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Acers Jahresauftakt: Die Pressekonferenz in München

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Acer_LogoZum Auftakt des neuen Jahres startete Acer gestern mit einer Pressekonferenz in die nächsten zwölf Monate. Zu sehen gab es allerdings nicht nur aktuelle und kommende Geräte der Net- und Notebook-Klasse, sondern vor allem auch einige interessante Tablet-PCs. Für die breite Öffentlichkeit wird es einen Großteil der Produkte allerdings erst im März - wohl rechtzeitig zur CeBIT 2011 - geben. In den ersten Minuten der Veranstaltung widmete man sich "Clear.fi". Die neue Software soll es ermöglichen, die gesamten Daten des Nutzers im Heimnetzwerk auf allen Acer-Geräten zugänglich zu machen – egal ob auf dem Notebook, Smartphone oder Desktop-Computer. Auch das verwendete Betriebssystem spielt nur eine untergeordnete Rolle, denn "Clear.fi" funktioniert nicht nur auf Windows-Geräten, sondern lässt sich auch auf Linux- oder Andriod-Systemen einsetzen. Eine benutzerfreundliche Oberfläche macht die Daten dann auf allen Geräten im Heimnetzwerk zugänglich: die Software erkennt alle "Clear.fi"-Geräte automatisch. So lässt sich ein mit dem Smartphone geschossenes Bild zu Hause ohne große Umwege auch auf dem Notebook betrachten. Lediglich das Gerät, auf welchem sich das Foto befindet, muss angegeben werden. Aber auch andere Multimedia-Inhalte sollen sich bequem vom Sofa aus betrachten lassen. Ein lästiges Hin- und Her-Kopieren der Daten gehört damit der Vergangenheit an. Schnittstellen zu den beliebtesten Social-Networks, wie Facebook, Flickr oder YouTube, sind ebenfalls mit an Board. "Clear.fi" soll auf allen kommenden Acer-Geräten bereits vorinstalliert sein.

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Zu Beginn der Pressekonferenz widmete sich Acer hauptsächlich seiner beliebten Revo-Reihe. Hier führte man den Aspire Revo R3700 und den Acer Revo RL100 an. Ersterer ist schon seit einiger Zeit im Handel erhältlich und basiert auf Intels Atom-Plattform. Im Inneren des Mini-PCs werkeln ein Intel Atom D525, insgesamt 4096 MB Arbeitsspeicher, eine 320 GB große Festplatte und eine schnelle ION-Grafikkarte.

Wer hingegen ein schickes Multimedia-Center fürs Wohnzimmer sucht, der könnte mit dem neuen Revo RL100 zufrieden werden. Mit relativ schlanken Abmessungen, einer glatten Oberfläche im matten Schwarz, einer schicken Formgebung und abgerundeten Kanten, passt der Neuling perfekt zum altgedienten DVD-Player oder gar noch Videorecorder unterhalb des Fernsehers. Doch nicht nur äußerlich weiß der Acer Aspire Revo RL100 zu gefallen. Auch die Hardware-Ausstattung kann sich sehen lassen. So kümmert sich ein AMD Athlon II Neo samt NVIDIA-ION-Grafiklösung um die nötige Grundperformance, während auch bis zu 4 GB Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit maximal 500 GB zur Auswahl bereit stehen. Dazu gibt es wahlweise ein Blu-ray-Combo-Laufwerk oder aber einen herkömmlichen DVD-Brenner. Optional steht außerdem ein integrierter TV-Tuner zur Wiedergabe und Aufzeichnung von TV-Programmen zur Verfügung. Wireless-LAN, Kartenleser, USB 2.0 und die obligatorischen Audio- und Video-Ausgänge sind ebenfalls mit dabei.

Für eine einfache Bedienung sorgt das RevoPad, welches sich unter dem Gehäuse versteckt und herausfahren lässt. Nach sanfter Berührung des Umschaltknopfes verwandelt sich die Touch-Tastatur in ein Multi-Gesture-Touchpad. Der Acer Revo RL100 ist ab sofort in zwei verschiedenen Konfigurationen verfügbar. Preislich sollte man knapp 500 Euro einplanen.

