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Weltweiter PC-Absatz im 2. Quartal erneut rückläufig

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hardwareluxx news newAuch im abgelaufenen zweiten Quartal hat sich der weltweite PC-Absatz erneut negativ entwickelt. Wie schon in den Monaten zuvor konnten die Hersteller teils deutlich weniger Geräte verkaufen, einzig Lenovo konnte des Niveau des Vorjahreszeitraums annöhernd halten. Und dennoch konnte das chinesische Unternehmen den ersten Platz als größter Anbieter nach Stückzahlen einnehmen, da Konkurrent HP ein stärkeres Minus einfuhr.

Einen Wechsel gab es auch dahinter. Denn während Dell knapp vier Prozent weniger PCs und somit noch 8,9 Millionen Exemplare absetzte, belief sich der Rückgang bei Acer auf mehr als 35 Prozent, unter dem Strich blieben so 6,3 Millionen Geräte übrig. Aber auch ASUS, zuletzt mit vergleichsweise stabilen Zahlen, büßte ein Zehntel seines Absatzes ein und blieb somit auf dem letzten Platz der Top Fünf. Insgesamt wurden laut den Marktforschern von Gartner 76 Millionen PCs abgesetzt, dies entspricht einem Minus von annähend 11 Prozent.

Weltweiter PC-Absatz
Q2 2012 Q2 2013 Veränderung
Lenovo 12.755.068 12.677.265 -0,6%
HP 13.028.822 12.402.887 -4,8%
Dell 9.349.171 8.984.634 -3,9%
Acer 9.743.663 6.305.000 -35,3%
ASUS 5.772.043 4.590.071 -20,5%
Sonstige 34.675.824 31.041.130 -10,5%
Insgesamt 85.324.591 76.000986 -10,9%

Im EMEA-Raum, zu dem neben Europa auch Afrika sowie der Nahe Osten zählen, entwickelte sich der Markt noch schlechter. Hier lag der Rückgang bei über 16 Prozent, von den fünf großen Anbietern konnte lediglich Lenovo zulegen und so den zweiten Platz vor Acer, aber hinter HP einnehmen. Als Grund für das weltweit schwache Abschneiden nennt Gartner erneut die steigende Attraktivität von Tablets. Dieses würden vor allem in Schwellenländern den PC als ersten Computer ablösen, nicht zuletzt aufgrund der weiter gesunkenen Preise. Für die Studie berücksichtigt wurden nach eigenen Angaben Desktop-Rechner und Notebooks, nicht jedoch Media-Tablets wie das iPad.

PC-Absatz im EMEA-Raum
Q2 2012 Q2 2013 Veränderung
HP 4.683.376 3.779.160 -19,4%
Lenovo 2.180.362 2.641.622 21,2%
Acer 3.995.518 2.456.255 -38,5%
Dell 2.173.552 1.979.895 -8,9%

ASUS

2.670.268 1.743.345 -34,7%
Sonstige 9.864.285 8.675.143 -12,1%
Insgesamt 25.567.361 21.275.420 -16,8%

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 03.06.2003
Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 1002
So langsam hat nunmal jeder so eine Kiste, wenn er denn eine haben möchte. Ist eben nur noch Ersatzbedarf, sowie Märkte, welche Langsam expanideren, etwa wohlhabender werdende Regionen, wo sich nun Leute einen PC leisten können, die dies vorher nicht konnten. Aber auch bei diesen stellt sich die Frage, ob man nicht lieber gleich zum Notebook greift.
#2
Registriert seit: 08.12.2010

Banned
Beiträge: 101
Es ist einfach so, das die PC´s bzw die CPU´s heutzutage einfach nicht so ausgelastet sind wie früher.

Früher hat man nen P4 gehabt oder schlechter, und den auszutauschen gegen das neueste Modell machte viel sinn.

Doch schnappt man sich heute nen i5 oder i7, die halten ewig.

Habe immer noch meinen alten i7 920

Mittlerweile 5 jahre alt

Und spiele Crysis 3 auf Ultra ohne probleme
(liegt aber auch an 2x7970


#3
Registriert seit: 26.02.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 190
und genau das ist das gravierende Problem und es betrifft ja leider nicht nur die PC's. Die extrem effiziente Produktion in der sog. freien Marktwirtschaft hat uns eine erschreckende Überproduktion beschert, da kann es einem schon Angst und Bange werden.
Wie gesagt, es geht hier auch nicht nur um Rechner, nein, alle Sparten der Produktion sind betroffen. Die allerbeste Produktion ist quasi wertlos, ist man nicht in der Lage entsprechende Absatzmärkte dafür aufzutun.
Absatzrückgang ist die Folge, Arbeitskräfte müssen zwangsläufig freigesetzt werden. Die Leute verdienen nix mehr, der Binnenmarkt bricht weg. Das ist ein Teufelskreis und man muß nun wahrlich nicht BWL studiert haben, um zu erkennen wo das hinführen wird!
Die ewige und absolut maßlose Profitgier der Unternehmen ist der alleinige Grund für diese Misere. Ein probates Mittel, dem entgegenwirken zu können, sind nach Auffassung einiger westlicher Strategen Kriege, denn diese kurbeln scheinbar die Konjunktur wieder an, aber leider mißverkennt man die Situation grundsätzlich, denn dieser Effekt ist halt zeitlich begrenzt und absolut geistlos!
Fazit: Diese hochgelobte soziale Marktwirtschaft wäre durchaus die Lösung, aber leider hat man das "Soziale" aus diesem Begriff gestrichen und darum wird das System über Kurz oder Lang kollabieren!

P.S.
ich habe diese Statistik gewiss nicht versaut, denn ich baue meine Rechner generell selber ;-) !
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