aus wie TouchWizz. Könnte mir sehr gut vorstellen, dass es dem Mainstream komplett egal ist, ob nun Android oder Tizen als Linux-Grundsystem auf dem eigenen Smartphone läuft. Wenns sichs ähnlich bedienen lässt und die App-Auswahl etwa gleich bzw. durch Samsungs Apps sogar exklusive Feature vorhanden sind. Und das ist im Vergleich zu Bada gar nicht so abwegig: OpenMobile’s Application Compatibility Layer

Die Ressourcen um die Google Dienste nachzubauen hätte Samsung vermutlich auch. Notfalls wie Apple, indem sie sich Firmen mit Know-How einkaufen (ich denke an Apple Maps).

Also Samsung macht mir derzeit mehr Sorgen als Google. Mich stört schon die Tatsache, dass ein Großteil der Leute, ähnlich wie beim iPhone, nur noch auf das neuste Galaxy Sx warten und gar nicht mehr rechts und links schauen. Dazu kommt der TV Markt, der durch Samsung beherrscht wird und in den Google auch einsteigen wollte. Ich persönlich denke, dass Samsung dadurch den größten Druck auf Google ausübt, mehr als Apple oder Microsoft jemals. Vielleicht erklärt auch diese Vermutung die Kursänderung Googles.
#20
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Vom Walde^^
Matrose
Beiträge: 11
Google ist meiner Meinung nach, zu einem richtigen Nervkonzern geworden. LG
#21
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Flottillenadmiral
Beiträge: 5662
Zitat G00fY;21391367
Naja, ich wäre mir da nicht so sicher. Die Galaxy Geräte sind längst zu den Verkaufsschlagern der Android Produkte herangewachsen. Samsungs Tizen sieht aus wie TouchWizz. Könnte mir sehr gut vorstellen, dass es dem Mainstream komplett egal ist, ob nun Android oder Tizen als Linux-Grundsystem auf dem eigenen Smartphone läuft. Wenns sichs ähnlich bedienen lässt und die App-Auswahl etwa gleich bzw. durch Samsungs Apps sogar exklusive Feature vorhanden sind. Und das ist im Vergleich zu Bada gar nicht so abwegig: OpenMobile’s Application Compatibility Layer

Bada sah auch aus wie TouchWiz, hat den Verkäufen trotzdem nicht geholfen ;)
In beiden Fällen ist der Kernel Linux, ob das eine sich jetzt Linux oder Android nennt ist - wie du auch sagst - komplett unerheblich. Trotzdem wird in Foren immer noch unterschieden und Tizen (wie Sailfish OS und Firefox OS) in den Himmel gehyped. Tatsächlich sind "Neuankömmlinge" erstmal eine Servicewüste. Wie langsam das tatsächlich geht, sieht man an WindowsPhone, und die bieten eine vollständige Dokumentation und eine fertige Toolchain.

Zitat G00fY;21391367

Die Ressourcen um die Google Dienste nachzubauen hätte Samsung vermutlich auch. Notfalls wie Apple, indem sie sich Firmen mit Know-How einkaufen (ich denke an Apple Maps).

Ehrlich gesagt - nein. Haben sie nicht. Apple-Maps war und ist ein Desaster, nur das Apple grundsätzlich brauchbare Software entwickeln kann. Das muss man ihnen lassen, obwohl ich ihre Produkt- und Preispolitik schon zu spüren bekam und nicht abkann.

Zitat G00fY;21391367

Also Samsung macht mir derzeit mehr Sorgen als Google. Mich stört schon die Tatsache, dass ein Großteil der Leute, ähnlich wie beim iPhone, nur noch auf das neuste Galaxy Sx warten und gar nicht mehr rechts und links schauen. Dazu kommt der TV Markt, der durch Samsung beherrscht wird und in den Google auch einsteigen wollte. Ich persönlich denke, dass Samsung dadurch den größten Druck auf Google ausübt, mehr als Apple oder Microsoft jemals. Vielleicht erklärt auch diese Vermutung die Kursänderung Googles.

Es gibt da einige Entwicklungen die mir persönlich nicht gefallen. Fast jeder Hersteller versucht sein eigenes Ökosystem hochzuziehen, was eigentlich gegen jedes Offene oder Plattformkonzept ist. Man muss durchaus sagen, dass sobald Linux im Spiel ist, einige Leute geradezu durchdrehen, und jede Entwicklung gut heißen. Gerade mit Steam-OS ist das zu beobachten, das sind dann die gleichen Leute, die gegen das Geplante Contentsystem der XB1 gewettert haben, von wegen kein Spielehandel (was tatsächlich möglich gewesen wäre) und jetzt SteamOS hypen, wo doch auf Steam grundsätzlich kein Handel vorgesehen ist. Ganz ehrlich: Früher hat man sich Entweder ins Apple-System begeben, oder man konnte Daten frei zwischen Geräten und Betriebssystemen austauschen. Mittlerweile ist alles so Produktpolitik-Verseucht, dass man kaum mehr eine Plattform mit der anderen kombinieren kann. Außer Samsung mit Samsungprodukten, LG mit LG etc. Vorteil: Auf allem lief via Internet auch automatisch Google und die Websites die man kennt. Wenn Google sich jetzt entschießt eine Plattform auszusperren (wie mit WinPhone schon mal geschehen!), dann zeigt das ziemlich gut, in welche Richtung die Entwicklung geht.
Es ist fast schon bezeichnend, dass MS als "Closed Source"-Vertreter Plattformübergreifende Apps und Dienste anzubieten, während Google als vermeintlicher "Open Source"-Vertreter immer mehr auf Closed Source, Proprietäre Schnittstellen und Geschlossene Systeme setzt und den Zugriff nur noch von bestimmten Seiten erlaubt.

Wir leben gerade in spannenden Zeiten, man muss halt seine Vorurteile und Schwarz-Weiß-Denken über Bord werfen, um die Dinge so einzuordnen wie sie sich entwickeln.
#22
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Registriert seit: 13.10.2009

Bootsmann
Beiträge: 754
Zitat B.XP;21397454
Ehrlich gesagt - nein. Haben sie nicht. Apple-Maps war und ist ein Desaster, nur das Apple grundsätzlich brauchbare Software entwickeln kann.
Nur gerade passend dazu: HERE Maps confirmed to support Tizen
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