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IDF Opening Keynote

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Paul Otellini gab in der ersten Keynote des IDF einen positiven Ausblick auf die Zukunft. Nach dem Einbruch des Technologiemarktes im Jahr 2000 stehen nun im Jahr 2004 neue Rekorde bei den verkauften Stückzahlen im CPU- und Kommnikationsbereich an. Als Zugpferde für die Industrie sieht Intel hierbei die Konvergenz von Geräten, die Digitalisierung von Daten und einen weiteren Zuwachs bei der Anzahl der Benutzer des Internets. In der Keynote ging man jedoch auch auf neue Wireless-Technologien und die kommenden Dual-Core-Produkte von Intel genauer ein. Weitere Themen : Intels "t"s, die Vanderpool Technology, iAMT, der Serverprozessor Montecito und vieles mehr. Unter "Read More" geben wir eine Übersicht über die Inhalte der ersten IDF-Veranstaltung.
Als Wachstumsfaktoren sieht Intel vor allen Dingen den Wireless-Boom. So waren im Jahr 2003 erst 10% der Notebooks mit WiFi-Funktionalität ausgeruestet, im Jahr 2006 erwartet Intel eine Verbreitung von 98%. Auch bei Handys nimmt die Datenkommunikation immer mehr zu, so dass man davon ausgeht, dass ein Zeitpunkt erreicht wird, wo die Voice-Kosten keine Rolle mehr spielen und Gespräche aufgrund der hohen Datenauslastung kostenlos angeboten werden koennen.

Der zweite "Growth Driver" ist die Digitalisierung. Intel sieht hier Vorteile bei der Verfügbarkeit digitaler Daten. Als Beispiel gab man den Film Titanic an, der seit seines Erscheinens von 700 Millionen Zuschauern gesehen wurde. Der nächster Meileinstein soll bald erreicht sein - man schätzt, dass durch die Digitalisierung einen Film knapp eine Milliarde Menschen bereits im 1. Jahr nach der Veroeffentlichung sehen koennen.

Growth Driver Nr. 3 sind die nächsen drei Milliarden Internet-User, die in der nächsten Zeit hinzukommen werden. Es gibt dabei ein überdurchschnittliches Wachstum in Asien. Diese drei Faktoren werden den Markt für PCs zurückbringen zu alter Stärke.

Bereits letzte Woche berichteten wir von der neuen 65nm-Technik, die Intel nun bereits in Versuchen recht gut beherrscht und bereits im nächsten Jahr mit Produkten auf den Markt kommen moechte. Paul Otellini zeigte auf dem IDF erstmals einen 65nm Wafer mit SRAM-Zellen :



Auch scheint Intel von der "More MHz"-Strategie abzuweichen. Dank Moore´s Law wird man zwar weiterhin Performancemoeglichkeiten ausschoepfen koennen, allerdings hat man bereits in den letzten Moaten und Jahren dem Prozessor immer mehr Features hinzugefügt, anstatt einfach nur die Taktschraube nach oben zu drehen. Intel fokussiert hierbei neben dem Bereich "GHz" die Prozessor-Features, Chipset-Features und Kommunikations- und Software-Fähigkeiten des Prozessors. Centrino als neues Usage Model fokussiert dabei auf die letztgenannten drei Punkte.

Ebenso interessant scheint die Entwicklung im Bereich Digital Home zu werden : Die DLNA 1.0 Spec wurde bereits im Juni veröffentlicht. Erste Produkte mit DTCP/IP werden von Intel im 2. Halbjahr dieses Jahres erwartet. Eindrucksvoll präsentierte man einen On-Demand Video-Download, der gleichzeitig wiedergegeben wurde und liess auf einem zweiten Display einen Film zeitgleich abspielen, der über ein Netgear DTCP/IP (Digital 5 and Digital Networks) Gerät wiedergegeben wurde. So ist es moeglich, im Wohnzimmer und am PC mehrere Video-Steams gleichzeitig zu betrachten. Der heruntergeladene Content kann dann auf dem Digital Media Adapter ausgegeben werden. Und : DTCP wird von Microsoft unterstützt, in einem der nächsten Windows Media Player wird die Integration des Features geplant.

Für Hardware-Freaks natürlich besonders interessant waren die Ausblicke auf die Platform Technology.

