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Apple soll Updates der Spotify-App bewusst zurückhalten – Übernahme von Tidal geplant

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spotify 2013Seit dem Start von Apple Music zählt Spotify zu den größten Konkurrenten des kalifornischen Unternehmens im Musik-Streaming-Bereich. Dies soll Apple bei dem Verteilen von Updates der Spotify-App auch ausnutzen, denn angeblich soll Apple bewusst die Freigabe von neuen Versionen verzögern. Laut Spotify würde das Prüfen von Updates vor der Freigabe im App Store eine besonders lange Zeit in Anspruch nehmen und teilweise mehrere Wochen dauern, bis die Nutzer die neuste Version im App Store herunterladen könnten.

Des Weiteren soll es Apple nicht passen, dass in der Vergangenheit beim Aufrufen der App ein Hinweis zum Abschluss des Abos direkt bei Spotify zu einem günstigeren Preis auftauchte. Während der Abschluss direkt über die App auf einem Apple-Gerät mit 12,99 Euro monatlich zu Buche schlägt, kann das Abo direkt über die Webseite von Spotify für 9,99 Euro monatlich erworben werden. Sollte der Kunde also dem Hinweis folgen und das Abo direkt bei Spotify abschließen, bekommt Apple keinen Anteil und verdient damit kein Geld mit dem Abschluss eines Abos. Deshalb forderte Apple den Streaming-Dienst Spotify auf, den Hinweis zu entfernen. Andernfalls werde die Spotify-App aus dem App Store entfernt. Spotify ist der Drohung nachgekommen und zeigt den Hinweis zum günstigeren Abo-Preis ab sofort nicht mehr an. Gleichzeitig wurde jedoch die Möglichkeit zum Buchen eines Abos entfernt, sodass die Kunden nur noch direkt über Spotify ein Abo abschließen können.

spotify apple

Ob Apple tatsächlich Updates der Spotify-App bewusst zurückhält, ist derzeit nicht bekannt. Apple hat sich zu dem Sachverhalt nicht offiziell geäußert und momentan ist nur die Aussage von Spotify respektive der Anwälten des Unternehmens bekannt. 

Apple an Tidal interessiert

Um Apple Music auch in Zukunft weiter auszubauen, soll der iPhone-Hersteller am Kauf von Tidal interessiert sein. Zwar ist der Streaming-Anbieter im Vergleich zu Spotify und Apple Music deutlich kleiner, hat aber mit einigen Künstlern und Plattenfirmen exklusive Verträge abgeschlossen. Somit könnte Apple in Zukunft mehr exklusive Songs anbieten, die es beispielsweise bei Spotify dann nicht oder erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt geben würde. Tidal hat aktuell rund 3 Millionen zahlende Kunden und würde somit den aktuellen Kundenstamm von Apple Music mit seinen 15 Millionen Kunden weiter aufstocken. 

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Kommentare (5)

#1
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Kapitänleutnant
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Wenn das stimmt bestätigt das einfach nur einmal mehr, dass das eine Saubude ist. Wenn ich in einer App ein Abo abschliesse soll dafür eine Gebühr an Apple abgedrückt werden? Einfach eine Sauerei. Soetwas sollte generell, egal ob Apple oder Google, verboten werden. Vorallem eine Frechheit das Apple dann reklamiert, wenn der Apphersteller auf seine Webseite verweist, soetwas von dreist.
#2
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Exil
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Ja genau, Verbote einführen! Rofl, geht's noch? Das ist immer noch ein freier Markt, Apple kann für die hauseigene Plattform an Regeln festlegen was ihnen gefällt, der geneigte Kunde kann die Regeln entweder akzeptieren oder sich ansonsten auch gerne woanders umsehen.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Spotify will seinen Dienst über die Plattform von Apple anbieten, für diesen Service aber nichts zahlen* und legt die Gebühren deswegen auf den Kunden um - schafft es aber trotzdem sich als Opfer darstellen :D

