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Rekord-Anleihen: Apple leiht sich 17 Milliarden US-Dollar

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apple logoIn den letzten zehn Jahren ging Apple immer wieder auf Rekordjagd: Ein Rekordgewinn jagte den anderen und auch die immer höher werdenden Zahlen bei den Abverkäufen von iPhones, Apps und Musikstücken ließen die Barreserven innerhalb des letzten Jahrzehnts kräftig anwachsen. Über 145 Milliarden US-Dollar soll Apple inzwischen angehäuft haben. Doch der IT-Konzern steckt in einer kleinen Krise. Erstmals seit über zehn Jahren verzeichnete Apple trotz eines weiter gestiegenen Umsatzes rückläufigen Gewinn. Auch auf dem Börsenparkett ist man mit einem zwischenzeitlichen Kurswert von knapp unter 400 US-Dollar weit von seinen Hochzeiten entfernt. Seit September ging die Aktie auf Talfahrt und verlor innerhalb weniger Monate fast 40 Prozent ihres Wertes.

Die Anleger sind zurecht besorgt, fehlt es Apple bei seinen letzten Produkten zudem an Innovation. Grund genug, seine Aktionäre endlich zu beruhigen. Bis Ende 2015 will Apple eigene Aktien zurückkaufen und eine Dividenden-Erhöhung um 15 Prozent durchsetzen – eine Kapitalausschüttung von rund 100 Milliarden US-Dollar steht an.

Geld, das Apple durchaus auf der hohen Kante hätte. Doch wie der Finanzdienstleister Bloomberg heute berichtete, soll Apple seine gigantischen Cash-Reserven hierfür nicht anzapfen wollen. Apple soll sich jetzt in Form von Schuldscheinen insgesamt 17 Milliarden US-Dollar auf dem Kapitalmarkt besorgt haben – so viel auf einen Schlag wie bislang kein anderes US-Unternehmen zuvor. Doch für das Geld muss Apple teure Zinsen berappen und die Summe pünktlich zum Ende der Laufzeit zurückzahlen. Laut Bloomberg soll Apple sechs verschiedene Anleihetypen mit Laufzeiten von drei bis 30 Jahren ausgegeben haben. Die Zinssätze seien ebenfalls variabel gewesen.

Für Apple ist die Milliarden-Beschaffung wohl günstiger als die eigenen Reserven anzuzapfen. Von den insgesamt 145 Milliarden US-Dollar Barreserven sollen in den USA gerade einmal 45 Milliarden US-Dollar liegen. Die verbleibenden 100 Milliarden sollen in Steuerparadiesen im Ausland angelegt sein. Für diesen Transfer müsste Apple Steuern in Milliardenhöhe nachzahlen. In Anbetracht der niedrigen Zinsen auf dem Geldmarkt ein für Apple lohnenswerter Schritt, wenngleich man damit den Grundsatz seines Gründers Steve Jobs brach. Er versuchte bis zu seinem Tod vor anderthalb Jahren das Unternehmen schuldenfrei zu halten – erstmals seit 1996 gab Apple wieder Schuldscheine aus.

Immerhin brachten die Mühen des Apple-Urgesteins bei den zwei größten US-Ratingagenturen S&P und Moody’s eine hervorragende Kreditwürdigkeit, wenngleich es von beiden Agenturen nicht die Bestnote in Form von „Triple A“ gab. Apple wurde von beiden Ratingagenturen lediglich als „Aa1“ eingestuft. Als Begründung gab man an, dass sich bei schnell verändernden Branchen - wie eben die Computer- und Mobilfunkbranche - für die Verbraucher und Anleger langfristige Risiken ergeben würden.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 14.01.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 386
Der Anfang vom Ende.
#2
Registriert seit: 10.01.2006

Hauptgefreiter
Beiträge: 138
Zitat Nayle;20554536
Der Anfang vom Ende.


Hast Du den Text nicht verstanden oder einfach so keinen Plan :wall:
#3
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Registriert seit: 19.07.2008
Hamburg
Admiral
Beiträge: 11876
Wenn sie das Geld haben, gibt es wenig Gründe, die teuren Zinsen in Kauf zu nehmen..
Was sagt den Wirtschaftsstrategen das?
#4
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Registriert seit: 21.05.2006
Erlangen
Kapitänleutnant
Beiträge: 1677
Zitat
Von den insgesamt 145 Milliarden US-Dollar Barreserven sollen in den USA gerade einmal 45 Milliarden US-Dollar liegen. Die verbleibenden 100 Milliarden sollen in Steuerparadiesen im Ausland angelegt sein. Für diesen Transfer müsste Apple Steuern in Milliardenhöhe nachzahlen.


Hier nochmal für alle die den Text nicht verstanden haben oder zu faul zum lesen waren die Begründung, warum die Anleihen der günstigere Schritt sind.
#5
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Registriert seit: 19.07.2008
Hamburg
Admiral
Beiträge: 11876
Schon klar, aber 45Mill. sind doch da. Oder braucht man die noch komplett zusätzlich dafür? 45+17 Mill.?
#6
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Registriert seit: 16.12.2005
Augsburg
[online]-Redakteur
Beiträge: 14497
Um den Kurs zu stabilisieren braucht Apple mehr Geld als die 45 + 17 Milliarden zusammen. ;)
#7
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Registriert seit: 19.07.2008
Hamburg
Admiral
Beiträge: 11876
Ok, das erklärt es dann .. Thx
#8
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Bootsmann
Beiträge: 667
Um 17 Mrd.$ zu repatriieren müßte Apple 9 Mrd.$ Steuern zahlen. Dagegen sind die Zinsen eine Petitesse, zumal sie ja auch noch steuermindernd wirken.
Apple muß übrigens keine teuren Zinsen berappen, weil erstens die Zinssätze allg. auf historisch niedrigstem Niveau sind und zweitens Apple mit AA+ bewertet ist, der höchsten Bewertung für ein Unternehmen der Technologiebranche.
Daß sich Apple jetzt schon die zusätzlichen 17 Mrd. besorgt hat, deutet darauf hin, daß sie möglichst schnell möglichst viele Aktien zurückkaufen wollen. Spart dann ja auch Dividende...
Über ihre Auslandsgesellschaften kann Apple die Aktien übrigens nicht kaufen, da nur die Muttergesellschaft Aktien einziehen darf.
Das Aktienrückkaufprogramm umfaßt insgesamt 60 Mrd.$, wovon bisher 2 Mrd.$ ausgegeben wurden. Es gibt z.Z. 940 Mio. Aktien, danach werden es vielleicht 100-120 Mio. weniger sein.
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