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Telekom will keine Kupferleitungen mehr in Neubaugebieten legen

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telekomEinem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ zufolge will die Deutsche Telekom zukünftig in Neubaugebieten und Ortschaften auf dem Lande keine neuen Kupferleitungen mehr verlegen. Laut dem Konzern würden sich diese Festnetzanschlüsse schlichtweg nicht mehr rentieren. Dieses Vorhaben stößt vor allem bei dem Regulierer der Kommunikation in Deutschland, derBundesnetzagentur, auf Widerstand, denn laut dem Telekommunikationsgesetz ist die Telekom dazu verpflichtet, bundesweit für die Mindestversorgung der deutschen Bevölkerung zu sorgen. Auch aus der Politik kommt Kritik zu dem Vorhaben. „Da bestehen hohe Zweifel“ lies der parlamentarische Geschäftsführer der Union, Bernhard Kaster, verlautbaren. Als Ersatz will die Telekom via Mobilfunk die Versorgung garantieren. Jedoch konnte die Deutsche Telekom bis jetzt noch nicht beweisen, dass Mobilfunk eine adäquate Alternative zum Festnetz darstellt. Die Zweifel bestehen sowohl in der Verlässlichkeit, als auch in der Qualität.

Danke an unseren User SchneeLeopard für den Tipp.

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Kommentare (61)

#52
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Registriert seit: 16.01.2005

Say my name.
Beiträge: 1560
Zitat rmgLazyBone;20628179
Verstehe nicht, warum alle hier von Verstaatlichung des Netzes reden.
Das Problem ist, das die Telekom Infrastruktur UND Endkundengeschäft betreibt.
Das Netz sollte komplett ausgelagert werden, in eine eigenständige, private Netzbetreiber-Firma.
Die vermietet dann das Netz an die jeweiligen Anbieter.

Der Netzbetreiber möchte dann natürlich an so vielen Standorten wie möglich möglichst teure Leitungen anbieten - Glasfaser für alle.
Die meisten Anbieter machen ja jetzt nichts anderes - Anschlüsse beim Netzbetreiber mieten. Einzig die Telekom ist nun mal Anbieter und Netzbetreiber zugleich und kann so die anderen Anbieter kontrollieren.

Wer auch immer hier gegen den "freien Markt auf allen Ebenen" hetzt, sollte nochmal genau nachdenken. Denn der führt zu größtmöglichem Fortschritt bei kleinstmöglichem Preis. Nennt sich Strukturwandel. Das Ganze wird eben in Deutschland ausgehebelt, weil wir ein klares Kartell haben: Netzbetreiber und Anbieter haben sich zusammengeschlossen um den Markt zu kontrollieren. Bzw. sie waren von Anfang an zusammengeschlossen.
Die Folgen sehen wir ja jetzt.

LG
RMG


Freier Markt in allen Ehren - da bin ich sonst ein großer Verfechter von, aber hier zeigt sich nunmal, dass es in diesem Bereich nicht funktioniert, da es ein Monopol auf die letzte Meile gibt.
Selbst wenn man der Telekom das Leitungs-Monopol nehmen würde und dieses einem anderen, neuen, privaten Unternehmen geben würde, würde es sich trotzdem für dieses Unternehmen nicht lohnen ins Netz zu investieren.

1. Erschließung von ländlichen Bereichen macht trotzdem noch keinen Sinn, da sich die Investition nicht lohnt für zu wenig User.
2. Schnellere Leitungen bringen nicht mehr Geld. Anstattdessen kann diese private Netz-Firma die Mietkosten für den Bestand ja einfach festsetzen wie sie will.

Es gibt also nur die Option es zu einem politischen Thema zu machen und wieder zu verstaatlichen oder eben irgendwie Konkurenz zu schaffen. Das wird aber nicht passieren.
#53
Registriert seit: 22.10.2011

Hauptgefreiter
Beiträge: 220
hm so ist das schleichende veränderung wie wir das internet heute kennen , die telekomm will doch nur noch über funkmasten gehen um zu erreichen das der normale hausinternet anschluss wie im handy/smartphone bereich abläuft ........ 500mb und dann wird gedrosselt ;D juhu könnt man sich ja so vorstellen
jedenfals ein witz wie viel tausende funkmasten wollen die bauen damit es ordenlich funst , hier wo ich wohne größere stadt reichlich dörfer ringsrum und nichtmal 3g flächendeckend vorhanden mal schaun also 1. edge (oder wie das heißt) ja flächendecken , 2. 3g hm was ist das , 3. 4g was ist , ;D ich lach mich schlapp
#54
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Registriert seit: 16.01.2005
HH\Wandsbek\Hinschenfelde
Korvettenkapitän
Beiträge: 2432
Da sieht man wieder, man hätte die DBP in Postbereich und Telekommunkationsbreich sowie eben den Netzinfrastrukturbereich gliedern sollen.. Ein Privater Netzbetreiber wird nichts bessern, schaut mal rüber zu GB, da ist das Schienennetz teilweise privat. Und dann schaut euch mal an, wie die Zustände dort sind.
Ich hoffe dass ein paar Menschen die was zu Melden haben, den Arsch in der Hose haben zusagen: Bis Hierhin und nicht weiter.. Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf
#55
Registriert seit: 17.08.2009

