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Politik fordert Verbot für ausufernde Facebook-Partys

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Erstellt am: von
Andreas Stegmüller

facebookNach einer versehentlich öffentlich gesetzten Veranstaltung meldeten sich Anfang Juni mehr als 16.000 Facebook-Nutzer für die Geburtstagsparty einer 16-Jährigen in Hamburg an. Am Tag des großen Festes erschienen tatsächlich 1600 Menschen auf dem Privat-Grundstück in Bramfeld, um das Geburtstagskind zu feiern. Die Folge: 100 Polizisten waren im Einsatz, elf Feiernde wurden wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Polizei vorübergehend festgenommen. Auch in Wuppertal wurden bei einer spontanen Feier mit 800 Teilnehmern 41 Jugendliche in Gewahrsam genommen. Nun fordern mehrere Landesinnenminister ein rigoroses Vorgehen der Behörden, berichtet Heise Online.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) äußerte sich gegenüber der "Welt am Sonntag" wie folgt: "Wenn die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet wird, müssen Facebook-Parys im Vorweg verboten werden." Zudem müssten die Länder die geltenden Gesetze konsequent anwenden und ihre Aufklärungsarbeit bei Jugendlichen und Eltern verbessern. Er führte hierbei einen "Internet-Führerschein" in Schulen an, der über die Gefahren von Facebook aufklären soll.

Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnte, dass aus großen, geplanten Facebook-Veranstaltungen schnell ein "massives Sicherheitsproblem" mit "unabsehbaren Folgen" entstehen können. Auf den Veranstalter könnten "immense Kosten" zukommen, schließlich muss er womöglich die Kosten des Polizeieinsatzes tragen. Zu guter Letzt ist auch Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) der Meinung, dass "es Aufgabe einer kommunalen Ordnungsbehörde sei, solche Veranstaltungen zu untersagen, wenn es im Vorfeld konkrete Hinweise auf eine Gefahr für Teilnehmer oder unbeteiligte Dritte gäbe".

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Kommentare (16)

#7
Registriert seit: 14.03.2011

Matrose
Beiträge: 7
Es sollte döch möglich sein, mt FB zusammenzuarbeiten.
Das Einladen von mehr als 1000 Personen sollte einfach nicht möglich sein.
Für Institutionen/Vereine kann man da ja andere Grenzen setzen.
Aber die Sache mit dem Internet-Führerschein ist eine gute Idee.
Wenn ich an die Trojaner denke die meine Schwägerin ständig auf dem PC hat...
#8
Registriert seit: 25.03.2011
münchen,salzburg,florenz
Hauptgefreiter
Beiträge: 146
Verbote helfen hier nicht.
Eher präventive aufklärung und geschultes personal in die bildungseinrichtungen. Das gilt für junioren genau so für senioren.
Habe bei beiden altersklassen gravierende bildungslücken praktisch erlebt.
#9
Registriert seit: 10.05.2010

Gefreiter
Beiträge: 60
@analogwarrior: Das wird wenig helfen, denn jeden Tag klicken 1 Millionen Leute in ihren IPhone und Android-Apps, bei Fragen ala:"Willst du Majong-Action wirklich erlauben SMS, Kontakte und Internet zu nutzen?" auf "OK"...

In meinen Augen hilft hier aber auch kein Verbot. Das wäre genauso hilfreich wie Internetzensur oder Vorratsdatenspeicherung.
Wichtiger wären - wie bereits erwähnt - defensivere Grundsettings, wo man Dinge erst zulassen und nicht verbieten muss und eben eine bessere Aufklärung.

Kleine Videos, wie sie von Dropbox benutzt werden um Menschen etwas verständlich zu machen, sollten einen auch Facebook erklären. Und zwar in allen hässlichen und ungeschönten Facetten.
#10
Registriert seit: 19.01.2010
NRW
Oberbootsmann
Beiträge: 788
Wieder ein Schritt in Richtung Überwachungsstaat?

Soviel ich weiß ist es nicht verboten, dass sich meinetwegen 1000 Menschen an einem Ort treffen.

Ob man das nun durch Facebook oder Flyerverteilen erreicht, ist doch völlig egal.