*liegt wahrscheinlich daran, dass das Geschäftsmodell dieses Vereins noch nie der Gewinnzone nahegekommen ist
#3
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Laut deiner Vorstellung sollte Spotify im App Store das Abo für Apple Kunden günstiger anbieten bzw. provisionieren? Ist das dein Ernst? Apple lebt ja auch von Spotify Nutzern, die ein iPhone kaufen um darauf Musik zu hören und eventuell dann sogar zum hauseigenen Dienst wechseln. Denke das ist normalerweise eine gesunde Symbiose, außer halt bei Apple die im Gegensatz zu ihrem Logo es nicht abkönnen, wenn ein Stück vom Apfel fehlt.

Denke der Zug von Spotify ist recht schlau und die haben eben Apple mit ihren eigenen Mitteln geschlagen, das sollte ein Fairer Verlierer einfach mal hinnehmen können.

Und neben Spotify gibt es zig andere Anbieter, die auch kostenlos eine App im Shop zur Verfügung stellen, was für ein unvorstellbares Verbrechen, sofort einen minimum Preis für Apps einführen bitte.
#4
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Nein wieso? Sie MÜSSEN gar nichts, es wird ja keiner gezwungen eine Geschäftsbeziehung mit Apple zu führen. Apple lebt mit absoluter Sicherheit nicht von Spotify, Apple und Spotify sind direkte Konkurrenten. Es ist ziemlich lachhaft, Apple per staatlichem Eingriff zwingen zu wollen, einem Konkurrenten gute Konditionen zu bieten. Nochmal: Wir haben freie Marktwirtschaft.

Um deine andere Frage zu beantworten: Wäre ich CEO von Spotify und möchte meinen Dienst möglichst breit vermarkten, würde ich den Kunden tatsächlich auf allen Plattformen den gleichen Preis anbieten. Das hilft meiner Akzeptanz ungemein und ist deshalb sinnvoll.
Dafür, dass ich iOS nutzen darf, muss ich halt Gebühren zahlen. Ich kann es auch bleiben lassen meinen Dienst dort zu vertreiben oder eben einen hö, dann entgehen mir aber jede Menge Kunden. Dass muss ich gegeneinander abwägen. Da mein hauseigener Vertrieb über meine Website aber wahrscheinlich auch nicht umsonst arbeitet, wäre es letztlich wohl sinnvoller bei iOS zu bleiben.
Wahrscheinlich werde ich aber sowieso bald gefeuert, weil sich mein Geschäftsmodell als scheiße herausgestellt hat, man nicht ewig auf kalkuliertem Verlust fahren kann und meine Aktionäre mich aufknöpfen, wenn es nicht irgendwann mal einen Gewinn gibt.
#5
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Rīgarider
Beiträge: 28633
Zitat L0rd_Helmchen;24718194
Nein wieso? Sie MÜSSEN gar nichts, es wird ja keiner gezwungen eine Geschäftsbeziehung mit Apple zu führen. Apple lebt mit absoluter Sicherheit nicht von Spotify, Apple und Spotify sind direkte Konkurrenten. Es ist ziemlich lachhaft, Apple per staatlichem Eingriff zwingen zu wollen, einem Konkurrenten gute Konditionen zu bieten. Nochmal: Wir haben freie Marktwirtschaft.


... und Gesetze, die verhindern sollen, dass ein Anbieter seine Marktbeherrschende Stellung missbraucht. Da es realistisch betrachtet nur zwei wirkliche Anbieter für Smartphone OS gibt, können diese nicht einfach tun, was sie wollen. Zumal bei Apple der Appstore auch noch konkurrenzlos ist.

In der EU wäre das Ganze wohl sowieso kaum möglich, oder zumindest höchst umstritten. Diese ganze Best-Price Klauseln wurden schließlich in anderen Branchen gekippt. Ja Apple erbringt eine Leistung, aber da die App generell auch kostenlos genutzt werden kann, ist es sicher schwer zu begründen, warum man bei Premium Usern etwas vom Kuchen abhaben will.
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