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Gesetz gegen Routerzwang soll Donnerstag beschlossen werden

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bundesregierungÜber die Abschaffung des Routerzwangs streitet die Bundesregierung bereits seit den Koalitionsverhandlungen. Zwar herrschte auf allen Seiten früh Einigkeit darüber, dass dem Verbraucher mehr Freiheiten eingeräumt werden sollen, Netzbetreiber und Provider wollten weitreichende Veränderungen aber verhindern. Zuletzt versuchten Lobbyisten den Bundesrat zu einer Intervention zu bewegen, die Einwände der Länderkammer wischte die Bundesregierung jedoch beiseite.

Damit können die Bundestagsabgeordneten über das „Gesetz zur Auswahl und zum Anschluss von Telekommunikationsendgeräten“ bereits am Donnerstag entscheiden – eine breite Zustimmung gilt als sicher. Bis es in Kraft tritt, dürfte jedoch noch einige Zeit vergehen. Denn nach der Veröffentlichung gilt eine sechsmonatige Übergangsfrist, erst danach kommt es für Anbieter und Nutzer zu einer der größten Änderungen der vergangenen Jahre.

Denn das Gesetz legt fest, dass der Netzabschlusspunkt künftig die Anschlussdose ist. Bislang ist dies nicht klar definiert, einige Netzbetreiber und Provider deklarieren bislang das Modem oder den Router als solchen. Der Unterschied: Ist die Dose der Abschlusspunkt, kann der Nutzer die Hardware frei wählen – unter anderem, da der Anbieter die benötigten Zugangsdaten aushändigt. Werden jedoch Modem oder Router als Abschluss betrachtet, hat der Verbraucher meist keine Wahl und erhält auch keinen Zugriff auf die Daten.

Dass die Wirtschaft lieber an letzterem Modell festhalten möchte, wird in erster Linie mit finanziellen Einbußen begründet. Zum einen müssen Kunden dann keine Hardware mehr beim Anbieter kaufen oder mieten, zum anderen befürchten diese Mehrausgaben beim Support. Ob die entsprechenden Unternehmen die Übergangsfrist bis zum Ende ausnutzen werden, ist noch nicht bekannt. Auch zu einem möglichen gerichtlichen Vorgehen gegen das Gesetz hat sich noch niemand geäußert.

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Kommentare (8)

#1
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Registriert seit: 16.10.2003
Hennigsdorf bei Berlin
Oberbootsmann
Beiträge: 940
Routerzwang- im ernst ?
Netzneutralität & Vorratsdatenspeicherung durchgewunken, aber dem armen Verbraucher soll kein Router aufgezwungen werden...

Behinderte Politk
#2
Registriert seit: 15.06.2010

Matrose
Beiträge: 22
Meine Eltern haben einen Zangsrouter für 5€/Monat.
Für den 21.10. hatte Kabel Deutschland eine Änderung per Brief bzgl. Fritzbox angekündigt und diese auch vollzogen.
Im Brief waren gewissen Punkte genannt, die man kontrollieren/einstellen muss. Hat alles gepasst.

Danach waren im Router die Nummern für die Endgeräte vertauscht, so dass eingehende Anrufe ins Leere gelaufen sind. Meine Eltern können sich da leider nicht selber helfen.

Die KD-Service-Hotline hat an den Hersteller verwiesen.
Genau diese Antwort würde ich erwarten, wenn ich ein eigenes Gerät da stehen hätte,
aber nicht so.

Da braucht man echt keine "Zwangsabgabe" an KD für Routermiete und dann noch abgelehnten Support.

Ein Witz aus meiner Sicht.
#3
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Registriert seit: 12.09.2005
NRW
Fregattenkapitän
Beiträge: 2637
WTF welchen Support denn?!

Egal ob o2/Versatel/Unitymedia alle -> Müll! Heuchlervereine...
#4
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Registriert seit: 13.01.2011
Scummbar
Leutnant zur See
Beiträge: 1153
Kann Arestoteles nur vollkommen zustimmen. Wird zeit das die alten Säcke endlich mal weg kommen weil Sie eh kein Plan von IT haben.
#5
Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6365
Zitat oldmcwinzi;24011636
Meine Eltern haben einen Zangsrouter für 5€/Monat.
Für den 21.10. hatte Kabel Deutschland eine Änderung per Brief bzgl. Fritzbox angekündigt und diese auch vollzogen.
Im Brief waren gewissen Punkte genannt, die man kontrollieren/einstellen muss. Hat alles gepasst.

Danach waren im Router die Nummern für die Endgeräte vertauscht, so dass eingehende Anrufe ins Leere gelaufen sind. Meine Eltern können sich da leider nicht selber helfen.