Alles, was die Ressourcen der lokalen Polizei übersteigt wird verboten. Herrlich!
#11
Registriert seit: 14.06.2009
Kaiserslautern
Bootsmann
Beiträge: 732
"Soviel ich weiß ist es nicht verboten, dass sich meinetwegen 1000 Menschen an einem Ort treffen."
Haha, guter Witz. Organisier das mal und du wirst vom Gegenteil überzeugt.
#12
Registriert seit: 21.03.2008

Bootsmann
Beiträge: 718
Generell ist das totaler Quatsch mit dem verbot.
Im grunde muss der gründer/ veranstalter für alles haften.
Denn wenn man ind er reallität über all flugblätte rmit adresse und
party einladung verteilt, muss auch mit so vielen besuchern rechnen.
In diesem fall müssen eltern für ihre kinder haften, wenn diese eine veranstaltung bei facebook veröffentlichen.

Zu verbieten gibt es da meiner meinung nach nichts. die veranstalter haften punkt aus.

Anderer seits könnt facbook eine generelle sperre einrichten, dass NUR Leute aus der "freundesliste" dies veranstaltung sehen können.
Wenn man diese veröffentlichen möchte, muss amn eine anfrage an facebook schicken... so könnte ich es mir jedenfalls vorstellen.
#13
Registriert seit: 07.11.2009

Hauptgefreiter
Beiträge: 182
@ pescA:
Auch du vertrittst einen Standpunkt ohne in recherchiert zu haben was von ungenügender Aufklärung zeugt. Das deutsche Volk hat das Recht auf Versammlung. Das sogenannte Versammlungsrecht.

Zitat:
Artikel 8 des Grundgesetzes aus I. Die Grundrechte (Art. 1-19)

(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.

In den meisten Länder ist es verboten unangekündigte, bzw. nicht mit der Stadt abgeklärte Versammllungen unter freien Himmel anzuverstalten, mit der Ausnahme wenn die Veranstaltung innerhalb von 48h geplant wurde, d.h. davor kein Plan dafür bestand, so fällt diese Veranstaltung unter spontane Veranstaltung und darf nicht verboten werden.


Jetzt wisst ihr warum Flashmobs überhaupt bestehen können ;).

Zurück zu pescA: Du kannst auch eine Versammlung von 100.000 Leuten veranstalten und niemand darfs verbieten, also bitte aufpassen was hier rumposaunt wird. Ich selbst habe schon in Veranstaltungskomitees von Flashmobs gesessen in denen weit über 1000 Leute waren.
#14
Registriert seit: 03.07.2001
127.0.0.1
Admiral
Altweintrinker
Beiträge: 24556
Politiker brauchen halt immer etwas zum "regulieren". Solche "Partys" gab es schon vor >10 Jahren, ganz ohne FB.

Wenn da der falsche am falschen Ort was angekündigt hat, wurde das Haus auch einfach mal von >200 Mann gestürmt. Ging mitunter nicht gerade günstig für den betroffenen aus, je nach dem, wieso die Leute dort aufliefen.
#15
Registriert seit: 03.07.2001
127.0.0.1
Admiral
Altweintrinker
Beiträge: 24556
Und das Newssystem hier ist echt übelster Mist.
Das Loginproblem besteht seit Jahren, editieren ist nicht möglich und wenn man zu dem entsprechenden Thread will, um seinen Schreibfehler zu korrigieren, findet man den Thread natürlich nicht.

Einen Link zum Thread gibt es in der News auch nicht. :kotz:
#16
Registriert seit: 08.04.2004
HSK
Leutnant zur See
Beiträge: 1151
Social Communitys sollten Partys einfach mal nachfragen ob die Party öffentlich für jeden verfügbar sein soll...bzw. als Standard sollte das nein sein. Warum eine Privatperson überhaupt "öffentliche Partys" organisieren kann/soll ist mir eh Schleierhaft. Für Vereine/Sportveranstaltungen/etc. wird da sicher kein Problem entstehen. Da kann man sicher einfach und unkompliziert Regelungen treffen.

Ein Verbot halte ich in der Hinsicht trotzdem für nicht vorteilhaft. Lasst einfach die Leute die zu solchen Partys aufrufen/einladen die aufkommenden Kosten bezahlen und ihr werdet sehen wieviele von diesen Partys noch statt finden...
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