 

Notebooks und kleine Netbooks

Im Bereich der Note- und Netbooks gab es eigentlich keine großen Überraschungen. Hier schwenkte man hauptsächlich auf die neuen Intel-Sandy-Bridge-Prozessoren sowie auf die brandaktuellen Grafikkarten von AMD und NVIDIA um. So finden sich in den neuen Geräten der X750-, X253- und X950-Ethos-Serie ab sofort die neuen Dual-Core- und Quadcore-Modelle der zweiten Core-Generation. Während in preisgünstigeren Acer-Notebooks Grafikchips der GeForce-500M-Reihe ihren Einzug feiern, setzt man in seinen höherpreisigen Geräten auf Modelle der Radeon-HD-6000M-Familie. Je nach Modell verbaut man sogar eine AMD Radeon HD 6850M mit 2048 MB Videospeicher. Auch finden sich in einigen Geräten gleich zwei Massenspeicher: Eine schnelle SSD für das Betriebssystem und eine herkömmliche HDD für die restlichen Daten. Dank Sandy-Bridge verfügen alle Geräte über USB 3.0.

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Im Netbook-Segment stellte man das Acer Aspire One 522 offiziell in den Dienst. Der 258,5 x 185 x 25,7 mm große und rund 1,3 Kilogramm schwere mobile Wegbegleiter vertraut auf AMDs Fusion-APU. Der AMD C-50 rechnet mit 1,0 GHz, verfügt über einen 1 MB großen L2-Cache und bringt auch gleich eine integrierte Radeon HD 6250 samt 256 MB dediziertem Speicher mit sich. Ansonsten sind 1024 MB DDR3-Arbeitsspeicher und eine SATA-Festplatte mit 160 oder auch 250 GB verbaut. Das Display misst 10,1 Zoll in seiner Diagonalen und löst mit 1280 x 720 Bildpunkten auf. Auf Bluetooth, Wireless-LAN, eine Webcam und zahlreiche Anschlüsse muss man ebenfalls nicht verzichten. Ab Februar soll das neue Acer Aspire One 522 ab 329 Euro im Handel erhältlich sein.

Die Aspire-One-Happy-Reihe setzt hingegen gewohnt auf den Intel Atom N550 oder N450 und kommt in trendigen Farben daher. Bei der restlichen Ausstattung liegt man in etwa auf dem Niveau des oben vorgestellten AMD-Netbooks. Nur die Display-Auflösung ist etwas geringer. Preislich liegt man auch hier bei 329 Euro.

 

Highlight: Das Acer Iconia

Highlight der Pressekonferenz war aber ganz klar das Acer Iconia. Hier fällt die Einordnung des Gerätes schon deutlich schwieriger. Dass es sich allerdings an anspruchsvolle Multimedia-Fans, die ein leistungsstarkes Gerät benötigen, richtet, ist nicht abzustreiten. Um diesen Anwendern eine neue Content-Nutzung zu ermöglichen, verfolgt Acer mit dem Iconia einen innovativen Ansatz: So kommen gleich zwei 14 Zoll große Multi-Touch-Displays zum Einsatz, denn auf eine Hardware-Tastatur verzichtet man komplett. Dank Windows 7 kommt man um eine vollwertige QWERTZ-Tastatur allerdings nicht aus. Legt man seine beiden Handballen auf das untere Display, wird automatisch eine virtuelle Tastatur samt Touchpad für die Steuerung der Maus eingeblendet. Unsere ersten Tippversuche sahen schon sehr vielversprechend aus. Mit etwas Umgewöhnung - schließlich erhält man kein Feedback der Tasten - dürften sich auch längere Texte einwandfrei damit schreiben lassen.