Die KD-Service-Hotline hat an den Hersteller verwiesen.
Genau diese Antwort würde ich erwarten, wenn ich ein eigenes Gerät da stehen hätte,
aber nicht so.

Da braucht man echt keine "Zwangsabgabe" an KD für Routermiete und dann noch abgelehnten Support.

Ein Witz aus meiner Sicht.


Aha, wozu hat man bekannte die sich damit auskennen ^^. Kein Anbieter weist die Nummern zu (EInstellung Fon1, Fon2 etc).^^

Ein Beispiel:
3 Rufnummern Bestellt > 3 Aktiv und alle reagieren auf Fon1. Ergo: Muss man selbst Umstellen welche Nummer auf was reagiert^^. Wer das nicht auf die Kette bekommt braucht
A: Einen Techniker. B: Bedient sich der Anleitung. C: Hat wie schon gesagt Bekannte die sowas können.
#6
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Registriert seit: 19.11.2011
München
Gefreiter
Beiträge: 39
Wie immer hat die Medaille zwei Seiten.

In meiner rein privaten Sicht befürworte ich natürlich die uneingeschränkte Wahlmöglichkeit und die Loslösung von, eventuell sogar kostenpflichtigen, Zwangsroutern und trage auch sicherlich nicht zu einem erhöhten Supportaufkommen bei. (Ausser ich bin mal wieder zu blöd festzustellen das das Leerzeichen nicht ins Passwort gehört :stupid:)

Als jemand der sich allerdings regelmäßig damit auseinander zu setzen hat welche Probleme manche Kunden auch mit "einfachsten Konfigurationsaufgaben" am Router haben, kann ich das derzeitige Vorgehen mancher Netzbetreiber durchaus nachvollziehen und befürchte sogar, dass der Wegfall der vom Netzbetreiber konfigurierten EG u.U. auch Einfluss auf die Preisgestaltung haben kann.

Das sich wahrscheinlich jeder hier im Forum wünscht eigene Router o.ä. an seinem Anschluss zu betreiben ist mir klar und wie gesagt aus privater Sicht vollständig legitim. Ich glaube aber auch, dass die Anbieter nicht diejenigen 15% (vorsicht ein Schätzwert) gängeln will die sowieso wissen was sie tun sondern den restlichen 85% das Erlebniss Internet so angenehm wie möglich gestalten möchten.

Und für den der weiß was er tut ist es auch heute schon sehr häufig möglich die Zugangsdaten für sein eigenes Gerät zu haben.
#7
Registriert seit: 15.05.2013
Ruhrpott
Korvettenkapitän
Beiträge: 2276
Wenn es keine Routerzwang gibt, heißt es ja nicht, dass der Anbieter nicht weiterhin vorkonfigurierte Router anbieten darf.
Somit ist das Probem, welches du ansprichst keins. Denn nur der versiertere User wird auf die Idee kommen nicht den angebotenen Router mitzunehmen.
#8
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Registriert seit: 19.11.2011
München
Gefreiter
Beiträge: 39
Zitat ElPiet;24012549
Wenn es keine Routerzwang gibt, heißt es ja nicht, dass der Anbieter nicht weiterhin vorkonfigurierte Router anbieten darf.
Somit ist das Probem, welches du ansprichst keins.....


Grundsätzlich ein Argument.
Und bitte nicht falsch verstehen ich bin ja auch für diese Regelung, jedoch sehe ich auch, dass die Bestehende Regelung in vielen Fällen Sinn ergibt.
Was ich jedoch auch befürchte sind diverse Preisdiskussionen warum jetzt der Anschluss ohne Router das gleiche kostet wie der mit (ja dort wo ich arbeite ist es tatsächlich ein kostenfreies Leihgerät).
Und nein die Idee kann nicht sein den Preis zu differenzieren da dann diverse sehr preissensitive Kundengruppen, die aber keine Ahnung haben wie so ein Ding eingestelt werden muss, auf die Idee kommen dieses Produkt, welches nicht zu Ihnen passt, zu bestellen. Womit wir wieder bei dem Punkt wären das die bösen ISP´s gar nicht alle so böse sind sondern tatsächlich Kundenkomfort und eigenen Vorteil der reduzierten Supportfälle zu einer für viele Teilnehmer gangbarenLösung vereinen.
Abgesehen davon, natürlich Jeder Kunde soll in irgendeiner Art und Weise in die Lage gebracht werden seine Zugangsdaten zu erhalten, aber dann bitte auch mit dem Hinweis, dass dann auch nur noch rudimentärer Support geleistet wird was Konfigurationsfehler am Kundenendgerät angeht.
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