Bootsmann
Beiträge: 708
Dann sollte jeder daran denken wer für die ganze Misere verantwortlich ist und bei den Bundestagswahlen am 22.09.2013 seine beiden Kreuze an der richtigen Stelle machen !!!

Aber mit der Mobillösung wird es noch schlimmer für Kunden werden, die keine Alternative haben.
Die Telekom wird dann bestimmt feststellen, das der normale Mobilnutzer nicht mehr wie 5GB im Monat benötigt, folglich wird ab 20GB Transfervolumen gedrosselt.
#56
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Registriert seit: 21.03.2008
SH
Oberbootsmann
Beiträge: 789
Bla... Bla... Bla... alle reden "nur" vom Profit und dass es sich nicht "lohnt". Telekom ist dazu verpflichtet, gerade weil sie ein monopol besitzen, das netz auszubauen ob es sich lohnt oder nicht, denn jeder Bürgeer in DE hat ein recht auf einen Internet Anschluss. Punkt aus Ende.

Wenn Telekom der Meinung ist, eine günstigere Alternative als Kabel zu kennen, dann ist das auch kein Beinbruch. Hauptsache ein Anschluss mit einer gewissen Grundgeschwindigkeit ist gewährleistet. Ich komme selber aus einer eher ländlichen gegend und ich sag euch eins: Es ist zum kotzen, wenn da jemand ankommt und meint, es "lohnt" sich nicht! Aufhören mit leeren versprechungen und HANDELN!
#57
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Kapitän zur See
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Zitat Progears;20628653
Dann sollte jeder daran denken wer für die ganze Misere verantwortlich ist und bei den Bundestagswahlen am 22.09.2013 seine beiden Kreuze an der richtigen Stelle machen !!!


Und die richtigen Stellen wären?

Zudem muss ich an Volker Pispers und seine Aussage über den Deutschen denken.
#58
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Registriert seit: 19.07.2008
Hamburg
Admiral
Beiträge: 11876
Die Telekom kehrt sich einen Sch*** um die flächendeckende Verfügbarkeit.
Lassen sich UMTS/LTE Masten noch vom Staat subventionieren.. und trotzdem hab ich hier 30km vor der Hamburger Innenstadt kein 3G Empfang.

Die Telekom soll sich echt gehackt legen und das Netz abtreten. Sofort!
#59
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Registriert seit: 14.12.2009
BaWü
Stabsgefreiter
Beiträge: 382
Zitat rmgLazyBone;20628179
Das Problem ist, das die Telekom Infrastruktur UND Endkundengeschäft betreibt.
Das Netz sollte komplett ausgelagert werden, in eine eigenständige, private Netzbetreiber-Firma. (..)
Wer auch immer hier gegen den "freien Markt auf allen Ebenen" hetzt, sollte nochmal genau nachdenken. Denn der führt zu größtmöglichem Fortschritt bei kleinstmöglichem Preis. Nennt sich Strukturwandel. Das Ganze wird eben in Deutschland ausgehebelt, weil wir ein klares Kartell haben: Netzbetreiber und Anbieter haben sich zusammengeschlossen um den Markt zu kontrollieren. Bzw. sie waren von Anfang an zusammengeschlossen.

Dann machen wir das doch mal, " nochmal genau nachdenken"...

Nehmen wir mal an das Netzt wird an eine Firma ausgelagert, und diese bekommt dann je nach Netzqualität am Anschluss ihr Geld.
Oh warte, haben wir das nicht jetzt bereits ? Die Telekom bekommt Geld, der Satz wird von der BNetzA festgelegt, damit das Monopol nicht ausgenutzt wird. Die Beträge sind aber so, dass sich ein Ausbau in vielen Regionen trotzdem nicht lohnt, bzw. es rentabler ist nicht auszubauen, das vorhandene Netz auszuquetschen und im Ausland zu investieren.
Ok, dann sollen die Sätze nicht mehr staatl. festgelegt werden, freie Unternehmerische Entscheidung also. Schau mal nach GB (Wasser), die Kosten steigen aber das Netz wird trotzdem schlechter, nur die Gewinne steigen.
Deine Annahme, dass das zu "möglichst teure Leitungen anbieten - Glasfaser für alle" und "größtmöglichem Fortschritt bei kleinstmöglichem Preis" führt ist falsch. Es führt zu maximalem Profit bei minimalen Investitionen, Gebiete die einen gewissen ROI-Faktor unterschreiten werden verkommen & es wird nur das gesetzlich nötigste gemacht. Ach halt, gesetzlich wollen wir ja nichts vorschreiben. Also wird garnichts mehr gemacht :hmm:

Nehmen wir mal an das Netz der Telekom wird an viele Firmen aufgeteilt, damit endlich Wettbewerb entsteht und sich 100 Konkurenten bilden können.
Wie schon erwähnt, an jedes Haus 100 Leitungen zu legen wäre Schwachsinnig. Es bleibt eigentlich nur übrig, dass das Netz regional aufgeteilt wird. Was passiert dann ?
Die Wettbewerber picken sich die Netzteile raus, wo pro Kilometer Kabel am meisten Kunden sind, sprich wo sich mit wenig Kosten viel erschließen lässt.
In diesen Regionen wird es dann evtl. soetwas wie Konkurenz und steigenden Netzausbau geben, wie es bereits jetzt der Fall ist (Großstädte VDSL und Glasfaserpilotprojekte).
Aber viele Regionen werden verkommen (siehe News). Das führt zu einem Strukturwandel, den sich keiner wünschen sollte.

Ich beobachte einfach dass jede Infrastruktur, die egal in welchem Bereich privatisiert wird (Strom, Gas, Telekommunikation, Straßen, Wasser) teurer wird und gleichzeitig an Qualität des Netztes abnimmt.
Infrastruktur ist halt nichts, wo sich jeder nach seinem Vermögen leisten können soll, sondern ein essentieller Bestandteil der Gesellschaft und ein wichtiger wirtschaftlicher Standortfaktor.
Infrastruktur ist keine "Ware" wie jede andere, bei der man (Markt)wirtschaftliche Maßstäbe anlegen kann. Deshalb muss konitnuierlicher Ausbau der Infrastruktur auch eine gesellschaftliche Aufgabe sein.

Der einzige Ansatz, der flächendeckend funktioniert, ist zu sagen jede Gemeinde muss jährliche 5% ihrer Anwohner mit Glasfaser anbinden, und bekommt dafür zweckgebunden das Geld.
Die Kosten werden dann als Steuer auf alle Verträge umgelegt, z.B. 10€ Netzausbausteuer pro Telekommunikationsvertrag und Monat.
Natürlich setzt das voraus dass die Umsetzung in Händen liegt, die etwas davon verstehen, die Umsetzung also nicht durch Politiker (Bund) sondern regional durch z.B. Stadtwerke geführt wird.
Die BNetzA sollte dann lediglich die Kosten, die von den Städten gemeldet werden, prüfen, Zusammenrechnen und auf jeden Anschluss umrechnen. Dreisatzrechnung sollten selbst die hinbekommen.
Damit ist die Verwendung klar geregelt und der Aufpreis fließt in das Netz, und nicht in die Gewinne von Aktionären.

Man muss natürlich sagen, dass das für viele (vorallem in Großstädten) teurer wird. Ein Anschluss auf dem Land ist natürlich viel teuer wie in der Großstadt, und wenn man das solidarisch umlegt wird es für viele teurer.
Aber wenn man freien Markt will muss man auch so fair sein und sagen dass man ein 2-3-Klassensystem und Infrastrukturabbau in großen Teilen Deutschlands (der ja bereits einsetzt) will.
Fadenscheinige Ausreden / Hoffnungsmache wie "der Markt wird das schon regeln" ziehen nicht mehr, weil die Bürger es langsam merken, dass das Netz schon jahrzente lang vernachlässigt wurde (siehe Stromnetz).

Womit ich einverstanden bin ist das Endkundengeschäft privatisiert zu lassen. Da können dann alle Marktteilnehmer das Netz mieten und schauen, wie sie sich abgrenzen (z.B. Service).
Die physikalische Infrastruktur selbst muss aber gesellschaftlich finanziert stetig ausgebaut werden.
#60
Registriert seit: 13.08.2012

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 422
Zitat Dozer3000;20625768
Was wirklich ein Fortschritt wäre.
Ich wäre total für eine Verstaatlichung dieser Netze.
Der Anspruch des Staates muss hier hoch priorisiert sein, das wäre ein Novum für die Bürger.


Nein! in Staatshand will ich das Internet auch nicht sehen.

Ich möchte ein Internet das der Bürger demokratisch selbst verwaltet z.b. über Vereine oder Genossenschaften. Das kann der Staat ja dann finanziell unterstützen, aber den Staat als Betreiber und Versorger will ich nicht.
#61
Registriert seit: 19.05.2013

Oberbootsmann
Beiträge: 775
Joar typisch tcom halt.
Maximaler Preis und das wars dann auch schon.
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