Setzt man fünf Finger auf das Display erscheint der Acer-Ring. Dieser ist die Zentrale für alle Touch-Funktionen, Steuerelemente und Anwendungen. Von dieser ringförmigen Steuerkonsole lassen sich kleine Anwendungen starten. Dazu zählen TouchVideo, SocialJogger, MyJournal oder Scrapbook. Doch nicht nur das völlig neue Bedienkonzept erweckt die Lust auf mehr. Auch die Hardware ist nicht von schlechten Eltern. So werkeln im Inneren ein schneller Intel Core i5-480M mit 2,66 GHz, insgesamt 4096 MB DDR3-Arbeitsspeicher und eine integrierte Grafiklösung. Die Festplattenkapazität beläuft sich auf bis zu 640 GB. Die beiden Displays verfügen über eine native Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten.

Mit einem Gewicht von 2,8 Kilogramm, einer Größe von 347 x 248,52 x 31,9 mm und einer Akku-Laufzeit von mauen drei Stunden ist das Acer Iconia allerdings nicht wirklich mobil. Zudem ist mit empfohlenen 1499 Euro nicht gerade ein Schnäppchen.

 

Acer-Tablets und Smartphones:

Wer es etwas mobiler möchte, kann beruhigt zu einem der neue Tablets greifen. Viele Details rückte Acer hierzu allerdings noch nicht heraus, denn diese sollen erst in einigen Monaten offiziell das Licht der Welt erblicken. Ein Vorserien-Modell des kommenden A500 gab es für die Journalisten allerdings schon zu sehen. Dabei handelte es sich um ein 10,1 Zoll großes Tablet, das mit NVIDIAs Tegra-250-Chip ausgestattet war und auf Android basierte. Eine 5,0-Megapixel-Kamera für hochauflösende Fotos und ein 1,3-Megapixel-Modell auf der Rückseite für Videotelefonie sind ebenfalls mit an Board. Das Display löst mit 1280 x 800 Bildpunkten auf. Nächst kleineres Modell wird das A300 darstellen. Dieses setzt auf eine 1,2 GHz schnelle Qualcomm-CPU und ist mit einem 7-Zoll-Touchscreen samt 1280 x 800 Bildpunkten ausgestattet. Einstieg soll das A100 ermöglichen. Hier kümmert sich ein Tegra2-Chip um die nötige Performance des 7-Zöllers. Das Display ist mit 1024 x 600 Bildpunkten allerdings nicht mehr ganz so hochauflösend. Voraussichtlich ab April werden die neuen Tablets zu marktgerechten Preisen auf den Markt kommen – nur Googles Android 3.0 wird noch gewartet.

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Auch auf den Smartphone-Markt fokussiert sich Acer immer mehr. Auf der Pressekonferenz in München stellte man das Acer beTouch E210, das Acer Liquid Mini und das Acer Liquid MT offiziell vor. Alle Geräte basieren auf Andriod 2.2 und bieten genau das, was ein jedes aktuelle Smartphone bieten heutzutage bieten sollte. Das Acer Liquid MT, welches ab sofort für 379 Euro im Fachhandel erhältlich sein soll, wird von einer 800 MHz schnellen Qualcomm-7230-CPU angetrieben, verfügt über einen 3,6 Zoll großen WVGA-Touchscreen und kann auf 512 MB RAM und ROM zurückgreifen. Die verbaute Kamera schießt 5,0-Megapixel-Fotos, ermöglicht 720p-Videos mit 30 FPS und kann mit einem LED-Flash punkten. Der Akku soll im UMTS-Netz eine Standby-Zeit von bis zu 550 Stunden ermöglichen. Die Gesprächszeit liegt hingegen bei rund acht Stunden.

Doch auch aus diesem Marktsegment zeigte man uns ein durchaus interessantes Vorserienmodell. Doch hierzu verriet man noch herzlich wenig. Das Display misst 4,8 Zoll und löst mit sehr guten 1024 x 600 Bildpunkten auf, womit sich auch komplette Webseiten darstellen lassen. Trotz des großen Displays hat es unseren Hosentaschentest bestanden und machte nicht ganz so einen klobigen Eindruck, wie das Dell Streak.

Wir sind gespannt und bedanken uns noch einmal bei Acer für die Einladung!

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