Am Beispiel Hyperthreading wurde dabei visualisiert, wie sich eine Technologie in zwei Jahren verbreiten kann - 55% Clients und 100% Serverprodukte, die Intel verlassen, sind mit Hyperthreading ausgestattet. Dabei sollte man die Notebook-Prozessoren nicht vergessen, die hier natürlich auf diese sehr gute Bilanz drücken. EM64T hat Intel nun im Workstation-Segment bereits gebracht. LaGrande (LT) und Vanderpool Technology (VT) erwartet man zusammen mit Windows Longhorn, welches eine entsprechende Unterstützung mit bringen wird.

Stacy Smith präsentierte Vanderpool eindrucksvoll : Mit einem einzigen PC wurden vier Systeme simuliert, die gleichzeitig liefen: Multimedia, Office, Linux und eine Management-Console. Derartige Systeme bedeuten neue Kostenersparnisse für Unternehmen und bieten über die Moeglichkeit, mit der Management-Console die anderen drei Systeme zu überwachen neue Moeglichkeiten für Sicherheitsfeatures.



iAMT - Intels Active Management Technology - wurde weiterhin angesprochen. Diese neue Management-Architektur auf Hardwareebene soll die Management-Kosten von IT-Systemen stark senken. 80% der Kosten, die aktuell anfallen, sind rein systembedingt, ein alleiniges "keeping the business running". Dieses soll mit iAMT minimiert werden koennen. Für alle Produktbereiche will Intel entsprechende Produkte anbieten, eine genaue
Industry Specification wird es zum Spring IDF 2005 geben.

Der nächste grosse Punkt heisst Cache - hier gab man unter anderem die Bestätigung, dass es bis Jahresende einen Pentium 4 mit 2 MB geben wird.

Die grossen technischen Herausforderungen der Zukunft liegen zum einen in der Wireless Broadband-Technologie und der Parallelität in Prozessoren.

Bis 2008 geht Intel davon aus, dass WiFi und WiMax knapp 50% Marktverbreitung erreichen, zudem 70% der User mit Broadband surfen und nur noch 22% eine DialUp-Verbindung nutzen. Dabei ist die Verbreitung von WiMax in ähnlicher Form wie WiFi zu erwarten. WiMax ersetzt aufgrund der hohen Bandbreite und hohen Reichweite die klassischen Leitungen - in Deutschland also mal wieder eine Moeglichkeit, die letzte Meile zu überbrücken. Ein entsprechendes Produkt konnte Intel ebenfalls zeigen : Der Rosedale-Controller ist ein System-on-a-chip für WiMax-Netzwerke.

Parallelism - das Beste zum Schluss. Intel hat sich bislang ja bereits zu Dual Core und Multi Core Produkten bekannt und sieht damit die Moeglichkeit, wie in der Vergangenheit über einen gewissen Zeitraum die Performance der PC-Architektur zu verzehnfachen. Eingefuehrt werden sollen derartige Produkte im Jahr 2005, im Jahr 2006 erwartet man bereits, dass 40% der Produkte im Desktop-Bereich, 70% der Produkte im Mobile-Bereich und 85% der Produkte im Serverbereich (hier Dual- oder sogar Multicore-Produkte) Dual-Core-Prozessoren sein werden.



Ein weiteres Highlight der ersten Keynote war die Präsentation eines Montecito-Systems. Der Montecito ist mit 1.7 Milliarden Transistoren eine der groessten Intel-Herausforderungen. Interessant sind die perspektiven im Parallelbetrieb : Da auch Hyperthreading in dem Itanium-DualCore enthalten ist, existiert in einer CPU die Moeglichkeit, vier Threads gleichzeitig zu bearbeiten. Setzt man auf ein Vierfach-System, sind es 16 Threads :



Um die Rechnengewalt der Prozessoren zu untermauern, holte man Walt Brooks von der NASA auf die Bühne. Unter der Federführung der Nasa entsteht das High Performance Computing Project Columbia : Ein neuer Supercomputer Cluster für die Nasa. Ein SGI-System, basierend auf Itanium Prozessoren, soll in vier Monaten auf 10.000 Prozessoren aufgerüstet werden und dann 60 Terraflops Leistung erhalten. Damit hätte man den Earth-Simulator in Japan deutlich überholt. Auf dem Rechner sollen Klimasimulationen und andere Simulationen für die Mars-Mission sowie der Flugsicherheit im Raumfahrtbereich laufen.

Weitere Fotos zur 1. Keynote finden sich in unserer Gallery.

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